Online-Seminar: „Totenzettel in der Familienforschung“

7. Online-Mittwochstreffen der Westfälischen Gesellschaft für Genealogie und Familienforschung e.V. (WGGF) vom 14.04.2021
Referenten: Norbert Mende und Johannes Kohlstedt


„In vielen Gebetbüchern finden sich Totenzettel – kleine Drucke mit einem Gebet oder Heiligenbild, die aber auch die wichtigsten Lebensdaten eines Verstorbenen nennen. Meistens wurden sie im Rahmen des Requiems an die Trauernden verteilt und anschließend in privaten Gesang- oder Andachtsbüchern aufbewahrt. Heute geschieht es leider oft, dass diese Bücher mitsamt den Totenzetteln bei Haushaltsauflösungen unbeachtet entsorgt werden. Doch für Genealogen bieten die Daten der Totenzettel manchmal noch wertvolle Informationen. Bereits in den 1990er Jahren haben Johannes Kohlstedt und Norbert Mende eine Sammlung aufgebaut, diese in eine Datenbank aufgenommen und auswertbar dargestellt. Mittlerweile ist der Bestand auf fast 60.000 Totenzettel angestiegen.“

Linktipp: Denkmalschutz-Bündnis NRW

Das „Denkmalschutz-Bündnis NRW“ lehnt die geplante Neufassung des Denkmalschutzgesetzes NRW 2021 ab. Die nordrhein-westfälische Landes­regierung hatte den 2020 vorgelegten Entwurf zur Neufassung des Denkmal­schutz­gesetzes nach dem Eingang einer Vielzahl kritischer Stellungnahmen vollständig neu gefasst und im März 2021 eine neue Vorlage veröffentlicht. Im Rahmen der Verbände­anhörung zu dieser Neufassung des Denkmal­schutz­gesetzes NRW wurden u.a. folgende Stellungnahmen veröffentlicht. Für Fragen zu den Inhalten der Stellung­nahmen kontaktieren Sie die teilnehmenden Organisationen und Gruppen.

Jubiläum »125+1 Jahre Motor-Omnibus« kann nicht stattfinden

Das ursprünglich für den 11. bis 13. Juni geplante Jubiläumswochenende „125+1 Jahre Motor-Omnibus“ muss abgesagt werden. Nach der Abstimmung mit den Verantwortlichen für den Buskorso gibt es keine ausreichende Planungssicherheit, das Herzstück der Veranstaltung, zu dem Busse aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland anreisen sollten, auf die Straße zu bringen. Gleiches gilt für das dreitätige Programm mit Bus-Party, Bus-Parade von Deuz nach Weidenau, Heimatabend und Frühschoppen in Netphen sowie der Zukunftsmeile „Mobilität“.

„Schweren Herzens haben wir uns für die endgültige Absage entschieden“, teilt die Veranstaltergemeinschaft bestehend aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen und der Stadt Netphen mit. Im Herbst 2020 sei man noch optimistisch gewesen, das Jubiläum „125+1“ im Frühsommer dieses Jahres feiern zu können. Weiterlesen

Erich Moning (1902 – 1967) – Bürgermeister (1929 – 1945) und Oberkreisdirektor im Siegerland (1946 – 1963)

Erich Moning, Kreistagssitzung 16.11.1956 (Quelle: KrA SI-WI, Bildsammlung)

“Ich kann nicht mit halber Kraft arbeiten” (aus der Trauerrede Heinz Kuhbiers, 18.9.1967)

Im Rahmen der Diskussionen um den Siegener Oberbürgermeister Alfred Fissmer rücken auch weitere höherrangige Kommunalbeamte in den Blick, deren Karriere in der Weimarer Republik im Siegerland begann. Nach dem Landrat Heinrich Goedecke sowie den Amtsbürgermeistern Alexander Hirschfeld und Andreas Vomfell folgt nun ein tabellarischer Lebensweg Dr. Erich Monings:

Familie
• geb. 11.11.1902 in Schwerte/Ruhr, gest. Mi. 13.9.1967 19:45 Uhr in Buschhütten
• Heinrich Moning, Oberbahnassistent in Hagen, Marie geb. Nolte; 1 Bruder; Beamtenfamilie
• 1906 verzog die Familie nach Hagen
• Ev., Konfirmation: Psalm 91
• Seit 14.6.1929 verh. mit Hedwig geb. Ackermann (*30.1.1904, gest. 20.5.1990), 4 Kinder (1 Tochter *1930, 3 Söhne *1932, *1937 und *1935) Weiterlesen

Siegen: Stadtrat berät über einen Tafeltext zu Alfred Fissmer, (Ober-)Bürgermeister von 1919 bis 1945


Am 31. März 2021 legten die Fraktionen von CDU, Grünen, Linken,SPD, UWG und Volt folgenden Text für die öffentlich sichtbar Tafel an der „Alfred Fissmer-Anlage“ als Beschlussvorschlag vor:

„Alfred Fissmer (1878-1966) war von 1919 bis 1945 Bürgermeister und Oberbürgermeister der Stadt Siegen. In seine Amtszeit fallen ein rasantes Wachstum und die Modernisierung der Infrastruktur der Stadt. Er war früh treibende Kraft beim Bau von Zivilschutzeinrichtungen. Das rettete vielen Men-schen das Leben, als die Stadt 1944 durch Bomben schwer zerstört wurde. Diese Leistungen brachten ihm die Anerkennung vieler Siegener*innen ein. Er wurde 1953 zum Ehrenbürger der Stadt Siegen ernannt und bekam das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.
Fissmer machte Siegen schon frühzeitig zum Garnisonsstandort, was auch zur Zerstörung der Stadt durch alliierte Bombenangriffe beitrug. 1933 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP, war förderndes Mitglied der SS und anderer NS-Organisationen. Als Oberbürgermeister und Chef der Polizei trug er während der NS-Diktatur die Verantwortung für die Verwaltung und öffentliche Sicherheit in Siegen und war somit mitverantwortlich für die Geschehnisse in Siegen. Gleichwohl gibt es Berichte, dass er sich für Verfolgte des NS-Regimes eingesetzt hat und immer wieder in Konflikt mit führenden Siegener Nationalsozialisten geriet. Die direkte Teilnahme an den Verbrechen des NS-Regimes konnte ihm nicht nachgewiesen werden.
Bis heute wirft die Rolle Fissmers in der NS-Zeit Fragen auf.“

Die FDP-Stadtratsfraktion schlägt demgegenüber folgende, ausführlich begründete Textfassung vor: Weiterlesen