Literaturhinweis: Olaf Wagener: „Forts in den Kolonien

See-Expeditionen der Niederlande und Schwedens im 17. und 18. Jahrhundert
128 Seiten, 84 Abbildungen, 21 x 27 cm, gebunden, ISBN: 978-3-96176-071-8

„Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gründeten niederländische Handelskompanien Forts und Stützpunkte rund um den Globus: von Nordamerika über die Karibik bis nach Brasilien, von West- und Südafrika über Sri Lanka bis ins ferne Taiwan.

Der vorliegende Band stellt diese Unternehmungen vor und erzählt die Geschichte der niederländischen Kolonialforts, so auch den Konflikt mit den Schweden in Nordamerika. Die Niederlande und ihre Handelskompanien verstanden dabei manche Forts als Beginn einer dauerhaften Besiedlung, wie am Kap der Guten Hoffnung. Manchmal waren es aber auch nur kleine, bescheidene Forts mit nur wenigen Dutzend Mann Besatzung. Für eine kurze Zeit im 17. Jahrhundert entwickelten sich die Schweden zu einem ernsten Gegner der Niederländer im Gebiet der heutigen USA, das sie aber schnell aufgeben mussten. Weiterlesen

Hermann Kuhmichel (1898-1965) als Soldat im Zweiten Weltkrieg

Angaben zu Truppenteilen, Dienstgrad und Kriegsgefangenschaft.

Im November vergangenen Jahres führte eine Ausstellung über den Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel zu einer intensiven Diskussion hier auf siwiarchiv. In deren Verlauf die Bewertung des Künstlers in der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt stand. Allerdings zeigte die Diskussion auch, dass grundlegende Recherchen bis dahin noch nicht erfolgt waren. Dies betraf bspw. die Zeit Kuhmichels als Soldat im Zweiten Weltkrieg. Eine Recherche beim Bundesarchiv ergab nun Folgendes:

„In den …. Beständen des Bundesarchivs, Abteilung PA – Reinickendorf
(bis 31.12.2018 Deutsche Dienststelle [WASt]) liegen zu Angehörige von Heer
und Luftwaffe in der Regel keine Personalakten vor. Daher [mussten] die Angaben zu
dem Gesuchten in verschiedenen Verzeichnissen und Karteien ermittelt werden.
Aus den Erkennungsmarkenverzeichnissen und Veränderungsmeldungen der
Wehrmacht sind [die Truppenteile, denen Kuhmichel angehörte, die Dienstgrade Kuhmichels sowie Angaben zur Kriegsgefangenschaft Kuhmichels] zu entnehmen: Weiterlesen

LWL bietet freien Zugang zu rund 100 Westfalen-Filmen

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) möchte allen Menschen in Westfalen in dieser Zeit ein Stück westfälischer Kultur nach Hause liefern. Darum stellt das LWL-Medienzentrum ab heute sämtliche Filme im Download-Bereich seines Westfalen Medien Shops frei zur Verfügung. Das Angebot umfasst rund 100 Dokumentationen, Kurzfilme und Reportagen zur Region und Geschichte Westfalens. Damit reagiert der LWL darauf, dass das Corona Virus auch in der Region Westfalen das öffentliche und private Leben einschränkt. Museen und Kinos werden geschlossen, Theateraufführungen und Konzerte abgesagt. Weite Teile des kulturellen Lebens kommen erst einmal zum Erliegen.

Für das Kreisgebiet dürften folgende Titel interessant sein:
„Vergangenheit, wir kommen!“ Spurensuche im Archiv s. Eintrag auf siwiarchiv
Durch das schöne Westfalen Weiterlesen

Regionalhistorische Literatur zur Seuchengeschichte in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

– Bauer, Eberhard: Vorbeugende Maßnahmen gegen eine drohende Epidemie 1770, in: Wittgenstein, Jg. 91 (2003), Bd. 67, Heft 2, S. 54-57
– Bauer, Gustav: Die Pest in Laasphe im Jahre 1597, in: Mitt. Jg. 4/H. 2/S. 45-48 auch in Wittgensteiner Heimatbuch 38/S. 55-58 und Wittgensteiner Heimatbuch I/S. 335-33
– Bingener, Andreas: „Der Schwarze Tod und andere Infektionskrankheiten: neue Funde in den Siegener Bürgermeisterrechnungen des 16. Jahrhunderts“, in: Siegener Beiträge 2 (1997), S.32–37.
– Böttger, Hermann: Krieg und Pest im 17. Jahrhundert, in: Böttger, Hermann ; Weyer, Wilhelm ; Lück, Alfred:
Geschichte des Netpherlandes, Netphen 1967, S. 86ff
– Imhof, Heinrich: Seuchen, Krankheiten und deren Behandlungsmethoden in früheren Zeiten, in: Wittgenstein, Jg. 100 (2012), Bd. 76, Heft 3, S. 113-124(Teil 1)Wittgenstein, Jg. 100 (2012), Bd. 76, Heft 4, S. 145-155 (Teil 2)
– Jung, Rudolf: Die Einführung der Pockenschutzimpfung im Siegerland, in Siegener Zeitung, 19.5.1923
– Jung, Rudolf: Die Einführung der Pockenschutzimpfung im Lande Siegen, in Heimatland 1932, S. 11-14
– „Kurze Anleitung, wie der Landmann und diejenige, so keinen Arzt erlangen können, bey herumgehende Ruhr und in denen Jahreszeiten, da solche gewöhnlich sich einzufinden pflegen, sich zu verhalten haben, für die Fürstl. Oranien Nassauische Landen entworfen“, o. o. 1779, 32 S.
– Lange, August: Pockenschutzimpfung vor 150 Jahren, in: Wittgenstein, Jg. 71 (1983), Bd. 47, Heft 2, S. 53-56
– „Pestepidemien wüteten im Siegerland. Die Geißel unserer Vorfahren“, in: Westfalenpost v. 14.1.1950
– „Reisende wurden durch Essig. Seuchenbekämpfung von 250 Jahren. Landreiter und Förster bewachten die Grenze“, in: Unser Heimatland, Jg. 38 (1970), S. 64
– Schäfer, Wilhelm ; Schuffenhauer, Hans [Bearb.]: Die Pest im Dorf, in: Dreis-Tiefenbach. Eine Chronik meines Heimatortes, Siegen 1962, S. 185ff
– Schenck, Karl Albert: Geschichte der Kuhpocken-Impfumg im Fürstentum Siegen, in: Dillenburgische Intelligenz Nachrichten, Jg. 1801, Sp. 329 – 335
– Schneider, Herbert: Furchtbar hausten die Blattern. Vor 150 Jahren erste Pockenschutzimpfung im Siegerland, in Westfalenpost, v. 2.6.1951
– Ulrichs, Karl Friedrich: „Die Pest in Siegen: behördliches, ärztliches undkirchliches Vorgehen“, in: Siegener Beiträge 2 (1997), S.18–31.
– Wurmbach, Adolf: Die Pest in Dreisbach, in: Wurmbach, Adolf: Siegerländer Sagen, Siegen 1967, S. 194 – 195

zeit.punkt NRW: Zeitungen aus dem Altkreis Wittgenstein online

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

Im August 2018 hat siwiarchiv das nordrhein-westfälische Zeitungsportal vorgestellt. Seit Anfang März sind dort folgende Zeitungen aus dem Altkreis Wittgenstein online:

Ausstellung: „Das Paradies vor der Haustür. Vom Revier ins Sauerland“

Bis zum 30. August 2020 befasst sich „Das Paradies vor der Haustür“ mit der Entwicklung des Tourismus im Sauerland seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Die Ausstellung fokussiert sich auf die Wechselbeziehungen der Regionen Sauerland und Ruhrgebiet mit ihren verschiedenen Landschaften. Ohne die Industrialisierung und Urbanisierung des Ruhrgebiets hätte sich der Tourismus im Sauerland nicht in der heute bekannten Form entwickeln können.

Weitere Informationen: Ausstellungsflyer
Quelle: Sauerlandmuseum, Arnsberg, Ausstellungen

Corona erzwingt Verschiebung

Feierlichkeiten „125 Jahre Motor-Omnibus“ können vorerst nicht stattfinden

Die für den 20. bis 22. März 2020 geplanten Feierlichkeiten zum Jubiläum „125 Jahre Motor-Omnibus“ werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das hat die Veranstaltergemeinschaft bestehend aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen und der Stadt Netphen am 10. März 2020 einvernehmlich beschlossen.

Anlass ist ein dringlicher Vorschlag des Kreisgesundheitsamtes und des Robert-Koch-Instituts. Handlungsleitend war die Sorge um die Bevölkerung sowie der Schutz der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Ziel ist der Schutz der Bevölkerung vor der weiteren Verbreitung des Coronavirus. Aufgrund des sehr großen Einzugsgebietes der geplanten Veranstaltung und der erwarteten hohen Zahl an Besuchern kann der Schutz vor einer möglichen Infektion der Besucherinnen und Besucher sowie das Unterbinden einer weiteren Ausbreitung nicht gewährleistet werden.

Bereits gekaufte Karten für die Festveranstaltung am Samstagabend können in der Vorverkaufsstelle des Kulturhauses Lÿz zurückgegeben werden. Der neue Termin für die Feierlichkeiten wird rechtzeitig durch die Veranstaltergemeinschaft bekanntgegeben.
Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung v. 10.03.2020

Weitere Informationen finden sich hier: https://omnibus125.de/

Vortrag: Elisabeth Nöhring: „Fürstengruft und Unteres Schloss:

Zu den Bauprojekten des Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) in seiner Residenzstadt Siegen.“

Der Entwurf der Siegener Fürstengruft von Architekt Maurits Post aus dem Jahr 1669. Vorlage: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Abt. 171, Nr. B 861 II.


In Siegen ist Johann Moritz Fürst zu Nassau-Siegen (1604-1679) nicht zuletzt deshalb bekannt, weil er der Stadt 1658 mit dem „Krönchen” auf der Nikolaikirche ihr Wahrzeichen schenkte und vor 350 Jahren eine Grablege für seine Familienangehörigen anlegen ließ – die um 1669 errichtete Fürstengruft, in der er im Jahre 1680 seine letzte Ruhestätte fand. Zeitgenössische Korrespondenzen und Pläne lassen vermuten, dass Johann Moritz Siegen zu seiner Residenzstadt machen und im Zuge dessen seinen dortigen Wohnsitz – den sogenannten Nassauer Hof im ehemaligen Franziskanerkloster, an dessen Stelle heute das Untere Schloss steht – deutlich erweitern wollte. Daher soll in der kommenden Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 19. März 2020, um 18.30 Uhr auch der Frage nachgegangen werden, ob der reformierte Siegener Landesherr mit seinen Planungen und Entwürfen für den Nassauer Hof bereits den Grundstein für das Untere Schloss legte. Der bebilderte Vortrag von Elisabeth Nöhring M.A. stellt den Auftakt zur einer Jubiläumsreihe zur 300jährigen Vollendung des Unteren Schlosses dar und gewährt vielfach unbekannte Einblicke in das Leben des Siegener Fürsten, darunter in seine Bauprojekte in Deutschland und in den Niederlanden. Der Fokus dabei liegt auf seinem städtebaulichen Engagement in Siegen, wo er den Grundstein für das (allerdings erst nach seinem Tod) infolge des Siegener Stadtbrands von 1695 erbaute und um 1720 vollendete Untere Schloss legte.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 19. März 2020, um 18.30 Uhr am Obergraben 25 (ehemals Bekleidungshaus Sauer), im neuen Hörsaal US-S002 der Universität Siegen, statt. Der Eintritt ist frei!