30 Jahre Arbeitskreis Filmarchivierung NRW

Der Arbeitskreis Filmarchivierung NRW, dem auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) angehört, blickt auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Angefangen hat es in Bielefeld. Im September 1991 fand dort das Landesforum Filmkultur statt, veranstaltet vom Kultusministerium Nordrhein-Westfalen, besucht von Fachleuten aus Archiven, Medienstellen, Hochschulen und Sendeanstalten. Es sollte ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch darüber sein, wie es um das Kulturgut Film in Nordrhein-Westfalen bestellt ist. Am Ende stand die Gründung des Arbeitskreises Filmarchivierung NRW.

Am Anfang der 1990er Jahre stand das Bewegtbild vor seinem 100. Geburtstag und hatte sich längst zum visuellem Gedächtnis des 20. Jahrhunderts entwickelt. Doch zugleich gab es viele Fragen: Wer im Bundesland kümmert sich um die Bewahrung der vielfältig entstandenen Filmdokumente, wie ist es um die Auffindbarkeit dieser Filme bestellt und wie soll eine Nutzung der alten Lichtbildfilme im Zeitalter von analogem und dann bald digitalem Video funktionieren? Weiterlesen

Langzeitarchivierung analoger und digitaler Filmmaterialien im Bundesarchiv

Unesco-Welttag des audiovisuellen Erbes am 27.10.2021


Aus dem Archiv der Deutschen Wochenschau GmbH
Quelle: Neue Deutsche Wochenschau Nr. 153/1952, unveröffentlichte Aufnahmen. Bundesarchiv, Bestand Film, B-93907

Mit seinem umfangreichen Filmbestand und in seiner Funktion als nationales Filmarchiv leistet das Bundesarchiv einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des nationalen audiovisuellen Erbes.

Durch eine an archivfachlichen Kriterien ausgerichtete Überlieferungsbildung, die Erschließung und digitale Sicherung des Filmbestands werden Langzeitsicherung und Zugang zu den im Bundesarchiv überlieferten Filmen gewährleistet. Erschließungsschwerpunkte liegen u.a. im Bereich der Zeit des Nationalsozialismus und in der amtlichen Überlieferung ab 1945.

Die digitale Sicherung erfolgt sowohl intern mit hauseigenen Hochleistungsscannern als auch extern mit hochspezialisierten Firmen. Zudem beteiligt sich das Bundesarchiv am Förderprogramm zur Sicherung des Nationalen Filmerbes (FFE).

Die Überlieferungen werden ergänzt durch die depositarische Hinterlegung von analogen und digitalen Filmmaterialien. Ein Angebot, welches sowohl von Privatpersonen, wissenschaftlichen Institutionen als auch Filmproduktionen wahrgenommen wird. Gemäß seines gesetzlichen Auftrages nach Filmförderungsgesetz werden Belegexemplare der geförderten Filme durch das Bundesarchiv übernommen. Im Digitalen Magazin wurden im Jahr 2020 digitale Filmformate wie DCDM oder DCP von insgesamt mehr als 6.000 Filmtiteln für die Langzeitarchivierung gesichert. Die Gesamtgröße der Speicherkapazitäten aller derzeit gesicherter Filmexemplare beträgt ca. 8.600 Terabyte.

Das Bundesarchiv hat den Übergang in die digitale Sicherung des nationalen Filmerbes erfolgreich gemeistert.
Quelle: Bundesarchiv, Öffentlichkeitsarbeit, 26.10.2021

Köln: Restaurierung von Rubens-Gemälde in Kunststation St. Peter abgeschlossen


„Mit einer spektakulären Kranfahrt wurde im Oktober 2019 das über 350 Jahre alte Bild „Kreuzigung Petri“ des berühmten Malers Rubens in der Kölner Kunststation St. Peter hoch auf die Empore gehoben. Es sollte zunächst auf Schäden hin untersucht und restauriert werden. Jetzt ist die Restaurierung abgeschlossen. In 360 Arbeitsstunden hat Restaurator Andreas Hoppmann zusammen mit zwei Restauratorinnen das Barock-Gemälde aufgefrischt.“

Filmtipp: „Nackt unter Wölfen“

Dienstag 02.11.21 · 19 Uhr, Filmklub Kurbelkiste, LYZ, Siegen, Eintritt: 4,- € / Nur Abendkasse!
Spielfilm, DDR 1962, 116 Minuten, FSK 12, Regie: Frank Beyer
Eine Veranstaltung der Kurbelkiste mit dem Aktionsbündnis Siegen gegen Rechts zum 80. Todestag des Siegener „Arztes von Buchenwald, Gerechter unter den Völkern“, Walter Krämer

Quelle: ITS Arolsen, 1.1.5.3/KRAI KRANS/00127507/0005, Archivnummer 9999)

„Wenige Wochen vor der Befreiung kommt der Pole Jankowski mit einem Transport ins KZ Buchenwald. Er trägt einen Koffer bei sich, den er nicht aus der Hand geben will. Die in der Effektenkammer arbeitenden Häftlinge Pippig und Höfel erschrecken zutiefst, als sie ein Kind in dem Koffer entdecken. Das Kind im Lager zu verbergen, ist nicht nur äußerst schwierig, es gefährdet auch die Arbeit der illegalen Widerstandsgruppe. Nachdem das Kind mehrere Tage in der Effektenkammer versteckt wurde, entscheidet der Leiter der illegalen KP-Organisation schweren Herzens, den Polen und das Kind mit dem nächsten Transport ins Vernichtungslager zu schicken. Der Lagerälteste, Walter Krämer, läßt es jedoch nicht zu, und er findet viele Helfer, die mit Mut und Einfallsreichtum der SS die Stirn bieten und der Menschlichkeit zu einem Sieg verhelfen. Es gelingt ihnen, das Kind zu retten.

Quelle: LYZ, Programm

Siegen: „Wander- und Radtouren entlang der Siegener Industriekultur“

Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion zur Belebung der Industriegeschichte

Foto entnommen aus: Otto Arnold – Siegerländer Arbeitswelt (Hainer Hütte 1930)

„Siegen hat eine spannende Industriegeschichte, die es lohnt entdeckt zu werden. Wir wünschen uns Rad- und Wanderrouten, die zu Orten wie die seit 175 Jahren bestehenden Edelstahlwerke, den Hainer Stollen, die Siegerländer Hauberge (früher wichtig für die Eisenerzverarbeitung) oder diversen Grubenlöchern/-eingänge führen. Auch eine Information/Ausstellung zum Thema „Gastarbeit“ wäre eine passende Ergänzung.
Deshalb wollen wir Grüne in der nächsten Ratssitzung das Stadtmarketing beauftragen, ein Konzept für touristische Routen entlang der verschiedenen historischen Punkte zu entwickeln. Die Rad- und/oder Wanderrouten sollen durch die verschiedenen Stadtteile führen. Bei der Entwicklung der Routen könnte gut auf das Wissen der Mitglieder der Heimatvereine und der Uni zurückgegriffen werden. Es wäre toll, wenn das Projekt zum Stadtjubiläum 2024 fertig gestellt werden könnte.“

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, Stadtverband und Stadtratsfraktion, 4.10.2021

Vortrag „Das gebrochene Versprechen der Gleichheit“ – Die Bauhaus-Künstlerin Alma Siedhoff-Buscher

Ein Vortrag von Dr. Marlies Obier.
Sonntag, 31.10.2021, 15:00 Uhr, Foyer der Stadtbibliothek Kreuztal

Alma Siedhoff-Buscher ist mit ihrem Entwurf des Kinderzimmers im Haus am Horn in Weimar 1923 und mit ihrem „Schiffbauspiel“ weltbekannt geworden. Sie verkörpert den Aufbruch der Frauen des Bauhauses, in der neuen, geöffneten Gesellschaft der Weimarer Republik und im jungen Staatlichen Bauhaus zu arbeiten und zu wirken. Ihre Geschichte mit ihrem Erfolg prägender Bauhaus-Arbeiten und ihrer Verdrängung als Frau aus den Bauhaus-Werkstätten offenbart die Schattenseite des Bauhauses: Das große Flaggschiff der Moderne überwand die Grenzen von Vorurteil und Herrschaft nicht.

Marlies Obier wurde 1960 in Siegen geboren, Studium der Germanistik und Geschichte in Siegen und Salzburg, Magistra Artium, Promotion in der deutschen Philologie.
Ihre Ausstellungen über „Marie Juchacz“, Gründerin der Arbeiterwohlfahrt, „für eine bessere Welt!“ über die ersten Frauen in der Sozialdemokratie und „Die Waffen nieder!“ über Bertha von Suttner“ reisten bundesweit.
Dr. Marlies Obier ist in zahlreichen Veröffentlichungen über den frauenpolitischen Aufbruch Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zur Entwicklung unserer modernen Demokratie vertreten.
Sie arbeitete über die Geschichte des „Staatlichen Bauhauses“, die mit der Gründung der ersten deutschen Republik begann und mit dem Scheitern der Republik endete. Marlies Obiers Veröffentlichungen stellten dabei die „Bauhäuslerinnen“ und Alma Buscher-Siedhoff ins Licht.
Quelle: Stadt Kreuztal, Aktuelle Nachricht v. 6.10.2021

Ausstellung: „Entdeckt! – Maltechniken von Martini bis Monet“

Wallraf-Richartz-Museum, Köln, bis 13.2.2022

„Im Winter 2021/22 enthüllt das Wallraf die geheimen Tricks von Meistern wie Martini, Cranach, Rubens, Rembrandt, Friedrich, Manet und Monet. Dafür untersuchten die Kunsttechnolog*innen des Museums in den letzten zwanzig Jahren Gemälde von prominenten Malern aus Spätmittelalter, Barock, Romantik, Realismus, Impressionismus und Symbolismus. Mit Röntgenstrahlen, Infrarot und Stereomikroskopen schauten die Expert*innen nicht nur auf die Malschicht, sondern auch in sie hinein und durch sie hindurch – egal ob auf Papier, Leinwand, Holz, Metall oder sogar Stein. Die dabei zu Tage geförderten Forschungsergebnisse sind spektakulär und werden in der Ausstellung „Entdeckt!“ erstmals epochenübergreifend präsentiert. Dieser einmalige Blick hinter die Kulissen der Kunst wird 700 Jahre Malerei in einem neuen Licht erscheinen lassen und dank der innovativen Präsentationsformen ein breites Publikum begeistern. Die Sonderschau ist bis zum  13.2.22 exklusiv in Köln zu sehen. Weiterlesen

Vortrag und Rundgang in Kreuztal: Stolpersteine: Die Familien Moses, Meier und Rosenhelm 1797 bis 1943

Mi. 27.10.2021, 17:30 Uhr – 20:00 Uhr
In Kooperation mit dem Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen e.V. : Mit Benjamin Moses und seiner Frau ließ sich 1797 in Burgholdinghausen die erste jüdische Familie im Siegerland nieder. Als deren Nachfahren lebten über vier Generationen rund einhundert Angehörige der Familien Meier und Rosenhelm in Littfeld und in Krombach – mehr oder weniger akzeptiert und respektiert von der christlichen Mehrheitsbevölkerung bis zur Entrechtung, Vertreibung und Deportation im Nationalsozialismus. Anhand einer Vielzahl von schriftlichen und bildlichen Quellen zeichnet der Vortrag das Erwerbs-, Alltags- und kulturelle Leben der Familien Meier und Rosenhelm während vier aufeinanderfolgender politischer Systeme im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach.
Für diejenigen, die es zeitlich einrichten können: Weiterlesen