Archive sind grundlegend für die Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses einer Gesellschaft. Das deutsche Bundesarchiv beherbergt etwa 540 Kilometer Schriftgut, 15 Millionen Bilder und mehr als 60 Petabyte Daten – eine immense Menge an Archivalien, die kontinuierlich wächst. Archivar:innen stehen vor der Herausforderung, den Transformationsprozess hin zum Archiv der Zukunft zu bewältigen, indem sie analoge Bestände digital zugänglich machen und eine sichere digitale Infrastruktur etablieren.
Gleichzeitig birgt die digitale Transformation das Potenzial, dass Archive perspektivisch mehr als nur Gedächtnisinstitutionen sein werden; sie können zur Zukunftsressource werden. Durch die Bereitstellung strukturierter, benutzerfreundlicher und innovativer Daten können Archive Forschung, Verwaltung und Politik in Entscheidungsprozessen unterstützen und den Bürger:innen Meta-Einblicke in die Gesellschaftsgeschichte ermöglichen.
Auf dem Weg hin zum Archiv als Zukunftsressource spielen technologische Innovationen eine entscheidende Rolle.
Possible hat gemeinsam mit der Bundesdruckerei einen Bericht verfasst, der das Ziel verfolgt, aufzuzeigen, wie öffentliche Archive zu Zukunftsressourcen werden können und welche Rolle Technologien dabei spielen. Die vollständigen Erkenntnisse finden Sie im Dokument.
Unser Bericht (PDF) im Überblick
Wie können öffentliche Archive zur Zukunftsressource werden und welche Rolle spielen Technologien dabei? Diese Frage untersuchen wir in unserem Bericht in vier zentralen Kapiteln: Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Publikationen
Online: Elisabeth Grube „Luthers Becher“ (1857)
Die Universität und Landesblibliothek Düsseldorf hat unlängst das 1857 erschienene Gedicht Elisabeth Grubes online verfügbar gemacht.
Zu Elisabeth Grube s. a. auf siwiarchiv: Weiterlesen
Online: Karte der Rhein-Provinz und Provinz Westfalen

Karte der Rhein-Provinz und Provinz Westfalen 5, Wetzlar, 3. Auflage, Berlin 1878
Die Universität- und Landesbibliohtek Düsseldorf hat unlängst das 1850 erstmals erschienen Kartenwerk Wilhelm Liebenows online zur Verfügung gestellt. Für das Kreisgebiet ist das Blatt 5 Wetzlar relevant.
Online: 2026. 700 Jahre Holzhausen

Die Redaktionsmitarbeiter Harri Hermann und Ulrich Krumm haben auf 48 Seiten die vielfältigen Facetten unseres Dorfes eindrucksvoll zusammengetragen. Wichtige Ereignisse der Dorfgeschichte und der Gegenwart werden in Erinnerung gerufen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger
haben interessante Beiträge beigesteuert. In einem werten Gastbeitrag hat sich unser Bürgermeister a. D. Christoph Ewers mit den Zukunftsperspektiven unseres Dorfes beschäftigt.
Ein Blick auf die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sowie Grußworte des Bürgermeisters und des Landrates vervollständigen das Heft.
Die Sonderausgabe des Heimatspiegel Holzhausen zum Jubiläum von Burbach-Holzhausen ist als PDF-Datei auf der Seite des Heimatvereins verfügbar.
Quelle: Heimatspiegel Holzhausen, Heft März 2026, S. 2
LWL-Video: „Schule unterm Hakenkreuz“
„In den 1930er Jahren begleitete der Amateurfilmer Ludwig Müller den Schulalltag seiner Tochter in Plattenberg mit der Kamera. Seine Aufnahmen bieten einen seltenen und anschaulichen Einblick in das nationalsozialistisch geprägte Schulleben der 1930er Jahre. Sie zeigen, wie die Ideologien der Nationalsozialisten den Schulunterricht veränderten, und durch eingesetzte Zwischentitel benennt Müller explizit die nationalsozialistischen Erziehungsvorgaben. Dabei zeigt der Film unter anderem den Geschichtsunterricht, die Schießausbildung und Luftschutzübungen. Für die Veröffentlichung wurde Müllers Stummfilmmaterial etwas gekürzt und durch einen Kommentar thematisch eingeordnet. Das folgende Booklet liefert weitere Hintergrundinformationen zum Film“
Siegener Beiträge 30 (2026) erschienen
„Die Geschichtswerkstatt Siegen legt ihr 30. Jahrbuch vor. Mit 300 Seiten ist es prall gefüllt mit Aufsätzen zur regionalen Geschichte. Sie decken ein breites Spektrum ab und behandeln so unterschiedliche Themen wie Archäologie in Berg [Leander Wilhelm Kühn] und Bunker [Thomas Poggel], nähern sich den Biografien des unternehmerisch tätigen Theologen Tuchtfeld [Johannes Burkardt], des naturkundlich orientierten Lehrers Suffrian [Peter Kunzmann] und des Siegener Fotografen Siebel [Josef Wiesmann] an. Die Zeitgeschichte Siegens bildet mit den Anfängen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) [Bernd Plaum und Torsten Thomas], mit »Siegens neuer Mitte« [Katrin Minner] und mit dem Bunker auf dem Rosterberg einen eigenen Schwerpunkt des Bandes. Dazu zählt in einer gewissen Wese auch der Artikel zu Brambachs Haus [Christian Brachthäuser], der die jahrzehntelangen Forschungen zum Standort von Rubens Geburtshaus in Siegen abschließend zusammenfasst und umfassend präsentiert. Weiterlesen
Umfassende Bibliographie zur Siegener Stadtgeschichte
Zur Geschichte der Stadt Siegen und seiner Ortsteile ist schon viel geforscht worden: rund 6.000 Titel listet ein neues, fast 300 Seiten umfassendes Verzeichnis auf. Das Stadtarchiv Siegen und die Historische Kommission für Westfalen, eine vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe getragene Einrichtung, haben jetzt das umfassende Nachschlagewerk veröffentlicht, das von Christian Brachthäuser vom Stadtarchiv bearbeitet wurde.
Mit der „Bibliographie zur Siegener Stadtgeschichte“ steht für die Suche nach einschlägiger Literatur nunmehr ein umfassendes Hilfsmittel zur Verfügung. Die Bibliographie ist ab sofort in der digitalen Reihe „Materialien der Historischen Kommission für Westfalen“ abrufbar:
Literaturhinweis: Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen (Frieder und Henner, Band 5)
Der Band widmet sich der Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen Siegen als einem der ersten Bildungsbauten auf dem Haardter Berg. Errichtet 1965 bis 1967 von den Architekten Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang (Aachen), Preisträger des 1962 ausgelobten Wettbewerbs, bildet sie den Kern des heutigen Campus Paul-Bonatz-Straße.
Einführend geht es um den Schulbau im Kontext der geplanten Bebauung des Haardter Bergs mit seiner spezifischen Verbindung von Bildungsbauten und Wohnarealen. Thomas Schiffmann rekonstruiert in seinem Beitrag anhand zahlreicher historischer Fotografien das ursprüngliche Erscheinungsbild der Ingenieurschule und stellt erstmals die gestalterischen Qualitäten von Architektur und Innenraumgestaltung dar.
Eva von Engelberg-Dočkal, Petra Lohmann (Hrsg.)
Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen
Mit einem Bitrag von Thomas Schiffmann
Reihe Frieder & Henner #5
Siegen: unversi 2026, 93 S., farbige Abb.
ISBN 978-3-96182-222-5
Quelle: Verlagswerbung
Neue Handreichung der Diakonie Deutschland zu Aufbewahrungsfristen von Akten im Kontext der Hilfen zur Erziehung
Aufbewahrungspflicht „Teil des Leistungsumfangs der Hilfen zur Erziehung“ – nicht der öffentlichen Archive

Foto: Diakonie Deutschland
Ausgangspunkt ist der neu eingefügte § 9b SGB VIII, der im Zuge des „Gesetzes zur Stärkung der Strukturen gegen sexualisierte Gewalt bei Kindern und Jugendlichen“ die Aufbewahrungs- und Einsichtspflichten für Unterlagen aus der Kinder- und Jugendhilfe, sogenannte HzE-Akten, deutlich erweitert. Öffentliche und freie Träger sind nun verpflichtet, Erziehungshilfe-, Eingliederungshilfe-, Heim-, Vormundschafts- und Pflegschaftsakten sowie weitere einschlägige Dokumentationen im Sachzusammenhang bis 70 Jahre nach Vollendung des 30. Lebensjahres der betroffenen Person aufzubewahren und bei berechtigtem Interesse Einsicht zu gewähren. Weiterlesen
Online: „Dynamit im Siegerland – Die Siegerländer Kommunisten vor dem Reichsgericht.“
Broschüre der Internationalen Roten Hilfe aus dem Jahr 1925 jetzt online verfügbar.

„Im Jahr 1923 wurden 15 Kommunisten aus dem Siegerland unter dem Verdacht festgenommen, sich zusammen mit anderen Genossen Waffen beschafft zu haben. 1925 wurden sie vor dem Reichsgericht daraufhin im „Siegerländer Kommunistenprozess“ verurteilt. In ihrer Verteidigung verwiesen die Angeklagten darauf, dass sie einen gewaltsamen Rechtsputsch befürchtet hätten und sich darauf hätten vorbereiten wollen. Tatsächlich hatte der bereits in den Kapp-Putsch involvierte Landrat Heinrich Goedecke 1923 durch seinen vormaligen Assessor Otto Ehrensberger Waffen für Rechtsorganisationen im Siegerland besorgen lassen, was nicht unbekannt geblieben war, wie der damalige SPD-Vorsitzende Fritz Fries später mitteilte.“
Quelle: VVN/BdA Siegerland-Wittgenstein, Fachebook-Eintrag vom 11.3.2026
Literatur:
Ulrich F. Opfermann/Kurt Schilde: „Dynamit im Siegerland“. Der Prozess gegen Siegerländer Kommunisten vor dem Reichsgericht 1925, in: Siegener Beiträge 7 (2002), S. 69-104.

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