Karl-Jürgen Reusch: Zwei Texte zu Johannes Althusius – eine Einladung

Portret van Johannes Althusius, RP-P-OB-16.077Rijksmuseum, CC0, via Wikimedia Commons

Karl-Jürgen Reusch, Siegener Journalist, Politologe und Mitglied der Johannes-Althusius Gesellschaft, stellte siwiarchiv angesichts der Denkmalbestrebungen in Bad Berleburg zwei seiner Texte über den Wittgensteiner Theologen zur Verfügung:

  1. der 2008 in der Beilage „Heimatland“ der Siegener Zeitung mit einer umfangreichen Literaturliste versehenen Beitrag: Reusch2008, und
  2. die 2016 unveröffentlichte Replik auf den im „Heimatland“ erschienenen Beitrag Karl-Wilhelm Dahm „Wilhelm von Oranien und Johannes Althusius – „Heimische Geburtshelfer“evangelisch-reformierter Weltgeltung“: Reusch2016 .

Beide Texte verstehen sich als Einladung, sich auch hier in der Region intensiver mit Johannes Althusius auseinander zu setzen. Wie dies bspw. auf der heute beginnenden II. Tagung zur Konfessionskultur des Reformiertentums in Emden – in Erinnerungen an die Emder Synode von 1571 – mit dem Vortrag „Zu den Wurzeln des Subsidiaritätsgedankens bei Althusius“ von Kęstutis Daugirdas (Emden) geschieht.

„Du bist vom Fürsten-Stamm und gehst ins Kayser-Bluth“

Stadtarchiv Siegen erinnert an den geistlichen Würdenträger Alexis Fürst zu Nassau-Siegen (1673-1734)

Alexis Anton Christian Ferdinand Fürst zu Nassau-Siegen als Domkapitular von Köln. Vorlage: Stadtarchiv Siegen

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Stücke aus den Archivbeständen sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden. In der neuen Ausgabe zeichnet Christian Brachthäuser die Vita eines eher unbekannten Vertreters des Fürstenhauses Nassau-Siegen nach.

Fürst Alexis ist alles andere als eine Randfigur, sondern ein klerikaler Würdenträger von europäischem Format gewesen. In den Spanischen Niederlanden, im Herzogtum Lothringen und in Diensten Kurkölns bekleidete er eine Vielzahl einflussreicher Ämter. Er war Kanzler der Universität Leuven, Domherr in Lüttich, Kommendatarabt von Bouzonville im Bistum Metz, Komtur des Ritterordens von der Göttlichen Ehre unter dem Schutz des heiligen Erzengels Michael und Domkapitular in Köln“, wie der Bibliothekar des Stadtarchivs erläutert. Am 20. September 1728 folgte mit der Ernennung zum Titularerzbischof von Trabzon an der türkischen Schwarzmeerküste wohl der Höhepunkt einer beachtlichen Karriere.  „Es handelte sich zwar nur um einen Ehrentitel, aber immerhin mit historischer Tradition. Trabzon als ehemalige Hauptstadt des mittelalterlichen Kaiserreichs Trapezunt stand zwar seit Mitte des 15. Jahrhunderts unter osmanischer Herrschaft, besaß aber als einer Nachfolgestaaten des Byzantinischen Reiches noch Bedeutung für die katholische Kirche“, so Brachthäuser. Weiterlesen

Wittgenstein Heft 2 / 2021 erschienen

Inhalt:

Paul Riedesel: „Der Tod ist Gast im Haus”: Sterblichkeit im Altkreis Wittgenstein
Marco Hofheinz: Denk-mal! Stellungnahme zur Idee einer „Doppel-Skulptur” für Caspar Olevian und Johannes Althusius auf dem Bad Berleburger Olevianplatz.
Friedrich Opes: Das Rezeptbuch von Georg Wagner
Heinrich Imhof: 500 Jahre Berleburger „Höferlinge” Balde, Melbach und Rohrbach
Wolfram Martin: Jäger, Spinnen – Jagdspinnen
Roland Scholz: Wittgensteins Türen und Tore – (Teil I)

Rezension:
Andreas Krüger: Heimat- und Verkehrsverein Schameder e.V. (Hg.), Die wackere Gemeinde Schameder, Dorfchronik zum 700-jährigen Jubiläum, Schmallenberg 2020

Bezug über Wittgensteiner Heimatverein

Online: Philippis Beiträge zur Siegerländer Wirtschaftsgeschichte (1909)

Kürzlich hat die Universitäts- und Landesbibliothek Münster die 1909 von Frieddrich Philippi herausgegebenen Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte des Siegerlandes online verfügbar gemacht.

Zur Friedrich Philippi s. folgende Beiträge auf siwiarchiv: Weiterlesen

Literaturhinweis: Malte Thießen: „Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Corona-Pandemie“

Erste historische Gesamtdarstellung der Corona-Pandemie. Interdisziplinärer Blick auf Covid-19 als geistes-, sozial-, kultur-, medien- und gesundheitswissenschaftliches Phänomen

„Corona ist die sozialste aller Krankheiten. Sie betrifft alle Menschen weltweit und sämtliche Bereiche unseres Zusammenlebens – allerdings in ganz unterschiedlichem Ausmaß. Malte Thießen macht sich auf eine historische Spurensuche nach den sozialen Voraussetzungen und Folgen der Pandemie, die seit dem Frühjahr 2020 unser Leben beherrscht. Von den Pocken über die »Spanische Grippe« bis hin zu AIDS, Ebola und »Schweinegrippe« entwirft er ein Panorama der Seuchen, die die Welt im 20. Jahrhundert heimsuchten, und gibt Antworten auf die Frage, was die gegenwärtige Covid-19-Pandemie so besonders macht. Dabei geht es nicht nur um Gesundheit und Krankheit, sondern genauso um die Grundsätze unserer Gesellschaft: Wer ist besonders schützenswert, wer eine besondere Bedrohung? Wie ist das Spannungsverhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit, zwischen Zwang und Freiwilligkeit, zwischen uns und den anderen? Das Buch präsentiert damit eine Bestandsaufnahme unserer Gegenwart im Zeitalter der »Neuen Seuchen«: Ist Corona eine Zeitenwende?“

ISBN 9783593514239

Quelle: Verlagswerbung