Akten des Bestands Grafschaft Wittgenstein stehen online

Grafschaft Wittgenstein 1803 (LAV NRW W Kartensammlung A Nr. 22040)

Grafschaft Wittgenstein 1803 (LAV NRW W Kartensammlung A Nr. 22040)

Ab sofort können die Akten des Bestands „Grafschaft Wittgenstein“ online eingesehen werden. Dabei handelt es sich um 157 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1721-1916). Die Digitalisate befinden sich unter den jeweiligen Verzeichnungseinheiten in den Findbüchern und können über den LAV-Viewer aufgerufen werden.
Bei dem genannten Bestand handelt es sich um einen kleinen Mischbestand verschiedener Behörden. Die Hauptbestände befinden sich im Fürstlich Sayn-Wittgenstein-Berleburgischen Archiv in Bad Berleburg sowie im Fürstlich Sayn-Wittgenstein-Hohensteinischen Archiv in Bad Laasphe. Die Grafschaft Wittgenstein gelangte 1357 in den Besitz des Hauses Sayn. 1603 erfolgte eine Landesteilung zwischen Wittgenstein und Berleburg. Die 1792 und 1801 gefürsteten Grafschaften wurden 1806 von Hessen-Darmstadt mediatisiert und fielen 1816 an das Königreich Preußen.

Informationsfreiheitsgesetz gegen Archivgesetz

Christian Hauschke weist in seinem Blog infobib auf ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags zum Verhältnis von Informationsfreiheitsgesetz (2006) und Bundesarchivgesetz hin. Seit dem 16. Februar 2016 fertiggestellt ist die Arbeit über den Sachstand zu „Archiv- und Urheberrecht“ (WD 7 – 3000 – 028/16) als PDF verfügbar. Sie befasst sich u.a. mit dem unterschiedlichen Fristen im Bundesarchivgesetz und dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes befasst. Einem Leitsatz gleich kommt das Gutachten bei dieser Fragestellung zu folgender Aussage (S. 8):

“ ….. Nach dem BArchG beträgt die grundsätzliche Sperrfrist zur Einsichtnahme 30 Jahre. Aufgrund des Inkrafttretens des IFG zum 01.01.2006 ist jedoch eine Einsichtnahme auf entsprechenden Antrag hin möglich. Deswegen wird die Sperrfrist von 30 Jahren dispensiert, soweit zuvor eine Einsichtnahme nach dem IFG möglich war. Im Ergebnis bedeutet das, dass die 30jährige Sperrfrist nicht für solche Unterlagen gilt, die nach dem 01.01.2006 an das Archiv abgegeben worden ist. …..“ Weiterlesen

Literaturhinweis: Marcel Lepper/Ulrich Raulff (Hrsg.): Handbuch Archiv. Geschichte, Aufgaben, Perspektive

HbArchivRaulffVerlagswerbung: “ Institution Archiv gestern, heute und morgen. Was macht Archive so wichtig? Als politisches und kulturelles Gedächtnis initiieren und beherbergen sie zum einen Forschung, zum anderen führen sie den öffentlichen Dialog. Die Idee des Archivs und die Institution, Theorie und Praxis, Begriff und Metapher des Archivs werden im Handbuch ausführlich erfasst – die heutigen Funktionen öffentlicher Archive in Deutschland und Westeuropa im globalen Kontext betrachtet. Interessant: der Vergleich mit privaten Praktiken des Sammelns und Erschließens.“

Autoren:
PD Dr. Marcel Lepper, Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik und Leiter des Forschungsreferats im Deutschen Literaturarchiv Marbach, Privatdozent an der Universität Stuttgart
Prof. Dr. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach

ca. 432 S., Gebunden, ISBN: 978-3-476-02099-4

2. Tag der Pfarrarchivare im Erzbistum Paderborn in Attendorn

Beim "2. Tag der Pfarrarchivare" in Attendorn besuchten 38 Archivpfleger des Erzbistums Paderborn auch das Pfarrarchiv von St. Johannes Baptist in Attendorn.

Beim „2. Tag der Pfarrarchivare“ in Attendorn besuchten 38 Archivpfleger des Erzbistums Paderborn auch das Pfarrarchiv von St. Johannes Baptist in Attendorn.

Ich freue mich über die große Resonanz“, begrüßte Dechant Andreas Neuser (Dekanat Südsauerland) die ehrenamtlichen Archivpfleger des Erzbistums Paderborn zum „2. Tag der Pfarrarchivare“ in Attendorn als gastgebender Pfarrer von St. Johannes Baptist. Zugleich würdigte er die Arbeit der Kirchenarchivare: „Kirchenarchive sind ganz wichtig für die Kirche, und es ist gut, dass jemand vor Ort ist, der sich auskennt und einbringt.“

38 ehrenamtliche Archivpflegerinnen und Archivpfleger aus dem Erzbistum waren am Samstag der Einladung nach Attendorn gefolgt, um sich auszutauschen und Neuigkeiten zu erfahren. Erstmals vor zwei Jahren wurde der „Tag der Pfarrarchive“ in Balve durchgeführt. Der Zwei-Jahres-Rhythmus soll auch in Zukunft beibehalten werden. Somit konnte Erzbistumsarchivar Dr. Arnold Otto bereit jetzt bekanntgeben, dass der „3. Tag der Pfarrarchive“ am 3. März 2018 voraussichtlich in Herford stattfinden wird. „Wir möchten auch ihre Arbeit wertschätzen“, richtete sich Dr. Arnold Otto an die Archivpfleger der Gemeinde und Pastoralverbünde, die sich in der Hansestadt auf einen abwechslungsreichen Tag freuen durften und mit einem Gottesdienst am Abend zu Ende ging. Weiterlesen

„Zeitzeugen auf Zelluloid“ zur Filmsammlung Apelt:

„Im Siegerland“ und „Glocken über den Wäldern“
Heute, 16.03.16, 19 Uhr, Siegen, LYZ

120328_ZeitzeugenAufZelluloidIn seiner Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ stellt das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein am kommenden Mittwoch (16.3.) im Siegener Kulturhaus Lÿz zwei regionale Filme aus der Sammlung des Filmemachers Herbert Apelt vor. Die Sammlung wurde gemeinsam mit der in Siegen ansässigen Firma mundus.tv gesichert und wird zurzeit gesichtet. Gezeigt werden der Unterrichtsfilm „Im Siegerland“ (1952) und der Kulturfilm „Glocken über den Wäldern“ (1953). „Im Siegerland“ entstand zeitgleich mit der bekannten Regionaldokumentation „Der Eisenwald“ und wurde für schulische Zwecke bearbeitet. „Glocken über den Wäldern“ ist ein Kulturfilm, der das heutige Südwestfalen von der Soester Börde über das Sauerland bis hin zum Siegerland zeigt. Im Rahmen der Vorführung berichten Kreisarchivar Thomas Wolf und Alexander Fischbach (mundus.tv), über die Sicherung und Bearbeitung der Filmsammlung Herbert Apelt.
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.

68. Westfälischer Archivtag in Lünen. Abstracts:

Im Blog des LWL-Archivamtes für Westfalen sind bereits folgende Abstracts zum heute und morgen stattfindenden Archivtag erschienen:
68WAT
1) Dr. Gerald Kreucher, Karten im Archiv
2) Scheer/Bentler, Führung des Liegenschaftskatasters
3) Dr. Christoph Schmidt, Geobasisdaten und die Herausforderungen der elektronischen Langzeitarchivierung
4) Wilhelm Grabe, Planspiele
5) Dr. Patrick Sturm, Vom Zerfall bedroht – Anforderungen, Erschwernisse und Methoden zur Rettung historischer Baupläne
6) Dirk Elbert, Kleinkunst, Kirmes, Kommunalwahl – Überlegungen zu einem städtischen Sammlungskonzept für die Archivierung von Plakaten
7) Dr. Harald Stockert, Digitalisierung von Großformaten – Methoden und Anforderungen an verwaltungsinterne Kooperationspartner oder Dienstleister

Beamtenkartei in der Datenbank Nassau-Oranien

Werkzeug für regionale Geneaologie und Biographieforschung

Zusätzlich zu den Archivalienverzeichnungen wurde auch die sog. „Beamtenkartei“ in die Datenbank Nassau-Oranien aufgenommen. Diese umfangreiche Kartei, die von Archivaren des Hessischen Hauptstaatsarchivs angelegt wurde und bislang nur auf Karteikarten vorlag, enthält Informationen und Quellenbelege knapp 6000 Beamten der nassauischen Verwaltung vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Enthalten sind neben hohen Regierungsbeamten und Beamten auf Regional- und Ortsebene (Amtmänner, Schultheißen, Förster etc.) auch Hofbediente, etwa Köche, Barbiere oder selbst Pferdejungen, und Militärangehörige. Bei der Übernahme der Daten wurden, entsprechend der zugrundeliegenden Kartei, für jede Person ein eigener Datensatz (Verzeichnungseinheit) angelegt und die einzelnen Datensätze durchnummeriert. Die Einträge bestehen aus dem Namen und – soweit bekannt – näheren Angaben um Lebenslauf und zu Verwandtschaftsverhältnissen. Wertvoll aber ist die Kartei durch uahlreiche Verweise auf Archivalien und weiterführende Literatur, so dass die Forschenden auch einen erstklassigen Einstieg in die Nutzung des so geannten Alten Dillenburger Archiv bietet.
Das Hessische Hauptstaatsarchiv hat anlässlich der virtuellen Rekonstruktion dieses auf Archive in Wiesbaden, Den Haag, Münster, Hannover, Darmstadt und Koblenz verteilten Besandes die Gelegenheit ergiffen, die Angaben auf den oft schwer lesbaren Karteikarten in diese Datenbank zu integrieren. In der bisher nur in Ausnahmefällen den Nutzern vorgelegte Kartei lann somit set November 2015 online recherchiert werden, und darüber hinaus ist es noch möglich, nicht nur, wie bisher, nach Namen sortiert vorzugehen, sondern auch gezielt nach Orten und Ämtern zu suchen. Wer also metzt Hofmünstler oder Wasenmeister ausfindig machen möchte: Die oranische Beamtenkartei machte es online möglich. Einzusehen ist sie im Archvinformationssystem Arcinsys (http://www.arcinsys.hessen.de) in Bestand 3036 Rekonstruktion Dillenburg Archiv unter dem Köassifikationspunkt Verwaltung der nassauischen Grafschaften und Fürstentümer> Zentral>Diener- und Beamtensachen>Personennachweise. Weiterlesen

Akten des Stifts Keppel stehen online

Letzte Seite der Kapitularordnung von 1692 (LAV NRW W Stift Keppel - Akten Nr.1, fol.20)

Letzte Seite der Kapitularordnung von 1692 (LAV NRW W Stift Keppel – Akten Nr.1, fol.20)

Ab sofort können die Aktenbestände des Stifts Keppel online eingesehen werden (http://www.archive.nrw.de/LAV_NRW/jsp/bestand.jsp…). Dabei handelt es sich um die Teilbestände „Stift Keppel, Akten“ mit 34 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1470-1809), „Stift Keppel, Rechnungen“ mit 173 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1542-1841) und „Stift Keppel, Stiftsrentei“ mit 112 Verzeichnungseinheiten (Laufzeit 1600-1872). Die Digitalisate befinden sich unter den jeweiligen Verzeichnungseinheiten in den Findbüchern und können über den LAV-Viewer aufgerufen werden.
Das Stift Keppel wurde 1239 als Prämonstratenserinnenkloster erstmals erwähnt. Nach Einführung der Reformation erfolgte 1594 die Umwandlung des Klosters in ein freiweltliches Damenstift evangelischer Prägung. Infolge des Westfälischen Friedens erhielt das Damenstift eine neue Verfassung und wurde ab 1654 simultan mit vier reformierten und vier katholischen Stiftsdamen besetzt. Katholische und reformierte Äbtissinnen wechselten sich ab und es gab zwei konfessionell getrennte Haushaltungen. 1812 erfolgte die Aufhebung des Stifts Keppel. 1871 wurde im Stiftsgebäude die „Keppelsche Schul- und Erziehungsanstalt“ für Mädchen mit einem Internat errichtet.

Zum 7. Jahrestag des Archiveinsturzes in Köln

Kuball_ArchivKomplex_3Die Initiative ArchivKomplex nimmt den siebten Jahrestag des Archiveinsturzes zum Anlass, der Stadt Köln ein Geschenk zu machen: ein Werk eines international bekannten Künstlers, das die Bedeutung des Ereignisses vom 3. März 2009 für die Entwicklung der Stadt auf eindrucksvolle Weise herausstellt.
Wir laden alle Interessierten herzlich ein, am 3. März 2016 um 13:30 Uhr an der Veranstaltung von „Köln kann auch anders“, um 13:58 Uhr an den beiden Schweigeminuten und anschließend am Ort des Geschehens (vor dem Haus Waidmarkt 2, 50676 Köln) an unserer Aktion „Enthüllung an der Einsturzstelle“ teilzunehmen.
Sieben Jahre nach dem Einsturz fehlt in der Severinstraße jeglicher offizielle Hinweis auf dasEreignis. ArchivKomplex wird daher am Jahrestag diese Erinnerungslücke schließen und der Stadt ein Geschenk übergeben, das wir gemeinsam mit dem Künstler Mischa Kuball vorbereitet haben. Weiterlesen