
Andreas Schaffer zeigt alte Siegerländer Kuhschellen
28 Juni 20262, 14 bis 17 Uhr, Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße, Kreuztal-Fellinghausen
Quelle: Förderverein Historischer Hauber Fellinghausen e.V., Jahresprogramm

Andreas Schaffer zeigt alte Siegerländer Kuhschellen
28 Juni 20262, 14 bis 17 Uhr, Infozentrum Hauberg, Ende Luisenstraße, Kreuztal-Fellinghausen
Quelle: Förderverein Historischer Hauber Fellinghausen e.V., Jahresprogramm
Eröffnung mit einer Einführung in die Ausstellung, Dienstag, 30.06., 16 Uhr, Vorplatz Kreishaus Siegen-Wittgenstein

Emanuel Lasker, Schachweltmeister von 1894-1921, Nordhausen 2021
Die Ausstellung würdigt mit Hilfe großformatiger skulpturaler Präsentationen den großen Anteil jüdischer Athletinnen und Athleten an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Als Nationalspieler, Welt- oder Europameister, als Olympiasieger oder Rekordhalter zählten sie zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit. Nur weil sie Juden waren, wurden sie im NS-Staat ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt oder ermordet. Weiterlesen
Die Verleihung des Soester Stadtrechts an die Stadt Siegen

Urkunde des Kölner Erzbischofs Wigbold von 1303 (StAS, Best. A, U3)
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 25. Juni 2026, um 18.30 Uhr im Eintrachtsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei!
Medienecho: Weiterlesen

Die Industriekultur ist weit mehr als die Summe historischer Maschinen und staubiger Archive; sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Identität und der tief verwurzelten Heimatverbundenheit der Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein. Als eine der ältesten Industrieregionen Mitteleuropas blickt Südwestfalen auf eine faszinierende Geschichte zurück, die das gesellschaftliche Leben bis heute prägt. Doch so offen und einladend die hiesigen Kulturorte im Kern auch gemeint sein mögen, so oft stehen sie in der alltäglichen Praxis vor unsichtbaren oder ganz konkreten Barrieren. Historisch gewachsene Gebäude, unebene Böden und Treppen erschweren Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen den Zugang. Zudem orientieren sich viele Angebote traditionell stark an einem rein technikaffinen, oft männlich dominierten Publikum, wodurch sich andere gesellschaftliche Gruppen wie Frauen, ältere Menschen oder Mitbürger mit Migrationshintergrund im Alltag häufig nicht optimal angesprochen fühlen.
Genau an dieser Schnittstelle setzen die Freunde historischer Technik Freudenberg e.V. als engagierter Träger des Technikmuseums Freudenberg an. Mit der wegweisenden und im Rahmen des Regionalen Kultur Programms NRW (RKP) geförderten Initiative „Von der Industrie zur Kultur – Räume für alle“ wollen die Verantwortlichen bestehende Hürden systematisch identifizieren, abbauen und die Barrierefreiheit in den Mittelpunkt rücken. Das Vorhaben blickt dabei bewusst über den Tellerrand klassischer Ausstellungsstätten hinaus, indem es neben Museen und historischen Bergwerken auch aktive regionale Industriebetriebe als lebendige Partner einbezieht. Herzstück des gesamten Vorhabens ist der Aufbau des neuen Netzwerks „Offene Orte der Industriekultur Siegen-Wittgenstein“. In diesem engen Verbund entwickeln Träger, Einrichtungen und soziale Organisationen gemeinsam partizipative und regionsbezogene Lösungen, die auf einen intensiven Wissens- und Erfahrungstransfer nach dem Prinzip des Peer-to-Peer-Lernens setzen. Weiterlesen

Die Dissertation nimmt die öffentliche Erinnerung an die Migration im Siegerland seit 1945 in diachroner und vergleichender Perspektive in den Blick und fragt nach den Medien und Praktiken sowie ihrem Stellenwert für die regionale Erinnerungskultur. Zu diesem Zweck kombiniert sie unter anderem Theorien und Methoden der Gedächtnisforschung, der Geschichtswissenschaft und Geschichtsdidaktik sowie der Sozialforschung. Im Fokus der Studie stehen „Flucht und Vertreibung“ aus den Gebieten östlich von Oder und Neiße, die Migration ausländischer Arbeitskräfte, zeitgenössisch als „Gastarbeiter“ bezeichnet, und die Einwanderung von (Spät-)Aussiedlern. Diese Migrationsbewegungen haben in unterschiedlicher Geschwindigkeit und in ungleichem Maße Eingang in die regionale Erinnerungskultur gefunden. Es lassen sich jeweils unterschiedliche (Verlaufs-)Phasen sowie Charakteristika und spezifische Entwicklungen feststellen. Als Synthese der auf die jeweiligen Wanderungsereignisse bezogenen Ergebnisse werden empirisch fundierte Analyseebenen vorgestellt, mit denen Formen der kollektiven Erinnerung an Migration auch außerhalb der Region und über die untersuchten Erscheinungsformen hinweg untersucht werden können. Die äußeren Umstände und die Form der Medien und Praktiken gilt es auf drei Ebenen zu untersuchen: Position im Diskurs, (Un-)Gleichzeitigkeit und Originalität. Vier weitere Analyseebenen zielen auf das Innere bzw. ihren Sinngehalt: Verhältnis von Kultur- und Erfahrungsbezügen, Heimatverständnis bzw. Verhältnis zum Herkunfts- und Zielort, Vorstellungen von Identität und Finalität.

„Im Rahmen des Riedesel-Jahres 2026 weist der Wittgensteiner Heimatverein gerne auf eine besondere Ausstellung im Schaufenster der Wittgensteiner Kunstgesellschaft am Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg hin. Die Wittgensteiner Künstlerin Marianne Seelbach hat bedeutende Bauwerke von Mannus Riedesel – darunter die Ludwigsburg, die Kapelle Sassenhausen, das Haus Stolz, die Raumländer Empore und den Hof Dambach – in beeindruckenden Quilts und Textilarbeiten neu interpretiert.
Während Mannus Riedesel seine Kunstwerke aus Eichenholz schuf, setzt Marianne Seelbach Stoff, Nadel und Faden ein. So entsteht ein ganz neuer Blick auf das Werk eines der bedeutendsten Wittgensteiner Handwerker des frühen 18. Jahrhunderts.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen“
Quelle: Wittgensteiner Heimatvereien, Aktuelles

Themen in diesem Heft (PDF):
Was ist Erschließungsrückstand?
Daten- und KI-Kompetenzen in Kommunalarchiven
Die Gefahr der Sekundären Traumatisierung im Archiv
Bildungsarbeit effizient ausbauen
Der Klimawandel im Büro. Schäden an Archivalien
Schiedsamtsakten als Quelle der Orts-, Rechts- und Sozialgeschichte
Die Fotosammlung des Stadt- und Kreisarchivs Paderborn
Vortrag und Diskussion, Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, Siegen, KrönchenCenter, 1.05 Vortragsraum
Jeder kennt das Wahrzeichen von Siegen, das Krönchen auf der Nikolaikirche und viele kennen auch die Silberne Taufschale. Beides sind Geschenke des Fürsten Johann Moritz von Siegen-Nassau. Doch nur wenigen ist bekannt, dass diese Geschenke eng mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden sind.
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Albert Ludorff, Public domain, via Wikimedia Commons
Der Vortrag informiert über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Geschenken und der Sklaverei. Der Referent, Prof. Dr. Schädler zeigt in seinen Vortrag die Merkmale von Sklaverei und Sklavenhandel auf und verdeutlicht in einem historischen Abriss die Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels sowie die Rolle, die die europäischen Mächte im Zusammenspiel mit den damaligen afrikanischen Eliten dabei spielten. Thematisiert werden die Abläufe der Versklavung und die damit verbundenen ungeheuren Dimensionen von Grausamkeit, aber auch die Profitabilität vor allem der Plantagenwirtschaft in den Amerikas. Mit Verweis auf das ‚goldene Zeitalter‘ der Niederlande, wird ebenfalls verdeutlicht, wie es dem „Militärunternehmer“ Fürst Johann Moritz von Siegen-Nassau, damals Gouverneur für Niederländisch-Brasilien, möglich wurde, die silberne Taufschale und das goldene Krönchen der Kirchengemeinde von Siegen als Geschenk zu überreichen. Der Vortrag soll dazu beitragen, diesen Teil der Siegener Stadtgeschichte transparenter zu machen. Weiterlesen