„Siegerland“ Band 95 / Heft 2 (2018) erschienen

Inhalt:

Karl Kiem: High End im Hochmittelalter. Untersuchungen zur Geometrie des Grundrisses der Siegener Nikolaikirche, S. 123
Ewald Hatzig und Heinz Sprenger: Zwei Jesuitenpater aus dem Hause „Wabbelersch“, S. 132
Olaf Wagener: Burg Holdinghausen auf einer Landkarte von 1729, S. 136
Markus Jung: Siegener Unterwelten – Eine Forschungsarbeit im Untergrund, S. 141
Wilfried Lerchstein: Der Siegener Kaufmann Louis Thomas, mehr als nur ein Spaßvogel, S. 151
Ingrid Leopold: Siegfried Vogt zum Gedächtnis, S. 161
Gerhard Moisel: Siegerländer Familienkunde (22). Jahresbericht 2017/2018, S. 189
Traute Fries: Ein Besuch des Römerkastells Saalburg im Mai 1938, S. 193
Andreas Bingener: Dr. phil. Alexander Wollschläger verstorben, S. 196
Rezensionen, S. 206

Wanderausstellung „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“

Im Rahmen des Jubiläumsprogramms zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ wird vom 8. bis zum 22. März im Foyer des Kreishauses die Wanderausstellung „Mit Macht zur Wahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa“ zu sehen sein, organisiert von der Kreis-Volkshochschule, dem Kreisarchiv und von Martina Böttcher.

„Die Ausstellung bietet einen guten Überblick über die vielfältige Entwicklung des Frauenwahlrechts in Europa“, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Sie wurde vom Frauenmuseum in Bonn erstellt und zeigt Portraits einzelner Frauen, die sich trotz aller Widerstände überall in Europa für gleiche Rechte eingesetzt haben.

Die Eröffnung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, findet am Freitag, 8. März 2019, um 11:00 Uhr statt. Die Historikerin Ulrike Just aus Bonn wird in die Ausstellung einführen. „Das Frauenwahlrecht musste erst gegen viele Vorurteile durchgesetzt werden. So wurde Frauen etwa verminderte Intelligenz und durch ihre Gebärfähigkeit eine ‚natürliche‘ Bestimmung für den privaten Bereich zugeschrieben“, sagt sie. Um Frauen möglichst von der Wahlurne fernzuhalten, mussten sie z.B. in Griechenland nachweisen, dass sie lesen und schreiben können, um wählen zu dürfen.

„Mit dieser Ausstellung wollen wir auch einen regionalen Bezug herstellen und zeigen, dass sich auch in Siegen-Wittgenstein mutige Frauen auf den Weg gemacht haben, für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht zu kämpfen“, erläutert Martina Böttcher. Weiterlesen

Wikipedia-Artikel zu Ludwig Christian zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein

Ludwig Christian zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein Taler
Reichstaler unter Ludwig Christian, Graf zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (* 1629, reg. 1657-1683). Umschrift: • LUDVIG • CHRISTIAN • GRAF • ZU • SAYN • WITGEN • V • HOHNST • Profil-Brustbild im Harnisch, Unknown [Public domain]

Zu Beginn dieses Jahres hat Dieter Bald den Wikipedia-Artikel zu Ludwig Christian zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein erstellt.

„Fürstenkinder“: Workshop für Kinder im Siegerlandmuseum

Emilia Secunda Antwerpiana war die Tochter von Wilhelm I. von Oranien und Charlotte von Bourbon. (Foto: Siegerlandmuseum)

Wie lebten Prinzen und Prinzessinnen in vergangenen Zeiten im Siegerland? Diese Frage ist Thema des nächsten Workshops für Kinder im Siegerlandmuseums, der am Samstag, 2. März 2019, in der Zeit von 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr stattfindet.
„Es gab einmal eine wunderschöne Prinzessin und einen mutigen Prinzen“…so fangen viele Märchen und Geschichten an. Aber gab es die so beschriebenen Personen auch wirklich und wo fand man sie im Siegerland? Diese Fragen führen durch die kleine Zeitreise, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine ganz besondere Rarität treffen: Zu sehen sind hier nämlich fünf Töchter aus der dritten Ehe Wilhelm I. von Oranien mit Charlotte von Bourbon.
Daniel van den Queborn porträtierte die kleinen Mädchen in ihren „Sonntagskleidern“. Diese Bildnisse sind Ausgangspunkt eines Workshops, bei dem Kinder von etwa sieben bis elf Jahren erfahren, wie kleine Prinzessinnen und Prinzen in vergangenen Zeiten lebten, wie und was sie lernen mussten und wann und wie sie spielten.
Neben der Erkundung der Vor- und Nachteile des Lebens als Prinz oder Prinzessin wird auch gebastelt und gemalt. Dabei steht eine Anziehpuppe im Zentrum des Interesses. Da der Workshop in der Karnevalszeit stattfindet, können die Kinder gerne kostümiert erscheinen.
Der Kostenbeitrag für die Teilnahme beträgt 1,50 Euro. Eltern haben in der Zeit der „Fürstenkinder“ kinderfrei. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Teilnehmerzahl erforderlich und per E-Mail an siegerlandmuseum(at)siegen.de oder telefonisch unter (0271) 230410 möglich.
Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 22.02.2019

Heute vor 230 Jahren: Karl Groos geboren

Karl August Groos (* 16. Februar 1789 in Saßmannshausen; † 20. November 1861 in Koblenz) war ein evangelischer Geistlicher, Herausgeber von Liedsammlungen und Komponist. Er stammte aus dem Altkreis Wittgenstein und seit 1827 war er in Koblenz tätig. In den hiesigen Archiven fanden sich zunächst die Unterlagen zu dessen Geburt und Ehe..
Die evangelische Kirchengemeinde Feudingen stellte einen Auszug aus dem Taufregister zur Verfügung: TaufregisterK. A. Groos.
Die evangelische Kirchengemeinde Laasphe ergänzte dies um zwei Photographien des Heiratsregister aus dem Jahr 1821:
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Heute bloggt auch das Archiv der evangelischen Kirche in Rheinland über Karl Groos und widmet ihm 2 Beiträge: Link zum ersten Eintrag: 230-jähriges Geburtsjubiläum Karl August Groos, Link zum zweiten Eintrag: Karl August Groos (1789-1861) – ein Pfarrerleben in Zeiten des Umbruchs. Eine Blogkooperation!

Wikipedia-Eintrag zu Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1598 – 1643)

Ludwig Casimir 1598-1643
Gemälde von Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg (1598-1643) Unbek. Künstler, ca. 1620
Dieter Bald [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Dieter Bald hat bereits im vergangenen Jahr diesen Eintrag zu Ludwig Casimir zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg für die Wikipedia vorgelegt.

Heute vor 60 Jahren starb Bernhard Salzmann (1886 – 1959) in Siegen gebürtiger Landeshauptmann Westfalens


Anregungen zur weiteren biographischen Forschung:
Links:

  • Seite „Bernhard Salzmann“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Januar 2019, 08:18 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bernhard_Salzmann&oldid=185183729 (Abgerufen: 29. Januar 2019, 09:25 UTC)
  • Internet- Portal „Westfälische Geschichte“, Dokumentation „Personen / Westfälische Biografie online“: Eintrag zu Bernhard Salzmann, (Abgerufen: 29. Januar 2019)
  • Eintrag „Salzmann, Bernhard“ in: Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreises Siegen und Wittgenstein, (Abgerufen: 29. Januar 2019
  • „Bernhard Salzmann (1886-1959): Kämpfer für Westfalen“, archivamtblog, 12.2.2019 [Nachtrag 13.2.2019] 

Literatur:

  • Dröge, Martin: Die Tagebücher Karl Friedrich Kolbows (1899 – 1945). Nationalsozialist der ersten Stunde und Landeshauptmann der Provinz Westfalen, Paderborn 2009 [Anm.: In den Tagebücher seines Vorgängers wird Salzmann einige Male erwähnt. Die Eintragungen lassen einen Rückschluss auf deren Verhältnis zu.]
  • Hebermann, Clemens: Abschied von Landeshauptmann Dr. Bernhard Salzmann, in: Westfalenspiegel 1959, Heft 3, S. 1 – 3
  • Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechter-Lexikon, Siegen 1974, S. 277
  • NN: Verdiente Ehrung des Landeshauptmanns Dr. Bernhard Salzmann, in: Kommunalpolitische Blätter, 1954, S. 243 – 244
  • Pudor, Fritz: Bernhard Salzmann, in: Lebensbilder aus dem rheinisch-westfälischen Industriegebiet 1958/59, Düsseldorf 1962, S. 85 – 89
  • Siegerländer Heimatkalender 1960, S. 157
  • Tröps, Dieter: Bernhard Salzmann und der Kreis Olpe. Der letzte Landeshauptmann von Westfalen war auch mit unserem Kreis eng verbunden, in: Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 59 (1988), S. 173-185

Medien:

  • Siegener Zeitung: 14.3.1951 („Der Landeshauptmann Dr. h.c. Bernhard Salzmann 65 Jahre alt. Gruß und Glückwunsch für einen Siegerländer“), 31.3.1954, 30.4.1954, 13.3.1956, 12.2.1959, o.D. Artikel z. 40jährigen Dienstjubiläum
  • Westfalenpost: 15.9.1953, 8.1.1954, 1.2.1959, 12.2.1959 (Karl-Heinz Henkel: „Dr. h. c. Bernhard Salzmann kämpfte für Westfalens Einheit“)
  • Westfälische Rundschau: 12.2.1959

Erinnerungskultur: Weiterlesen

Gedenken an die ermordeten Hilchenbacher Juden

Jährliche Kranzniederlegung am 28. Februar – eine Bürgereingabe von Wolfgang Ruth

Am 16. Januar 2019 hat Herr Wolfgang Ruth folgende Anregung gemäß § 24 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) bei mir eingereicht: „Bekanntlich sind im Holocaust auch 20 Hilchenbacher Bürger, jüdischen Glaubens, ermordet worden. Opfer dieser Verbrechen waren auch Gerti Holländer und ihr 10jähriger Sohn Lothar, die am 28. Februar 1943 zur Ermordung nach Auschwitz deportiert wurden. Auf ein gebotenes ehrendes Gedenken an seine im Holocaust ermordeten jüdischen Bürgerhat die Stadt bisher leider verzichtet.Dagegen erinnert zum Beispieldie Stadt Kreuztal an ihren ermordeten Bürger Fred Meier durch dieNamensgebung „Fred-Meier-Platz“ und eine jährliche Gedenkfeier. Den Antrag der Fraktion Die Linke, die „Hindenburgstraße“in „Gerti-Holländer-Weg“ umzubenennen, hat der Hauptausschuss am 21. November 2018 mit Mehrheit abgelehnt. Laut Presseberichten wurde die Ablehnung unter anderem mit den Auffassungen „…das Hindenburgschild soll als eine Art Mahnung erhalten werden…“ beziehungsweise„…damit die Hindenburgstraße weiterhin Denkanstöße für solche Debatten liefern kann…“ begründet. Diese Begründungen zur Beibehaltung des ehrenden Gedenkens an den Steigbügelhalter von Adolf Hitler sind schon bemerkenswert und auch peinlich. Nach meiner Auffassung sollten wir die ermordeten Hilchenbacher Juden nicht vergessen. Deshalb schlage ich vor, jeweils am 28. Februar, dem Deportationstag von Gerti Holländer und ihrem 10jährigen Sohn Lothar, am Gedenkstein Ecke Markt/HilchenbacherStraße einen Kranz niederzulegen. Die Bevölkerung ist darüber über die Presse zu informieren.“ Weiterlesen

„Zeitspuren“-Linktipp: Industriellen-Porträts aus dem Kreis Siegen um 1900


Das Forschungsprojekt zur Geschichte des 19. Jahrhunderts im Gebiet des Kreises Siegen-Wittgenstein veröffentlicht auf seiner Homepage auch repräsentative Quellen, wie z. B. diese Industriellen-Porträts aus dem Kreis Siegen um 1900.

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Weitere Einträge auf siwiarchiv zum aktuellen „Zeitspuren“-Projekt finden sich unter diesem Link: https://www.siwiarchiv.de/tag/zeitspuren/.