Wittgenstein Heft 1 / 2018 erschieben

Inhalt:
Adele Krebs (†): Todesahnen – Nachwort von Ulf Lückel
Ulf Lückel: Heinz Strickhausen (†)
Heinz Strickhausen (†): Die Odeborn – Der Fluss – Wasser für Kunstwiesen – Brücken und Stege im Raum Berleburg Teil 1
Paul Riedesel: Die Wilhelm-Sauer-Straße in Bad Berleburg: Die Person hinter dem Namen
Gerhardt Hundt: 175 Jahre Gesangverein Erholung-Germania 1842 Bad Berleburg. Die „Erholung“, ein Bürger-Gesangverein – eine Reise in die Vergangenheit
Friedrich Opes: Das erpresste Geständnis. Szenisches Spiel über einen fiktiven Prozess mit wahrem Hintergrund
Andreas Wahl: Die alte Mühle und der Nachtwächter zu Wunderthausen
Hans Wied: Sagen und Märchen – aufgezeichnet von Daniel Kuhn – Teil 2

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Ginsburg im Doppel-Jubiliäumsjahr 2018

Wilhelm der Schweiger plante vor 450 Jahren auf seiner Festung die Befreiung der Niederlande – der wiederaufgebaute Bergfried wurde vor 50 Jahren seiner Bestimmung übergeben.

Die Ginsburg ist ein „Denkmal von nationaler Bedeutung“, so Paul Breuer, Vorsitzender des Siegerländer Burgenvereins e. V.. An diesem Platz schrieb man europäische Geschichte. Vor 450 Jahren, am 31. März des Jahres 1568, traf sich Prinz Wilhelm I. von Oranien-Nassau mit seinen Brüdern und weiteren Offizieren auf der Ginsburg zu geheimen Verhandlungen, in denen es um die Befreiung der Niederlande von der spanischen Besatzungsmacht ging. Mit dem sich anschließenden Aufbruch des dritten Heerbands von der Ginsberger Heide aus begann der achtzigjährige Krieg, die Utrechter Union und letztendlich erfolgreiche Freiheitskampf der Niederländer.

Ende August des Jahres 1968 – vor 50 Jahren – wurde der wieder erstandene Bergfried der Ginsburg seiner Bestimmung übergeben. Damit fand die Restaurierung der historischen Burgruine ihren Abschluss. Die Burg, 1255 erstmals erwähnt, war im 17. Jahrhundert verfallen. 2002 übertrug das Land die Anlage dem Siegerländer Burgenverein. Weiterlesen

Literaturhinweis: Chronik „Katholisches Glaubensleben in Deuz im Laufe der Jahrhunderte“

Im April dieses Jahres ist es 50 Jahre her, dass der Neubau der katholischen St. Matthias-Kirche hier in Deuz fertig gestellt wurde. In den 1980er Jahren wurde das Gemeindezentrum mit dem Bau eines Pfarrheims (1982) und des Glockenturmes (1988) komplettiert. Bereits 1928, also vor 90 Jahren wurde die heute nicht mehr bestehende Vorgängerkapelle als erster rein katholischer Kapellenneubau im Siegerland nach der Reformation eingeweiht. Auch in den Jahrhunderten davor gab es ein katholisches Glaubensleben in Deuz. Hierüber berichtet die 144-seitige, durch zahlreiche Bilder aufgelockerte Chronikbroschüre (Auflage 300 Exemplare) im DIN A4-Format mit Klebebindung, die Wilfried Lerchstein im Auftrag des Katholischen Kirchenvereins St. Matthias Deuz e.V. erstellt hat.

Die Chronik ist u.a. beim Kirchenvereinsvorsitzenden Alexander Weber, Siegtalstraße 18, 57250 Netphen, Tel. 02737/226780 und Email: alex.weber46@t-online.de sowie beim Verfasser Wilfried Lerchstein, Heideweg 8, 57250 Netphen, Tel. 02737/209527 und Email: lercwi@web.de für 14 Euro erhältlich.

Weitere Informationen: Infoflyer zur Broschüre

Vortrag: Dr. Ulrich F. Opfermann / Torsten Thomas: „Widerspruch und Widerstand im Nationalsozialismus“

Protestkundgebung in Holzhausen am 12. August 1932 während der Beisetzung des ersten Opfers des nationalsozialistischen Terrors im Siegerland. Der Sozialdemokrat Siegfried Betz war am 25. Juli 1932 von der SA angeschossen worden und erlag am 8. August 1932 seinen Verletzungen (Vorlage: Heimatverein Holzhausen).

Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 19. April 2018, um 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Dr. Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Torsten Thomas ein Internetprojekt vorstellen, das die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Siegerland-Wittgenstein erstellt hat. Der Vortrag widmet sich in zum Teil sehr detaillierten Kurzbiografien den Frauen und Männern in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in Widerspruch und/oder im Widerstand zum Nationalsozialismus standen. Viele von ihnen waren Verfolgung, Misshandlung und Haft ausgesetzt. Die Verfolgung konnte im Tod enden. Jede Biografie wird durch präzise Quellenangaben ergänzt. Im Vortrag werden das Projekt als Ganzes und einige Biografien exemplarisch vorgestellt. Weiterlesen

LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ) begründet neue Publikationsreihe

Im Arbeitsalltag des LVR-AFZ, im Rahmen der archivischen Fachausbildung sowie in Kooperationsprojekten mit verschiedenen Partnern entstehen immer wieder kleinere Abhandlungen, Qualifikations- und Projektarbeiten, die als Beiträge zu aktuellen Themen archivischer Arbeit auch für einen breiteren Kreis von Rezipientinnen und Rezipienten von Interesse sind. Um solche Arbeiten adäquat publizieren und präsentieren zu können, hat die Archivberatung eine neue Reihe begründet: „Archivistik digital“.
Als elektronische Publikationen sind die Bände von „Archivistik digital“ ab sofort das Medium der Wahl, um zeitnah Arbeitsergebnisse zu präsentieren, die an Umfang und Bedeutung über einfache Handreichungen, Mitteilungen oder Empfehlungen hinausgehen. Die Reihe tritt ergänzend neben die Archivhefte, in denen das LVR-AFZ weiterhin Tagungsdokumentationen und monographische Arbeiten präsentieren wird.
Der erste Band präsentiert einen Leitfaden zum Urheberrecht, den die Juristin Alexandra Zilles im Rahmen des LVR-Trainee-Programms für das Archiv des LVR erarbeitet hat. Beim zweiten Band handelt es sich um ein von Riccarda Henkel, Angelika Neugebauer, Gregor Patt und Peter K. Weber, LVR-AFZ, erstelltes Dokumentationsprofil zum Umgang mit Schulunterlagen.
Quelle: LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum (LVR-AFZ), Aktuelles

Literaturhinweis: Heinrich Imhof: „Hoffnung auf ein besseres Leben

Die Auswanderung aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert“

Der Autor dokumentiert in seinem Werk wie unendlich schwierig und mühsam die überwiegend
aus der großen wirtschaftlichen Not heraus geplanten und durchgeführten Auswanderungen aus Wittgenstein nach Amerika im 18. und 19. Jahrhundert abliefen. Dabei schildert er in vielen Beispielen die mit einem solchen tiefgreifenden Entschluss und dessen Umsetzung verbundenen
Schicksale und Erlebnisse.
Das Buch wird im Format von 17,0 x 24,0 cm erscheinen, reich bebildert sein und einen Umfang
von 560 Seiten haben. Davon werden auf 98 Seiten die Namen von Familienauswanderungen und Einzelemigrationen der über 5.400 ermittelten Auswanderern aus allen Orten des Altkreises Wittgenstein aufgeführt. Der Preis des Buches beträgt 38,00 Euro pro Exemplar.

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Literaturhinweis: Jean-Yves Mariotte: „Philipp der Großmütige von Hessen (1504-1567).

Fürstlicher Reformator und Landgraf.“ Übersetzung: Sabine Albrecht. 301 S. zahlr. farb. Abb., Marburg 2018, ISBN 978-3-942225-40-3.

Eng an den Quellen orientiert schildert der Autor das Leben des fürstlichen Reformators Philipp von Hessen. Sein Werk ist weder reine Faktensammlung noch bloße chronikalische Aneinanderreihung der Ereignisse, sondern eine historische Biographe im besten Sinne. Die Lektüre lässt die kraftvolle und zugleich vielschichtige und ambivalente Persönlichkeit Philipps als Kind seiner Zeit lebendig werden, einer Zeit des dramatischen Umbruchs und des Aufbruchs.
Die Beziehungen Philipps zu seinen Wittgensteiner und Nassauer Nachbarn lassen die Biographie auch hier lesenswert erscheinen.

Quelle: Historische Kommission für Hessen