Flurnamenschilder in Erndtebrück-Schameder


2021 wurden in Schameder die ersten Flurnamenschilder von einigen Mitgliedern des Heimatvereins und geschichtlich interessierten Bürgern aufgestellt. Eine interaktive Karte mit den Standorten der Flurschilder finden Sie auf der Internetseite des Heimat- und Verkehrsvereins Schameder e. V.

Online: Handreichung Gedenkinitiativen des LWL-Museuamsamtes


Neben den Gedenkstätten engagieren sich Vereine, Initiativen und Privatpersonen für die Erinnerungskultur. Die Handreichung Gedenkinitiativen (pdf) gibt Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten und listet Kontaktdaten auf.

Vortrag: „Provinz im Aufbruch. Siegens vergessene Kulturgeschichte“


Bis vor wenigen Jahren haftete an der Stadt Siegen das Ettikett der kulturellen Provinz – trotz der Eröffnung des Museum für Gegenwartskunst (2001) und des Apollo-Theater (2007). Der 1996 im Magazin der Süddeutschen Zeitung erschienene Beitrag „Was ist schlimmer als verlieren? Siegen“ hallte in der bundesdeutschen Öffentlichkeit immer noch nach. Das zum Stereotyp geronnene Etikett war das Produkt eines intellektuellen Diskurses, das sich gegen alle Widersprüche über mehr als vier Jahrzehnte hartnäckig halten konnte.

Der Vortrag des Historikers Dieter Pfau führt zurück in die Siegener Kulturgeschichte der ersten Nachkriegsjahrzehnte. In den 1950er und 1960er Jahren gehörte die Stadt Siegen zu den kulturellen Hotspots der frühen Bundesrepublik. Eine kleine, in Teilen avantgardistische Kulturszene machte mit den Siegener Schlossspielen, den „Gesprächen über der Treppe“ in der Buchhandlung Nohl und den Decollagen Reinhold Köhlers bundesweit von sich reden. Der kultursoziologisch bedenkenswerte, an die Max-Weber-These angelehnte Essay über „Gottes eigenes Geld“ des Journalisten Heinrich Vormweg stand am Anfang des Diskurses, der in das Vorurteil der „kulturellen Provinz“ mündete und eine beträchtliche Wirkung entfaltete.

Wandertalk #4

Der Historiker Dieter Pfau wird Siegens Kulturgeschichte seit den 50er Jahren reflekteren und das Vorurteil der kulturellen Provinz unter die Lupe nehmen.

Wann und wo? 18 Uhr, Spandauerstr. 40, Siegen
Quelle: Wanderspace, Veranstaltungankündigungen

s.a. https://www.siwiarchiv.de/vortrag-provinz-im-aufbruch-siegens-vergessene-kulturgeschichte/

Online: Klaus Vondung: „Verzückungen und Untergänge.

Essays aus vier Jahrzehnten (2023)“

Von Goethes „Wilhelm Meister“ bis zu Martin Walsers „Tod eines Kritikers“, von Herders Begeisterung für die Hermetik bis zu den Zukunftsvisionen des Cyberspace, von der völkischen Religion bis zum Holocaust reicht die thematische Spannweite der in diesem Band versammelten Essays.

Ungeachtet dieser Vielfalt gibt es unterschwellige Verbindungen: Viele Aufsätze beschäftigen sich mit ‚Untergang‘, seien es Katastrophen der Vergangenheit wie dem Erdbeben von Fukushima, sei es die Angst vor dem Weltuntergang durch die nicht mehr aufzuhaltende Klimakatastrophe.
Zugleich aber gibt es den Gegenpol: ‚Verzückung‘ angesichts von Visionen der Vollkommenheit und Schönheit, in der Kunst und in der Lebenspraxis. Die Spannung zwischen diesen Extremen prägt unsere Zeit und unseren Blick in die Zukunft.

Onlineversion auf dem OPUS-Server der Universitätsbibliothek

„Vergiss deinen Namen nicht!“ – Kinderrettungsaktionen im nationalsozialistischen Deutschland

Einladung: Gedenken zum internationalen Holocaust-Gedenktag im Aktiven Museum Südwestfalen am Sonntag, 28. Januar 2024 um 15 Uhr. 

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das KZ Auschwitz. Unter den wenigen Überlebenden befanden sich auch Kinder. Wie in allen Kriegen versuchten die besorgten Eltern schon vor Beginn des Zweiten Weltkrieges und nach 1939 wenigstens ihre Kinder vor dem sich ankündigenden Terror der Nazis zu retten. 

Das Aktive Museum möchte im Rahmen der diesjährigen Gedenkveranstaltung gemeinsam mit der Stadt Siegen besonders den Kindern aus der Region gedenken, von denen nur wenige auf unterschiedlichen Wegen gerettet werden konnten. Viele überlebten den Naziterror nicht.  Weiterlesen

Die Leitung in die Welt: Arbeiten im Telegrafenamt

Friedel Butenhoff, 89, erinnert sich auf Unser Siegen an ihre Arbeit im alten Telegrafenamt. Die Zeitzeugin vermittelte unzählige Ferngespräche aus Siegen rund um die Welt. Die gebürtige Badenerin erzählt, wie sie der Liebe wegen nach Siegen kam, hier gleich Arbeit fand, wie ihre Arbeit „auf Platz 3 im Fernamt“ aussah und wie ihr Arbeitsplatz sich entwickelt hat, als dann der „Selbstwählferndienst“ eingeführt wurde.

Weitere Informationen zur Geschichte des Telegraphenamtes finden sich in folgender regionaler Literatur:
– Siegerländer Heimatkalender 1926, 80-82
– Großes Postereignis in Siegen am 20.06.1894. Reichs-Post- und Telegraphengebäude am Unteren Schloß
eröffnet,Unser HeimatLand, 1969, S. 64 – 65;
– Bau der Reichspost begeisterte Bürgerschaft. Vor 100 Jahren neben dem Unteren Schloß feierlich
eröffnet. Bereits drei Jahrzehnte später zu klein, Unser HeimatLand, 1994, S. 106 – 107;
– Unser HeimatLand, 2001, S. 65 – 66
– Postgeschichtliche Blätter 1974, S. 1 – 23

Vortrag zur Stadtgeschichte: Die Urkunde von 1224 und die Stadtwerdung Siegens

18.01.2024, 19.00 Uhr(Einlass ab 18.30 Uhr), Eintritt ist frei
Atriumsaal, Siegerlandhalle, 57072 Siegen
Referent: Prof. Dr. Mark Mersiowsky

Urkunde von 1224 (HAStK, Best. 210, U 1/97)

Mit Beginn des Jubiläumsjahres wird die dazu Anlass gebende Urkunde von 1224, in welcher Siegen erstmalig als oppdium bzw. Stadt beschrieben wird, in den Blick genommen. Über die Entwicklung der hiesigen Siedlung zur Stadt geben nur wenige historische Quellen wie ein Münzfund aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts Auskunft, was die Bedeutung dieses Schriftstückes noch unterstreicht. Hierin wird die Herrschaft über Siegen zwischen dem Erzbischof von Köln, Engelbert von Berg und den Grafen von Nassau geteilt. Im Rahmen des Vortrages werden die Entwicklungsgrundlagen von der einfachen Siedlung zum oppidum sowie die Motive und Interessen kurkölnischer wie nassauischer Städtepolitik beleuchtet.

s.a. https://www.siwiarchiv.de/vortrag-philipp-dotschev-siegen-die-urkundliche-ersterwaehnung-siegens-als-stadt-1224/

Vortrag: Jochen Grisse: „Aus Erz wird Stahl.

Historische Eisenerzeugung am Beispiel der Eiserner Hütte“
Freitag, 12.1.2024, 19 Uhr, Kapellenschule Siegen-Eisern

Eiserner Hütte (links) und Eisenhardter Tiefbau (rechts) um 1900


Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über die Geschichte der Eiserner Hütte und erläutert Details zur historischen Eisen- und Stahlerzeugung. Kurz wird auf die Öebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen eingegangen. Am Ende erfoögt eine Einordnung der wirtschaftlichen Bedeutung des Siegerlandes als historische Montanregion in Zentraleuropa.

Quelle: Verein Siegerländer Bergbau, Instagram-Account

Video: “ Die Fürstengruft zu Siegen und ihre Wehrgänge“

„Die Siegener Unterwelten gewähren Einblicke in die nicht zugänglichen Bereiche der Fürstengruft. Dabei handelt es sich um Wehrgänge, die sich auf der höhe des Gewölbe der Gruft befinden.“

ehr Informationen zur Fürstengruft finden sich: https://siegener-unterwelten.de/weiteres/die-fuerstengruft

Weiere Beiträge zur Fürstengruft auf siwiarchiv.