Musiktipp: Adolf Busch als Komponist

Die produktive Zusammenarbeit des BrüderBuschArchivs mit PristineClassical stellt mit ihrer neuen Veröffentlichung den Komponisten Adolf Busch in den Mittelpunkt. Folgende Werke Buschs sind zu hören: Divertimento für 13 Instrumente, Thema und Variationen für 2 Klaviere, Sonate für Klarinette und 5 Prelude und Fugen für Streichquartet. Die Einspielungen von verschieden Künstler – u.a. auch mit Buschs Schwiegersohn Rudolf Serkin – erfolgten zwischen 1961 und 1982 auf Konzerten des von Busch mitgegründeten Marlboro Music School and Festivals.

Retrospektive im Metropolitan Museum of Art Kölner. Konvolut von Bernd und Hilla Becher in New York.

Hunderte Werke von Bernd und Hilla Becher aus der Photographischen Sammlung/
SK Stiftung Kultur, Köln, sind im Metropolitan Museum of Art in New York
umfangreich zu sehen.

Bis 6. November 2022 zeigt das renommierte amerikanische Museum in Zusammenarbeit mit dem Studio Bernd & Hilla Becher, Düsseldorf, und der
Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, eine Retrospektive des bedeutenden Künstlerpaars.
Bernd und Hilla Becher (1931–2007, 1934–2015) gehören zu den wichtigen Künstlerpersönlichkeiten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Werke setzen seit
den 1960er-Jahren für die Photographie, Kunst und allgemein für die Auseinandersetzung mit unserer Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entscheidende Impulse. Über 50 Jahre hat sich das Künstlerpaar dem Thema der industriellen Landschaft, den Funktionsbauten und Konstruktionen der Montanindustrie in Westeuropa und Nordamerika gewidmet. Sie erarbeiteten unzählige Schwarz-Weiß-Photographien, die sie mit ihren Großbildkameras von Fördertürmen, Hochöfen, Wasser- und Kühltürmen, Kohlebunkern, Gasbehältern, von Fachwerkhäusern, gesamten Industrieanlagen und -landschaftenaufnahmen. Die Photographien zeigen präzise zugleich analytische Ansichten und Einzelformen, die Bernd und Hilla Becher einer vergleichenden Analyse unterzogen. Sogenannte Typologien, Abwicklungen oder auch großformatige typologisch aufgefasste Einzelphotographien waren die Resultate ihrer Zusammenarbeit, die sie international ausstellten und in Monographien publizierten. Werke, die unter dem Begriff „Anonyme Skulpturen“ eine besondere Wertschätzung erhielten und hochkarätig ausgezeichnet wurden. Weiterlesen

Online: Übernahme der Unterlagen der Fraktionen des Stadtrats

 in Mönchengladbach durch das Stadtarchiv –Gutachten von Prof. Dr. Thomas Henne

Der Leiter des Stadtarchivs Mönchengladbach, Dr. Dr. Helge Kleifeld, stellt das auch für die hiesigen Kommunen Gültigkeit besitzende Gutachten (S. 36-47) des Marburger Archivrechtlers vor.

via archivamt-Blog, 12.7.2022

Literaturhinweis: David de Jong: „Braunes Erbe

Die dunkle Geschichte der reichsten deutschen Unternehmerdynastien“

„Das braune Erbe der reichsten deutschen Unternehmerdynastien – und wie sie heute damit umgehen.

Die Quandts, die Flicks, die von Fincks, die Porsche-Piëchs, die Oetkers und die Reimanns zählen zu den reichsten deutschen Unternehmerdynastien. Und dennoch ist ihre dunkle Vergangenheit kaum bekannt. David de Jong erzählt, woher ihr Wohlstand kommt, wie sie sich im Nationalsozialismus bereichert haben, und wie sie danach damit umgingen.
Anfang 1933 luden die Nationalsozialisten Vertreter der Wirtschaft nach Berlin ein, um sie aufzufordern, für den bevorstehenden Wahlkampf Geld zu spenden. Die Eingeladenen waren erfolgreiche Industrielle und Banker; zu ihnen gehörten Günther Quandt, Friedrich Flick und August von Finck. Nach der Machtübernahme traten sie in die Partei ein und arbeiteten mit dem Regime zusammen. Sie verdienten an der Aufrüstung und bereicherten sich durch Einsatz von Zwangsarbeitern und Raub jüdischer Unternehmen in Deutschland und in den besetzten Gebieten Europas.
Warum konnten sie nach dem Krieg nahezu unbehelligt weiterarbeiten? Wie gingen sie mit ihrer Verantwortung für das Unrecht um, dem sie einen Teil ihres Reichtums verdanken? Welche Entscheidungen haben es ihnen möglich gemacht, in den Jahrzehnten danach weiter zu expandieren? Was bedeutete das für die Bundesrepublik? Und wie gehen die Erben heute mit ihrer dunklen Familiengeschichte um?
David de Jong erzählt auf fesselnde Weise von einem Jahrhundert deutscher Geschichte – und von Dynastien, deren Entscheidungen viele Schicksale bestimmt haben und die bis heute den Alltag von Menschen in Deutschland und der Welt beeinflussen.“

Kiepenheuer&Witsch, 2022, 496 Seiten, ISBN: 978-3-462-05228-2, Übersetzt von: Michael Schickenberg, Jörn Pinnow
Quwelle: Verlagswerbung

Johann Daniel Engels (1761 – 1828) – Silberarbeiter, Bergmann, Bergmeister

– 17. November 1761 geboren[1]
– Eltern: Johann Philipp Engels, Siegener Bürgermeister 1758/61 – 1787 und ab 1758 Miteigentümer der Deuzer Silberhütte, Anna Elisabeth verw. Seelbach geb. Spies (geb. in Siegen[2]
– 1771 Aufnahme in das Pädagogium in Siegen (heute: Löhrtorgymnasium)[3] Weiterlesen

Kreis Marburg-Biedenkopf arbeitet eigene Nazi-Vergangenheit weiter auf

Historiker erstellt umfangreiche Studie über die NS-Belastung der politischen Führungskräfte der Landkreise Marburg und Biedenkopf. Im Auftrag des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat der Historiker Marcel Spannenberger eine Studie zur NS-Belastung der Führungsspitzen der Landratsämter Marburg und Biedenkopf während der Nazi-Zeit vorgelegt. Auf knapp 200 Seiten fasst er seine Recherchen zu den führenden Akteuren zusammen. Dabei zeigt sich, dass das politische Führungspersonal in hohem Maß am Verfolgungsterror des Regimes beteiligt war. Mit dieser Studie leistet der Kreis einen weiteren wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus in der Region. Weiterlesen

Linktipp: „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus – oder doch?

Die Rolle der Ruhrindustriellen im Nationalsozialismus im Spiegel ihrer Stellungnahmen und Selbstauskünfte nach 1945.“ Ernst Poensgen vs. Friedrich Flick.


Ein Blogeintrag: Viktoria Heppe, Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus – oder doch?, in: Westfalen/Lippe – historisch, 01/07/2022, https://hiko.hypotheses.org/1653.

Korrespondenzdatenbank zu Wilhelm von Oranien


„Willhelm von Oranien ist bekannt für seine führende Rolle in den niederländischen Aufständen. Dort kämpfte er mit einer Adelsopposition gegen die Einschränkungen des spanischen Herrschers Phillip II., insbesondere gegen dessen entsandten Statthalter, den Herzog von Alba. Diese Konflikte waren, wie so oft in der Frühen Neuzeit, durch die dynastischen Verknüpfungen von internationalem Ausmaß und europaweiter Relevanz.

Eine spannende Persönlichkeit also, die die konfliktreichen Ereignisse des 16. Jahrhunderts nicht nur miterlebt, sondern in hohem Maße beeinflusst hat. Umso spannender sind auch die schriftlichen Quellen, die von ihm erhalten sind. Die Datenbank The Correspondence of William of Orange 1549-1584 unternimmt den Versuch, alle Briefe, Aufträge, Petitionen, Befehlsschreiben und Reden zu sammeln und einer breiten Öffentlichkeit digital zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde in fast 200 Bibliotheken recherchiert, sodass bis heute 12,609 Dokumente in die Datenbank aufgenommen werden konnten. Dazu wurden Korrespondenten sowie Datum und Ort der Schreiben ermittelt und sie wurden mit einer Identifikationsnummer sowie einer kurzen Beschreibung versehen. Die zugehörigen Scans sind auch direkt dabei. Zur Verfügung gestellt wird die Datenbank durch das Huygens Institut für die Geschichte der Niederlande (Huygens ING).

Ausführliche Erläuterungen zur Benutzung der Suchfunktionen ermöglichen eine erleichterte Recherche. Zudem werden Informationen zur Geschichte des Projekts geboten. Wer mit der Datenbank arbeiten will, sollte sich aber auf Niederländisch einstellen – die Quellen aber sind (typisch frühneuzeitlich) in den Sprachen bunt gemischt.

Auf den Abbildungen ist ein Portrait Willhelms sowie ein Briefwechsel mit seiner Frau Anna von Egmond aus dem Jahre 1553 zu sehen, in welchem es unter anderem um ihre Schwangerschaft geht.

Über den folgenden Link geht es zur Website: http://resources.huygens.knaw.nl/wvo
Text: M. Klinkenberg“
via Instagram-Account der Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,