
„Im Rahmen des Riedesel-Jahres 2026 weist der Wittgensteiner Heimatverein gerne auf eine besondere Ausstellung im Schaufenster der Wittgensteiner Kunstgesellschaft am Johannes-Althusius-Gymnasium in Bad Berleburg hin. Die Wittgensteiner Künstlerin Marianne Seelbach hat bedeutende Bauwerke von Mannus Riedesel – darunter die Ludwigsburg, die Kapelle Sassenhausen, das Haus Stolz, die Raumländer Empore und den Hof Dambach – in beeindruckenden Quilts und Textilarbeiten neu interpretiert.
Während Mannus Riedesel seine Kunstwerke aus Eichenholz schuf, setzt Marianne Seelbach Stoff, Nadel und Faden ein. So entsteht ein ganz neuer Blick auf das Werk eines der bedeutendsten Wittgensteiner Handwerker des frühen 18. Jahrhunderts.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Juni zu sehen“
Quelle: Wittgensteiner Heimatvereien, Aktuelles
Archiv der Kategorie: Veranstaltungen
Ausstellung „Zukunft mit Geschichte – 25 Jahre universi Universitätsverlag Siegen“

Anlässlich des Jubiläums lädt die Ausstellung „Zukunft mit Geschichte – 25 Jahre universi Universitätsverlag Siegen“ dazu ein, das Verlagsprogramm kennenzulernen und spannende Einblicke in die Entstehung wissenschaftlicher Publikationen zu erhalten.
Quelle: Universitätsbibliothek Siegen via instagram
Pfarrarchive bewahren kulturelles Erbe vor Ort
Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus Herdecke Gastgeberin für 9. Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn

Der Tag der Pfarrarchive ermöglicht jedes Jahr einen wertvollen Austausch und Wissenstransfer. (c) Privat
Zum mittlerweile 9. Mal fand in diesem Jahr der Tag der Pfarrarchive im Erzbistum Paderborn statt. Gastgeberin war die Kirchengemeinde St. Philippus und Jakobus in Herdecke. Das Treffen wurde für alle Beteiligten zu einer rundum gelungenen Veranstaltung. Zahlreiche Gäste aus dem Bereich der kirchlichen Archivarbeit kamen kürzlich zusammen, um sich auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und die Bedeutung der Pfarrarchive für Kirche und Gesellschaft zu würdigen. Weiterlesen
„Silberne Taufschale, goldenes Krönchen – wie der transatlantische Sklavenhandel Siegen begl(dr)ückte“
Vortrag und Diskussion, Donnerstag, 11.06.2026, 18:00 – 20:00 Uhr, Siegen, KrönchenCenter, 1.05 Vortragsraum
Jeder kennt das Wahrzeichen von Siegen, das Krönchen auf der Nikolaikirche und viele kennen auch die Silberne Taufschale. Beides sind Geschenke des Fürsten Johann Moritz von Siegen-Nassau. Doch nur wenigen ist bekannt, dass diese Geschenke eng mit dem transatlantischen Sklavenhandel verbunden sind.
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Albert Ludorff, Public domain, via Wikimedia Commons
Der Vortrag informiert über den Zusammenhang zwischen diesen beiden Geschenken und der Sklaverei. Der Referent, Prof. Dr. Schädler zeigt in seinen Vortrag die Merkmale von Sklaverei und Sklavenhandel auf und verdeutlicht in einem historischen Abriss die Entwicklung des transatlantischen Sklavenhandels sowie die Rolle, die die europäischen Mächte im Zusammenspiel mit den damaligen afrikanischen Eliten dabei spielten. Thematisiert werden die Abläufe der Versklavung und die damit verbundenen ungeheuren Dimensionen von Grausamkeit, aber auch die Profitabilität vor allem der Plantagenwirtschaft in den Amerikas. Mit Verweis auf das ‚goldene Zeitalter‘ der Niederlande, wird ebenfalls verdeutlicht, wie es dem „Militärunternehmer“ Fürst Johann Moritz von Siegen-Nassau, damals Gouverneur für Niederländisch-Brasilien, möglich wurde, die silberne Taufschale und das goldene Krönchen der Kirchengemeinde von Siegen als Geschenk zu überreichen. Der Vortrag soll dazu beitragen, diesen Teil der Siegener Stadtgeschichte transparenter zu machen. Weiterlesen
Ein Haus voller Geschichte
Ehemalige Bewohnerin zu Gast im LWL-Freilichtmuseum Detmold

Originalaufnahme von Jutta Fick (geb. Stöcker) im Haus Stöcker. Foto: LWL
Das Haus Stöcker, ein Fachwerkhaus aus Burgholdinghausen (Ortsteil von Kreuztal im Kreis Siegen-Wittgenstein), wurde fast 90 Jahre lang von Familie Stöcker bewohnt. Heute steht das Haus im LWL-Freilichtmuseum Detmold und erzählt die Bewohnergeschichte der 1950er bis 60er Jahre. Noch besser als durch das Haus als Ausstellungsobjekt lässt sich die Geschichte von ehemaligen Bewohner:innen erfahren.
Hierzu lädt das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am kommenden Sonntag (7.6.) ein. Ab 10.30 Uhr wird Jutta Fick, die Tochter der ehemaligen Bewohnerin Annette Stöcker im Haus vor Ort sein, um für Fragen und Gespräche zum Haus Stöcker zur Verfügung zu stehen, in dem sie selbst als Kind wohnte. Sie berichtet von den Herausforderungen, dem Wandel ländlicher Lebensweisen und der Anpassungsfähigkeit seiner ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: LWL, Pressemitteilung, 2.6.26
VHS-Vortrag: „Heimatgeschichte(n) in der Zeitung. Funktioniert sowas?“
Di., 09.06.2026, 18:00 – 19:30 Uhr, Das neue CAPITOL, Im Herrengarten 8, 57319 Bad Berleburg, Holger Weber, Redakteur der Siegener Zeitung

Wer hätte gedacht, dass der Wasserturm in Erndtebrück bei seinem Einsturz im Jahr 1977 nicht nur mit Wasser für Lokomotiven, sondern kurioserweise auch mit Limonade gefüllt war? Oder dass ein Arzt aus Laasphe einst als konkretes Vorbild für den weltberühmten Gruselfilm „Frankenstein“ diente? Welche gefährlichen Räuber aus Schwarzenau wurden 1770 hingerichtet? Und weshalb findet sich auf einer Karte von 1913 zwischen Borissow und Minsk in Weißrussland ein Dorf namens Wittgenstein? Weiterlesen
Siegerländer Heimatstammtisch: „Weltweit erste Motoromnibuslinie“
28.5.2026, Cafe Klarfeld, Netphen-Deuz

Zur Motoromnibuslinie finden sich einige Einträge auf siwiarchiv.
Riedesel-Radtour
Vortrag: Sven Panthöfer M.A.: Friedrich Wilhelm Bäcker (1858–1940) – Ein Fotopionier im nördlichen Siegerland
Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ am 28. Mai 2026
Der Vortrag im Rahmen des Siegener Forums widmet sich dem Leben und fotografischen Schaffen des in Littfeld ansässig gewesenen Drechslermeisters Friedrich Wilhelm Bäcker. In den Jahren ab ca. 1905 bis 1920 hielt Bäcker Landschaften und Menschen im Littfe- und Ferndorftal fotografisch fest. Seine Aufnahmen zeigen das Bild der Dörfer, Menschen bei ihrer Arbeit und Landschaften. Seine Fotografien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs verdeutlichen, wie der Krieg bis in die Dörfer des Siegerlandes wirkte. Bisher kaum wahrgenommen wurden seine zahlreichen Portraitaufnahmen, die im Vortrag ebenfalls in den Blick genommen werden.
Neben der Fotografie stellte Bäcker Tabakpfeifen her, reparierte Uhren und handelte mit
Bilderrahmen und anderen Dingen. Er interessierte sich für Literatur und Astronomie, war Mitglied eines dörflichen Kulturkreises und pflegte lange Jahre einen Austausch mit dem Heimatschriftsteller und Lehrer Adolf Wurmbach.
Der Vortrag findet statt am Donnerstag, 28. Mai um 18.30 Uhr im Siegerlandmuseum. Der
Eintritt ist frei.
Noch bis zum 27. September ist die Ausstellung „Friedrich Wilhelm Bäcker – Visionen einerVergangenheit“ mit ausgewählten Aufnahmen im Siegerlandmuseum zu sehen.
Quelle: Stadtarchiv Siegen, Pressemitteilung
Nachtrag, 31.5.2026:
Wanderung auf den Spuren der angeblichen „Hexe“ Katharina Heinrich (1611)
Feudingen → Bad Laasphe — ca. 10 km — Wanderführer: Reinhard Schmidt
Am Samstag, 23. Mai, lädt die Tourismus, Kur und Stadtentwicklung GmbH (TKS) zu einer historischen Wanderung von Feudingen nach Bad Laasphe ein. Treffpunkt ist an der Haltestelle Feudingen: Abfahrt/Start dort ist um 13:31 Uhr – alternativ besteht die Möglichkeit bereits am Bahnhof Bad Laasphe zuzusteigen (Abfahrt dort 13:19 Uhr)
Die rund 10 Kilometer lange Strecke führt auf gut begehbaren Wegen durch die Frühlingslandschaft des oberen Wittgensteiner Landes und endet in Bad Laasphe mit einer gemeinsamen Einkehr im Schlosscafé. Leitung und Erläuterungen übernimmt der Heimatkundler und Wanderführer Reinhard Schmidt.
Im Zentrum der Wanderung steht die Geschichte von Katharina Heinrich, die 1611 in der Region wegen angeblicher Hexerei angeklagt wurde. An mehreren Stationen entlang des Weges verknüpft Reinhard Schmidt landschaftliche Eindrücke mit historischen Fakten: Entstehung von Verdächtigungen, Rolle von Aberglaube und sozialem Druck im 17. Jahrhundert sowie die Spuren, die solche Prozesse in den Archiven und im kollektiven Gedächtnis hinterlassen haben. Die Tour lädt dazu ein, Geschichte nicht nur zu hören, sondern räumlich nachzuvollziehen und darüber ins Gespräch zu kommen. Weiterlesen

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