Ein Haus voller Geschichte

Ehemalige Bewohnerin zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Originalaufnahme von Jutta Fick (geb. Stöcker) im Haus Stöcker. Foto: LWL


Das Haus Stöcker, ein Fachwerkhaus aus Burgholdinghausen (Ortsteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein), wurde fast 90 Jahre lang von Familie Stöcker bewohnt. Heute steht das Haus im LWL-Freilichtmuseum Detmold und erzählt die Bewohnergeschichte der 1950er bis 60er Jahre. Noch besser als durch das Haus als Ausstellungsobjekt lässt sich die Geschichte von ehemaligen Bewohner:innen erfahren.
Hierzu lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag (7.6.) ein. Ab 10.30 Uhr wird Jutta Fick, die Tochter der ehemaligen Bewohnerin Annette Stöcker im Haus vor Ort sein, um für Fragen und Gespräche zum Haus Stöcker zur Verfügung zu stehen, in dem sie selbst als Kind wohnte. Sie berichtet von den Herausforderungen, dem Wandel ländlicher Lebensweisen und der Anpassungsfähigkeit seiner ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 2.6.26

NRW-Ministerium fördert Hilchenbacher Heimat-Werkstatt


Der Dahlbrucher Heimatverein DaHeim und die Hilchenbacher Initiative Zukunft Alter (IZA) freuen sich, dass das NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung mit der Heimat-Werkstatt das Projekt „Historische Hilchenbacher Kochrezepte (HiHiKo) finanziell unterstützt. In dieser Heimat-Werkstatt sollen historische Rezepte modern aufbereitet werden. Dazu werden in Zusammenarbeit mit dem Food Lab der FH Münster unter Leitung von Prof. Dr. Guido Ritter leckere, moderne gesunde und nachhaltige Versionen entwickelt, um die Verknüpfung von Tradition mit Zukunft schmeckbar zu machen. Auch diese Varianten werden in der Heimat-Werkstatt, die von Guido Ritter moderiert wird, in den Hilchenbacher Klimawelten zubereitet und verzehrt. Weiterlesen

vhs culture: Designerinnen im Aufbruch: Von der „Neuen Frau“ zu modernen Gestalterinnen

Di. 17.03.2026, 19:00 – 20:00 Uhr, Online
Nicole Klemens M. A.

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank, 1923 (Nachbau, 1940er Jahre)
Foto: Kalan Konietzko

Die 1920er Jahre brachten Frauen neue Freiheiten – sichtbar in Mode, Möbeln und Typografie. Designerinnen wie Marianne Brandt oder Sonia Delaunay prägten das Bild der „Neuen Frau“ entscheidend. Doch ihre Entwürfe wurden oft unterschätzt oder männlichen Kollegen zugeschrieben.

Wir fragen: Wie veränderten Frauen die Designgeschichte – und welche Spuren ziehen sich von den Avantgarden der Moderne bis zu zeitgenössischen Gestalterinnen?

Der Link zum Web-Vortrag wird Ihnen einige Tage vor Veranstaltungsbeginn per Mail zugesandt.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Kursinfo

Gartenfotos aus dem Siegerland gesucht

Ansicht des ursprünglichen Gartens von Haus Stöcker um 1951.
Foto: LWL

Die kalte Jahreszeit eignet sich gut, um einmal durch die alten Fotoalben zu blättern. Vielleicht findet sich dabei auch das eine oder andere Gartenfoto aus den 1960er Jahren? Das LWL-Freilichtmuseum Detmold sucht aktuell genau solche Fotos und damit verbundene Erinnerungen an die Garten- und Feldarbeit, das angebaute Gemüse, Obstsorten oder das Einkochen.

1964 ist das Haus Stöcker in Burgholdinghausen (Kreis Siegen-Wittgenstein) abgebaut und im September 2020 im Siegerländer Weiler des Museums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) wiederaufgebaut und eingeweiht worden. Nun soll auch ein zeitgemäßer Garten angelegt werden. Das Team des Freilichtmuseums sucht deshalb Fotos aus Siegerländer Gärten aus den 1960er Jahren – von Anlage, Pflanzen, Wegen und Zäunen – um diese zu dokumentieren und zu vervielfältigen. Vorhandene Fotos können als Scan per E-Mail an lwl-freilichtmusem-detmold@lwl.org oder per Post an Dr. Christian Höing, Referatsleiter der Landschaftsökologie, an die Adresse LWL-Freilichtmuseum Detmold, Krummes Haus, 32760 Detmold, gesendet werden. Die Originalabzüge werden nach Durchsicht an die Inhaber:innen zurückgesandt.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 6.3.2026

Ausstellung: „Geschichte im Miniaturformat“ im Museum Wilnsorf


„Die historischen Puppenstuben der Sammlung Surberg bilden bürgerliches Leben aus drei Jahrhunderten ab.
Historische Puppenstuben sind wie Gucklöcher in die Vergangenheit. Sie spiegeln die Zeit ihrer Entstehung wieder oder geben detailgetreue Einblicke in andere Zeiten. Die rund 15 kleinen Kunstwerke der Sammlung Surberg-Röhr schlagen einen Bogen von der Steinzeit bis ins ausgehende 20. Jahrhundert. Die Besucherinnen und Besucher können in dieser Ausstellung ihrer Kindheit nachspüren, überraschende Details aus fernen Zeiten entdecken oder sich einfach an den schönen Schaustücken erfreuen. Mitmach- und Spielangebote für Groß und Klein gehören selbstverständlich zum Programm!
Mit Aktionstag „Spielzeug“ am 22.02.2026!
Der Eintritt ins Haus samt Sonderausstellung kostet 5 Euro für Erwachsene, ermäßigt 4 Euro, für Familien 13 Euro.“
Quelle: Museum Wilnsdorf, Ausstellungsseite

Wittgensteiner Heimatstammtisch: Fürstliche Tradition und Schützenehre

Gustav Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Schützenhauptmann Christian Hainbach
Dienstag, 13. Januar 2026, 18:00 bis 19:30 Uhr, Das Neue CAPITOL, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg

Die Vortragenden erzählen von der besonderen Verbindung zwischen dem Fürstenhaus und dem Schützenverein Berleburg, die seit 1838 besteht. Historisch, persönlich und garantiert mit der ein oder anderen Anekdote, die man so nicht im Geschichtsbuch findet.

Ein Abend für alle, die Tradition nicht verstaubt finden, sondern lebendig, nahbar und erzählenswert. Weiterlesen

Online: Reichs-Kino-Adressbuch 1920/1921


Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf hat vor kurzem einen Band des zwischen 1919 und 1942 nachgewiesen, in Berlin erschienen Adressbuchs online verfügbar gemacht. Für das Kreisgebiet konnten Kinos in Siegen, Hilchenbach und Bad Laasphe nachgewiesen werden.

Siegerland 2/2025 erschienen

Inhalt:
Andreas Bingener: Die Anfänge der Siegener Stadtreinigung im 15. und 16. Jahrhundert, S. 211ff
Frierdich Reuter: Überraschungsbesuch aus Dillnhütten, S. 230ff
Rolf Heetfeld: Die Architekten Johannes Scheppig und Carl Scheppig S. 236ff
Thomas A. Bartholosch: „Radikalinskis aller Sorten, überhaupt Revolutionäre aller Länder“, S. 255ff
Daniel Schneider: Die Schiffsglocke der S.M.S. Westfalen als Relikt des Ersten Weltkrieges im Siegerlandmuseum, S. 262ff
Rüdiger Fries: Versorgungsbomben als Paddelboote Ferndorf und Hüttengräben in Weidanau, S. 273ff
Moritz Wild: Kleinbauernhaus Mittelstraße 9 in Neunkirchen-Salchendorf, S. 282ff Weiterlesen