Museum Wilnsdorf wieder geöffnet

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck, Mitarbeiterin Regina Molsberger und Museumsmaskottchen Mammut Willy freuen sich, wieder Besucher im Museum Wilnsdorf begrüßen zu dürfen. Auch Willy trägt Schutzmaske – bei einem Mammut reicht ein „Rüsselschutz“, da Atmen, Spucken und natürlich Niesen über das gleiche Organ, den Rüssel, erfolgen.

Das Museum Wilnsdorf öffnete am Mittwoch, 13. Mai, wieder seine Pforten und lädt seine Besucher zu einer spannenden und wissenswerten Entdeckungstour ein. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen, gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen!
„Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgehen kann“, sagt Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck. „Ein Museum ohne staunende und begeisterte Gesichter ist eben nicht dasselbe.“ Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Museum Wilnsdorf Mitte März bis auf weiteres geschlossen werden. Trotzdem ging die Arbeit hinter den Kulissen natürlich weiter. Weiterlesen

„Ein gar feiner, gelehrter und gottesfürchtiger Mann“

Stadtarchiv Siegen erinnert an das 400. Todesjahr des Buchdruckers Christoph Corvin (1552-1620)

DE VERITATE RELIGIONIS des französischen Staatsmanns Philippe de Mornay von 1597. Die Titelseite weist Siegen (Sigenae) in der Grafschaft Nassau als Druck- und Verlagsort aus. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivalien aus den Sammlungsbeständen sollen dadurch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird anlässlich des 400. Todesjahres des akademischen Buchdruckers Christoph Corvin (1552-1620) neben der Person an die Bedeutung und Verbreitung des „gedruckten Wortes“ vor knapp vier Jahrhunderten in der Grafschaft Nassau erinnert.

Zweimal wurde die 1584 von Graf Johann VI. „dem Älteren“ zu Nassau (1536-1606) gegründete Hohe Schule von Herborn nach Siegen verlegt. Die universitätsähnliche „Academia Nassauensis“ mit ihren vier Fakultäten und angeschlossenem Pädagogium ließ sich von 1594 bis 1599 und nochmals von 1606 bis 1609 in den Räumlichkeiten des ehemaligen Siegener Franziskanerklosters nieder. Dadurch wurde die universitäre Tradition Siegens begründet. Den ersten Umzug nach Siegen machte auch Christoph Corvin mit. Seine Ende des 16. Jahrhunderts in Siegen hergestellten Bücher auch internationaler Gelehrter dienten der literarischen Versorgung von Hochschulprofessoren und Studierenden. „Das Gewerbe Corvins war ein Gewinn für die Stadt Siegen mit einer Blütezeit des Bildungs- und Verlagswesens“, wie Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv Siegen erklärt. Die vorübergehend in Siegen untergebrachte „Universa Schola Nassovia Sigenensis“ („Hohe Schule Nassaus in Siegen“) mit dem Staatsrechtler und Juristen Johannes Althusius an ihrer Spitze sorgte für einen pulsierenden akademischen Betrieb innerhalb der Stadtmauern. In der Bildungsstätte wurden die von reformierten Theologen und Philosophen angestoßenen Bildungsreformen konsequent weitergeführt. Weiterlesen

Literaturhinweis: Evaldo Cabral de Mello: „Johann Moritz ​Fürst von Nassau-Siegen. Gouverneur des holländischen Brasiliens“

Johann Moritz von Nassau-Siegen – Dieser Name ist in Brasilien selbst heute,
also mehr als 340 Jahre nach seinem Tod, noch vielen Menschen bekannt. Warum ist dies so? Was hat es mit der in der brasilianischen Geschichte fast schon mythischen Figur Nassau auf sich?
Eine Antwort liefert der Historiker, Diplomat und Autor Evaldo Cabral de Mello in diesem Buch. Evaldo Cabral de Mello er­möglicht seinen Lesern und Leserinnen Einblicke in eine hochinteressante und sehr abwechslungsreiche Biografie, wobei er sich auf die Jahre in Brasilien konzentriert.

Geboren 1604 im Dillenburger Schloss und als Schüler in Siegen unterrichtet,führte Johann Moritz ein Leben in vielen Teilen dieser Erde. So studierte er in der Schweiz, ging in das niederländische Heer und ließ sich als Gouverneur, Kapitän und Generaladmiral für das holländische Bra­silien unter Vertrag nehmen. Dort erwies sich er sich als ein Staatsmann von außerordentlichen Qualitäten.
Die aufgeklärte Politik Nassaus ließ in Brasilien einen gewissen Grad von Religions- und Handelsfreiheit zu. Seine Politik zeigte sich auch im Bau von Palästen und Brücken, in der Erschließung von Parks und Gärten. Doch der Auftrag Nassaus hatte in erster Linie merkantilen Charakter. Die holländischen Aktivitäten im Nordosten des Landes stützten sich dabei auf den Sklavenhandel, die Sklavenarbeit und die Zuckerrohr-Monokultur. Weiterlesen

„Winterzeit“ im Museum Wilnsdorf

Neue Sonderausstellung widmet sich der kalten Jahreszeit

Die Sonderausstellung präsentiert u.a. diverse Wintersportgeräte aus vergangenen Zeiten.


Dank elektrischem Licht, Zentralheizung, Fernsehen, Internet, Telefon und Winterdienst hat der Winter heute seinen Schrecken verloren. Aber nur ein paar Generationen in die Vergangenheit geblickt, war die kalte Jahreszeit eine andere, eine mitunter sehr harte Zeit.
„Der Winter zwang zum Rückzug in die eigenen vier Wände, verhinderte Reisen und Kommunikation, konnte dunkel und angsteinflößend sein“, weiß Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck zu berichten. „Diese und andere Erinnerungen wollen wir mit der nächsten Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf wecken“. Weiterlesen

Ausstellung „Vom Bauhaus zum AppHaus – kreative Spielräume gestern und morgen“

Zum Bauhaus-Jubiläum zeigt die SAP bis 28. Mai 2020 mit der Kunstausstellung „Vom Bauhaus zum AppHaus – kreative Spielräume gestern und morgen“, wie eine vor 100 Jahren geschaffene Kreativitätskultur Einfluss bis in unsere heutige Arbeitswelt nimmt.

Das Bauhaus, 1919 in Weimar gegründet um in der Zusammenführung von Kunst, Architektur und Handwerk eine neue Formensprache zu entwickeln, gilt als die einflussreichste Kunst- und Designschule des 20. Jahrhunderts. Bis heute inspiriert das Bauhaus in großem Umfang nicht nur diese drei Disziplinen sondern auch die Art und Weise, wie diese Disziplinen unterrichtet werden. Die pädagogische Lehre am Bauhaus stellt eine Schlüsselstelle für die Entwicklung einer neuen modernen Vision der Kunst- und Wissensvermittlung dar. Die Bauhaus-Meister Walter Gropius und Johannes Itten regten bei ihren Schülern das tief verankerte Bedürfnis des Menschen nach kreativem Ausdruck an und erkannten das weitreichende soziale und gestalterische Potentials des Spiels. Weiterlesen