Video (nl.): Peter Paul Rubens: „Alte Frau und Junge mit Kerze“ (1616/17)


Peter Paul Rubens, Siegen 1577 – Antwerpen 1640: „Alte Frau und Junge mit Kerzen“ (ca. 1616 – 1617)
Mauritshuis, Den Haag

„Eine alte Frau starrt vor sich und mildert das Kerzenlicht mit ihrer Hand, während der Junge hinter ihr seine Kerze hält, um sie anzuzünden. Die Tafel ist im Stil von Caravaggio gemalt, dessen Werk Rubens in Italien kennengelernt hatte. Charakteristisch dafür sind die aufregenden Lichteffekte und der unpolierte Realismus.

Rubens hat dieses Gemälde nicht zum Verkauf angeboten und es immer bei sich behalten. Er hat es wahrscheinlich als Lernmaterial für die Studenten in seinem Atelier verwendet.“

s. a. Video: „Rubens bei der Arbeit“

Videotipp in die Nachbarschaft: ‚Haigerer KulTÜRchen‘

Die Stadt Haiger veröffentlicht unter www.haiger.de/slider-artikel/haigerer-kultuerchen-hier-klicken/ werktäglich einen Beitrag zum Thema KULTUR: Kunst – Literatur – Musik – Theater – Stadtgeschichte.

Es Bereich Stadtgeschichte bzw. Kunst sind bis folgende 3 Videos veröffentlicht worden, die regionalgeschichtlich relevant sind: Weiterlesen

Sanierung der Fürstengruft kann im Sommer starten

Bürgermeister Steffen Mues und der städtische Kulturdezernent Arne Fries (r.) öffneten die schwere Eingangspforte der Fürstengruft. (Foto: Stadt Siegen)

Die dringend notwendige Sanierung der Fürstengruft im Unteren Schloss zu einem „musealen Ort“ kann beginnen: Der Stadt Siegen liegt der entsprechende Bewilligungsbescheid über 75.000 Euro des Landes NRW vor.
Die Gruft ist Grabstätte von Fürst Johann Moritz (1604 – 1697), einer herausragenden Persönlichkeit der nassauischen Dynastie, der unter andere in Siegen mit dem „Goldenen Krönchen“ bleibende Spuren hinterlassen hat.

Die Sanierung des Denkmals kann nun unter Leitung der Technischen Gebäudewirtschaft der Stadt Siegen im Juni bzw. Juli 2020 beginnen, voraussichtliches Ende ist im November. Die Gesamtkosten werden mit rund 150.000 Euro kalkuliert. Die Priorität liegt dabei auf der Sanierung von Wand- und Gewölbeflächen.

Federführend für Konzeption und Abwicklung ist die städtische Kulturabteilung. Dazu Leiterin Astrid Schneider: „Die Ruhestätte stellt nicht nur ein schützenswertes Gut dar, sondern ist auch ein Ort erleb- und vermittelbarer Stadt- und Regionalgeschichte.“ Weiterlesen

„Von der Zinkwanne in die Badeanstalt

Freischwimmer im Jugendstilbad: ein persönliches Erlebnis“. Linktipp zur Geschichte der Städtischen Badeanstalt in Siegen.

Das hier bereits vorgestellte stadtgeschichtliche Projekt „Unser Siegen“ hat vor kurzem die Erinnerungen eines ehemaligen Badegastes veröffentlicht. Besonders hervorzuheben ist die Audiofassung des Beitrages.

Die auf siwiarchiv erschienen Beiträge zur Geschichte der Badeanstalt finden sich hier.

Linktipp: Wikipedia-Artikel zum „Wittgensteiner Kreisblatt“


Dieter Bald hat unlängst einen Wikipedia-Artikel zum „Wittgensteiner Kreisblatt“ vorgelegt. Die Zeitung ist in der Zwischenzeit online einsehbar.

Zur regionalen Zeitungsgeschichte lohnt ein Blick in:
Kurt Koszyk (Hg.): Verzeichnis und Bestände westfälischer Zeitungen, Münster 1975 [Reihe XXXIV: Geschichtliche Arbeiten zur Meinungsbildung und zu den Kommunikationsmitteln in Westfalen der Historischen Kommission für Westfalen, Band 2], Link zur Online-Ausgabe der Historischen Kommission (2,8 MB).

Literaturhinweis: Drei neue Bände zur frühen Weimarer Republik der Historischen Kommission für Westfalen

Ein Tagungsband, ein Handbuch und eine Edition

„Auch in Zeiten der Corona-Krise geht die wissenschaftliche Publikationstätigkeit der Historischen Kommission weiter. Verzichten müssen wir im Moment leider auf die öffentlichen Buchvorstellungen, so dass wir unsere Werke auf andere Weise bekannt machen müssen. Bedauerlicherweise musste auch die Lesung Mitte März in Dortmund ausfallen, bei der Auszüge aus ganz verschiedenen Texten zum Arbeiteraufstand im Ruhrgebiet 1920 vorgetragen werden sollten. Aber es gibt alle Texte ja auch zum Nachlesen! Weiterlesen

Online: Statut für die gewerblichen Fortbildungsschulen in Hilchenbach-Dahlbruch und -Müsen (1907)

Kürzlich hat die Universitäts- und Landesbibliothek Münster das Ortsstatut betreffend die gewerblichen Fortbildungsschulen für die Gemeinden Dahlbruch und Müsen vom 11. Januar 1907 online veröffentlicht.

Video (engl.): Jan Brueghel d. Ä. & Peter Paul Rubens, Das Paradies mit dem Sündenfall

Jan Brueghel d. Ä., Brüssel 1568 – Antwerpen 1625 und Peter Paul Rubens, Siegen 1577 – Antwerpen 1640: Das Paradies mit dem Sündenfall (ca. 1615)
Mauritshuis, Den Haag

Jan Brueghel d. Ä. und Peter Paul Rubens waren befreundet und arbeiteten oft gemeinsam, wobei sich Rubens auf die Gestaltung der menschlichen Figuren beschränkte und Brueghel d. Ä. für Fauna und Flora ständig war. Die Werke waren als Prunkstücke gedacht, die das Beste beider Künstler vereinten.
Für ein Gemälde wie dieses, in dem die Landschaftsdarstellung überwog, stammte der Entwurf von Brueghel und Rubens spielte quasi die Nebenrolle. Obwohl Brueghel für die Komposition verantwortlich war, begann Rubens mit dem Malen. Sehr skizzenhaft malte er in dünner Farbe Adam und Eva, den Baum, das Pferd und die Schlange. Dann übernahm Brueghel die Pflanzen und Tiere, die er mit enzyklopädischer Präzision in der Endbearbeitung malte.
Die Ateliers beider Künstler lagen nahe beieinander und man geht davon aus, dass die Gemälde zwischen den Ateliers hin und her getragen wurden, damit jeder seinen Teil in der eigenen Werkstatt und mit eigenen Materialien malen konnte.