Paderborner Bistum entsteht vor 200 Jahren quasi neu

Päpstliche Bulle „De salute animarum“ vom 16. Juli 1821 macht Bistum Paderborn zur zweitgrößten Diözese in Preußen

Durch die Päpstliche Bulle „De salute animarum“ wurde im Jahr 1821 das Bistum Paderborn quasi neu gegründet. Das Erzbistumsarchiv verwahrt ein Exemplar dieser Bulle. Foto: Thomas Throenle / Er
zbistum Paderborn

Im Jahr 1999 feierte das Erzbistum Paderborn seinen 1.200sten Geburtstag, denn im Jahr 799 wurde das in Ostwestfalen gelegene Bistum Paderborn bei der Begegnung von Papst Leo III. und Karl dem Großen gegründet. Aber auch am heutigen 16. Juli 2021 kann ein rundes Jubiläum gefeiert werden: Mit der Päpstlichen Bulle „De salute animarum“ – Über das Heil der Seelen – wurde vor 200 Jahren das Paderborner Bistum neu umschrieben und dadurch zum damals zweitgrößten Bistum in Preußen. Papst Pius VII. unterzeichnete am 16. Juli 1821 die Vereinbarung zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Preußen über die Neuordnung der Bistümer in Preußen nach dem Wiener Kongress. Diese veränderte den Zuschnitt des Bistums Paderborn vor 200 Jahren grundlegend und vergrößerte seine Fläche immens. Weiterlesen

Gerhard Stötzel (1835 – 1905) – erster Arbeiter im Reichstag

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Von unbekannt – Bernd Haunfelder: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871-1933. Droste, Düsseldorf 1899, S. 106, PD-alt-100, Link

Literatur und Links
Seite „Gerhard Stötzel“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 17. April 2021, 05:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gerhard_St%C3%B6tzel&oldid=211008991 (Abgerufen: 27. Juli 2021, 08:54 UTC)

-Hatzig, Ewald: Gerhard Stötzel – ein Mann macht Karriere . Vom Grissenbacher Dreher bis zum Reichstagsabgeordneten in Berlin, in: Blick in das Netpherland 43 (2001), S. 32-34
– Haunfelder, Bernd: Reichstagsabgeordnete der Deutschen Zentrumspartei 1871-1933. Düsseldorf 1999, S. 106
– Kleber, Thomas: Gerhard Stötzel: Vom Dreher zum Reichstagsabgeordneten, Grissenbach Aktiv e.V. (Hg) Griessenbacher Lesebuch. 700 Jahre Dorfgeschichte(n), Plaidt 2011, S. 255 -260
– Müller, Hans-Hermann: Familienforschung Stötzel, Nachkommen des Henrich Stotzel [!] aus Walpersdorf, Dillenburg 2009, S. 26
– Schröter, Hermann: Gerhard Stötzel, Reichstagsabgeordneter für den Wahlkreis Essen, Stadt und Land von 1877 – 1905, in: „Münster am Hellweg“, Heft 6-9 (1978) , S. 67-76
– Stambolis, Barbara: „Es lobe den Herrn der Brand der Hochöfen“ Feste der katholischen Arbeiterbewegung zwischen Konfession und Klasse, in: Geschichte im Westen, Jahrgang 14 (1999), S. 8-20.

Archivalien:
Bundesarchiv Berlin B 564 [Biografische Sammlung Deutscher Parlamentarier] Nr. 450, Gerhard Stötzel
Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin, I. HA Rep. 84a, Nr. 49798, Strafverfahren gegen den Redakteur der Zentrums-Zeitung „Rheinisch-Westfälischer Volksfreund“ Gerhard Stötzel (MdR, MdL) in Essen wegen Beleidigung des evangelischen „Rheinisch Westfälischen Tageblatt“ ausgetragenen konfessionellen Gegensätze in Werden, 1889 – 1891
Enthält u. a.:
– Anträge der Zentrumsfraktionen des Reichstages und des Landtages auf Aussetzung des Strafvollzuges gegen Stötzel, Nov. 1889, Febr. 1890
– Bericht der Staatsanwaltschaft Essen auf das Gnadengesuch Stötzels mit Schilderung seines politischen Werdeganges einschließlich seines Vorstrafenregisters und der konfessionellen Auseinandersetzungen in Werden sowie mit Befürwortung der Begnadigungen wegen Stötzels Agitation gegen die Sozialdemokratie, Apr. 1891.

Naturkatastrophen im Juli 2021. Schwere Schäden bei Archiveinrichtungen

Notfallvorsorge und Notfallbewältigung waren in den vergangenen Jahren Themen, mit denen sich der VdA als Fachverband und das Archivwesen intensiv auseinandersetzten. Der „Worst Case“ ist nun eingetreten. In diesen Tagen verfolgt der VdA mit großer Sorge und Bestürzung die Auswirkungen der jüngsten Naturkatastrophen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen und gedenkt der vielen Todesopfer.

Unsere Gedanken sind aber auch bei den Angehörigen und allen, die ihr Hab und Gut verloren haben. Viele Sachgüter sind sicherlich ersetzbar, aber nicht alles! Für viele BürgerInnen sind auch Dinge unwiederbringlich verlorengegangen, die bisher zu Ihrem Leben gehörten und zu denen eine emotionale Bindung bestand: Fotos, Filme und persönliche Dokumente gehören zu jeder Biographie und sind meist nicht ersetzbar Weiterlesen

Online: „National-Zeitung“ (Wittgensteiner Ausgabe) von 1935 bis 1944

Die „National-Zeitung : amtliches Blatt der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei : amtliches Kreisblatt für den Kreis Wittgenstein / Wittgensteiner Ausgabe“ mit den Jahrgängen 1935-1944 ins Netz gestellt worden
Die Darstellung der Zeitung im Portal ist korrigiert worden. Tatsächlich handelt es sich bei der „Wittgensteiner Nationalzeitung“ sowie der „National-Zeitung“ um Fortsetzungen des „Wittgensteiner Kreisblatts“, das mindestens seit 1852 in Wittgenstein erschien, also um ein Zeitungsunternehmen mit sehr langer Laufzeit.
Die Nationalzeitung spiegelt natürlich als NS-Blatt die Propaganda und Ideologie des Regimes wider.
Im Portal ist die Zeitung hier zu finden:
https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/titleinfo/13385721
Quelle: zeit.punktNRW, Facebook-Eintrag v. 10.7.2021

Literaturhinweis: „Koloniale Welten in Westfalen“

Studien und Quellen zur Westfälischen Geschichte, Band: 89, HerausgeberInnen Sebastian Bischoff, Barbara Frey, und Andreas Neuwöhner, 2021

„Nicht nur in den kolonialen Macht- und Handelszentren, auch in der Provinz prägte die Wahrnehmung des Kolonialen den Alltag. So hat die deutsche Kolonialzeit auch in Westfalen und Lippe Spuren hinterlassen: Denkmäler und Straßen ehren koloniale Akteure ,ethnographische Objekte in Museen erzählen von „exotischen“ Welten. Doch zwischen kolonialer und regionaler Geschichte gibt es noch viele weitere, bislang wenig beachtete Bezüge. Die Autorinnen und Autoren dieses mit zahlreichen Illustrationen versehenen Bandes stellen Aus- und Rückwirkungen des Kolonialismus auf das Leben in der westfälischen und lippischen Provinz vor: Die Verflechtungen westfälischer Städte mit dem kolonialen Handel, eine kritische Aufarbeitung von Biographien und Netzwerken kolonialer Akteure, die exotisierende und rassifizierende Zurschaustellung von Menschen sowie den Umgang mit Erinnerungsorten und Sammlungen.“

Regionale Zeitung vor der Digitalisierung

Ausschnitt aus der Startseite des Projektes (Screenshot)

zeit.punktNRW konzentiert sich zurzeit auf die Digitalisierung von Mikrofilmen. Weder in Münster noch in Brauweiler besteht die Möglichkeit, Zeitungen zu digitalisieren, die auf Mikrofiche verfilmt sind. Deshalb wurde jetzt auf einen Auftrag zur Digitalisierung von Mikrofiches an einen Dienstleister vergeben. Es handelt sich um über 12.000 Fiches aus neun nordrhein-westfälische Archiven:

  • Kreisarchiv Euskirchen
  • Stadtarchiv Geseke
  • Stadtarchiv Gladbeck
  • Stadtarchiv Gütersloh
  • Stadtarchiv Hilchenbach: Hilchenbacher Zeitung von 1897 – 1949, ca. 8.100 Seiten
  • Stadtarchiv Lengerich
  • Stadtarchiv Lippstadt
  • Stadtarchiv Minden-Lübbecke
  • Stadtarchiv Viersen

zeit.punktNRW rechnet damit, dass durch diese Digitalisierungsaktion ca. 1.000.000 Seiten zusätzlich in das Portal kommen.

Quelle: zeit.punktNRW, Facebook-Eintrag v. 107.2021