Film- und Tondokumente im Archiv

Filmsammlung Apelt. 6.2.2015: Erste Sichtung

Filmsammlung Apelt. 6.2.2015: Erste Sichtung

76. Südwestdeutscher Archivtag in Bad Mergentheim, heute und morgen

Der 76. Südwestdeutsche Archivtag findet 2016 in Bad Mergentheim statt und beschäftigt sich mit Fragen rund um die Archivierung, Erhaltung, Zugänglichmachung und Vermittlung von Film- und Tondokumenten. Mit dem Umstieg von analogen auf digitale Aufnahmetechniken werden immer häufiger ältere Sammlungen mit audiovisuellen Zeugnissen den Archiven angeboten; gleichzeitig steigen Zahl und Umfang neuer audiovisueller Zeugnisse. Sie finden sich genauso als Beilagen in klassischen Behördenakten, entstehen bei der Öffentlichkeitsarbeit, werden aber auch von Privatleuten immer wieder Archiven angeboten.

Moderiert von dem Schweizer Kurt Deggeller, einem der ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet der Film- und Tonarchivierung, werden Kolleginnen und Kollegen aus Südwestdeutschland und der Schweiz Projekte und Verfahren der digitalen Archivierung vorstellen. Darüber hinaus wird ein Journalist über die Herausforderungen bei der Vermittlung audiovisueller Quellen aus Archiven berichten. In einem Workshop besteht zudem Gelegenheit, sich intensiver mit Fragen der Bestandserhaltung audiovisueller Dokumente zu beschäftigen.

Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein stellt die kooperative Rettung der Filmsammlung Herbert Apelt vor.

Programm mit Abstracts
Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Veranstaltungen

Der Rahmen für etwas ganz Besonderes…


Ein innovativer mittelständischer Betrieb im Nachbarort Kirchen, unter Kunstkennern und Museumsleuten in aller Welt ein Begriff. Hier wurde das System eines Magnetrahmens als Bildträger erfunden und Urkunden von renommierten Design-Preisen zieren die Unternehmenszentrale zuhauf.

Und trotzdem galt es eine neue Herausforderung zu bestehen. Angefragt hatte der 4FACHWERK-Museums Verein aus Freudenberg. Die Aktiven des ehrenamtlich geführten Hauses bereiten derzeit eine geschichtliche Ausstellung vor. Es geht um den Stadtbrand von 1666, der die Siegerländer Stadt fast vollständig zerstörte. Aus dem Wiederaufbau ist eine der bekanntesten Fachwerk-Silhouetten, der „Alte Flecken“, entstanden, ein Baudenkmal von internationaler Bedeutung.
Die Feuersbrunst vor nun genau 350 Jahren vernichtete nicht nur die Bauwerke, sondern für diese Stadt auch bedeutende Schriftstücke, wie etwa die Flecken-Privilegien.

Die Flecker baten also ihren Landesherren nach dem Wiederaufbau, die ihnen zustehenden Rechte erneut zu bestätigen. Diesen Wunsch erfüllte Fürst Wilhelm Moritz zu Nassau-Siegen (18. 01. 1649 – 23. 01. 1691) mit Datum vom 1. Mai 1687, also 21 Jahre nach der Zerstörung des Ortes. Wilhelm Moritz war ein Neffe des legendären Fürsten Johann Moritz zu Nassau-Siegen, der diesen adoptiert und schon 1678 als Mitregenten eingesetzt hatte. Weiterlesen

Endspurt! Zusätzliche Führungen durch die Ausstellung:

„Siegen an der Heimatfront 1914-1918: Weltkriegsalltag in der Provinz“ am 18. und 19. Mai 2016

Aufgrund der regen Nachfrage von Seiten der Besucher werden am kommenden Samstag, den 18. Juni 2016, und Sonntag, den 19. Juni 2016, letztmalig öffentliche Führungen durch die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss angeboten! Infolge der positiven Resonanz laden Geschichtswerkstatt Siegen e.V. und Stadtarchiv Siegen zum Endspurt sehr herzlich ein. An beiden Tagen werden jeweils um 11 Uhr und um 14 Uhr zusätzliche öffentliche Führungen angeboten. Dabei geben die Ausstellungsmacher einen informativen Einblick in das Leben an der Siegerländer „Heimatfront“ unter dem Eindruck der globalen „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Eine Anmeldung für die Teilnahme an einer öffentlichen Führung ist übrigens nicht erforderlich! Neben dem regulären Eintrittspreis an der Museumskasse wird ein zusätzliches Entgelt von 1,50 € erhoben. Treffpunkt ist jeweils das Foyer an der Museumskasse.

Museum fällt ins Mittelalter

Vorbereitung für neue Sonderausstellung in Wilnsdorf

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck gibt der Inneneinrichtung des Klosternachbaus den letzten Schliff.

Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck gibt der Inneneinrichtung des Klosternachbaus den letzten Schliff.

Die nächste Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf wirft ihre Schatten voraus: Museumsleiterin Dr. Corinna Nauck arrangiert hinter den Kulissen bereits die ersten Stücke für „Spinnrad, Schwert & Federkiel“. Die Ausstellung wird ab Ende Juli ihre Besucher ins Mittelalter versetzen. Faszinierende Lebensszenen entstehen dazu hinter den noch verschlossenen Vorhängen, die Gäste erwartet eine kleine mittelalterliche Stadt samt Burg und Kloster. Wie immer ist die Ausstellung mit vielen interaktiven Elementen ausgestattet, so dass die Besucher Teil der Ausstellung werden und in die Rollen von Bauern, Handwerkern, Mönchen und Rittern schlüpfen können.
Quelle: Pressemitteilung Museum Wilnsdorf, 9.6.16

Regionales Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein

Dr. Ulrich F. Opfermann / Joe Mertens in der Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

RegPersLex
Mit einem zeitgeschichtlichen Thema setzt sich die nächste Veranstaltung der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, 16.06.2016, 18.30 Uhr im Siegener KrönchenCenter auseinander. Der Regionalhistoriker Ulrich F. Opfermann wird dann zusammen mit Joe Mertens das im Internet verfügbare Personenlexikon zum Nationalsozialismus in den Altkreisen Siegen und Wittgenstein anhand von Beispielen vorstellen. Weiterlesen

Vortrag: „Die Familie von Scheidt genannt Weschpfennig“

Scheidt Weschpfennig-WappenMorgen, 20 Uhr, Siegen, Haus der Kirche (Burgstr. 21)

Karl Heinz Gerhards stellt die Familie, die u. a. mit der Freusburg belehnt wurde, in der FamilienkundlichenArbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein vor.

Bildnachweis: Adolf Matthias Hildebrandt (1844 – 1918), [Public domain], via Wikimedia Commons

Jahreshauptversammlung der Altertumskommission für Westfalen in Siegen

Montanarchäologie im Siegerland – Vortragsveranstaltung am 3. Juni 2016

LWLAK2016Jährlich trifft sich die Altertumskommission für Westfalen (AK) zu ihrer Jahreshauptversammlung – zumeist – an einem anderen Ort in Westfalen-Lippe. Die bereits seit über 100 Jahren bestehende Vereinigung aus aktiven, ehemals hauptamtlichen und ehrenamtlichen Archäologen/innen und Vertreter/innen anderer, verwandter Disziplinen, die sich der Erforschung der ältesten Landesgeschichte Westfalens verschrieben haben, treffen sich in diesem Jahr Anfang Juni zwei Tage lang in Siegen. Die Veranstaltung wird neben den Vertretern der AK in Münster von der Außenstelle Olpe der LWL-Archäologie – besonders von Dr. Manuel Zeiler – vorbereitet. Generalthema der Vortragsveranstaltung ist in diesem Jahr die über 2000jährige Montangeschichte des Siegerlandes. In den letzten Jahren sind hierzu von verschiedener Seite einige wichtige, neue Ergebnisse erzielt worden, die gebündelt vorgestellt werden.
Zu der Vortragsveranstaltung am 3. Juni im Ramada-Hotel in Siegen sind alle Interessierte herzlich eingeladen!

Programm 3.6.16:
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„Denkmalpflege und die Moderne 1960+“

LWL-Denkmalpfleger blickten auf das bauliche Erbe der jüngeren Vergangenheit

Der Rathauskomplex in Marl mit Sitzungstrakt und zwei Bürotürmen wurde von den holländischen Architekten H. van den Broek und J. B. Bakema von 1960 bis 1967 errichtet. Er veranschaulicht die optimistische Stimmung eines wirtschaftlichen Aufschwungs in den Formen der Architektur. Foto: LWL/Schmidt

Der Rathauskomplex in Marl mit Sitzungstrakt und zwei Bürotürmen wurde von den holländischen Architekten H. van den Broek und J. B. Bakema von 1960 bis 1967 errichtet. Er veranschaulicht die optimistische Stimmung eines wirtschaftlichen Aufschwungs in den Formen der Architektur.
Foto: LWL/Schmidt

Als Neubauten wurden öffentliche Gebäude in den 1960-er und 1970-Jahre oft als innovativ gepriesen, heute gelten sie in der Bevölkerung bisweilen als „hässlich“ oder gar als „unmenschlich“. Außerdem sind viele dieser Rathäuser oder Schulen mittlerweile sanierungsbedürftig und genügen den Ansprüchen an eine zeitgemäße Nutzung nicht mehr. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat mit dem 7. Westfälischen Tag für Denkmalpflege, der am Donnerstag und Freitag (19./20.5.) in der Scharounschule in Marl stattfand, einen Beitrag zur denkmalpflegerischen Auseinandersetzung mit der Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre geleistet. Rund 170 Teilnehmer aus Politik, Denkmalpflege, Stadtplanung, Kultur und Architektur haben die Vielfalt der Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre diskutiert und sich über denkmalpflegerische Fragestellungen zur Erhaltung und Pflege von Bauten dieser Zeit ausgetauscht.

„Die Frage nach der Zukunft von Gebäuden und Anlagen der 1960-er und 1970er-Jahre ist in vielen Städten derzeit aktuell“, erläuterte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale die Themenwahl. „Wir möchten zeigen, dass es sich lohnt, sie als Zeugnisse einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und Umbruchs zu erhalten, zu pflegen und zu nutzen.“ LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens: „Unser Tagungsort, die Scharounschule, ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie es gelingen kann, dass Denkmalpfleger, Architektinnen, Stadtplaner und Stadtbewohnerinnen gemeinsam eine zukunftsfähige Lösung für ein Baudenkmal der 1960er-Jahre erarbeiten und umsetzen.“

Axel Großer, stellvertretender Bürgermeister von Marl, bekräftigte die Aktualität des Themas für die Stadt: „Das Thema Denkmalpflege ist derzeit für uns so aktuell wie nie. Unser Rathauskomplex aus den 1960er-Jahren ist seit einem halben Jahr als Baudenkmal eingetragen und stark sanierungsbedürftig. Dieses Projekt wird uns im Rahmen eines umfassenden Erneuerungsprogramms für das Stadtzentrum in naher Zukunft intensiv beschäftigen. Daher freut es mich sehr, dass die LWL-Denkmalpfleger mit diesem Thema nach Marl gekommen sind.“

Den Auftakt der zweitägigen Veranstaltung bildete das Abendprogramm am Donnerstag mit einem Vortrag von Dr. Ulrich Krings. Unter dem Titel „Bausünde wird Baudenkmal. Karrieresprünge in der Denkmalpflege“ erläuterte der Kölner Stadtkonservator a. D., wie sich der Blick auf Architektur mit wachsender zeitlicher Distanz verändert. So könne ein und dasselbe Gebäude bei seiner Entstehung als visionäre Architektur gefeiert, wenige Jahre später als Bausünde verurteilt und wiederum einige Jahre später als Baudenkmal gewürdigt werden.

Vorträge zur Architektur der 1960er- und 1970er-Jahre
Im Rahmen der Tagung am Freitag Vormittag stellten die LWL-Fachleute unterschiedliche Bauten der 1960er- und 1970er-Jahre vor. Anschließend erläuterten sie anhand von konkreten Beispielen denkmalflegerische Fragestellungen im Umgang mit Baudenkmälern dieser Epoche.

Ein Vortrag widmete der Scharounschule, in der die Tagung stattfand. Sie wurden in den Jahren 1964 bis 1970 nach den Plänen des Berliner Architekten Hans Scharoun errichtet und im Jahr 2004 in die Denkmalliste der Stadt Marl eingetragen. Dennoch galt die Zukunft des Baudenkmals zunächst als unsicher. Dem Engagement von Denkmalschützern, Architekten, Stadtplanern und Stadtbewohnern ist es zu verdanken, dass die Schule von 2009 bis 2015 denkmalgerecht saniert werden konnte und heute von der städtischen Musikschule und der katholischen Aloysius-Grundschule gemeinsam genutzt wird.
Quelle: LWL, Pressemitteilung v. 20.5.2016