Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche

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Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche
Denkmal des Monats – Juli 2016 der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne NRW
“ …. Der heutige Goetheplatz ist als „Oberer Markt“, Standort der 2. Berleburger Stadtkirche, am 20.06.1990 als ortsfestes Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Bad Berleburg eingetragen worden.
„Ab 1574 erfolgte der Neubau einer neuen Kirche auf dem jetzigen Goetheplatz, ihr Werdegang und ihre Einweihung sind eingehend in den Berleburger Chroniken beschrieben. …. Schlechte Unterhaltungen im 18. und 19. Jahrhundert hatten zur Folge, dass der Bauzustand sich immer weiter verschlechterte, man erwog sogar schon einen Abbruch und einen Neubau, diverse Zeichnungen dazu liegen im Archiv der Landeskirche, eine davon mit Eintragungen und Berichtigungen des großen Baumeisters Schinkel aus Berlin.
1838/1839 muss nach Verfügung aus Berlin die gesamte Kirche abgebrochen werden. ….“

„Die Granaten flogen höllisch.“

Die Briefe des Siegener Soldaten Louis Ernst aus dem Krieg 1866 gibt es jetzt als Buch.

Buchvorstellung durch Armin Nassauer, den Siegener Stadtarchivar Ludwig Burwitz und den Historiker Olaf Wagener (von links nach rechts) in den Räumen des Antiquariates.

Buchvorstellung durch Armin Nassauer, den Siegener Stadtarchivar Ludwig Burwitz und den Historiker Olaf Wagener (von links nach rechts) in den Räumen des Antiquariates.

Mai 1866: der 26jährige Ingenieur Louis Ernst wird Hals über Kopf in die preußische Armee einberufen. Ein überfüllter Truppentransport verfrachtet ihn nach Böhmen, wo nach einigen Tagen bangen Wartens der Krieg gegen Österreich beginnt. Endlose Märsche in der Sommerhitze, provisorische Unterkünfte in „total ausgefressenen“ Dörfern, schließlich die Schlacht bei Königgrätz. Etwa jeden zweiten Tag schreibt Louis Ernst seinen Eltern in Siegen, die angstvoll auf jedes Lebenszeichen warten, einen Brief, sogar noch aus der Schlacht bei Skalitz ein paar hastig hingekritzelte Zeilen: „Die Granaten flogen höllisch.“ Louis Ernst erlebt zunächst die Schrecken des Krieges, Tote, Verstümmelte – „entsetzlich! entsetzlich!“ – und dann, nach dem Sieg über Österreich, die Annehmlichkeiten als Besatzungssoldat: bessere Unterbringungen, Paraden, Ausflüge nach Prag, Brünn und Breslau. Nach 4 Monaten kommt Louis Ernst im September 1866 endlich wieder heil und gesund nach Siegen zurück. Die über 50 Briefe, von seinen Eltern sorgfältig verwahrt, lässt er zusammen mit Quittungen und anderen Dokumenten zu einem Buch binden, einer Art individueller Chronik des 1866er Krieges. Weiterlesen

Neu in der Bibliothek des Kreisarchivs:

70FDPHilchenbach

In der Präsenzbibliothek des Kreisarchivs hat diese 110seitige Festschrift nun ihren Platz. Nach sechs Grußworten wird ausführlich und materialreich die Geschichte des FDP-Stadtverbandes dargestellt. Die Gründung vor 70 Jahren war bereits Gegenstand eines Eintrages auf siwiarchiv.

LWL zeigt Ausstellung über polnische Displaced Persons

Zigarettenetui mit Abbildung der britischen Besatzungszone, 1946. The Polish Institut and Sikorski Museum, London. Foto: LWL

Zigarettenetui mit Abbildung der britischen Besatzungszone, 1946. The Polish Institut and Sikorski Museum, London.
Foto: LWL

„Knapp eine Million ehemalige polnische Zwangsarbeiter, Häftlinge und Kriegsgefangene lebten nach Ende des Zweiten Weltkriegs als sogenannte „Displaced Persons“ (DPs) in Sammelunterkünften in den westlichen Besatzungszonen. Ihnen widmet der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unter dem Titel „Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Polnische Displaced Persons in Deutschland 1945 und 1955“ eine neue Ausstellung. Die zweisprachige Schau ist vom 17. Juni bis 30. Oktober im LWL-Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum zu sehen.“

In Siegen bestanden in den ehemaligen Kasernen auf dem Heidenberg und dem Fischbacherberg DP-Lager, die auch ehemalige, polnische Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene beherbergten (weitereführende regionale Literatur s. u.)
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Burbach-Holzhausen: Audio-Weg „Historischer Dorfrundgang“ eingerichtet

burbachholzhausenWer den alten Dorfbereich von Holzhausen mit seinen 24 Baudenkmälern erkundet und wissen möchte, was er da genau bestaunt, muss sich künftig nicht mehr auf die vom Heimatverein herausgegebene Broschüre „Historischen Dorfrundgang Holzhausen“ verlassen. Denn der „Historische Dorfrundgang Holzhausen“ ist in der Örtlichkeit als Beitrag für einen informativen Denkmalschutz als Audio Weg eingerichtet worden. An 14 ausgewählten Stationen können die Informationen per QR-Code zum Anhören aufs eigene Smartphone heruntergeladen werden. Der Projektverantwortliche Ulrich Krumm: Mit dieser neuen Einrichtung wollen wir die Informationen über die Geschichte und die Baukultur unseres Dorfes nicht mehr ausschließlich in der Broschüre präsentieren, sondern die Besucher können direkt vor Ort per QR-Code die Informationen und Beschreibungen erhalten. Die Texte für die 14 mp3-Audiodateien wurden von dem aus Holzhausen kommenden Schauspieler Markus Hering besprochen.
Der Rundweg beginnt an dem ältesten Gebäude des Dorfes, der Kirchenkapelle und führt über die Alte Schule durch das alte Dorf. Der Rundgang endet bei dem ältesten Wohngebäude, dem heutigen Gasthaus Fiesterhannes.
Die Sparkasse Burbach-Neunkirchen hat die Projektumsetzung finanziell großzügig unterstützt.
Quelle: Heimatverein Holzhausen, 9.6.2016
Link zum Dorfrundgang mit den 14 Audio-Stationen

Linktipp: Don´t throw film away!

filmdokumenteretten

Die Internetseite „Filmdokumente retten“ des Historikers Dirk Alt hat folgendes, berechtigtes und unterstützenswerte Anliegen:
„Das Filmerbe ist nicht nur eine Angelegenheit bildungsbürgerlicher oder cineastischer Kreise. Es ist Teil eines identitätsstiftenden kulturellen Gedächtnisses: Gemeinsame Identität aber ist Voraussetzung für die Aufrechterhaltung eines Gemeinwesens – auch in Zeiten wirtschaftlicher Not, politischer Zerrissenheit und sozialer Zersplitterung.
Somit ist das Filmerbe ein Politikum.
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Freudenberg im Zeitgeschehen 1/2016 erschienen

Fiz116Aus dem Inhalt:
Bernd Brandemann: „Aufgeben“ von kirchlich-historischer Baubsubstanz [Pfarrhaus Oberholzklau], S. 3
Thilo Jung: 675 Jahre Oberfischbach – Jubiläum [2017] und Dorfchronik, S. 8
Teo Schwarz: Ehemalige Backeser in Oberfischbach, S. 9
Günter Schneider: Die Nebenerwerbslandwirtschaft im Jahreslauf (Teil 1) , S. 21
Ulla D´Amico: Erinnerungen an meine Kindheit im „Alten Flecken“, S. 31

Literatur: Mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungen als Quellen

WQA30Der 30. Band aus der Reihe „Westfälische Quellen und Archivpublikationen“ ist erschienen und ab sofort erhältlich.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort

Mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungen als Quellen der landesgeschichtlichen Forschung / Stefan Pätzold und Marcus Stumpf (Hg.). – Münster, 2016. – 136 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-26-4 / 18 €

Über 70.000 Werke des Berliner Architekturmuseums frei zugänglich

Klomp Johannes Franziskus (1865-1946), St. Laurentius, Rudersdorf bei Wilnsdorf: Schnitt durch das Querschiff, Querschnitt und Längsschnitt (Vorentwurf). Tusche, Tinte farbig auf Karton, 74,6 x 52,3 cm (inkl. Scanrand). Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin Inv. Nr. JK 046,006.

Klomp Johannes Franziskus (1865-1946), St. Laurentius, Rudersdorf bei Wilnsdorf: Schnitt durch das Querschiff, Querschnitt und Längsschnitt (Vorentwurf). Tusche, Tinte farbig auf Karton, 74,6 x 52,3 cm (inkl. Scanrand). Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin Inv. Nr. JK 046,006.

Als eines der ersten Museen weltweit hat das Architekturmuseum der Technischen Universitität Berlin Anfang des Jahrtausends begonnen, seine gesamten Bestände nicht nur EDV-gestützt zu katalogisieren, sondern bald auch bildlich zu digitalisieren und online zu stellen.
15 Jahre später geht die Einrichhtung wir – wiederum mit als Erste – den Schritt, große Teile der digitalen Daten ohne Wenn-und-Aber freizugeben: Für Abbildungen gemeinfreier Werke gilt der Creative Commons Public Domain Mark. Weiterlesen

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Dr. Ulrich F. Opfermann / Joe Mertens in der Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

RegPersLex
Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, 16.06.2016, 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Joe Mertens das im Internet verfügbare Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein anhand von Beispielen vorstellen. Weiterlesen