Wie umgehen mit Akten und Daten von Studierenden?

AG der Hochschularchive NRW diskutierte an der Universität Paderborn

Foto (Universität Paderborn, Simon Ratmann): Diskutieren in Paderborn über die Archivierung von Akten und Daten von Studierenden: die Archivarinnen und Archivare der Hochschulen NRWs

Wie sollten Hochschularchive mit Akten und Daten von Studierenden umgehen? Das diskutierten Archivarinnen und Archivare der nordrhein-westfälischen Hochschulen am Mittwoch, 6. März, bei einem Treffen ihrer Arbeitsgemeinschaft an der Universität Paderborn. Das AG-Treffen findet jährlich an einer anderen Hochschule in NRW statt und wurde in diesem Jahr von Dr. Anikó Szabó, Leiterin des Universitätsarchivs Paderborn und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, organisiert. Weiterlesen

Warum #Archivpolitik? Was folgt aus der siwiarchiv-Blogparade:

Offensichtlich sind Archivar*innen vorsichtig und behutsam. Die sparsame Beteiligung an der aktuellen Blogparade lässt dieses Fazit zu. Einschlägigen Beiträgen in der Fachzeitschrift, den prominent besetzten Eröffnungsvorträgen auf deutschen Archivtagen oder einen Diskussionsrunde auf dem ersten deutschen ArchivCamp in Duisburg – wir bleiben diskret, obwohl die Skandale, Merkwürdigkeiten, etc. ….. nicht abreißen: Einsturz des Hostorischen Archivs der Stadt Köln, Verlegung des Staatsarchivs Würzburg nach Kitzungen, verschwundene Geheimdienstakten, Bundeslöschtage, geplante Legalisierung des Verkaufs von kommunalen Archivgut in NRW, die gelöschten E-Mails von Ministerpräsident Mappus in Baden-Württemberg ….. oder zuletzt die Mittelstreichungen für das Archiv für alternatives Schrifttum (afas) in Duisburg. Ganz zu schweigen von dem üblichen Kampf um Ressourcen (Raum, Personal, Geld). Weiterlesen

Hilchenbach: Seit gestern neue Öffnungszeiten für Bücherei, Archiv und Museum

Darius Schürmann hat seine Weiterbildung sehr erfolgreich abgeschlossen. Wie geplant, übernimmt er nun offiziell die Aufgabe als Stadtarchivar. Damit tritt Darius Schürmann die Nachfolge von Reinhard Gämlich an, der bisher noch als Mini-Jobber eine Sprechstunde im Stadtarchiv ermöglicht hatte.

Diese personelle Änderung nimmt die Stadt Hilchenbach zum Anlass, die Öffnungszeiten der Einrichtungen in der Wilhelmsburg zu vereinheitlichen und sie gleichzeitig denen des Rathauses stärker anzupassen.

Seit gestern sind die Stadtbücherei, das Stadtarchiv und das Stadtmuseum werktags wie folgt geöffnet:

Montag von 13 bis 17 Uhr, Dienstag von 13 bis 17 Uhr, Mittwoch von 10 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr sowie Freitag von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr.

Wie das Rathaus ist die Wilhelmsburg nun am Mittwochnachmittag geschlossen und wie das Bürgerbüro bieten die Einrichtungen nun einen langen Donnerstag bis 18 Uhr. Dafür entfällt die lange Öffnung der Stadtbücherei montags bis 19 Uhr. In der Summe werden die Öffnungszeiten durch verkürzte Schließungen in der Mittagszeit mit 21 Stunden beibehalten.
Das Stadtmuseum ist zusätzlich weiterhin sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Stadtverwaltung bittet die Kundinnen und Kunden die neuen Öffnungszeiten beim Besuch der Einrichtungen zu beachten.
Quelle: Stadt Hilchenbach, Aktuelles v.1.3.2019

Zur Fortführung der Arbeit des Stadtarchivs Hilchenbach s. a. siwiarchiv v. 10.7.2018

Das Kellerkind der Kirche

Alt, wertvoll, lebendig, nützlich und gepflegt: das Archiv des ev. Kirchenkreis Siegen


Es führt ein Nischendasein im kirchlichen Alltag. Nicht selten ist es im Keller zu finden, unordentlich und für den Gebrauch ungeeignet. Nur Besonderes findet langfristig seinen Platz in dieser Nische im Keller. So manches wird hinausgeworfen und entsorgt. Was aber seinen Platz in dieser Nische findet, trägt bei zur Identität der Kirche und ihrem Gedächtnis. „Es“ ist das Kirchenarchiv. Kirchengemeinden haben es, die Kirchenkreise und auch die Landeskirche. Eine Fundgrube für die historische Forschung. Hier wird die Frage beantwortet, warum die Kirche so wurde wie sie ist. Weiterlesen

Ausstellung: „Die 60er Jahre – Aufbruch, Umbruch, Neubeginn“

Museum Wilnsdorf, 10. März bis 16. Juni 2019, mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr

Mauerbau und Minirock, Studentenproteste und Schlagermusik: Die 1960er Jahre waren ein Jahrzehnt des tiefgehenden Wandels und starker Kontraste. Zahlreiche politische, gesellschaftliche und kulturelle Umbrüche veränderten die noch junge Bundesrepublik maßgeblich. Dieser spannenden Dekade widmet das Museum Wilnsdorf seine nächste Sonderausstellung, auch um den 50. Geburtstag der Gemeinde Wilnsdorf zu würdigen, die im Jahr 1969 gegründet wurde.

Die Ausstellung wird nicht den Anspruch verfolgen, alle Facetten des aufregenden Jahrzehnts zeigen zu wollen. Vielmehr sollen Schlaglichter auf herausstechende Ereignisse geworfen und die Atmosphäre des Jahrzehnts wiederbelebt werden. Weiterlesen

Zehn Jahre nach dem Einsturz des Historischen Archivs

Stadt Köln zieht Zwischenbilanz

Am heutigen Sonntag werden Stadt Köln, Kölner Verkehrs-Betriebe und verschiedene Organisationen dem Einsturz des Historischen Archives der Stadt Köln am Waidmarkt gedenken. Vor dann exakt zehn Jahren stürzten das Gebäude des Historischen Archivs und zwei benachbarte Wohngebäude im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen des benachbarten Gleiswechselbauwerks für die künftige Nord-Süd-U-Bahn in den Untergrund. Zwei Menschen verloren ihr Leben, Anwohner mussten auf Dauer ihre Wohnungen verlassen, Schulen in Interimsstandorte ausweichen, Bewohner des anliegenden Seniorenheims ihr Heim verlassen, das Quartier Behinderungen hinnehmen, die teilweise noch andauern. Insgesamt 27 laufende Kilometer Archivgut wurden verschüttet und lagen teilweise im Grundwasser. 95 Prozent der Archivalien konnten mit beispiellosem Einsatz von Berufsfeuerwehr, Hilfsorganisationen aber auch freiwilligen fachfremden Helfern geborgen werden. Der finanzielle Gesamtschaden wird aktuell auf 1,3 Milliarden Euro kalkuliert. Die für den anstehenden Zivilprozess zur Schadensregulierung bedeutenden Untersuchungen am Gleiswechselbauwerk werden voraussichtlich in diesem Jahr abgeschlossen, so dass anschließend mit dem Rückbau der temporären Bauwerke und dem aktiven Aufbau der U-Bahn-Strecke begonnen werden kann. Die strafrechtliche Bewertung der Einsturzursache wurde in den letzten Wochen durch verschiedene erstinstanzliche Urteile festgestellt. Danach beruht der Einsturz auf der mangelhaften Ausführung einer sogenannten „Schlitzwand“ zur Absicherung der Baugrube gegen Grundwasser und Erdreich durch die beauftragte Bau-Arbeitsgemeinschaft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig.
Für die Bergung des Archivgutes und anschließend die hochkomplexe Beweissicherung zur Ursachenforschung haben die Stadt Köln und anschließend die Kölner Verkehrs-Betriebe in aufwändigen technischen Verfahren zunächst ein unterirdisches Bergungsbauwerk und danach ein Besichtigungsbauwerk entlang der Schlitzwand errichtet.

Stand Archivalien-Rettung Historisches Archiv Weiterlesen

VHS-Vortrag über AWO-Gründerin Marie Juchacz

Marie Juchacz steht im Mittelpunkt eines Vortrages an der VHS Siegen anlässlich des Weltfrauentages am 8. März, 16.00 Uhr im KrönchenCenter Siegen.

Referentin ist die Literaturwissenschaftlerin und Künstlerin Dr. Marlies Obier, die sich wissenschaftlich und künstlerisch seit Jahren mit dem Leben von Marie Juchacz beschäftigte.

Marie Juchacz war 1919 die erste Frau, die vor einem deutschen Parlament gesprochen hat: »Es ist das erste Mal, dass eine Frau als Freie und Gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, und ich möchte hier feststellen, und zwar ganz objektiv, dass es die Revolution gewesen ist, die auch in Deutschland die alten Vorurteile überwunden hat.« Das waren ihre Worte am 19. Februar 1919 vor der Nationalversammlung in Weimar.

Marie Juchacz gehört zu den großen Politiker/innen Deutschlands. Von 1920 bis 1933 war sie Abgeordnete des Reichstages und kämpfte in der Ersten deutschen Republik für das Ziel der Errichtung eines demokratischen Wohlfahrtsstaates. Sie musste als Sozialdemokratin und politische Gegnerin des Nationalsozialismus 1933 sofort aus Deutschland fliehen. Im Dezember 1919 hatte Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt als übergreifende Organisation gegründet, die sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1949 bis zu ihrem Tode im Jahr 1956 weiter begleitete.

Die VHS Siegen präsentiert aus Anlass des Weltfrauentages außerdem vom 1. bis 31. März 2019 im KrönchenCenter  ausgesuchte Bilder aus den beiden Ausstellungen »Über den Tag hinaus. Eine Erinnerung an Marie Juchacz« (AWO Siegen-Wittgenstein) und »Für eine bessere Welt!« Die ersten Frauen in der Sozialdemokratie (SPD Bundesvorstand).

Die umfangreichen Ausstellungen von Dr. Marlies Obier reisten bereits bundesweit.

Quelle: E-Mailing-Liste „Westfälische Geschichte“ – ein Service des Internet-Portals „Westfälische Geschichte“ des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, Münster