Präsentation des Bandes „Friedrich Philippi“ von Wilfried Reininghaus

12. Juni 2014, 17 Uhr
Vortragsraum des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, Abteilung Westfalen, Bohlweg 2, 48147 Münster

philippiWilfried Reininghaus, Friedrich Philippi. Archivar und Historiker in wilhelminischer Zeit – eine Biographie (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 15; Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 47), Münster (Aschendorff) 2014, ISBN 978-3-402-15116-7, Preis: 39,00 Euro.

Friedrich Philippi (* 1853 in Elberfeld, + 1930 in Münster) begann seine berufliche Laufbahn als Archivar am Staatsarchiv Münster (1876–1879), wohin er nach einem Intermezzo am Staatsarchiv Marburg zurückkehrte. Während seiner zweiten Tätigkeit in Münster von 1881 bis 1885 heiratete Philippi Mathilde Steinkopff, eine Tochter des Provinzialsteuerdirektors, bevor er über Stationen in Berlin und Stettin Direktor des Staatsarchivs Osnabrück (1888–1897) wurde. Von 1897 bis zu seiner Pensionierung 1920 hatte er schließlich die Leitung des Staatsarchivs Münster inne und beschloss damit eine glänzende Karriere als preußischer Beamter. Weiterlesen

Vor 450 Jahren: Kurfürst, Erzkanzler, Gegenreformator und Hexenjäger

Briefumschlag zum 415. Geburtstag J. A. von Bicken

Briefumschlag zum 415. Geburtstag J. A. von Bicken

Johann Adam von Bicken (* 27. Mai 1564 auf Burg Hainchen; † 11. Januar 1604 in Aschaffenburg) war von 1601 bis 1604 Erzbischof und Kurfürst von Mainz und damit Erzkanzler des Heiligen Römischen Reiches.

Literatur:
Hans-Joachim Becker: Zur Genealogie der Adligen von Bicken der Haincher Linie, in: Nassauische Annalen, Bd. 107 (1996), S.333-346
Anton Ph. Brück: Johann Adam von Bicken. Erzbischof und Kurfürst von Mainz 1601 – 1604, in: Archiv für Mittelrheinische Kirchengeschichte Jg. 23 1971, S. 147 – 187, Nachdruck 1989
Brück, Anton Ph., „Johann Adam von Bicken“, in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 497 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd122479955.html
Weiterlesen

Vortrag „Oberbergmeister Johann Heinrich Jung“

So. 01.06. 14.30 – 15.30 Uhr
Vortrag von Ortwin Brückel, Kreuztal
Heimatmuseum Ferndorf, Ferndorfer Straße 62

JHJ1746
Jungs Wohnhaus in Kreuztal-Littfeld (2008), By KV 28 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Johann Heinrich Jung, der Onkel von Jung Stilling, war eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit im nördlichen Siegerland. Aus kleinbäuerlichen Verhältnissen stammend, arbeitete er sich als Autodidakt an die Spitze der Bergaufsicht im Bereich Müsen, war weiterhin Lehrer, Erfinder, Grubenbeitzer und Unternehmer.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Kreuztal, 28.4.2014

Vortrag „Fürstengräber – ‚Fürstliche Grablege‘

Termin: 17. Mai 2014, 15:00
Ort: Bad Berleburg, Treffpunkt: Friedhofsparkplatz am Sengelsberg (bei schlechtem Wetter Treffpunkt: Friedhofskapelle)
Kosten: 3 €
Leitung Hartmut Weidt

Wer kennt schon diesen Teil des städtischen Friedhofs, auf dem die Gräber des Sayn-Wittgenstein-Berleburgischen Grafen – und Fürstenhauses aus dem 18. bis 20. Jahrhundert zu sehen sind?
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm 2014

Carl David Neuburger, Baumeister in Riga

ein Fund via Archivalia, der gerne ergänzt werden darf:
C. D. Neuburger, * Siegen/Westf. 25. 11. 1842, † Riga 12. 5. 1897

V.: Jakob N., Maurer; M.: Catharine, geb. Siebel; ?? Bauschule in Siegen. Arbeitete in Berlin. Seit 1864 in Riga, Gehilfe d. Stadtarchitekten ? J. D. Felsko, dann selbständig
Werke:

zahlr. Wohn- u. Geschäftshäuser; städt. Waisenhaus in Gravenhof (1888-89); Pfarrgebäude d. Domkirche; Dommuseum (1888-90); Umbau d. Kapelle auf d. verein. Friedhöfen (1892)

Nachweise:Ev. Kb. Siegen; Neumann, Lex., 144 f.; Becker, Bautätigkeit, 68, 70; Thieme/Becker 25, 404; Rig. Alm. 1901, 146, 196

Quelle: Baltisches Biographisches Lexikon digital

Stolpersteine in Hilchenbach im neuen Glanz

hilchenbach17414In Hilchenbach ist der Bevölkerung die Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus unter den eigenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein wichtiges Anliegen.
Ausdruck dieses Mitgefühls und der Erinnerung drückt sich in der Stadtmitte Hilchenbachs aus, in der seit 2008 zwölf Stolpersteine verlegt sind und am 4. Juli 2013 ein Gedenkstein am oberen Marktplatz beim Aufgang zur evangelischen Kirche aufgestellt wurde.
Der Hilchenbacher Klaus Stötzel hat im Rahmen des Projektes „Gedenkstein“ mit der Carl-Kraemer-Realschule zusammengearbeitet. Jetzt hat er mit zwei Schülerinnen der Schule, Melina Frick und Marlin Bald, die Stolpersteine in der Unterzeche gereinigt.
Den Schülerinnen ist das Thema sehr wichtig. Schnell wird deutlich, dass beide an dem Thema sehr interessiert sind. Sie erklären, dass sie das Ganze gerne freiwillig machen. Die Beiden möchten so ihren Anteil zur Verschönerung von Hilchenbach beitragen und die Erinnerungen an die Juden in Hilchenbach wach halten.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hilchenbach, 17.4.2014

Vor 150 Jahren: Shakespeare und Siegen

Wilhelm Oechelhäuser

Wilhelm Oechelhäuser By unbekannter Fotograf (Jahrbuch der Stadt Mülheim, 1983) [Public domain], via Wikimedia Commons

Heute vor 150 Jahren, anlässlich des 300. Geburtstages von William Shakespeare, gründete der Siegener Wilhelm Oechelhäuser in Weimar die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft. Die Veröffentlichung Oechelhäusers „Ideen zur Gründung einer Sakespeare-Gesellschaft“ aus dem Jahr 1863 gab die Anregung zur Gründung der Gesellschaft.

Literatur/Link:
Oechelhäuser, Wilhelm, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Hrsg von Christa Jansohn, URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/118735977. (Zugriff am 22.04.2014)
Plaum, Bernd D., „Oechelhäuser, Justus Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie 19 (1998), S. 421-423 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118735977.html
Habicht, Werner, Ein deutscher Klassiker? Über die Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft vor 150 Jahren, (revidierte Fassung von „Shakespeare und die Gründer“, in: Shakespeare Jahrbuch, 136 (2000), 74-89), URL: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=19084

Tagebücher Ludwigs des Älteren von Sayn-Wittgenstein jetzt online!

Ludwig_d_I_Wittgenstein

Ludwig Graf von Sayn zu Wittgenstein (* 7.- Dezember 1532 auf Schloss Wittgenstein; † 2. Juli 1605), Sohn Graf Willhelms I. (†  1570) und der Johanetta von Isenburg-Grenzau († nach 1561) besuchte seit 1545 mit seinen beiden Brüdern die Universitäten von Löwen, Paris und Orléans. Zwischen 1553 bis 1556 bereiste er Süd- und Westeuropa (Padua, Malta, Rom, Savoyen, Frankreich, England) und diente kurze Zeit Papst Pius IV. als Kämmerer.1556 kehrte er nach Wittgenstein zurück, wo sein Vater inzwischen eine lutherische Kirchenordnung erlassen hatte. Er selbst nahm zunächst ebenfalls die lutherische Konfesssion an. Hochgebildet und polyglott, zudem an konfessionellen Fragen sehr interessiert, stand er in engem persönlichen und brieflichen Austausch mit humanistischen Gelehrten seiner Zeit, darunter Heinrich Bullinger, Rudolf Gwalther und Theodor Beza. Den Reformator Caspar Olevian und Johannes Althusius förderte er und führte unter Olevians Einfluss 1578 die reformierte Konfession in der Grafschaft Wittgenstein ein.

Seine erhaltenen Tagebücher in sieben Bänden, in deutscher und lateinischer Sprache verfasst, decken die Jahre von 1559 bis 1605 ab und zeugen von Graf Ludwigs weit gespannten Interessen und enthalten Briefexzerpte und -abschriften seiner illustren Korrespondenzpartner. Weiterlesen

Vortrag: „Macbeth im Dreiklang: Shakespeare, Verdi und Fritz Busch“

Dienstag, 1. April 2014, 19:00 Uhr,
Vortragssaal der VHS Siegen, Markt 25, Siegen
Referentin: Susanne Popp
Freundeskreis der Busch-Brüder e.V.
Entgelt: 3 €

Fritz Busch, einer der Protagonisten der Verdi-Renaissance in Deutschland, hat sich dem radikalen Jugendwerk Macbeth relativ spät zugewandt. Eine erste Annäherung in Dresden 1928 war glücklos, da Busch wegen einer Erkrankung die deutsche Erstaufführung einem anderen überlassen musste. Umso glanzvoller wurde die Aufführung in Glyndebourne, mit der 1938 erstmals das Mozart-Repertoire gezielt erweitert wurde – eine gewagte kulturhistorische Tat im Lande Shakespeares. Macbeth sollte weitere eindrucksvolle Interpretationen beim Wiederaufleben des Glyndebourne-Gedankens in New York 1941 und nach der Rückkehr nach Europa im Oktober 1947 in Stockholm erfahren.“
Quelle: VHS-Programm der Stadt Siegen