Wittgenstein 1 (2017) erschienen

Aus dem Inhalt:

Luise Hildebrand: „De Scholzeit“
Efriede Graffmann/Annelene Krüger: „Schlebbe und Brennnessel“ — Ein Essen im Frühjahr
Friedr. Wilhelm Winckel (†)/Ulf Lückel: Unser Berleburger Kirchhof – ein unbekannter Artikel aus der Feder des ehemaligen Berleburger Superintendenten Friedrich Wilhelm Winckel
Peter Schneider: Auf der Reichsautobahn von Erndtebrück nach Wunderthausen. Planungen für eine Autobahn durch das Rothaargebirge
Hans Friedrich Petry: Der Bau der Provinzialstraße durch Berleburg in den Jahren 1846-1848
Wilhelm Schmidt: Erlebt und überlebt am 10. März 1945. Zwei Pferde und ein Fuhrmann in Erndtebrück
Heinrich Imhof: Die Rückkehr einer Bibel nach über 200 Jahren
Paul Riedesel: Aus Wunderthausen: Dieser Kroh flog zweimal weg

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein

Gemeinsames Hören: „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“ in Bad Laasphe

Ende 2016 sendete Radio Siegen auf seinem Bürgerfunk-Sendeplatz die Collage „Jenseits der Zentren. Radio in Wittgenstein und im Hinterland“. Die 55-minütige Sendung entstand unter der Leitung des Hamburger Medienwissenschaftlers Dr. Hans-Jürgen Krug in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Radiomuseum in Bad Laasphe, der Servicestelle Bürgerfunk Siegen-Wittgenstein (Kreuztal) und der Landesanstalt für Medien in Düsseldorf.
Die Sendung erzählt erstmals die Geschichte des Radios in der Region. In Wittgenstein und im Hinterland. „Eine spannende Zeitreise durch 90 Jahre Radio“ schrieb Patrick Friedland in der „Westfalenpost“. Und der Fachdienst epd medien empfahl: „Wer Gelegenheit hat, Krugs Feature zu hören, sollte es tun“. Nach Radio Siegen haben auch Tide 96.0 (Hamburg) und Radio Unerhört Marburg die Sendung ausgestrahlt.
Das Internationale Radiomuseum wird die außergewöhliche akustische Heimatgeschichte am Freitag, dem 10. März 2017 (19 Uhr) öffentlich aufführen – und lädt Sie herzlich zum gemeinsamen Hören (und Erinnern) ins Radiomuseum ein. Weiterlesen

Stadtarchiv Siegen seit 10 Jahren im KrönchenCenter

Jubiläumsprogramm 10. und 11. März 2017

„1928 wurde das spätere Kaufhof-Gebäude im Herzen der Siegener Oberstadt vom damaligen Kölner Warenhauskonzern Leonhard Tietz AG erbaut und war von da an ein stadtbildprägender Anziehungspunkt für Bürgerinnen und Bürger wie auch Besucher Siegens. 1999 endete die Nutzung des Gebäudes als Kaufhaus und hinterließ eine schmerzliche Lücke. Nicht baulich, sondern inhaltlich verlor die Oberstadt ein Stück Stadtleben.

Das änderte sich 2007, als Wirklichkeit wurde, was viele Städte sich wünschen: ein Medien- und Kommunikationszentrum im Herzen der Stadt. Volkshochschule, Stadtbibliothek und Stadtarchiv zogen zusammen mit der Brüder-Busch-Gedenkstätte in ein gemeinsames Haus. Der Bau des KrönchenCenters war ein städtebaulicher Meilenstein und ein gelungenes Beispiel für die positive  Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Investoren. Die Bürgerinnen und Bürger Siegens gaben dem Haus seinen Namen, das Land bezuschusste die Umsetzung.
10 Jahre ist es nun her und seitdem ist es seiner Bestimmung, nämlich ein zielgruppengerechtes und generationenübergreifendes Kulturzentrum zu sein, mehr als gerecht geworden. Täglich nutzen rund 1.800 Besucher die Angebote im KrönchenCenter und tragen auch in erheblicher Weise zur Belebung der gesamten Oberstadt bei.
Diese 10-jährige Erfolgsgeschichte werden wir mit einem informativen
und unterhaltsamen Programm …..feiern.“ (Queele: Grußwort Steffen Mues, Bürgermeister der Stadt Siegen)

Programmpunkte des Stadtarchivs: Weiterlesen

Historische Quellen aus vier Jahrhunderten

Jubiläumsband zum 75jährigen Bestehen des Westfälischen Wirtschaftsarchivs präsentiert verborgene Schätze zur Westfälischen Wirtschaftsgeschichte

Aus Anlass seines 75-jährigen Bestehens im Jahr 2016 hat das Westfälische Wirtschaftsarchiv (WWA) eine Quellenedition zur westfälischen Wirtschafts-, Sozial- und Technikgeschichte erarbeitet. Zehn Kapitel mit 352 Quellen auf 811 Seiten: Das sind die äußeren Fakten zu einem Buch, das eindrucksvoll auf die Vielfalt der Bestände des Archivs aufmerksam macht. Die älteste Quelle, ein Geschäftsbuch des Handelshauses Harkort, stammt aus dem Jahr 1674. Von hier aus spannt sich der Bogen bis zum Bau des Kernreaktors THTR-300 in Hamm-Uentrop, der 1983 den Testbetrieb aufnahm. Systematisch behandelt werden neben ausgewählten Persönlichkeiten der westfälischen Wirtschaft die Themen Kapital und Finanzmarkt, Technik und Produktion, Arbeit und soziale Lage, Märkte und Marktkommunikation, Handel und Versicherungen, Wirtschaft und Politik, Energie und Umwelt sowie Verkehr und Transport. Die Kapitel werden jeweils von ausgewiesenen Fachkennern befreundeter Universitäten eingeleitet, mit denen das WWA eng kooperiert. Weiterlesen

Einer von vielen – und doch ganz speziell

Das Geschäftshaus Melchior in der Siegener Oberstadt (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Stadtarchiv widmet sich der Geschichte der Siegener Feinkosthandlung Melchior

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. Nach den erfolgreichen Dokumentationen zur Geschichte des „Rheinischen Kaufhauses“ (RHEIKA) oder zu zwei Großtankstellen im vergangenen Jahr soll auch die neue Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ ein Stück Siegener Geschäftsphilosophie und Unternehmenskultur näher bringen. Weiterlesen

Literatur zur Rolle der Bezirksregierung Arnsberg in der NS-Diktatur

Arne Hennemann, stellvertretender Schulleiter am Fichte-Gymnasium in Hagen, hat berufsbegleitend im Zuge eines Dissertationsvorhabens eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „Dimensionen der Verstrickung – Behördenhandeln der Bezirksregierung als Partizipation am NS-Unrechtsstaat“ angefertigt. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Thamer von der Universität Münster betreut. Die Publikation liegt nun im Druck vor.

Die Arbeit konzentriert sich auf die beiden größten Aufgabenbereiche des Regierungspräsidiums: die Gesundheits- und die Schulverwaltung. Für die Region Siegen-Wittgenstein ist der Abschnitt „Verfolgung bis in den Tod – die Regierung Arnsberg gegen die Familie Janson“ (S. 67 – 78), der die Verfolgung der Wittgensteiner Sinti- bzw. Roma-Familie behandelt, von besonderem Interesse.
Quelle: Bezirksregierung Arnsberg

Literaturhinweis zur Archäologie des Siegerlandflughafens

Manuel Zeiler, Archäologe in der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie, hat im Band 13 (2017), S. 245-308, der „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe“ den Aufsatz „Fundplätze des Zweiten Weltkrieges in Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, und Arnsberg, Hochsauerlandkreis“ publiziert. Für Burbach-Lippe stellt er die archäologischen Arbeiten am Siegerlandflughafen vor. Der Aufsatz ist open access online veröffentlicht worden.
Quelle: LWL-Archäologie, Facebook-Seite

Ausstellung „KARIKATUREN 1848“

Siegerlandmuseum, 12. Februar bis 23. April 2017

Karikaturen, aktuell und situationsbezogen, vielseitig in ihren Ausdruckmöglichkeiten, reagieren auf politische und gesellschaftliche Zustände, charakterisieren Personen und Persönlichkeiten und werden nicht selten auch als Kampfmittel eingesetzt. Das Siegerlandmuseum verfügt über eine Sammlung von Lithografien und Radierungen, die sich inhaltlich mit verschiedenen Aspekten des Frankfurter Parlamentes 1848 – 1849 auseinandersetzen. Die teils kolorierten Blätter zeigen das Präsidium und die Abgeordneten, es gibt bissige Karikaturen auf die parlamentarische Arbeit der Nationalversammlung und die Gegensätze zwischen der Rechten und Linken, und auch das Thema Reichsverweser und die Wahl Friedrich Wilhelm IV. zum deutschen Kaiser wird in bissigen Satiren vorgestellt – Parallelen zur aktuellen Politik sind nicht auszuschließen. Es ist ein Katalog erschienen, der alle 108 Blätter der Sammlung abbildet.
Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen in Planung

Historische Dokumente aus dem Kammerbezirk Siegen zum Lohnkampf in der Metallindustrie

Autor: Netzwerk Westfälische Wirtschaftsgeschichte (Westfälische Wirtschaftsarchiv (WWA) und die Gesellschaft für Westfälische Wirtschaftsgeschichte e.V. (GWWG))

Bericht über den Lohnkampf von 1963 in „Die Lünette“, der Werkszeitschrift der Maschinenfabrik Herkules in Kaan-Marienborn:

„Die Nacht vom 6. zum 7. Mai 1963 war der dramatische Höhepunkt der schärfsten Auseinandersetzung zwischen den Tarifpartnern der Metallindustrie, die in der Nachkriegszeit stattgefunden hat. Nach zwölf Stunden ununterbrochener Besprechungen einigten sich die streitenden Parteien um 4 Uhr früh auf 5 Prozent Lohnerhöhung vom 1. April 1963 bis zum 31.März 1964 und anschließend auf eine weitere Anhebung der Tariflöhne um 2 Prozent bis zum 30. September 1964. Außerdem wurden weitere 3 Prozent Lohnerhöhung durch die Arbeitszeitverkürzung von 42 1/2 auf 41 1/4 Stunden ab 1. Januar 1964 beibehalten. Als Gesamtlaufzeit des neuen Tarifvertrages wurden 18 Monate vereinbart. Dieser Tarifstreit war jedoch weit mehr als einer der früheren Lohnkämpfe, deren unmittelbare Auswirkungen auf den betroffenen Industriezweig beschränkt blieben. Diesmal stand die Zukunft unserer gesamten Wirtschaft auf dem Spiel, die ja in der Metallindustrie ihre stärkste Stütze hat. Weiterlesen