Hilchenbach: Carl-Kraemer-Realschule und Klaus Stötzel engagieren sich für das Gedenken

Stolperstein Reinigung

Gemeinsam engagieren sich die Carl-Kraemer-Realschule und der Stellvertretende Bürgermeister Klaus Stötzel bereits seit Jahren für das Erinnern und Gedenken in ihrer Stadt Hilchenbach.
Fest zum Programm dieser „Arbeitsgemeinschaft“ gehört dabei das Reinigen der „Stolpersteine“ in Hilchenbach. An vier verschiedenen Standorten sind im Hilchenbacher Stadtzentrum insgesamt 12 dieser mit Messingplatten belegten 10 qcm großen Betonsteine zu sehen. Die „Stolpersteine“ erinnern mit einer persönlichen Inschrift an die zwölf während der NS-Zeit deportierten und ermordeten Hilchenbacher Juden. Damit sie den Passanten auffallen haben Schülerinnen und Schüler der Realschule mit Unterstützung des Lehrers Soufian Nafati und von Klaus Stötzel diese Gedenksteine vor kurzem gesäubert.
Am 19. November trat eine weitere Gruppe von Schülerinnen und Schülern zum dritten Mal nach 2016 bei der Gedenkstunde zum Volkstrauertag des VdK-Ortsverbandes Müsen-Dahlbruch auf. Vor dem Ehrenmal in Müsen trugen die Jugendlichen diesmal das Totengedenken vor. Weiterlesen

Gemeinde Burbach versteigert Möbelstücke aus dem Landhaus Ilse

Landhaus Ilse, Quelle: Gemeinde Burbach

Viel Arbeit liegt hinter den Männern des Burbacher Bauhofs. In zahlreichen Arbeitsstunden hatten sie in den vergangenen Wochen und Monaten ein Sammelsurium von Schränken, Stühlen, Tischen, Spiegeln und anderen Einrichtungsgegenständen aus dem im Volksmund “Landhaus Ilse “ genannten Gebäude entsorgt oder fein säuberlich in einer Lagerhalle in Burbach aufgestellt. „Nach wie vor eine große Menge an interessanten Möbelstücken, die sich dort aneinanderreihen“, sagt Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers beim Blick auf die vielen Objekte. „Nun möchten wir sie mit einer Versteigerung an den Mann oder die Frau bringen.“ Dieter Berger, Fachmann in Sachen Antiquitäten, hatte im Vorfeld alle Stücke gesichtet und bewertet. „Wir haben nun unsere Vorstellungen von den Mindestgeboten, mit denen wir ins Rennen gehen wollen“, betont Ewers. „Unter den Hammer kommen die Einrichtungsgegenstände am 18. November.“ Interessierte haben vorab die Möglichkeit, sich die Exponate am 8. November von 17 bis 19 Uhr und am 11. November von 13 bis 15 Uhr anzuschauen. Ausstellungsort ist eine Lagerhalle in der Leimekaute. Eine Beschilderung zeigt Besuchern den Weg. Die Abgabe des (antiken) Mobiliars erfolgt nur gegen Barzahlung und direkter Mitnahme. Außerdem ist der Versteigerungskatalog abrufbar. Weiterlesen

Auftakt des Planungsprozesses „Initiative für die Wasserburg Hainchen“

Mit der Planung zur Realisierung des Freiraums „Rund um die Wasserburg“ startet die Umsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) der Stadt Netphen

Der Rat der Stadt Netphen hat nach einem öffentlichen Diskussionsprozess die Aufnahme der Wasserburg in das o.g. IKEK beschlossen. Der Aufbau eines ländlichen Parks rund um die Burganlage, der Erholungs- und Freiraum für viele Mitbürger aus Nah und Fern sein kann, soll gefördert werden.

1. Bürgerveranstaltung am 26.9.2017, © Kristin Breuer

Am 26.09.2017 hat eine erste Bürgerveranstaltung in der Burgremise stattgefunden, um erste Meinungen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Netpherland für die weitere Konzeption des Parks einzufangen.
Quelle: Stadt Netphen, 26.9.2017 (mit Bildergalerie)

Download: Alexander Wollschläger, Wasserburg Hainchen, in: Westfälische Kunststätten, 1990: 2267_6570_1

Wilfried Lerchstein: 90 Jahre Backesneubau der Backhausgenossenschaft Grissenbach-West

Von links, Anheizer Günter Wagener, Bäcker Dieter Schleifenbaum und Brotkäufer Erhard Michel © W. Lerchstein

„Für die schon seit mehr als 90 Jahren bestehende Backhausgemeinde Grissenbach-West wird das Backesbuch vom derzeitigen Backesschulzen Erwin Müller geführt. Die ältesten Eintragungen stammen aus 1926 und nennen die folgenden 17 Mitglieder: Wilhelm Steuber, Witwe Reinschmidt, Wilhelm Flender, Heinrich Heitze, Jost H. Schmick, Friedrich Steuber, August Schneider, Karl Schäfer, Witwe Müller, Friedrich Weber, Witwe Albert Schneider, Karl Steuber, August Kiehl, August Neuser, Jakob Schmick, Heinrich Müller und Heinrich Kühn. Weiterlesen

Ausstellung „700 Jahre Nikolaikirche“

Zurzeit zeigt das Siegerlandmuseum in der Kleinen Galerie eine Ausstellung zur Geschichte des bekanntesten Siegener Kirchenbaus.

Die spätromanische Hallenkirche mit ihrem einzigartigen sechseckigen Zentralbau und dreischiffigem Langhaus wird im 2. Viertel des 13. Jahrhunderts erbaut. Dem Heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Reisenden und Kaufleute geweiht, gehört sie zu den städtischen Marktkirchen des Mittelalters, die damals von Kaufläden und Krämerbuden umgeben sind. Die Nikolaikirche, Stadtkirche der Grafen von Nassau, ist seit 1530 evangelisch und seit etwa 1580 reformierte Hauptpfarrkirche der Stadt Siegen. Vom 16. bis 19. Jahrhundert dienen im damaligen Satteldach ausgebildeten Räume als Lateinschule.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg erfährt die Nikolaikirche einige Umgestaltungen: Die barocke Turmhaube ersetzt die gotische Spitze, im Inneren werden Emporen eingezogen. Aus Anlass seiner Erhebung in den Fürstenstand lässt der Landesherr, Johann Moritz von Nassau-Siegen, 1658 eine große schmiedeeiserne und vergoldete Krone auf den Turm setzen. Das „Krönchen“ wird zum Wahrzeichen der Stadt. Eine besondere Kostbarkeit im Kirchenschatz ist die vom Fürsten gestiftete vergoldete Taufschale, eine peruanische Silberarbeit aus dem 16. Jahrhundert. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges erhält das markante Gebäude ein neues Westportal nach Entwürfen von Professor Gerhard Marcks.
Quelle: Siegerlandmuseum, Ausstellungen