100 Jahre Bauhaus – und auch in der Gemeinde Burbach wird gefeiert!

Ein kleines Fest für die ganze Familie am Landhaus Ilse

Das Landhaus Ilse, verwandt mit dem Weltkulturerbe „Haus am Horn“ in Weimar, stellt sich der Öffentlichkeit im Rahmen eines kleinen Festes für die ganze Familie vor. Als großzügige Spende erhielt die Gemeinde Burbach im Jahr 2017 das „Landhaus Ilse“ von dem damaligen Eigentümer-Ehepaar Adenauer.
Das Haus in Burbach wird in seinem derzeitig ursprünglichen Zustand gezeigt, da dies die Geschichte des Hauses am ehesten deutlich macht. In den Räumen rund um den zentralen Wohnraum, welcher dem Landhaus Ilse seinen unverwechselbaren Charakter verleiht, wird es am Festwochenende verschiedene Vorträge angelehnt an das Thema Bauhaus geben.
Am Samstag, 07.09.2019 eröffnet Katrin Mehlich, Kulturbeauftragte der Gemeinde Burbach, um 13 Uhr den Reigen der Vorträge und Führungen mit einer Darstellung „Zur Geschichte des Landhauses Ilse“. Um 14.00 Uhr wird ein Vertreter des Adlerclub Deutschlands die Besucherinnen und Besucher mit dem Vortrag zu „Walter Gropius – ein Architekt als Autodesigner? Die Wiederauferstehung des Gropius Adler erfreuen. In diesem Jahr wird der von Gropius für die Autofirma Adler konzipierte „Standard 8“ wieder auferstehen. Danach wird um 16.00 Uhr Dr. Marlies Obier, Konzeptkünstlerin und Bauhaus-Enthusiastin einen Vortrag zu „Frauen am Bauhaus“ halten. Dabei geht es auch um Alma Siedhoff-Buscher, die in Kreuztal geborene Bauhäuslerin! Weiterlesen

Stadtrundgang: »Wiederaufbau in Siegen«

8.9.2019 11:00, Fissmer-Anlage, Siegen, Michael Stojan

„Während des Bombenhagels am 16. Dezember 1944 und dem darauf folgenden Feuersturm wurde das historische Siegen nahezu vollständig zerstört. Die Stadtrundgang zeigt die Erfolgsgeschichte des Wiederaufbaus Siegens, der aus heutiger Sicht als beispielhafte Lösung im traditionellen Stil betrachtet werden kann. Die Beibehaltung des Stadtgrundrisses, der Parzellierung aber auch die Erhaltung der prägenden Merkmale der Architektur – die steilen Schieferdächer und weißen Wandflächen waren wesentliche Prinzipien der Planungen. Auch die Rekonstruktion der Schlösser, der Kirchen und des Rathauses haben wesentlich zum positiven Image des heutigen Siegens beigetragen.
Der Stadtrundgang am »Tag des offenen Denkmals« wird von Stadtbaurat Michael Stojan begleitet.
Die Teilnehmer können Informationen über die Geschichte des Wiederaufbaus und die aktuellen Auswirkungen der Gestaltungssatzung erwarten.“
Quelle: VHS Siegen, Programm

Wittgenstein 2/2019 erschienen

Inhalt:
Dieter Bald: Caspar und Coridon – Erinnerung an zwei „Mohren“ der Residenzstadt Berleburg im 18. Jahrhundert
Gina Burgess Winning: Die Familie Buchheim in Schwarzenau (Teil III – Schluss)
Georg Braun: Die Vogtei Elsoff
Volker Hirsch/Johannes Burkardt: Das Personenstandsarchiv Westfalen-Lippe übernimmt große Datenbank zur Wittgensteiner Familiengeschichte von Jochen Karl Mehldau

Buchbesprechung:
Ulf Lückel: Christian Brachthäuser, Inventarien dero Closterbücher so zu Siegen. Buchkultur und Spiritiualität der Franziskaner am Beispiel einer spätmittelalterlichen Klosterbibliothek in der Grafschaft Nassau, Groß Gerau 2019.

Linktipp: „Neues Bauen im Westen“

Wohnhaus Meyer

Die Online-Plattform der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und der beiden Landschaftsverbände stellt anhand von 35 Beispielen das sog. „Neue Bauen“ in Nordrhein-Westfalen vor. Neben dem Landhaus Ilse in Burbach wird auch das Wohnhaus Meyer in Siegen vorgestellt.

Zum Gebäude s. a. Olaf Peterschröder: Strategie der Verhinderung? Zur Partizipation des Neuen Bauens in der Provinz Westfalen 1918 – 1933, Karlsruhe 2012.
Zum Bauherren Hermann Meyer s. Traute Fries/Hartmut Prange: „Hier geschieht niemanden Unrecht!“ Zur Geschichte von Dr. Artur und Else Sueßmann und der Familie ihrer Tochter Annemarie Meyer. Eine Dokumentation, Siegen 2010.

11. Detmolder Sommergespräch

Unter dem Titel „Namen, Häuser, Höfe. Traditionsbildung und Traditionsbrüche“ findet am 4. September 2019 das 11. Detmolder Sommergespräch statt , veranstaltet vom Landesarchiv NRW, Abteilung Ostwestfalen-Lippe. Das Tagungsprogramm finden Sie hier. In zwei Sektionen werden die folgenden Aspekte behandelt:

– Namen – Zeichen gesellschaftlichen Wandels. Mit dem Beitrag „Dokumentation von Namen. in deutschen Personenstandsregistern im Wandel der Zeit“ von Monika Treude, Standesamt Bad Laasphe
– Namen – Gegenstand und Problem der Familienforschung

Die Tagung ist kostenlos, es wird eine verbindliche Anmeldung zur Tagung und zur Führung im LWL-Freilichtmuseum gebeten. Anschrift: Willi-Hofmann-Str. 2, 32756 Detmold, E-Mail: owl@lav.nrw.de.

Literaturhinweis zur regionalen, kolonialen Geschichte

Das Stadtarchiv Kreuztal hatte hier unlängst zur Mitarbeit an diesem Aspekt regionaler Kolonialgeschichte aufgerufen. Nun ist Hermann Josef Bauschs umfangreicher Aufsatz „Neu-Dortmund“ in Honduras. Deutsche Kolonialschwärmerei und Bananenanbau an der Mosquitoküste oder: Die Sucht, schnell und bewquem reich zu werden.“, in den Beiträgen zur Geschichte Dortmunds und der Grafschaft Mark, Bd. 109 (2018) erschienen. Eine Leseempfehlung!

Ausstellung: „Werte. Wandel. Weltweit. Das Deutsche Jugendherbergswerk“

Lippisches Landesmuseum, vom 31.August 2019 bis zum 5. Januar 2020

„Die Verbandsgeschichte würdigen und das eigene Wirken reflektieren: Diese Ziele verfolgt das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) mit der Sonderausstellung im Lippischen Landesmuseum in Detmold.
Hintergrund: Im November 1919 wurde das DJH als deutschlandweiter Verein gegründet; und seit 70 Jahren hat der Hauptverband der Jugendherbergen seinen Sitz im lippischen Detmold. Um dieses Doppeljubiläum nicht nur zu feiern, sondern auch aus historischer Sicht zu resümieren sowie einzuordnen, hat das DJH im Februar 2018 eine Forschungskooperation mit dem Historischen Institut der Universität Paderborn geschlossen. In ihr entsteht aktuell eine Fallstudie zum zivilgesellschaftlichen Engagement im 20. Jahrhundert am Beispiel des Deutschen Jugendherbergswerks. Die Ergebnisse der Kooperation werden auf rund 480 m² zu sehen sein. Weiterlesen

Führung durch die Stahlarbeiter-Siedung Wenscht

mit Traute Fries, 29.08.2019, 17:30 Uhr bis 19:30 Uhr, Parkplatz Gaststätte „Bim Käs“, Fichtenweg, 57078 Siegen-Geisweid

„Rückblick auf die Entstehung der Gartenstadt, die von vielen Künstlern mitgestaltet wurde. Besonders thematisiert werden die zahlreichen Kunstobjekte im Wohnumfeld der Gartenstadt aus den 1950/60-er Jahren. Erläutert wird auch das Ringen um die Erhaltungs- und Gestaltungssatzung zur Sicherung der städtebaulichen Eigenart der einstmals ausgezeichnteten Siedlung.“ Zudem kann der Fortschritt der Instandsetzungsarbeiten im Dr.-Dudziak-Park besichtigt werden.
Quelle: Heimatbund Siegerland-Wittgenstein, Veranstaltungskalender

Online: „Die provinzielle Selbstverwaltung Westfalens

Aus Anlaß des fünfzigsten Zusammentritts des Westfälischen Provinziallandtages dargestellt / von Hammerschmidt und den oberen Provinzialbeamten“

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst diese 1909 in Münster erschienene Publikation des westfälischen Landeshauptmannes Wilhelm Hammerschmidt online veröffentlicht.

Wilnsdorf: Unterirdische Maschinenhalle kommt ans Licht

Die imposante Maschinenhalle der Grube Landeskrone ist ein einmaliges Denkmal der frühen Industrialisierung. Im Vordergrund ist die Schachthalle und im Hintergrund das Podest der Dampfmaschine. © Deutsches Bergbau-Museum Bochum/Peter Thomas

Dunkel, nass und sehr beschwerlich war der Weg, den ein wissenschaftliches Team vor drei Jahren nehmen musste, als es den „Tiefen Grundstollen Landeskrone“ bei Wilnsdorf erkunden wollte. In der Maschinenhalle des stillgelegten Bergwerks fauchte einst die erste untertage eingesetzte Dampfmaschine im Siegerland.

Der seit Jahrzehnten verplombte Stollen wurde 2016 im Zuge der Bauarbeiten an der A45 geöffnet und Forschern des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Vereins für Siegerländer Bergbau zugänglich gemacht. Fast einen Kilometer weit mussten sich die Wissenschaftler durch Morast und teilweise brusthohes Wasser kämpfen, bevor sich ihnen die imposante Halle öffnete.

Virtuelles Modell im Museum
Besucher des Wilnsdorfer Museums werden diese industriehistorisch bedeutsame Stätte bald auf wesentlich angenehmere Art und Weise erkunden können, dank moderner 3D-Technologie und der finanziellen Förderung durch LEADER-Mittel. „Die Forscher nahmen 2016 nicht nur Ausgrabungen vor, sondern fotografierten die architektonisch beeindruckende Maschinenhalle lückenlos“, weiß Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck zu berichten. „Aus diesen Aufnahmen werden wir ein virtuelles Modell der unterirdischen Anlage gestalten lassen, das unsere Besucher mit Hilfe einer VR-Brille sehen können, eine spektakuläre Erfahrung“, ist sich die Historikerin sicher. Weiterlesen