Wilhelm Ludwig Fürst zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein – ein tabellarischer Lebenslauf

Jugend / Ausbildung (1770-1792)
• Wilhelm Ludwig Georg wurde am 9. Oktober 1770 im Schloss Wittgenstein geboren.
• Er hatte 12 Geschwister
• Durch die Tradition der gräflichen Familie war es selbstverständlich, dass Wittgenstein eine gute Ausbildung erhielt, welche in befähigte, eine seinem Rang entsprechende Stellung zu erwerben.
• Von 1786-1788 studierte er zusammen mit seinem älteren Bruder Friedrich Karl Jura und Staatswissenschaften.
• Danach führte er selbst einige Prozesse für seinen Vater am Reichskammergericht in Wetzlar
• 1789 erhielt Wittgenstein das Patent eines Geheimen Rats und den kurpfälzischen Löwenorden aus Schwetzingen.
• 1791 wurde er zum kurpfälzischen-bayerischen Geheimen Rat ernannt Weiterlesen

Von wilden Mädchen, Paul McCartney und viel Kultur

Buch zum Lÿz erschienen
Reblog von siwikultur, 27.6.2017

v.l.n.r. Landrat Andreas Müller, Cornelia Sauer, Wolfgang Suttner

Am Anfang stand der Besuch von Lyzeum-Schülerinnen aus Anlass Ihres Abiturjubiläums: Ehemals „höhere Töchter“ besuchten ihre historische Wirkungsstätte – das heutige Kulturhaus Lÿz – und Kulturreferent Wolfgang Suttner war begeistert von ihren Geschichten über das Haus. Unter diesen Schülerinnen war die Autorin Cornelia Sauer, Journalistin aus München und Zeitzeugin des legendären Lÿz-Schülerinnenstreiks von 1969, die anbot, dieses wichtige gesellschaftspolitische Geschehen Siegens zu beschreiben.
Herausgekommen ist nun ein aufwändig gestaltetes und illustriertes Buch, das neben Cornelia Sauers Aufarbeitung des Schülerinnenstreiks viele weitere Geschichten rund ums Lÿz enthält. So hat der Siegener Journalist Raimund Hellwig mit vielen Zeitzeugen gesprochen und untersucht in seinem Beitrag die gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Umstände, die zur Gründung des Technologiezentrums und später des Lÿz führten. Oder Herausgeber Wolfgang Suttner beschreibt rückblickend, wie der Ex-Beatle Paul McCartney das ehemalige Mädchengymnasium besuchte. Darüber hinaus enthält das Buch eine Chronologie, die die Geschichte des Hauses von 1819 bis heute zusammenfasst.

„Von wilden Mädchen, Paul McCartney und viel Kultur – Das Lyzeum in Siegen“ ist ab morgen in den Buchhandlungen im Kreisgebiet Siegen-Wittgenstein unter ÍSBN 978-3-944157-29-0 zum Preis von 15,- € inkl. MwSt. erhältlich.

Literaturhinweis: „Film- und Tondokumente im Archiv

Vorträge des 76. Südwestdeutschen Archivtags am 16. und 17. Juni 2016 in Bad Mergentheim“

„Die Archivierung von Film- und Tondokumenten gewinnt angesichts des Übergangs von analogen zu digitalen Speichermedien und dem damit einhergehenden Anwachsen von AV-Materialien aller Art für Archive, Bibliotheken und Museen an Bedeutung. Auf dem Südwestdeutschen Archivtag in Bad Mergentheim 2016 haben sich Praktiker aus verschiedenen Archiven und Experten für die Erhaltung von analogen und digitalen Film- und Tondokumenten über Probleme bei der Erhaltung, Digitalisierung und Zugänglichmachung von audiovisuellem Kulturgut ausgetauscht.

Bearbeiter
Kurt Deggeller war Leiter der Schweizer Nationalphonotek und Direktor von MEMORIAV, dem Schweizer Netzwerk zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes und ist heute selbstständig tätiger Berater für audiovisuelle Archive.
Dr. Peter Müller ist Geschäftsführender Präsident des Südwestdeutschen Archivtags und leitet im Landesarchiv Baden-Württemberg die Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg.“

Die Publikation enthält einen Beitrag zur Rettung der Filmsammlung Apelt.
Verlag W. Kohlhammer 2017, 91 Seiten, 10,– Euro
Aus der Reihe Sonderveröffentlichungen des Landesarchivs Baden–Württemberg
Eine Publikation des Landesarchivs Baden–Württemberg.
Zu beziehen über den Buchhandel

Quelle: Landesarchiv Baden-Württmeberg, Publikationen

Johannes Heesters, Inge Meysel & Co. in Siegen

Handschriftlicher Eintrag in dem Autogrammbuch von 1964.

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse, bislang unbekannte Aspekte oder bemerkenswerte Archivstücke in den Sammlungsbeständen sollen dadurch vorgestellt werden. In der neuen Ausgabe wird ein Autogrammbuch aus dem Umfeld der Kulturgemeinde Siegen e.V. präsentiert, das zwischen 1963 und 1966 geführt wurde. Die Unterschriften namhafter Künstlerinnen und Künstler zeigen, dass die Kulturarbeit unter dem „Krönchen“ bereits wenige Jahre nach Eröffnung von Bühne der Stadt Siegen und Siegerlandhalle Früchte trug. Weiterlesen

Literaturhinweis: „700 Jahre Nikolaikirche in Siegen 1317 – 2017“

Das Buch, das als Band 27 der Reihe „Beiträge zur Geschichte der Stadt Siegen und des Siegerlandes“ erschienen ist, ist erhältlich bei der evangelischen Nikolai-Kirchengemeinde, Pfarrstraße 2, 57072 Siegen, beim Kreiskirchenamt Siegen / Wittgenstein (Zentrale) sowie in den örtlichen Buchhandlungen.

s. a. Wikipedia-Eintrag zur Nikolaikirche
s.a. Eintrag im Wiki „Zeit.Raum Siegen“

Freudenberg im Zeitgeschehen 1/2017 erschienen

Inhaltsverzeichnis:
Bernd Brandemann: Kriegskassenraub 1796, S. 3
Claus Wentz: Ein wenig Postalisches von Freudenberg, S. 15
HeinzFischbach: Vor 200 Jahren Westfalens Oberpräsident in Hohenhain, S. 23
Red.: Pfarrer Gotmar Theimann (Nachruf), S. 29
Teo Schwarz: Straftaten in Oberfischbach im 19. Jahrhundert, S. 31
Erika Irle: Die Wickeltante. Anekdote aus Büschergrund, S. 39

Karte der Haupttouristenwege im Sieger-, Sauer- und Wittgensteiner Land

Ein Beitrag zum #IAD17 #archivestourism

In den digitalen Sammlungen der Universität und Landesbibliothek Münster wurde unlängst folgende Veröffentlichung „Routennetz der Haupttouristenwege, der wichtigsten Fahrstrassen sowie der Eisenbahn- und Postlinien im Sauerlande“ (Arnsberg 1896) des Sauerländischer Gebirgsvereins online gestellt

Literaturhinweis: Dieter Pfau: „Kreisgründungen Siegen & Wittgenstein 1816-17 im Jahr ohne Sommer“

Dieter Pfau hat im Auftrag des Heimatbundes Siegerland-Wittgenstein eine 44 Seiten starke Broschüre zu den Gründungen der Altkreise Siegen und Wittgenstein vorgelegt. Neben der Einordnung in den historischen Kontext stellt die Broschüre erstmals die bisherigen Ergebnisse der Forschungen zu den Gründungen der beiden Kreise zusammen. Ein Ausblick auf die „Region auf dem Weg in Moderne“ schließt die Publikation ab. Ein Quellen- und Literaturverzeichnis erlaubt die Überprüfung und regt zur weiteren Forschung an.
Das sorgsam gestaltete und ansprechend bebilderte Heft kann über die Geschäftsstelle des Heimatbundes bezogen werden.

Literaturhinweis: Dieter Pfau: „200 Jahre Geschichte des Kreises Olpe 1817-2017“

Mit der Gründung des Kreises Olpe 1817 beginnt die nicht immer reibungslose Eingliederung der anfangs fast ausschließlich katholischen Bevölkerung ins protestantische Preußen, die um 1871 in den Kulturkampf mündet. In dieser Zeit beginnt der Übergang von einer vormodernen, noch landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft zur modernen Industriegesellschaft. Das Gefühl der gleichberechtigten Zugehörigkeit zum Deutschen Kaiserreich stellt sich erst während der Hochindustrialisierung um die Jahrhundertwende ein, als sich der Kreis zu einem Industriekreis mit hohem Anteil landwirtschaftlichen Nebenerwerbs entwickelt.

Im Mittelpunkt des Buches stehen die ersten hundert Jahre der Geschichte des Kreises Olpe im 19. Jahrhundert, die detailreich, anschaulich und spannend geschildert werden. Die zweiten hundert Jahre des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts werden in ihren Grundzügen und Entwicklungslinien zusammengefasst. Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen und Illustrationen, ist farbig gedruckt und hochwertig ausgestattet.

Das Buch kann im Kreisarchiv, bei den kommenden Jubiläumsveranstaltungen sowie im Buchhandel erworben werden: ISBN: 978-3-00-054727-0, Preis: 39 €.

Quelle: Kreis Olpe

Eine kurze Geschichte des Altkreises Wittgenstein.

[Anm.: Im Druck erschienen in Siegener Zeitung, Beilage „Heimatland“ am 3.6.2017]

Das Gebiet des Altkreises Wittgenstein  war spätestens seit der frühen Neuzeit Teil der Grafschaft Wittgenstein, die zuletzt in die Linien Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Sayn-Wittgenstein-Hohenstein geteilt war. Im Jahre 1806 fielen die mittlerweile gefürsteten Gebiete zunächst an Hessen-Darmstadt. In dieser Zeit mussten die Einwohner der beiden Gebiete die Steuerabgaben sowohl  an die alten Herrschaften als auch an die neue Herrschaft Hessen-Darmstadt aufwenden, was zu einer weiteren Verarmung der ohnehin schon wirtschaftlich benachteiligten Bevölkerung führte.

Bei der Neuordnung des Deutschen Bundes führten Proteste der Bevölkerung gegen diese Doppelbelastung dazu, dass beide Gebiete durch einen Vertrag zwischen Österreich, Preußen und Hessen-Darmstadt vom 30. Juni 1816 an Preußen fielen. Der Großherzog von Hessen und Rhein hatte die Grafschaften Wittgenstein-Wittgenstein und Wittgenstein-Berleburg an den König von Preußen abgetreten. Am 18. Juli 1816 erfolgte die formelle Besitzergreifung der Grafschaft Berleburg-Wittgensteins durch Caspar Joseph v. Biegeleben für Preußen. Einen Tag darauf erfolgte die Übergabe der Hoheitsgewalt in den Grafschaften Sayn-Wittgenstein an den Vertreter Preußens.

Beide Länder wurden daraufhin von der neuen Herrschaft zum Kreis Berleburg zusammengefasst und zunächst eine Zuordnung zum Regierungsbezirk Koblenz in der Provinz Großherzogtum Niederrhein erwogen. Weiterlesen