Quellen zur fürstlich oranisch-nassauischen Jagd- und Forstgeschichte online

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen folgende Publikationen online verfügbar gemacht:

1. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Amts- oder Forstjäger, Hadamar 1801
2. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Förster, Hadamar 1801
3. Vorläufige Instruktion für die fürstlich Oranien-nassauischen Oberförster, Hadamar 1801
4. Uebersicht der Forst- und Jagd-Geschäften, nach ihrer Zeitfolge mit Erinnerungen an die fürstlich Oranien-nassauischen Forstbedienten, in Absicht ihrer instruktions- und verfassungsmäßigen Dienstobliegenheiten, Hadamar 1801

Schriftsteller, Skandale, Politik … „Vorwärts“ online

Digitalisierung des „Vorwärts“ von 1876-1933

Einem Tweet der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge wird in den digitalisierten Vorwärts-Ausgaben vor allem nach Schriftstellern, Skandalen und Poltik gesucht. Dies kann man wohl sich auch um regionale Betreffe ergänzen. Ein Suche mit den Ortsnamen aus dem Kreisgebiet verlief bereits erfolgreich:

Screenshot

Erste Informationen zum Digitalisierungsprojekt
„Am 1. Oktober 1876 erschien der „Vorwärts“, die bedeutendste periodische Publikation der deutschen Sozialdemokratie, zum ersten Mal. „Sozialistengesetz“, Erster Weltkrieg mit der Spaltung der SPD und die Machtübernahme der Nationalsozialisten – in der Geschichte des „Vorwärts“ spiegeln sich diese und alle weiteren politisch-historischen Ereignisse des Deutschen Kaiserreichs und der Weimarer Republik. Entsprechend groß war und ist das Interesse an einer allgemein zugänglichen digitalen Ausgabe. Weiterlesen

Ausstellungseröffnung „200 Jahre rheinische und westfälische Kreise“

Vorgestern wurde die Ausstellung des Landkreistages NRW „200 Jahre rheinische und westfälische Kreise. Von der preußischen Obrigkeit zur bürgerlichen Selbstverwqaltung“ im Foyer des Siegener Kreishauses durch Landrat Andreas Müller eröffnet. Nachfolgend vermitteln bilder einige Eindrücke von der Veranstaltung und der Ausstellung.
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Vortrag „Als Wittgenstein preußisch wurde – 200 Jahre Kreis Wittgenstein“

19.5.2017, 19:00, Altes Landratsamt – Stadtbücherei, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg

Landratsamt Berleburg Quelle: Stadtarchiv Bad Berleburg


Man kann sich den Einschnitt vor 200 Jahren gar nicht groß genug vorstellen: Nicht nur die Landes-grenzen änderten sich. Der Landesherr war jetzt ein preußischer König und sehr weit weg, eine neue Währung kam, ein ganz neues politisches System erschütterte die Grundfesten des Lebens jedes einzelnen. Nach und nach besserte sich aber auch einiges: Straßen wurden gebaut, so etwas wie Steuergerechtigkeit hielt Einzug. Über die einschneidenden Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Wittgensteiner Bevölkerung wird zu reden sein.
Im reich bebilderten Vortrag führt Frau Dr. Black-Veldtrup, Landesarchiv NRW, durch die Anfänge der Geschichte des Kreises Wittgenstein und setzt spannende Akzente auf die Bedeutung dieser Veränderungen für die Bevölkerung. Ein Streifzug durch 200 Jahre, mit einem Blick auch auf die Kommunale Neugliederung.

„Die Kugeln flogen und pfiffen derart um den Kopf herum…“

Louis Ernst auf einem 1866 angefertigten Porträt als Soldat (Vorlage: Familie Ernst, Frechen)

– Die Feldpostbriefe des Siegener Bürgers Dr. Louis Ernst aus dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866″
Ludwig Burwitz, Siegen; Olaf Wagener, Kreuztal; Armin Nassauer, Siegen, im: Siegener Forum, Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte am 18. Mai 2017

Der so genannte „deutsche Krieg“ zwischen Preußen und seinen Verbündeten auf der einen und Österreich und seinen Bundesgenossen auf der anderen Seite steht im Mittelpunkt der kommenden Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“. Gleich drei Referenten werden sich am 18. Mai 2017 um 18.30 Uhr im KrönchenCenter der Biografie des auch heute noch bekannten Siegeners und seiner Kriegserlebnisse widmen.

Während des Feldzugs hielt der Siegener Bürger Dr. Louis Ernst seine Angehörigen in der Heimat durch regelmäßige ausführliche Berichte auf dem Laufenden. Etwa jeden zweiten Tag verfasst Ernst einen Brief, insgesamt über fünfzig während der viermonatigen Kampagne. Nach seiner Rückkehr bindet er diese zu einem Buch, seiner persönlichen Kriegschronik. Rund 150 Jahre später findet der Siegener Antiquar Armin Nassauer dieses Büchlein und überträgt die handgeschriebenen Briefe in eine dem heutigen Zeitgenossen vertrautere (Computer-) Schrift. 2016 haben die drei Referenten die Briefe, die heute im Kreisarchiv verwahrt werden, als Buch herausgegeben. Weiterlesen

Literaturtipp: „Unsichtbar. Vietnamesisch-Deutsche Wirklichkeiten“

„Die Geschichte der Boatpeople, die Ende der 1970er Jahre vorwiegend aus dem Süden Vietnams in die alte Bundesrepublik flüchteten, sowie die der „Vertragsarbeiter_innen“, die aus dem Norden Vietnams stammen und ab 1980 in der ehemaligen DDR arbeiteten, sind wenig bekannt.
Auch das rassistische Pogrom von Rostock-Lichtenhagen vor 25 Jahren ist nahezu in Vergessenheit geraten. Inzwischen werden die Vietnames_innen in der deutschen Öffentlichkeit als die „Lieblingsmigrant_innen“ wahrgenommen, gelten sie doch als „fleißig“, „erfolgreich“ und „integriert“.
Trotz oder gerade wegen ihres positiven Images bleiben ihre vielfältigen Schicksale und Geschichten jedoch oft unsichtbar. Weiterlesen

Buchvorstellung „Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe

– Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg“

Die Historische Kommission für Westfalen und die Stadt Bad Berleburg laden alle Interessierten zur Vorstellung des abschließenden Teilbandes „Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe – Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg“ für Mittwoch, den 3. Mai 2017, um 19.00 Uhr, in die Stadtbücherei im Alten Landratsamt, Poststraße 42, 57319 Bad Berleburg sehr herzlich ein.

Anlässlich der Buchvorstellung und der Projektpräsentation durch Prof. Dr. Wilfried Reininghaus gibt es zwei interessante Vorträge zum jüdischen Leben in Wittgenstein. Zunächst berichtet Dr. Johannes Burkardt über „Jüdische Gemeinschaften in Wittgenstein“ und anschließend widmet sich Prof. Dr. Wilfried Reininghaus dem Thema: „Die Anleihen Wittgensteiner Grafen bei Juden“. Beide Vorträge geben auf anschauliche Weise Einblicke in das jüdische Leben in Wittgenstein. Weiterlesen