Burbach/Neunkirchen: Gemeinschaftsschule feiert Festakt zum neuen »Zweitnamen«

GMS trägt nun den Namenszusatz Margot Friedländer Schule.

Die Schülerinnen und Schüler beider Standorte hatten einige kreative Darstellungen vorbereitet, um das Leben und Wirken Margot Friedländers zu würdigen.


Die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen (GMS) trägt einen neuen Namenszusatz. Ab sofort darf sie sich auch Margot Friedländer Schule nennen. Mit einem Festakt hat die Schulgemeinschaft die Erweiterung des Namens in der Aula am Standort Burbach gefeiert und ehrte in respektvoller und angemessener Weise Leben und Wirken der neuen Namensgeberin, die am 9. Mai 2025 im Alter von 103 Jahren in Berlin gestorben war. Im hohen Alter von 88 Jahren kehrte die Holocaust-Überlebende nach Deutschland zurück, um vor allem jungen Menschen ihre Geschichte zu erzählen immer mit dem Ziel, dass sie hinsehen, einander zuhören und sich einander mit Respekt begegnen.
Unter den rund 300 Gästen befanden sich unter anderem der heimische Bundestagsabgeordnete Benedikt Büdenbender, die ehemalige GMS-Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz, der ehemalige Schulleiter der Realschule Ludger Gruß, der Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V., Alon Sander, der Vorsitzende der muslimischen Gemeinde in Neunkirchen, sowie Neunkirchens Bürgermeister Marco Schwunk und Burbachs stellvertretende Bürgermeisterin Heide Heinecke-Henrich, die den im Urlaub weilenden Bürgermeister Jonas Becker vertrat. Nicht wenige unter den Gästen hatten einen Kloß im Hals, als zum Auftakt ein Film der Margot Friedländer Stiftung über ihre Gründerin und deren Geschichte eingespielt wurde. Geprägt von ihren Erlebnissen während der Shoah und ihrer rund einjährigen Internierung im Konzentrationslager Theresienstadt (1944-1945) hat sie nie zugelassen, dass aus ihren schrecklichen Erfahrungen Hass erwuchs. Im Gegenteil: Ihre Antwort auf die menschenverachtenden Gräuel der Nazizeit war stets eine Botschaft der Menschlichkeit. „Ich bin gekommen, um Euch die Hände zu reichen. Ich tue es für euch. Seid Menschen!“, lautete eine ihrer bekanntesten Aussagen, die an diesem Abend mehr als einmal zitiert wurde. Weiterlesen →

Literaturhinweis: Alte Schule Dahlbruch. Alltagsgeschichten eines Siegerländer Schulhauses

Der Band thematisiert das ab 1872 erbaute und bis heute bestehende Schulhaus in Dahlbruch (Hilchenbach, Siegerland). Der aktuelle Leerstand des Gebäudes, in dem Generationen von SchülerInnen das Lesen und Schreiben erlernten, veranlasste den Heimatverein DaHeim e.V. und das Lehrgebiet Architekturgeschichte der Universität Siegen nach neuen Nutzungen zu suchen.

Studierende des Departments Architektur lieferten Vorschläge und Isabell Eberling, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrgebiets, recherchierte die Baugeschichte des mehrfach erweiterten Gebäudes.
Bei einer Ausstellung der Arbeiten zeigte sich die große emotionale Verbundenheit der DahlbrucherInnen mit ihrer vormaligen Schule. Sie steht hier bespielhaft für ein historisches Gebäude des ländlichen Raums, das zwar nicht zu den herausragenden Werken der Architekturgeschichte zählt, aber Ortsgeschichte und Ortsbild seit Generationen prägt und damit ein wertvolles Erbe darstellt.

Isabell Eberling / Eva von Engelberg- Dočkal (Hrsg.)
Alte Schule Dahlbruch.
Alltagsgeschichte eines Siegerländer Schulhauses

Reihe Frieder & Henner #3
Siegen: unversi 2024, 51 S., farbige Abb.
ISBN 978-3-96182-171-6
Preis: 12,50 Euro

Quelle: Verlagswerbung

Ausstellung: Thomas Kellner Kapellenschulen

Auf den Spuren der nassauischen Grafen Wilhelm I. und Johann VI.

– 10. Februar 2023, art Galerie Siegen

Die 1821 errichtete Kapellenschule von Buchen im Sohlbachtal. Undatierte Aufnahme, vor 1920 (Stadtarchiv Siegen, Bestand Fotodokumentation)


In 49 Bildern thematisiert der Künstler Thomas Kellner zwischen Kunst und Dokumentation schwankend einen Teil unserer regionalen Geschichte. Die Kapellenschulen bilden einen solitären Architekturtypus für das Siegerland und angrenzenden Regionen. Als einzelnstehende und in ihrer Umgebung auffällige Gebäude legen sie die Verbindung zwischen Kirche und Staat ausgehend vom Herrschaftsgebiet des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (* 10. April 1487 in Dillenburg; †6. Oktober 1559 ebenda) offen. Weiterlesen →

Online: Ortsstatut der gewerblichen Fortbildungsschule in Siegen (1908, 1919)

Kürzlich hat die Universitäts- und Landesbibliothek Münster das Ortstatus für die städtische gewerbliche Fortbildungsschule in Siegen aus dem Jahr 1908 sowie die zwei Nachträge aus dem Jahr 1919 online gestellt.
Link 1908
Link 1. Nachtrag 1919
Link 2. Nachtrag 1919

Online: Franz Kössler: „Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts.

Berufsbiographien aus Schul-Jahresberichten und Schulprogrammen 1825 – 1918 mit Veröffentlichungsverzeichnissen. Ein Projekt der Giessener Elektronischen Bibliothek.

„Die Zeit von 1825 – 1918 war im deutschsprachigen Raum die Blütezeit der Schulprogramme. Sie enthalten in der Regel einen Jahresbericht über die Schule sowie eine wissenschaftliche Abhandlung. Lange Zeit standen nur die Abhandlungen im Focus. In jüngster Zeit finden auch die Angaben zum Unterrichtsstoff und zu den Prüfungen Interesse. Wenig beachtet wurden bisher die biographischen Angaben zu Lehrern und Schülern.
Der Autor hat bei der Katalogisierung der Programmabhandlungen an der UB Gießen (vgl. Franz Kössler: Verzeichnis von Programm-Abhandlungen deutscher, österreichischer und schweizerischer Schulen der Jahre 1825-1918. München 1987-1991) auf die im Berichtsteil enthaltene Lehrerbiographien geachtet und die entsprechenden Seiten fotokopiert. In der Regel handelt es sich um Berichte über neue Schulleiter, über neu eingestellte Lehrer sowie um Nachrufe. Sie schildern die Herkunft und den beruflichen Werdegang und verzeichnen die Publikationen. Regional erfolgte die Beschränkung auf das Gebiet des Deutschen Reiches vor 1918 ohne Bayern.
Die Informationen zu den Personen wurden vom Autor während seines Ruhestandes über mehrere Jahre mittels Textverarbeitung erfasst und zu dem vorliegenden Werk zusammengestellt. Die Arbeit wurde der UB Gießen zur Veröffentlichung überlassen. Weiterlesen →

siwiarchiv-Adventskalender 11/2020

Das Berufskolleg Allgemeingewerbe, Hauswirtschaft und Sozialpädagogik des Kreises Siegen-Wittgenstein hat noch weitere fotografische Materialien dem Kreisarchiv übergeben, u. a. ein 65 Bilder umfassende Dokumentation einer Ausstellung:


Wann mag diese Ausstellung stattgefunden haben?

Online: Statut für die gewerblichen Fortbildungsschulen in Hilchenbach-Dahlbruch und -Müsen (1907)

Kürzlich hat die Universitäts- und Landesbibliothek Münster das Ortsstatut betreffend die gewerblichen Fortbildungsschulen für die Gemeinden Dahlbruch und Müsen vom 11. Januar 1907 online veröffentlicht.

Heute vor 140 Jahren: Walter Nehm geboren

In ihrer Broschüre über das Schicksal der Geisweider Jüdinnen und Juden erwähnt Traute Fries auch Walter Nehm, den Rektor der Geisweider Schule – Grund genug sich Walter Nehm einmal etwas intensiver zu widmen, die regionale Literatur auszuwerten und einen Blick in die vorhandene Personalakte zu werfen. Dabei stellte sich heraus, dass die Beschäftigung mit diesem Siegerländer Lehrer wohl noch nicht abgeschlossen ist, sondern hoffentlich gerade erst beginnt. Folgendes konnte nun ermittelt werden:

Familie

geb. am 24. Februar 1880 in Herdecke[1], evangl.[2]
Eltern: Karl Nehm,, Schmiedemeister, geb. am 7. September 1842 in Herdecke, Karoline Lisette geb. Ruping, geb. 16. Juni 1851, in Volmarstein[3]
01.Dezember 1916 Heirat mit Else Kraus (geb. am 1. Dezember 1883)[4]
26. Februar 1919 Geburt der Tochter Else[5]

Ausbildung und Beruf Weiterlesen →