VdA: Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine


„Der VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. ist bestürzt über den russischen Angriff auf die Ukraine und drückt den Menschen in der Ukraine und insbesondere den dortigen Kolleginnen und Kollegen seine Solidarität aus. Darüber hinaus ruft er die russische Regierung dazu auf, das Kulturgut der Ukraine zu achten und zu schützen.
Die Archivarinnen und Archivare in Deutschland sind fassungslos, was der souveränen Ukraine derzeit widerfährt. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit beim ukrainischen Volk und ganz konkret bei unseren Fachkolleginnen und Fachkollegen in der Ukraine. Der VdA pflegt seit vielen Jahren den Austausch auf Grundlage freundschaftlicher Beziehungen zu den Archivarsverbänden in Osteuropa. Wir sehen unter den aktuellen Umständen die Fortführung unserer friedlichen Zusammenarbeit massiv bedroht.
Unsere Solidarität gilt ebenfalls den Menschen in Russland, welche den Krieg ablehnen und für diese Haltung teils schwere Repressalien hinnehmen müssen.
Der VdA ist Gründungsmitglied von Blue Shield Germany und appelliert daher nachdrücklich an die russische Regierung und die Befehlshaber der russischen Streitkräfte, ihren in der Haager Konvention eingegangenen Verpflichtungen zu folgen und das Kulturgut der Ukraine zu achten und zu schützen. Dazu gehören auch die Dokumente und Archivalien, welche in den ukrainischen Archiven verwahrt werden. Damit schließt sich der VdA der Solidaritätsadresse des Internationalen Archivrates (ICA) vom 25. Februar 2022 vollinhaltlich an, welche vor einerZerstörung des kulturellen Erbes der Ukraine warnt.“
Quelle: VdA, Pressemitteilung, 2.3.2022

Solidarität mit den ukrainischen Archivkolleg:innen

„Der Internationale Archivrat (International Council on Archives [ICA]) möchte in dieser schwierigen Zeit seine Solidarität mit ukrainischen Archiv- und Schriftgutfachleuten zum Ausdruck bringen. Der ICA fordert die Regierung Russlands auf, im Land verbleibenden Fachleuten für Schriftgut- und Kulturerbe keinen Schaden zuzufügen und von der Zerstörung von Schriftgut- und Kulturerbe in Bezug auf das Übereinkommen von 1954 zum Schutz von Kulturgut im Falle eines bewaffneten Konflikts abzusehen .

Das ICA arbeitet eng mit den nationalen Archiven in den Nachbarländern Polen, Litauen, Lettland und Estland zusammen, um diese sich schnell verändernde Situation zu überwachen und den Kollegen vor Ort so viel Unterstützung wie möglich zu leisten und gefährdete Archive zu schützen.

Archive sind ein unersetzliches Kulturerbe und müssen zusammen mit dem engagierten Personal, das ihre Bedeutung, Organisation und Nutzung versteht, geschützt werden.“

Quelle: Internationaler Archivrat, News, 25.2.2022 (engl.) via Archivalia

NRW: Sozialministerium veröffentlicht Studie zum Thema „Verschickungskinder“

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hat heute eine Studie zur Vorbereitung der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Kinderverschickung vorgelegt. Bis in die 1990er-Jahre hinein sind Hunderttausende Heranwachsende aus Nordrhein-Westfalen von staatlichen Stellen zu mehrwöchigen Aufenthalten in Kurheimen, insbesondere an Nord- und Ostsee, verschickt worden.

Ziel sollte dabei eigentlich sein, ihnen Erholung zu verschaffen und ihre Gesundheit zu stabilisieren. Viele dieser ehemaligen „Verschickungskinder“ berichten jedoch von Leiderfahrungen, Misshandlung, menschlicher Kälte und Traumatisierung.

Der nordrhein-westfälische Landtag hat in einem einstimmigen Beschluss am 26. November 2021 die Einrichtung eines Runden Tisches zum Thema Kinderverschickung angeregt. „Unser Land muss und wird sich auch mit den dunklen Kapiteln unserer Landesgeschichte auseinandersetzen. Das sind wir allen voran denen schuldig, denen Unrecht widerfahren ist. Die Studie ist eine gute Grundlage für die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung. Wir werden in enger Abstimmung mit dem Verein der nordrhein-westfälischen Verschickungskinder den Runden Tisch einrichten, um ein Stück weit Licht ins Dunkel zu bringen“, erklärt Minister Karl-Josef Laumann. Weiterlesen

100 Jahre Forschung und Regelwerke im Straßenwesen

Archiv im Werden: das Archiv der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV)

Omnibusbahnhof in Köln 1954, Quelle: Bildsammlung FGSV e.V.

Bei der FGSV handelt es sich um einen technisch-wissenschaftlichen Verein, dessen Gründung auf das Jahr 1924, damals noch unter dem Namen „Studiengesellschaft für Automobilstraßenbau“ (StufA), zurückgeht. Vorrangiges Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Weiterentwicklung der technischen Erkenntnisse im gesamten Straßen- und Verkehrswesen. Der Verein umfasst 2400 Mitglieder, wie etwa Baufirmen und Ingenieurbüros, die in 250 Arbeitsgremien ehrenamtlich vertreten sind. Weiterlesen

Sachstandsbericht zur Wanderausstellung „Museum Mobil. Auf der Suche nach der Geschichte des Landes.“


Ab Herbst 2022 ist das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit einer Wanderausstellung voraussichtlich bis Ende 2026 im gesamten Land präsent. Im Anschluss an die Ausstellung zum Landesjubiläum, die bis zum 28. August 2022 im Düsseldorfer Behrensbau gezeigt wird, besucht die Stiftung nun die Bevölkerung vor Ort. Unter dem Titel „Museum Mobil“ soll die Wanderausstellung mindestens einmal in allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen präsentiert werden. Die Tournee und alle Veranstaltungen in diesem Zusammenhang werden von der Stiftung betreut und mit Kooperationspartnern vor Ort durchgeführt.

Aufgabe
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Online: „Werk und Wir“ (1953 – 1971) – Digitalisierungsprojekt Werkzeitschriften

Astrid Dörnemann vom thyssenkrupp Corporate Archives überreicht Isolde Parussel, Leiterin des Hoesch-Museums, und Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender des Fördervereins „Freunde des Hoesch-Museums“, die Digitalisate der Werkzeitschrift „Werk und Wir“

Neue Heimat auf der Website von thyssenkrupp Corporate Archives. Weitere Zeitschriften-Digitalisate online

thyssenkrupp Corporate Archives startete 2021 ein Projekt zur Digitalisierung eines Teiles seiner Sammlung an Werkzeitschriften von Unternehmen der Stahl-Industrie des Ruhrgebiets. Die ersten Ergebnisse des Projekts sind seit Dezember auf Archive.NRW einsehbar.

Ab sofort findet das Projekt eine neue Heimat auf der offiziellen Website von Corporate Archives. Dort werden in den kommenden Monaten nach und nach alle Ergebnisse des Digitalisierungsprojektes an einem Ort gebündelt präsentiert. Besucherinnen und Besucher können die kompletten Ausgaben der Zeitschriften bis 1971 bequem über den Browser einsehen. Die jüngeren Ausgaben stehen zurzeit noch aus Datenschutzgründen direkt im thyssenkrupp Corporate Archives zur digitalen Sichtung bereit.

Zum Start der Website bietet thyssenkrupp Corporate Archives Besucherinnen und Besuchern nun ganz neu die Jahrgänge 1953 bis 1971 der Werkzeitschrift der Hoesch AG in Dortmund „Werk und Wir“. Eine Kopie des kompletten digitalen Bestands der zwischen 1953 und 1993 erschienenen Zeitschrift erhielt das Hoesch-Museum in Dortmund am 23. Januar 2022.

Zum Heftarchiv „Werk und Wir“

[Die Werkszeitschrift enthält Angaben zu den Hüttenwerken Siegerland AG und zur Blefa Blechwaren und Faßfabrik GmbH Kreuztal ]

Quelle: thyssenkrupp Corporate Archives via NRW-Archivportal, Dienstag, 15. Februar 2022

Forschungspreis für Siegener Historikerin

Die Historikerin Prof. Dr. Reinhild Kreis von der Universität Siegen ist mit dem Rita Süssmuth-Forschungspreis des Landes NRW ausgezeichnet worden.

Toller Erfolg für Prof. Dr. Reinhild Kreis vom Historischen Seminar der Universität Siegen: Sie ist in diesem Jahr Trägerin des Rita Süssmuth-Forschungspreises in der Kategorie „Forschung plus“. Das Land NRW würdigt mit der Auszeichnung exzellente Forschung mit Geschlechterbezug. Im Beisein der CDU-Politikerin und ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth überreichte NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen den Preis jetzt in Düsseldorf. Er wird in zwei verschiedenen Kategorien vergeben: Die Kategorie „Forschung plus“ ist mit 50.000 Euro dotiert, die Kategorie „Impulse“ mit 25.000 Euro – sie geht in diesem Jahr an die Soziologin Dr. Barbara Umrath von der Technischen Hochschule Köln. Weiterlesen