Linktipp: „Reformation in Westfalen“

Header „Reformation in Westfalen“, (Layout/Gestaltung [
Logo, Entwurf, Realisierung] IStG: Anja Obereisenbuchner B.Sc., Heye Bookmeyer M.A.


Seit Januar 2016 besteht am IStG das Projekt reformation-in-westfalen.de, das durch die LWL-Kulturstiftung gefördert wird. Es handelt sich um ein Informationsportal, das die verschiedenen Orte und Territorien der Reformation in Westfalen erfasst, ihren Verlauf nachzeichnet und die noch heute erkennbaren Spuren dokumentiert.

Projektskizze: Die Vielfalt Westfalens – die Vielfalt der Reformation
Die Landkarte des 16. Jahrhunderts zeigt Westfalen als territorialen Flickenteppich: Geistliche Großterritorien, etwa die Fürstbistümer Münster und Paderborn, kleine Grafschaften [Anm.: Wittgenstein], etwa Lippe, Rietberg, Siegen [Anm.: Die nassauischen Territorien fehlen derzeit noch]und Tecklenburg, Territorien auswärtiger Herren (Ravensberg und Mark, das kurkölnische Sauerland) und eine von wenigen großen, aber auch von vielen kleinen Städten geprägte Städtelandschaft. Diese Vielfalt bedeutet, dass es nicht zu der ‚einen‘ Reformation kam, sondern Westfalen eine spannende, weil in ihren Verläufen unterschiedliche Reformationslandschaft darstellt. Weiterlesen

Tagungsband zu den Detmolder Sommergesprächen 2015 erschienen

Familiengeschichten, Schatztruhen und andere Archive

Welche Bedeutung haben das Aufbewahren, Sichern und Überliefern
oder Vernichten von Unterlagen, Gegenständen und Informationen
für die Gegenwart oder die Nachwelt insbesondere in der Familienforschung? Geschichtsforschung, Heimat- und Regionalgeschichte sowie Genealogie funktionieren nicht ohne historische Unterlagen und Erinnerungsstücke. Dabei verweisen die Bestände öffentlicher Archive, privater Sammlungen und familiäre
Erzählungen meist wechselseitig aufeinander. Häufig führt erst die Verknüpfung der Informationen aus verschiedenen Quellen zu Erkenntnissen. Je nach Fragestellung stößt man aber bei der Recherche durchaus auf Lücken. Weiterlesen

Vor 10 Jahren: „Kyrill – Ein Orkan fegt durchs Land“ (WDR-Doku)

Alle waren gewarnt und doch kam es zur Katastrophe: Am 18. Januar 2007 starben allein in Nordrhein-Westfalen sechs Menschen, 25 Millionen Bäume konnten den Böen nicht mehr standhalten. Der Sturm Kyrill veränderte Landschaften, vernichtete gewohnte Silhouetten, nahm vielen die Existenz und auch ein Stück Heimat.

Sendungsseite „Doku am Freitag – Kyrill“:

Edition der NRW-Kabinettsprotokolle: Band 8 erschienen

Die achte Legislaturperiode (1975-1980) prägende Themen der Landespolitik waren neben der Bildungspolitik u. a. die Landesentwicklung, der Strukturwandel, die Energiefrage und die Frage nach Migration und Integration, ferner der Umgang mit politischem Terrorismus und verfassungsfeindlichen Bestrebungen im öffentlichen Dienst.
Mit den kommentierten Protokollen der Kabinettssitzungen der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, ergänzt durch erläuternde Kabinettvorlagen und sonstige Aktenstücke, macht die vorliegende Edition in bewährter Weise der interessierten Öffentlichkeit eine Leitquelle des Landes Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum von 1975 bis 1980 zugänglich.
Die Edition ist ausgestattet mit einer editorischen und thematischen Einleitung, einem Quellen- und Literaturverzeichnis, einem teilweise farbigen Abbildungsteil, Biogrammen zu leitenden Verwaltungsbeamten sowie einem Personen- und einem Sach- und Ortsregister.
Quelle: Landesarchiv NRW, Facebook-Seite

Findbuch an die Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.


Anfang Januar überreichte Wolfgang Suttner, Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V. (CJZ) ein 136 Seiten starkes Findbuch für die nun im Kreisarchiv Siegen Wittgenstein aufbewahrten historischen Unterlagen der Gesellschaft.

Im Februar 2016 hatte die CJZ Siegerland dem Kreisarchiv ihr nicht mehr benötigtes Schriftgut als Dauerleihgabe übergeben. Werner Stettner, Vorsitzender der Gesellschaft bemerkte dazu: „ Wir wollten sicherstellen, dass die für die Geschichte unserer Gesellschaft wichtigen Unterlagen für die Nachwelt erhalten bleiben. Das Kreisarchiv garantiert  diese sach- und fachgerechte Behandlung unserer Unterlagen.“  Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner schilderte die Beweggründe des Kreises Siegen-Wittgenstein: „Der Kreis hat angebotenen Unterlagen gerne angenommen. Sie ergänzen die im Kreisarchiv verwahrten Archivalien und stehen nun den Benutzerinnen und Benutzern des Archivs unter Beachtung der archivgesetzlichen Regelungen zur Verfügung. “ Weiterlesen

Literaturhinweis: „Westfälische Erinnerungsorte“: Vom Pumpernickel bis zur Porta Westfalica

LWL und WWU Münster veröffentlichen Buch über das Gedächtnis der Region

Die Kultur des Erinnerns in Westfalen: LWL-Direktor Matthias Löb (v.r.), Prof. Dr. Thomas Großbölting, Dekan des Fachbereichs 8 Geschichte/Philosophie der WWU Münster, Dr. Lena Krull, Herausgeberin des Bandes und Mitarbeiterin in der Abteilung für westfälische Landesgeschichte des Historischen Seminars der WWU Münster, sowie Prof. Dr. Franz-Werner Kersting, kommissarischer Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, stellten den Sammelband „Westfälische Erinnerungsorte“ vor. Foto: LWL/Nolte

Mit dem Sammelband „Westfälische Erinnerungsorte. Beiträge zum kollektiven Gedächtnis einer Region“ geben der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) Einblicke in die westfälische Erinnerungskultur. Erinnerung ist meist mit konkreten Inhalten verbunden: besonderen Menschen, Ereignissen oder Objekten. Das ist bei einer Region nicht anders: Erinnerungsorte müssen nicht unbedingt geografischer Natur sein, es können auch historische Ereignisse, Personen oder Symbole sein. Der Pumpernickel, die Porta Westfalica oder Clemens August Graf von Galen prägen beispielsweise die Erinnerung an Westfalen. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Zeugnisse von der ‚Heimatfront‘

Neues Lese- und Arbeitsbuch beleuchtet westfälischen Alltag während des Ersten Weltkriegs

Das Cover von „Zeugnisse von der ‚Heimatfront‘“ zeigt, dass die Kriegspropaganda bis ins Kinderzimmer reichte. So trug Heinrich Harenbrock aus Telgte auf diesem Foto Uniform und Pickelhaube.
Foto: LWL/Stadt Telgte, Sammlung Kruchen


„Die ersten Tage stand natürlich ganz Herford auf dem Kopfe, überall verweinte Gesichter, Tränen. Am Bahnhof dagegen, wo die Soldaten durchfuhren, war die Begeisterung groß.“ Die 19-jährige Hedwig Stegemann berichtete im August 1914 – nur wenige Tage nach der militärischen Mobilmachung in Deutschland – in ihrem Tagebuch von dieser Kriegseuphorie der Bevölkerung, aber auch von dem Abschiedsschmerz der Verwandten. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) gibt mit dem jetzt veröffentlichten Lese- und Arbeitsbuch „Zeugnisse von der ‚Heimatfront‘. Westfalen 1914 bis 1918“ Einblicke in diese widersprüchlichen Wahrnehmungen von Daheimgebliebenen. Weiterlesen

„Siegen und Sprengungen gehören zusammen“

75 Jahre Sprengtechnische Lehrgänge in Siegen

Vor 75 Jahren, im März 1941, fanden die ersten sprengtechnischen Lehrgänge an der Bergschule in Siegen zur Ausbildung von Sprengmeistern für die Steine- und Erdenindustrie, für das Baugewerbe und für die Forstwirtschaft statt. Anlass dazu war das Anliegen der Industrie, vornehmlich der Kalkindustrie und der Natursteinindustrie, für ihre Rohstoffbetriebe, nach einem für sie zugeschnittenen Lehrplan, ausgebildete Spreng- und Bruchmeister zur Verfügung zu haben. Die zu vermittelnden Lerninhalte sollten in enger Beziehung zur Praxis stehen.
Von Anfang an sind alle Lehrgänge im engsten Einvernehmen mit der Staatlichen Gewerbeaufsicht (heute Bezirksregierung Arnsberg-Arbeitsschutz) durchgeführt worden, die auch die Lehrkräfte für die Unterweisung über die gesetzlichen Bestimmungen in der Sprengtechnik bereitstellt. Den Unterricht über die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften erteilen seit 1941 Technische Aufsichtsbeamte der Bau-Berufsgenossenschaft. Die Prüfungen werden vor Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg oder der Kreispolizeibehörde abgelegt. Weiterlesen

Wittgenstein 3/2016 erschienen


Aus dem Inhalt:
Hans Wied: Der erfrorene Saßmannshäuser Zigeuner. Ein eigenartiger Skelettfund vor etwa 65 Jahren im Breidenbacher Grund
Andreas Krüger: Ein Lesebuch für die evangelischen Schulen Westfalens. Ausgabe Siegerland und Wittgenstein
Hartmut Prange: Stolpersteine in Schwarzenau verlegt
Holger Weber: Wohl dem, der wohlhabend ist. Ein Streifzug durch das Leben des Elsoffer Pfarrers Georg Mengel (1600-1669)
Friedrich Opes: Friedrich Neumeyer contra Langewiese. Ein langer Kampf um eine Siedlungserlaubnis
Hans Friedrich Petry: Die „Hauptstraße“ von Berleburg auf einem Plan von 1795
Paul Riedesel: Fortbestand des Kirchenwesens unter den Auswanderern in Amerika: Der besondere Fall der St. Pauls Gemeinde in Wheatland, Iowa
Andreas Krüger: Ein Lesebuch für die evangelischen Schulen Westfalens.
Ausgabe für Siegerland und Wittgenstein

Buchsbesprechungen

„Siegerland“ Bd. 93 (2016) erschienen

Ein weitreichendes Themenspektrum deckt auch dieser Band ab:
Zur steinzeitlichen Archäologie im Siegerland äußert sich Michael Baales. Andreas Bingener schreibt zur Geschichte des historischen Tiergarten in Siegen. Traute Fries nähert sich in ihrem Beitrag den Kreuztaler Schriftsteller Adolf Wurmbach. Horst Grafe arbeitete die Geschichte der Eisenbahn der Kreuztaler Hütte. Der Kunstmaler Willi Schütz (1914 – 1995) steht im Mittelpunkt der Betrachtungen von Wolfram Martin.