Auf alten Handelswegen an der nördlichen Grenze des Siegerlands“

Dieser Hohlweg bei Müsen im Gebiet der sogenannten „Selgro“ zeigt eindrucksvoll, wie sich die jahrhundertelange Nutzung durch Fuhrwerke und Vieh und der abfließende Regen in den Boden eingeschnitten haben.
Entlang der alten Handelswege an der nördlichen Grenze des Siegerlands will die neue Sonderausstellung „Grenzbeziehungen“ im Museum Wilnsdorf ihre Besucher führen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Regionaleprojekt „Südwestfälische Eisenstraße“, dem Historiker Dr. Andreas Bingener und der Architektin Katrin Stein und war schon in anderen Siegerländer Kommunen zu sehen.
Informationstafeln, Fotos und geschichtliche Zeugnisse geben einen Überblick über den einstigen Handel mit Eisen und Stahl zwischen dem Fürstentum Nassau-Siegen und seinen Nachbarn im Bergischen Land und in der Grafschaft Mark. Die Ausstellung zeigt, dass ein „Gebück“ nur wenig mit körperlicher Tätigkeit zu tun hat, ein „Schlag“ keinen Angriff darstellen muss und eine „Hecke“ nicht zwangsläufig einen Garten umgibt.
Zusammen mit archäologischen Funden, die das Siegerland und seine Bevölkerung im Mittelalter vor Augen führen, ergibt sich das Bild einer geschäftigen Region mit Handelswegen, Landesgrenzen und Zollstationen, deren Hinterlassenschaften noch heute die Landschaft prägen, wenn man als Wanderer einmal genauer hinschaut. Weiterlesen →