Vortrag: Manuel Zeiler: »Das Siegerland zur Zeit der Kelten«

Do., 22.10.2026, um 18:30 Uhr, Eintrachtsaal Siegerlandhalle

Ausgrabung eines eisenzeitlichen Verhüttungsofens am „Gerhardsseifen“ in Siegen-Niederschelden (Foto: D. Bachmann

Ende des 1. Jahrtausends v. Chr. besiedeln erste Bauern das Siegerland und leben dort in kleinen Gemeinschaften über hunderte Jahre. Ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann ein einschneidender Wandel: Fremde Spezialisten wandernden ein und brachten die Technologie mit, Eisenerz zu verhütten. Innerhalb weniger Generationen wurden aus kleinen Verhüttungsöfen die größten ihrer Epoche in Europa entwickelt, massenhaft Eisen erzeugt und teilweise sogar die Landschaft massiv umgestaltet – bis um Christi Geburt alles vorbei war und die Region vollständig verlassen wurde.
Seit den 2000er Jahren erforscht eine Kooperation aus LWL-Archäologie für Westfalen, Deutsches Bergbau-Museum Bochum und Ruhr-Universität Bochum die Eisenzeit im Siegerland. Das Forschungsprojekt geht 2026 zu Ende und mit diesem Vortrag werden erstmals die Gesamtergebnisse vorgestellt.

Keine Anmeldung erforderlich. Kommen Sie einfach mal vorbei!
Quelle: vhs Siegen, Programm

Rundgang durch die neue Dauerausstellung des Aktiven Museums Südwestfalens

Do., 15.10.2026, um 17:00 Uhr, Thomas Wolf, In Zusammenarbeit mit der vhs Siegen-Wittgenstein

Der Titel – «Bin Mensch nicht auch ich?» zugehörig – ausgegrenzt – verfolgt –
fokussiert die zentrale Frage der Ausstellung nach dem Menschsein, der Menschenwürde, die gerade im 20. Jahrhundert mit dem «Zivilisationsbruch» Holocaust bis heute kaum verstehbar ist. Entlang exemplarischer Leitbiografien thematisiert die Ausstellung den Umgang der «deutschen» Mehrheitsgesellschaft mit der jüdischen Minderheit und weiterer gesellschaftlicher Randgruppen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Ende der nationalsozialistischen Diktatur.
Die Geschichte des authentischen Ortes der ehemaligen Synagoge in Siegen bildet dabei die Grundstruktur der Ausstellung, die ganz bewusst nach Handlungsspielräumen aller in der Zeit des Nationalsozialismus fragt. Die Ausstellung dokumentiert am Beispiel Siegens die stetige Radikalisierung der nationalsozialistischen Ausgrenzungspraktiken aus der Bevölkerung und aus lebensweltlichen Strukturen.
Eintritt und Führung sind Entgelt frei, es wird aber um eine Spende für die Arbeit des Museums gebeten.
Treffpunkt: Aktives Museum Südwestfalen, Obergraben 10, 57072 Siegen
Anmeldung erforderlich!

Quelle: vhs Siegen, Programm

Vortrag: „Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe“


Sigrid Weber-Krafft, Samstag, 13. Oktober 2026, Haus des Gastes Bad Laasphe, Foyer
Beginn: 19:00 Uhr, Eintritt: 3 € In Kooperation mit der TKS-Bad Laasphe sowie der Ev. Kirchengemeinde Raumland

Der Vortrag ist ein Ausflug in die Entstehungszeit des Hauses Stolz, Königstraße 49. Anlass ist das 300. Todesjahr des bekannten Baumeisters Hermann Riedesel. Doch es soll jedoch nicht so sehr um das Gebäude und seinen ‚Architekten‘ gehen, sondern um den Mann, der ihn beauftragt hat – Adam Stolz. Seine Lebensgeschichte ist eng verknüpft mit der Geschichte Wittgensteins. Sie steht stellvertretend für eine Zeit, in denen sich den Menschen nur selten die Chance bot, den ärmlichen Verhältnissen der kleinen Grafschaft zu entkommen.

Quelle: Wittgensteiner Heimatverein, Aktuelles

zum Haus Stolz s. a.
Denkmal des Monats – Juli 2015: Altstadt Bad Laasphe

Literatur:
Sigrid Weber-Krafft: Zur Geschichte des Hauses Stolz in Bad Laasphe, in: Wittgnstein Heft 1/2022, S. 5–17

Kunst im Besitz des Kreises Siegen-Wittgenstein

Eine Führung nicht nur im Kreishaus Siegen, Mo., 12.10.2026, 17:00 – 18:30 Uhr, Treffpunkt: Foyer des Kreishauses, Koblenzer Str. 73, Siegen.

Wolfgang Heitschötter, “ HTS“, Mischtechnik auf Leinwand, 120 X 150 cm

In Zusammenarbeit mit der vhs Siegen.

Der Rundgang klärt die Frage, auf welchem Weg Kunstwerke in das Kreishaus gelangt sind und immer noch gelangen. Im Kreisbesitz befinden sich überwiegend Gemälde, Fotografien und auch Skulpturen von Künstler:innen mit einem regionalen Bezug. Deren Lebensläufe werden kurz vorgestellt.
Die Führung wird geleitet von Kreisarchivar Thomas Wolf.
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm

Stadtarchiv Siegen erinnert an den Triumph Arthur Reichmanns (1902-1930) von den Sportfreunden Siegen bei den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften vor 100 Jahren

Der Deutsche Marathonmeister von 1926, Arthur Reichmann (1902-1930) von den Sportfreunden Siegen. Stadtarchiv Siegen, Bestand 620, Nr. 27.

In seinem neuen „Blick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen in einer Ausstellung einem besonderen sporthistorischen Jubiläum. Am 22. August 1926 gewann der Langstreckenläufer Arthur Reichmann (1902-1930) von den Sportfreunden Siegen in Braunschweig in neuer Rekordzeit die Deutsche Meisterschaft im Marathon.
Christian Brachthäuser, Leiter der „Wissenschaftlichen Bibliothek zur Regionalgeschichte“ im Stadtarchiv, hat die kleine Ausstellung im Lesesaal des Stadtarchivs konzipiert und sich eingehender mit der Biographie des Athleten auseinandergesetzt. „Dieses Meisterstück vor einhundert Jahren besaß eine identitätsstiftende Kraft und kam im Siegerland einer Initialzündung gleich. Über alle Altersgruppen hinweg wurde der Erfolg eines Lokalmatadors nach dem Ruhrkampf von 1923, als belgische und französische Truppen das Ruhrgebiet besetzt hatten, um nach dem Ersten Weltkrieg ein Pfand für deutsche Reparationszahlungen zu vereinnahmen, wie eine Erlösung empfunden. Darüber hinaus weckte Reichmann mit seinen furiosen Erfolgen, zuvor hatte er auch den 42 Kilometer langen Marathonlauf bei den ‚Deutschen Kampfspielen‘ in Köln gewonnen, Hoffnungen auf die Teilnahme eines heimischen Athleten an den Olympischen Sommerspielen 1928 in Amsterdam“, so Brachthäuser. Weiterlesen →

4Fachwerk-Museum lädt zur Präsentation KI-gestützter Geschichtsfilme ein

WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Veranstaltung mit der Präsentation der KI Filme „Von Schlössern, Schlachten und Schlawinern“ am Donnerstag, den 8. Oktober um 17 Uhr vom 4 Fachwerk Museum in die Ev. Kirche verlegt! Die Adresse ist Krottorfer Straße 19a in Freudenberg.

Christian Berner präsentiert drei filmische Episoden aus der Freudenberger Geschichte

Wie lässt sich Freudenberger Geschichte spannend und anschaulich erzählen? Dieser Frage widmet sich der Arbeitskreis Stadtgeschichte des 4Fachwerk-Museums. Bei seinen regelmäßigen Treffen arbeitet das Team historische Themen auf. Für eine zeitgemäße Präsentation werden neue Formen der Vermittlung gesucht. Weiterlesen →