BMW Stiftung Bald in Erndtebrück kann mit R50 S neues Modell in Ausstellung präsentieren

„Ich freue ich sehr über unsere neue BMW R50 S, die ein weiteres Highlight aus meiner Jugend darstellt und toll in unsere Ausstellung passt. Ich hoffe, dass uns möglichst viele BMW- und Zweiradfans aus der ganzen Welt bald wieder besuchen können. Schließlich kann man schon den Weg zu uns auf den kurvigen Straßen in Siegen-Wittgenstein geniessen.“ – Rudolf Bald, Stiftungsgründer

Über 50 Zweizylinder-Klassiker aus dem Hause BMW können Zweiradfans am 03.10.2020 oder nach Abstimmung in Erndtebrück bestaunen

Zum 25-jährigen Jubiläum konnten Rudolf Bald und seine Stiftungskollegen von Bald’s historischer Fahrzeugschau nun ein weiteres Highlight in der BMW-Ausstellunge in Erndtebrück präsentieren: eine BMW R50 S. Das relativ seltene Boxermodell, von dem Anfang der 60er Jahre insgesamt nur 1.634 Stück hergestellt wurden, hat sich Anfang Mai bei den rund 50 anderen BMW Klassikern eingereiht. Die BMW R50 S aus Baujahr 1960 verfügt über 35 PS, die den Oldtimer auf zwei Rädern auf immerhin 160 km/h beschleunigen. Im Vergleich zum Standardmodell verfügt die S somit um eine Leistungssteigerung zum Standardmodell, das mit 26 PS ausgeliefert wurde. So handelt es sich bei der eigentlich für den US-Markt gedachten, schnell wieder eingestellten Halblitermaschine um eine echte Rarität, gerade in dem erstklassigen Zustand. Der Neuzugang passt somit perfekt in eine der bedeutsamsten Sammlungen klassischer BMW Motorräder, wie sie so in Erndtebrück zu bewundern ist. Weiterlesen

Als „Bufdi“ im Stadtarchiv Siegen bewerben

Das Stadtarchiv Siegen ist seit April 2020 anerkannte Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst. Ab September dieses Jahres kann in der städtischen Kultureinrichtung erstmals ein Freiwilligendienst geleistet werden.
Die Mitarbeit im Stadtarchiv dauert ein Jahr, in dem man die Abläufe in einem Kommunalarchiv und den Umgang mit historischem Kulturgut kennenlernen kann. Der oder die Bundesfreiwillige hilft mit bei der Pflege archivischer Sammlungen sowie der historischen Bildungs- und der Öffentlichkeitsarbeit.
Wer Interesse an Geschichte mitbringt und Lust hat, mit alten Dokumenten zu arbeiten, kann sich beim Stadtarchiv Siegen informieren (Kontakt per E-Mail an stadtarchiv(at)siegen.de) oder sich gleich online über das Portal der Freiwilligendienste Kultur und Bildung bewerben.

Quelle: Stadt Siegen, Pressemitteilung v. 25.05.2020

„Archivpflege in Westfalen-Lippe“ (92/2020) ist online

Das Heft 92 der „Archivpflege in Westfalen-Lippe“ ist  online verfügbar. Neben dem Jubiläum der Bundeskonferenz der Kommunalarchive  bilden Archivbau und Archivmanagement weitere Schwerpunkte des Heftes

LWL: „Museen brauchen starke Fürsprecher“

Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Foto: LWL

Drei Fragen an Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zum neuen Museumsverband NRW

Ein neuer „Museumsverband NRW“ soll aus der westfälischen Interessenvertretung und dem rheinischen Zusammenschluss der Museen hervorgehen (Vereinigung Westfälischer Museen und Verband Rheinischer Museen). Der Museumsverband NRW mit Sitz in Dortmund wird eine hauptamtliche Geschäftsführung bekommen, die Gründung ist für Herbst 2020 geplant. Der LWL, der Landschaftsverband Rheinland und das NRW-Kulturministerium wollen den neuen Verband mit jeweils 100.000 Euro pro Jahr finanzieren.

Frau Rüschoff-Parzinger, was genau soll der neue Verband machen?

Der neue Museumsverband soll den kommunalen Museen, aber auch Häusern in anderen Trägerformen eine starke Stimme verleihen, die in Öffentlichkeit und Politik für die Interessen der Museen in Nordrhein-Westfalen eintritt und ihre zentrale Bedeutung als Orte kultureller Bildung herausstellt.
Und die momentane Krisenzeit zeigt, wie wichtig eine solche Stimme ist. Die Corona-Pandemie stellt die Haushalte der Städte und Kommunen auf eine beispiellose Belastungsprobe und könnte den einen oder anderen Politiker in Versuchung führen, Kürzungen im Kulturbereich als das geringste Übel anzusehen – nach dem Motto: „Kultur – eine freiwillige Aufgabe – brauchen wir in diesen Zeiten nicht“. Der Museumsverband kann hier gegensteuern, in dem er den Wert musealer Arbeit in Politik und Gesellschaft herausstellt und sich für gute Rahmenbedingungen einsetzt.
Außerdem soll der Museumsverband NRW durch eine kontinuierliche, qualifizierte Verbandsarbeit seine Mitglieder weiter professionalisieren und vernetzen. Kooperationen zwischen Museen und anderen Akteuren in Kultur und Bildung, wie zum Beispiel Universitäten, Bibliotheken und Theater, sind hier ebenso denkbar wie transnationale Projekte im grenznahen Raum. Weiterlesen

LWL unterstützt Fusion der Museumsverbände in NRW

„Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wird einen neuen „Museumsverband NRW“ mit jährlich 100.000 Euro unterstützen. Der neue Verband soll aus der westfälischen Interessenvertretung und dem rheinischen Zusammenschluss der Museen hervorgehen (Vereinigung Westfälischer Museen und Verband Rheinischer Museen). Der neue fusionierte Verband für NRW wird zunächst für drei Jahre mitfinanziert. Das beschlossen am Freitag (15.5.) in Münster die Abgeordneten im LWL-Landschaftsausschuss. Weiterlesen

Archivare aus dem Kreisgebiet IV: Ernst Canstein

Neuer Stolperstein in der Schloßstraße in Bad Laasphe

„Es war eine besondere Stolpersteinverlegung am vergangenen Donnerstag in der Bad Laaspher Schloßstraße vor dem Haus Nummer 6. Nicht nur, weil aufgrund der aktuellen Corona-Situation der Rahmen ganz klein ausfallen musste. Sondern auch, weil dieser neue Stolperstein, der 86. in Bad Laasphe, der erste ist, der nicht an ein durch die Nationalsozialisten umgekommenes Mitglied der jüdischen Gemeinde oder der beiden verfolgten Sinti und Roma-Familien erinnert. Mit ihm wird ab sofort für jeden sichtbar Ernst Canstein gedacht, einem Opfer der sogenannten Aktion T4, also der systematischen Ermordung von kranken und behinderten Menschen durch das NS-Regime, die von Januar 1940 bis August 1941 über 70.000 Männer und Frauen das Leben kostete.

Den Anstoß zur diesem Stolperstein hatte – wie schon bei den anderen Steinen – der Bad Laaspher Freundeskreis für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegeben. Der Tag der Verlegung war nicht zufällig. „Heute ist Ernst Cansteins Geburtstag“, erklärte Freundeskreis-Vorsitzender Rainer Becker, als er in einer kurzen Ansprache auf das Leben von Ernst Canstein zurückblickte.

Canstein, geboren am 14. Mai 1867 in Wilhelmshütte im Kreis Biedenkopf, studierte nach dem Abitur Geschichte und Neuere Sprachen in Marburg und wurde nach Stationen in Biebrich und Geisenheim am Rhein schließlich Oberlehrer in Kassel. Nach derzeitigen Erkenntnissen schied er 1920 aus dem Schuldienst aus. In den Folgejahren verwaltete er das Fürstliche Archiv Sayn-Wittgenstein-Hohenstein im Laaspher Schloss. Canstein war unverheiratet und hatte keine Kinder, bis 1934 lebte er mit seiner ebenfalls ledigen Schwester in der Schloßstraße im heutigen Haus Nummer 6. Weiterlesen

Stellungnahme des VdA zur geplanten Umstrukturierung des Stadtarchivs München

Die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste im Münchner Stadtrat hat [im Juli 2019] beantragt, das Stadtarchiv München in ein zu gründendes Institut für Stadtgeschichte einzugliedern.

[Der Antrag war u.a. in der absehbaren Pensionierung des Stadtarchivleiters in diesem Frühjahr begründet. Der Antrag der grünen Stadtratsfraktion wurde nach dem bayrischen Kommunalwahl am 15. März 2020 Bestandteitl der Koalitionsvereinbarung von SPD,Grünen und Volt – s. S. 31.]

Der Fachverband VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat sich mit einer Stellungnahme an den Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt gewandt. Darin appelliert er an den Oberbürgermeister Dieter Reiter, bei einer geplanten Neuaufstellung archivfachliche Standards zu wahren und die Leitungsstelle fachlich zu besetzen. [Offensichtlich ist ein Bestzungsverfahren erfolglosdurchgeführt worden, obwohl archivfachlich geeignete Bewerbungen eingegangen waren.]
Quelle: VdA, Aktuelles 13.5.2020

s. a. „Gegen archivfachliche (Selbst-)Beschränkungen. In München steht ein Stadtarchiv.“ auf augias via Archivalia

Persönliche Anmerkung: Weiterlesen

Museum Wilnsdorf wieder geöffnet

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck, Mitarbeiterin Regina Molsberger und Museumsmaskottchen Mammut Willy freuen sich, wieder Besucher im Museum Wilnsdorf begrüßen zu dürfen. Auch Willy trägt Schutzmaske – bei einem Mammut reicht ein „Rüsselschutz“, da Atmen, Spucken und natürlich Niesen über das gleiche Organ, den Rüssel, erfolgen.

Das Museum Wilnsdorf öffnete am Mittwoch, 13. Mai, wieder seine Pforten und lädt seine Besucher zu einer spannenden und wissenswerten Entdeckungstour ein. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen, gelten besondere Sicherheitsmaßnahmen!
„Wir freuen uns sehr, dass es wieder losgehen kann“, sagt Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck. „Ein Museum ohne staunende und begeisterte Gesichter ist eben nicht dasselbe.“ Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Museum Wilnsdorf Mitte März bis auf weiteres geschlossen werden. Trotzdem ging die Arbeit hinter den Kulissen natürlich weiter. Weiterlesen