Literaturhinweis: „700 Jahre Nikolaikirche in Siegen 1317 – 2017“

Das Buch, das als Band 27 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“ erschienen ist, ist erhältlich bei der evangelischen Nikolai-Kirchengemeinde, Pfarrstraße 2, 57072 Siegen, beim Kreiskirchenamt Siegen / Wittgenstein (Zentrale) sowie in den örtlichen Buchhandlungen.

s. a. Wikipedia-Eintrag zur Nikolaikirche
s.a. Eintrag im Wiki „Zeit.Raum Siegen“

Vortrag „Der streitbare Luther – Ansporn oder Warnung für die Gegenwart?“

06.06.2017, 19:30 Uhr
Hilchenbach, Rathaus, Ratssaal, 1. OG

Prof. Dr. Rainer S. Elkar spricht vor dem Hilchenbacher Geschichtsverein e. V. zum diesem Thema. Der Vortag schließt die Juden- und Bauernthematik ebenso ein wie Luthers Stellung zum Kriegsdienst

Ausstellung „Herborn, Reformationsstadt Europas – Johann Piscator und das Herborner Bibelwerk“

„Herborn – als „Reformationsstadt Europas“ ausgezeichnet –  ist einer von 68 Orten auf dem europäischen Stationenweg, der durch 19 Länder führt. Grund genug, die  bedeutende Leistung des Herborner Bibelwerkes zu beleuchten und die Zeitumstände in Herborn zu schildern.
Der Theologieprofessor Johann Piscator fertigte eine vollständige, neue Übersetzung und Kommentierung der Bibel mit einem Anhang, der die Fundstellen nach Stichworten aufführt und Sachinformationen zur Biblischen Geschichte enthält. Hiermit lieferten Piscator und seine Mitarbeiter nicht nur eine Alternative zu Luthers Version, sondern auch eine sehr wichtige Handreichung für Laien, die keine höhere Schulbildung, sondern „nur“ ein Leseverständnis im Deutschen hatten. Dadurch trug die Herborner Bibel zum Fortschritt im Sinne der Reformation bei.“

Quelle: Museum Hohe Schule Herborn

Ausstellung „Lebendiger Glaube“

Museum Wilnsdorf, 14. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasses. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Beginn der Reformation.

Die Ausstellung „Lebendiger Glaube“ steht ganz im Zeichen Luthers, der Bibel, der Reformation und der Ökumene. Sie ist konzipiert in Zusammenarbeit mit den in der Gemeinde Wilnsdorf vertretenen Konfessionen und wird von mehreren Bausteinen getragen: Weiterlesen

Video: Markus Jung „Glocken der Nikolaikirche zu Siegen“

“ …. Der Turm beherbergt sechs Glocken, von denen fünf aus dem Mittelalter stammen. Vier der Glocken wurden im 14. Jahrhundert gegossen, eine stammt aus dem Jahr 1408. Ein derartiger Bestand ist sonst nur noch im Herforder Münster vorzufinden.[8] In der Turmlaterne hängt seit 1463 die Stundenglocke. Für ihre Herstellung war in der Stadt Metall – Töpfe und Schüsseln – gesammelt worden.[31] Die fünf Glocken des liturgischen Geläuts befinden sich im Glockenstuhl unterhalb der Turmuhr. Die Läuteordnung ist an den Westwänden in der Nähe der Seiteneingänge einsehbar; das volle Geläut aller fünf Glocken ertönt zu Ostern, Pfingsten, Weihnachten und an Neujahr zum Jahreswechsel um Mitternacht sowie zu Konfirmationsgottesdiensten. Die älteste Glocke der Nikolaikirche, die Zeichenglocke aus dem Jahr 1300, ist zugleich die kleinste des Geläuts. Sie schlägt die Viertelstunden. Größte Glocke des Geläuts ist die Sturmglocke von 1335, die einzeln nur bei drohender Gefahr geläutet wurde. Die jüngste Glocke der Kirche, die Jung-Stilling-Glocke, kam im Jahr 1947 auf den Turm. Sie sollte die Abendglocke aus dem Jahr 1408 ersetzen, die 1919 einen Sprung bekommen hatte. Die Abendglocke konnte nach langjährigem Verbleib im Siegerlandmuseum im Jahr 1993 repariert werden und läutet seitdem wieder jeden Abend um 19 Uhr auf dem Turm. Weiterlesen

»13. Siegerländer Kirchentour«

Exkursion in Siegens Norden am 8. April

Zu der Exkursion „13. Siegerländer Kirchentour“ lädt der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein am Samstag, 8. April 2017, in den Norden der Kreisstadt Siegen ein. Die Teilnehmer treffen sich um 10:00 Uhr an der Evangelischen Christuskirche, Hainbuchenweg 1, in Siegen-Weidenau.

Zunächst steht die Besichtigung dieser Kirche auf dem Programm, danach statten die Teilnehmer der Katholischen Heilig Kreuz Kirche in Siegen-Weidenau einen Besuch ab. Weiter geht es zur Evangelischen Haardter Kirche. Im Anschluss wird die Katholische Kirche „St. Joseph“ in Weidenau besucht, in der auch ein Orgelspiel zu hören sein wird.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im „Gründel’s“ (Gasthaus in Geisweid) werden noch die Katholische Kirche „St. Marien“, die Evangelische Kirche Wenscht und die Evangelische Talkirche Klafeld besichtigt. Das Ende der Veranstaltung ist gegen 16:30 Uhr geplant. Die Besuche der einzelnen Kirchen finden jeweils unter fachkundiger Führung statt.

Eine Anmeldung zur „13. Siegerländer Kirchentour“ ist bei der Geschäftsstelle des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein e.V. (Koblenzer Straße 73, Siegen, Telefon 0271 333-2325 oder per E-Mail: heimatbund@siegen-wittgenstein.de erforderlich. Bitte angeben, ob die Teilnahme am Mittagessen gewünscht ist. Die Exkursion ist für Mitglieder des Heimatbundes kostenfrei, für alle anderen Teilnehmer fällt ein Beitrag von 5 Euro an. Die Kosten für das Mittagessen trägt jeder persönlich.

Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Pressemitteilung, 21.03.2017

Vortrag: „Wie die Reformation in das Siegerland kam“

20. April 2017, 18:30 in Siegen, KrönchenCenter, Markt 25

Wilhelm „der Reiche“ Graf zu Nassau, Katzenelnbogen, Vianden und Diez (1487-1559). Vorlage: Stadtarchiv Siegen

In der neuen Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ wird der aus Wilgersdorf stammende Pfarrer Dr. Tim Elkar von der evangelischen Kirchengemeinde Erndtebrück nachzeichnen, wie die Reformation ins Siegerland kam. Der Beitrag zum Reformationsjubiläum 2017 wird zunächst die historische Ausgangslage im Siegerland vor Einführung der Reformation erläutern und in einer vergleichenden Betrachtung darlegen, wie die kirchliche Erneuerungsbewegung in anderen Landesteilen in Westfalen abgelaufen ist. Wie der Referent ausführen wird, ist die Reformation immer prozesshaft gewesen und niemals ein rein punktuelles, singuläres Ereignis – so auch im Amt Siegen. Hier zeichnete Landesherr Wilhelm „der Reiche“ Graf zu Nassau, Katzenelnbogen, Vianden und Diez (1487-1559) als zentrale Figur für die Einführung der lutherischen Reformation verantwortlich. Auch im Siegerland war die Reformation ein religiöser Prozess aus vielen Einzelereignissen und Protagonisten. Unter Johann VI. Graf zu Nassau (1536-1606) wandte sich das Siegerland dann dem Reformiertentum zu. Pfarrer Elkar wird die Reformation jedoch nicht nur aus dem Blickwinkel der Landesherrschaft betrachten, sondern auch ihre Bedeutung für die Volksfrömmigkeit hinterfragen. Wie lässt sich die Reformation im alltäglichen Leben der Menschen nachweisen? Abschließend wird sich Pfarrer Elkar der Frage zuwenden, was nach 500 Jahren Reformation geblieben ist, und bei Bedarf gerne für eine Diskussionsrunde zur Verfügung stehen. Weiterlesen

„Wie die Reformation in das Siegerland kam“

Rückblick auf einen Vortrag

Das Siegerland gilt als evangelisch geprägter Landstrich. Aber natürlich war das nicht immer so – die vor 500 Jahren ganz neuen Ideen der Reformatoren mussten zunächst ihren Weg in die Region finden. Wie es dazu kam, darüber hielt Pfarrer Dr. Tim Elkar jetzt einen fachlich anspruchsvollen Vortrag im Gemeindehaus Oberfischbach. Elkar ist Pfarrer in Erndtebrück und hat seinen Doktor unter anderem in Kirchengeschichte gemacht.

Pfarrer Dr. Tim Elkar aus Erndtebrück erklärte in seinem anspruchsvollen und informativen Vortrag, wie die Reformation im Siegerland Fuß fasste. Foto: Stefanie Bald

Anfänge unter Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Der Herrscher, der die Reformation ins Siegerland brachte, war Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg. Denn ob, wann und wie sich ein Landstrich der Reformation anschloss, entschied allein der dortige Machthaber – längst nicht immer aus rein religiöser Motivation. „Die Geschichte der Reformation hat viel mit Macht und Politik zu tun“, stellte Elkar klar. Nach der Meinung der Gläubigen wurde nicht gefragt.
Trotz der alleinigen Entscheidungsgewalt des Grafen wurde die Reformation keine Hau-ruck-Aktion, sondern ein langer Prozess. Reste der althergebrachten Volksfrömmigkeit hielten sich zunächst und nicht zuletzt fehlten anfangs schlicht einige nötige Strukturgeber, z.B. Pfarrer, Gesangbücher und der für das Siegerland so prägende Heidelberger Katechismus, der erst ab 1581 verbreitet wurde.
Auch Graf Wilhelm selbst trieb die Reformation nicht konsequent voran. Zwar verbot er schon 1518 (nur ein Jahr nach Luthers Thesenanschlag) den Ablasshandel in seinem Herrschaftsbereich. Andererseits stiftete er noch 1528 einen neuen Altar für die Siegener Martinikirche und erwog eine Heirat mit einer katholischen Frau. Schließlich aber heiratete er Juliana von Stolberg, die aus einem lutherisch geprägten Gebiet stammte. Diese Hochzeit beschleunigte die lutherisch geprägte Reformation des Siegerlandes. 1537 entsteht die Nassauer Kirchenordnung und das neue Amt des Superintendenten soll künftig die Schnittstelle zwischen weltlicher und kirchlicher Macht bilden. Weiterlesen

Broschüre zum Reformationsjubiläum: „Evangelisch im Siegerland“

Präsentierten die Broschüre „Evangelisch im Siegerland“: Superintendent Peter-Thomas Stuberg (l.) und Pfarrer Dr. Martin Klein, Vorsitzender des theologischen Ausschusses. Foto: Stefanie Bald

Pünktlich zum Reformationsjubiläum ist eine Broschüre erschienen, die kompakt und leicht verständlich die Reformation im Siegerland zum Thema macht: „Reformation – evangelisch im Siegerland“. Seit 2014 hat der theologische Ausschuss des Ev. Kirchenkreises Siegen daran gearbeitet; Pfarrer und Religionswissenschaftler haben die Texte geschrieben. Die Broschüre ist keine umfassend-detaillierte Geschichtslektion – vielmehr wollen die Autoren einen Standort bestimmen und zur Diskussion über Gegenwart und Zukunft anregen.

Siegerländer Spezialitäten
Die Broschüre ist in drei Teile gegliedert. Teil eins heißt „Schlaglichter aus 500 Jahren“. Er zeigt an ausgewählten Beispielen, warum das Siegerland so wurde, wie es ist: Wie kam die Reformation hierher? Warum liegen mitten in einer evangelisch geprägten Region einige überwiegend katholische Orte? Warum gibt es neben der evangelischen Kirche so viele Gemeinschaften, Versammlungen und freie Gemeinden? Weiterlesen

Vortrag „Zwei Jesuitenpatres aus Netphen, ihre Herkunft und ihr Wirken in Amerika und den spanischen Niederlanden“.

Freitag, 10. März, 20 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)

Ewald Hatzig spricht vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.