Ausstellung „RAUMWUNDER – neue Wege in Design und Möbelbau.

Von handwerklicher Arbeitsweise zu industrieller Fertigung.
Sonderausstellung bis 2.2.2020, Rauch Museum, Freudenberg/Main

„Wir laden Sie herzlich ein, mit uns auf eine Zeitreise zu gehen: Entdecken Sie die Geschichte des modernen Möbelbaus und bewundern Sie die Exponate vieler namhafter Bauhaus-Designer wie u. a. Alma Siedhoff-Buscher, Josef Pohl und Marcel Breuer sowie Ray und Charles Eames und Richard Riemerschmid.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer zur Sonderausstellung.“

Quelle: Rauch Museum, Programm

„In den cristhelligen dagen“

Frohe Weihnachten! Die historische Postkarte aus dem Jahr 1913 verdeutlicht die Bescheidenheit und Beschaulichkeit früherer Tage.

Stadtarchiv Siegen erinnert an historisches Advents- und Weihnachtsbrauchtum im Siegerland

In seinem ‚Klick in die Vergangenheit‘ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivalien in den Beständen sollen dadurch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die neue Ausgabe dokumentiert ausgewählte Bestandteile des historischen Advents- und Weihnachtsbrauchtums unserer Region vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.

Wenn in Siegen alljährlich ab Mitte November der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln zahlreiche Menschen in die Innenstadt zwischen Winterzauber und Weihnachtsmarkt lockt, ist die Adventszeit eingeläutet. Kritische Stimmen bemängeln, dass von der ursprünglichen Bedeutung des Advents (lat. adventus = Ankunft) im Sinne einer andachtsvollen Vorbereitungszeit auf die Geburt Christi nicht mehr viel übrig geblieben zu sein scheint. In ihren Augen mündet die Profanierung, das heißt die Entweihung des eigentlichen Anlasses, vielfach in Kitsch und Konsum. Dabei gehen die Adventsfeierlichkeiten bereits auf das sechste nachchristliche Jahrhundert zurück und stellten früher eine Zeit der Enthaltsamkeit oder der Buße dar. „Auch Stadt und Kreis Siegen können auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblicken“, wie Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen erklärt. Quellen in den Archivbeständen erwähnen beispielsweise Nikolausumzüge im späten Mittelalter. Weiterlesen

Leader-Förderung für die Alte Synagoge in Bad Laasphe

Direkt vor dem Gebäude an der Laaspher Mauerstraße gab es jetzt einen Scheck vom Leader-Projekt für die Alte Synagoge. Am Wochenende, 19. und 20 Oktober, warenaußerdem in fast allen Wittgensteiner Kirchengemeinden die Kollekten an der Kirchentür für das Projekt bestimmt.

An Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, erhielt der Laaspher Christlich-Jüdische Freundeskreis jetzt einen Zuwendungsbescheid über eine Leader-Förderung mit Mitteln der Europäischen Union für das Projekt „Alte Synagoge“. Holger Saßmannshausen überreichte ihn als Vorsitzender der Wittgensteiner Leader-Region an den Freundeskreis-Vorsitzenden Rainer Becker. Vermutlich hätten die meisten das mit dem Jüdischen Versöhnungsfest nicht gewusst, wenn nicht für wenige Stunden vorm Termin an der Laaspher Mauerstraße perfiderweise ein feiger Attentäter zu Jom Kippur einen Anschlag auf die Synagoge in Halle an der Saale geplant hätte. Wohlmöglich ist solch eine antisemitisch motivierte, menschenverachtende Tat der beste Beweis dafür, dass man Initiativen wie die des Laaspher Freundeskreises heutzutage wieder mehr denn je braucht.

Die ehemalige Laaspher Synagoge soll als kulturelles Zentrum zu einem Ort des Lernens und der Begegnung werden. 2274 Euro gab es für den Freundeskreis jetzt aus dem Leader-Projekt, 1226 Euro musste dieser als Eigenanteil selbst aufbringen. Dabei geht es jetzt erst einmal nur um dringend notwendige Arbeiten am Ostgiebel des gut 250 Jahre alten Gebäudes. Zu der geplanten Neu-Nutzung wird es noch ein weiter Weg für den Verein, der sich ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit und mit Architektin Claudia Hengst dieser Mammutaufgabe widmet. Da war es ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft, dass jetzt auch Bürgermeister Dr. Torsten Spillmann als Chef der Laaspher Stadtverwaltung bei dem Termin vor der ehemaligen Synagoge dabei war.

Auf dem Weg zur Neu-Nutzung der ehemaligen Synagoge hilft dem Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit, so der offizielle Name, eine jede Spende:
bei der Sparkasse Wittgenstein unter der IBAN: DE42 4605 3480 0000 2002 87
und bei der Volksbank Mittelhessen unter der IBAN: DE16 5139 0000 0050 2129 04.

Außerdem gibt es viermal im Jahr im Wittgensteiner Kirchenkreis kreiskirchlich bestimmte Kollekten-Zwecke. Am Samstag und Sonntag, 19. und 20. Oktober, war die Gabe der Gottesdienst-Besucher an der Kirchentür in den folgenden Wittgensteiner Kirchenkreis-Gemeinden für die Alte Synagoge bestimmt: Arfeld, Bad Berleburg, Birkelbach, Dorlar-Eslohe, Erndtebrück, Feudingen, Girkhausen, Gleidorf, Lukas, Wingeshausen und Winterberg. Die Laaspher und die Raumländer Kirchengemeinde haben bereits Ende September dafür gesammelt.
Quelle: Jens Gesper, Kirchenkreis Wittgenstein, 20.10.2019
s.a. siwiarchiv, 9.2.2019

Hörtipp: Radiocollage „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“ wird wiederholt

Hans-Jürgen Krug

„Wer Gelegenheit hat, Hans-Jürgen Krugs Feature zu hören, solllte es tun“, schrieb 2016 der Fachdienst epd medien nach der Ursendung der Collage „Jenseits der Medien. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Die „spannende Zeitreise durch 90 Jahre Radio“ (Westfalenpost), das Hinterland und
Wittgenstein, wird am 1. November 2019 (20 Uhr) und am 8.November 2019 (14 Uhr) von Radio Unerhört Marburg wiederholt und ist auch im Internet zu hören (https://www.radiorum.de/blog/stream/). Weiterlesen

Video: „1619 – Die erste Feuerspritze“ in Siegen


In der youtube-Reihe „Streiflichter der Geschichte“ erschien auch dieser Beitrag zur ersten Feuerspritze in der Stadt Siegen: „Der Diplomat und Archivar Johannes von Arnoldi hatte ein besonderes Interesse an kulturhistorischen Fragestellungen. Als er um das Jahr 1800 die nassau-oranischen Korrespondenzen sichtete, vermerkte er am Rand der historischen Schreiben immer wieder Dinge, die ihm bemerkenswert erscheinen. So notierte er auf einem Schreiben vom 28. Oktober 1619 des Bürgermeisters und der Schöffen von Siegen an den Kammersekretär Heinrich Petri, es handele sich bei der dort erwähnten Siegener Wasserspritze zu Löschzwecken um den ersten Nachweis eines solchen Gerätes in Nassau überhaupt. Der genaue Wortlaut seiner Notiz lautet, leicht gekürzt: Weiterlesen

„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Siegerland zwischen Gegenwart und Zukunft (1971)

Vortrag zur Entstehung des Films mit Ausschnitten
30.10.2019, 19:00, Siegen LYZ

Der seinerzeit von Friedrich Flick zur Imageaufbesserung in Auftrag gegebene Film entwirft ein breit angelegtes Panorama Siegerländer Wirtschafts- und Kulturgeschichte. Bei dieser Produktion des NDR-Redakteurs Peter Schier-Gribowsky handelt es sich um ein ausgesprochen modernes filmisches Porträt des Kreises Siegen. Der Historiker Dieter Pfau erläutert den Entstehungszusammenhang des Films und lässt anhand ausgewählter Filmsequenzen die Zeit um 1970 wieder lebendig werden.

Veranstalter: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Keine nummerierten Plätze! Einlass ab 18:30 Uhr.
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.

Quelle: LYZ, Programm

4Fachwerk-Bildkalender 2020 erhältlich

Historische und neue Ansichten von Straßen, Plätzen und Begebenheiten begleiten durch das kommende Jahr

Orte verändern im Laufe der Zeit ihr Gesicht. Dies dokumentiert erneut ein hochwertiger 4Fachwerk-Bildkalender, der jetzt für das Jahr 2020 zur Verfügung steht. Großformatigen historischen Aufnahmen aus dem alten Freudenberg werden zeitgenössische Fotos gegenübergestellt. Gezeigt werden Straßen, Ansichten und Begebenheiten, die sich im „Zug der Zeit“ verwandelt haben. Das weckt Erinnerungen und ermöglicht den Vergleich zum Aussehen in unseren Tagen.
„Mit dem Kauf eines Kalenders kommt ein Stück Geschichte ins Haus oder bereitet als Geschenk viel Freude. Zugleich wird etwas Gutes getan, denn er fördert ein Stück weit das ehrenamtlich geführte 4Fachwerk-Mittendrin-Museum,“ erklärt Vorsitzender Dieter Siebel.

Der Bildkalender ist ab sofort für 15 Euro im 4Fachwerk-Mittendrin-Museum selbst (Mittelstraße 4-6), bei der Buchhandlung Flender (Färberstraße 16), Geschenkartikel „Filousophie“ (Bahnhofstraße 20), in der Holzwirtschaft (Marktstraße 15) und bei der Tourist-Information (KulTourBackes, Kölner Str. 1 am Marktplatz) erhältlich.

„Lebensgeschichte aus dem Koffer“

Frauen in Kreuztals Stadtgeschichte – Geschichtswerkstatt rund um die Geschichte der Frauen in Kreuztal


Die Stadt Kreuztal hat vor einiger Zeit Hinweise zu Frauen gesucht, die in früherer Zeit in den Berufsfeldern „Tabakwarengroßhandlung oder Tabakarbeiterin“ tätig gewesen waren.

So ist Erna Steffen im Einwohnerbuch von 1937 in Langenau mit dem Eintrag „Tabakwarengroßhandlung“ genannt. Zudem wurde gefragt, was die Tabakarbeiterinnen in Kreuztal gemacht haben? Eine davon hat in Burgholdinghausen, eine in Littfeld und eine in Eichen gelebt. Gibt es darüber noch Erinnerungen, Dokumente, Bilder?

Ja, und tatsächlich meldete sich vor einigen Wochen Ingrid Stähler, die Enkeltochter von Erna Steffen, um dem Stadtarchiv in Kreuztal einen Koffer voller Erinnerungen zu übergeben. Im Beisein der Archivmitarbeiterinnen Christa Vogel und Ria Siewert konnten Rosemarie Weickenmeier und Monika Molkentin-Syring den inhaltsreichen Koffer öffnen und einen ersten Eindruck gewinnen: Weiterlesen

Musikhinweis: Fritz Busch conducts Brahms Symphonies Nos. 1, 2, 4, Tragic Overture, Nänie, 1942-50

Zum Beginn einer Zusammenarbeit des Max-Reger-Instituts mit dem Label Pristine Audio erschien eine Sammlung mit fast sämtlichen Aufnahmen von Werken Johannes Brahms’ unter dem Dirigenten Fritz Busch. Busch dirigiert die New Yorker Philharmoniker, das Dänisches Rundfunksinfonieorchester & Chor und die Wiener Symphoniker.
Fritz Busch war ein Schüler des als Brahms- wie als Reger-Dirigent profilierten Fritz Steinbach und selber auch ein bedeutender Exponent der Musik Regers (zusammen mit dem Komponisten spielte er bei dessen letzten Konzert am 4. April 1916 in Aachen u.a. dessen Mozart- und Beethoven-Variationen auf zwei Klavieren).
Quellen:
1) Max-Reger Institut, Aktuelles
2) Pristine Audio

Bilder des LYZ 15 – Aus den Beständen des Aktiven Museums Südwestfalen

Inge Frank (vordere Reihe 3. v.l. [mit Handtasche]) im Winter 1937/Frühjahr 1938 (?) mit ihren Klassenkameradinnen am Staatlichen Mädchengymnasium, Quelle: Archiv Aktives Museum Südwestfalen


“ … Die Lage der jüdischinnen Schülerinnen am Lyzeum verschlechterte sich im Laufe der Jahre zusehends. In einem Artikel in der Siegerländer National-Zeitung wurde über eine eigene jüdische Schule spekuliert. Hintergrund dafür war eine Schulreform auf rassischer Grundlage. Die Ausführungen des nationalsozialistischen Erziehungsministers waren eindeutig:
„Der rassefremde Schüler bildet daher in der Klassengemeinschaft der arischen Schüler und Lehrer einen Fremdkörper, der sich als außerordentliches Hindernis im deutschbewußten nationalsozialistischen Unterricht bemerkbar macht. Derartige Zustände sind für die Durchführung eines ordnungsgemäßen Unterrichts unhaltbar.“
Der Erlass sah vor, dass für Juden eine eigene Schule einzurichten sei, wenn die Mindestzahl von 20 Schülern erreicht werde. Da dies in Siegen und Umgebung nicht der Fall war, durften jüdische Kinder weiter am Unterricht teilnehmen. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde der Schulbesuch verboten. ….“ (Quelle: Gerhardus, Tobias: „Die zeitgemäße Ausbildung des weiblichen Geschlechts“ Zur Geschichte des Siegener Mädchengymnasiums, Siegen 2015, S. 103 – 104)

Biographische Informationen zu Inge Frank finden sich im Aktiven Gedenkbuch.
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