Landesarchiv NRW stellt zentrale Quellen für die Familienforschung im Internet bereit.

Eine der größten Kundengruppe der Archive sind Familienforscherinnen und -forscher. Und diese benötigen für ihre Recherche Personenstandsdaten über Geburten, Heiraten und Sterbefälle – am liebsten online.
Das Landesarchiv NRW Abt. OWL startete deshalb im Frühjahr 2015 ein Projekt zur Digitalisierung von ca. 44.000 Sterbenebenregistern der Jahrgänge 1874 bis 1938 aus den drei westfälischen Regierungsbezirken in Kooperation mit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Deutschland („Mormonen“), eine Körperschaft des öffentlichen Rechts in NRW, kurz: FamilySearch (FS). FamilySearch hat aus theologischen Gründen ein lebhaftes Interesse an der Digitalisierung und Veröffentlichung von Personen(stands)daten und daher umfangreiche Erfahrungen mit solchen Digitalisierungsprojekten. Weiterlesen

Online: Simmersbach, Geschichte des Siegerländer Bergbaus (1881)

simmersbachberbbauDie digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster haben vor kurzem F. W. M. Simmersbachs „Geschichte des Siegerländer Bergbaues“ (Berlin 1881)  online gestellt.

Über den Autoren ist wenig bekannt. Ein Porträt ist vermutlich im Bochumer Bergbau Museum vorhanden. Eine Personalakte im Bestand Oberbergamt Dortmund des Landesarchivs NRW, Abt. Westfalen ist unter der Signatur I 8390 verzeichnet.

Linktipp: Wohnhaus Krottorfer Straße 59 (Freudenberg)

Linktipp: Wohnhaus Krottorfer Straße 59 (Freudenberg)
Denkmal des Monats – August 2016 der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne NRW
“ Das Gebäude „Krottorfer Straße 59″ ist ein gutes Beispiel für ein kleinbürgerliches ländliches „Eindachhaus“, dass um 1900 erbaut wurde (Eindachhaus = Arbeiten, Wohnen, Vieh für den Eigenbedarf). Hier lebte und arbeitete der Schreiner Jakob Nöh (1869 – 1949) mit seiner Familie. …. „

Online: „Das Siegthal“ – Reiseführer aus dem Jahr 1865

siegthalDie digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster haben vor kurzem den den Reiseführer „Das Siegthal. Ein Führer von der Mündung bis zur Quelle des Flusses und durch seine Seitenthälter; zugleich Handbuch für Reisende auf der Deutz-Siegener Eisenbahn; topographisch-historische Skizzen nebst statistischen und naturgeschichtlichen Andeutungen“ (Bonn 1865) von Ernst Weyden online gestellt.

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Dissertation zum „Hilfsverein der deutschen Juden“ – online

burkhardpromoEdmund Burkard ist der älteste Promovend der Uni Siegen. Seine Doktorarbeit schrieb er über das Thema „Der Hilfsverein der Deutschen Juden“.

Egal ob 18 oder 80 Jahre, egal ob es die erste oder die letzte ist: Prüfungen machen nervös. „Es war nicht einfach“, sagt Edmund Burkard nachdenklich. Jahrzehntelang fühlte er als Lehrer seinen Schülern auf den Zahn. Nun, mit 80 Jahren, muss der Mann aus dem Münsterland noch einmal die Rolle des Prüflings übernehmen. Nach zwei Stunden ist es geschafft. Edmund Burkard hat seinen Doktortitel in Erziehungswissenschaften. Er ist damit der derzeit älteste Promovend der Universität Siegen. Burkard ist selbst überrascht: „Ich bin der Älteste? Wirklich?“

Seine Doktorarbeit schrieb er über das Thema „Der Hilfsverein der Deutschen Juden. Überwindung von Armut durch Bildung“. „Ich wollte eigentlich gar nicht promovieren. Andere wollten das“, schmunzelt Burkard. Das Thema begleitete ihn schon seit seiner Staatsexamensarbeit und ließ ihn nicht mehr los. Er wurde zum Experten, hielt Vorträge und hatte engen Kontakt zu anderen Wissenschaftlern. Irgendwann traf er Prof. Dr. Sabine Hering, die bis 2012 an der Universität Siegen lehrte und zum Vorstand des Arbeitskreises Jüdische Wohlfahrt am Salomon Ludwig Steinheim Institut der Universität Duisburg/Essen gehört. „Sie meinte, ich solle doch promovieren“, erzählt Burkard. Weiterlesen

Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche

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Linktipp: 2. Berleburger Stadtkirche
Denkmal des Monats – Juli 2016 der Arbeitsgemeinschaft Historischer Stadt- und Ortskerne NRW
“ …. Der heutige Goetheplatz ist als „Oberer Markt“, Standort der 2. Berleburger Stadtkirche, am 20.06.1990 als ortsfestes Bodendenkmal in die Denkmalliste der Stadt Bad Berleburg eingetragen worden.
„Ab 1574 erfolgte der Neubau einer neuen Kirche auf dem jetzigen Goetheplatz, ihr Werdegang und ihre Einweihung sind eingehend in den Berleburger Chroniken beschrieben. …. Schlechte Unterhaltungen im 18. und 19. Jahrhundert hatten zur Folge, dass der Bauzustand sich immer weiter verschlechterte, man erwog sogar schon einen Abbruch und einen Neubau, diverse Zeichnungen dazu liegen im Archiv der Landeskirche, eine davon mit Eintragungen und Berichtigungen des großen Baumeisters Schinkel aus Berlin.
1838/1839 muss nach Verfügung aus Berlin die gesamte Kirche abgebrochen werden. ….“

„Die Granaten flogen höllisch.“

Die Briefe des Siegener Soldaten Louis Ernst aus dem Krieg 1866 gibt es jetzt als Buch.

Buchvorstellung durch Armin Nassauer, den Siegener Stadtarchivar Ludwig Burwitz und den Historiker Olaf Wagener (von links nach rechts) in den Räumen des Antiquariates.

Buchvorstellung durch Armin Nassauer, den Siegener Stadtarchivar Ludwig Burwitz und den Historiker Olaf Wagener (von links nach rechts) in den Räumen des Antiquariates.

Mai 1866: der 26jährige Ingenieur Louis Ernst wird Hals über Kopf in die preußische Armee einberufen. Ein überfüllter Truppentransport verfrachtet ihn nach Böhmen, wo nach einigen Tagen bangen Wartens der Krieg gegen Österreich beginnt. Endlose Märsche in der Sommerhitze, provisorische Unterkünfte in „total ausgefressenen“ Dörfern, schließlich die Schlacht bei Königgrätz. Etwa jeden zweiten Tag schreibt Louis Ernst seinen Eltern in Siegen, die angstvoll auf jedes Lebenszeichen warten, einen Brief, sogar noch aus der Schlacht bei Skalitz ein paar hastig hingekritzelte Zeilen: „Die Granaten flogen höllisch.“ Louis Ernst erlebt zunächst die Schrecken des Krieges, Tote, Verstümmelte – „entsetzlich! entsetzlich!“ – und dann, nach dem Sieg über Österreich, die Annehmlichkeiten als Besatzungssoldat: bessere Unterbringungen, Paraden, Ausflüge nach Prag, Brünn und Breslau. Nach 4 Monaten kommt Louis Ernst im September 1866 endlich wieder heil und gesund nach Siegen zurück. Die über 50 Briefe, von seinen Eltern sorgfältig verwahrt, lässt er zusammen mit Quittungen und anderen Dokumenten zu einem Buch binden, einer Art individueller Chronik des 1866er Krieges. Weiterlesen