Stadtspaziergang: »Straßen, Häuser, Schicksale«

Spaziergänge in die Vergangenheit Siegens – Stolpersteine in der Oberstadt

So, 16.3.2014, 15:30, 5 €, Klaus Dietermann

Zahlreiche Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig in der Siegener Oberstadt erinnern an die Menschen der Synagogengemeinde der Stadt. Die jüdische Gemeinde bestand von 1884 – 1938. Die Biografien der vertriebenen oder ermordeten jüdischen Siegener rufen das Leid dieser Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus in Erinnerung.

Treffpunkt: VHS-Eingang am KrönchenCenter
Ende: Löhrtor Schwimmbad

Quelle: Stadt Siegen, VHS-Programm

Tag der Archive 2014 „Frauen-Männer-Macht“: Edith Langner

Edith Langner
 

Geboren am 23.1.1913 in Posen, verstorben am 7.12.1986.

 

Mitglied des Landtags 25. 7. 1966 bis 27. 5. 1975, gewählt in der 6. und 7. Wahlperiode über Landesliste.

 

kam 1919 nach Schlesien, Mittlere Reife. Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnenseminar. Staatliches Examen. Von 1932 bis 1938 Kindergärtnerin und Hauslehrerin. 1938 Heirat mit  Pastor L., der seit 1944 in Rußland vermißt ist. 1945 mit der Familie geflohen, erlebte den Großangriff auf Dresden, kam über Passau 1945 nach Siegen. Von 1959 bis 1966 Sozialhelferin und Mitarbeiterin der Inneren Mission. Ab 1946 Vorsitzende der ev. Frauenhilfe Siegen-Fischbacherberg. Ab 1962 Presbyterin der ev. Kirchengemeinde Siegen. Mitglied der CDU ab 1947, Mitglied des Kreisvorstandes der CDU ab März 1965, ab 1964 Kreisvorsitzende und ab 1968 im Landesvorstand der CDU-Frauenvereinigung, ab 1969 stellv. Bezirksvorsitzende der Frauenvereinigung Sieger-/Sauerland und Hauptausschussmitglied der CDU-Bundesfrauenvereinigung. Von 1947/48 bis 1952 Bürgervertreterin in kommunalen Ausschüssen (u. a. des Wohlfahrtsausschusses) der Stadt Siegen. Von 1952 bis 1971 Stadtverordnete der Stadt Siegen. Vorsitzende des Vertriebenenrates. Mitglied im Kuratorium der Stiftung Haus des Deutschen Ostens.

 

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Vortrag mit Großdias: »Siegen, wie es früher einmal war –

Spaziergang durch Alt-Siegen vor der Zerstörung im Winter 1944«

11.3.2014, 19:30 Uhr
18.3.2014, 19:30 Uhr
25.3.2014, 19:30 Uhr
KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, Siegen
Alle Termine – 11., 18. und 25. März – sind ausverkauft!

Nach der Premiere der Dia-Schau 2008 mußte die Vorführung mehrfach wiederholt werden, dennoch konnten viele die Dia-Schau nicht mehr besuchen. Deshalb haben sich die Veranstalter (VHS Siegen, Stadtarchiv Siegen, Geschichtswerkstatt Siegen und der Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e. V.) entschlossen, den Vortrag an drei Terminen erneut zu zeigen. Gezeigt werden historische Stadtansichten von Siegen mit Dia-Aufnahmen, die vor der Zerstörung Siegens aufgenommen wurden. Es werden Bilder gezeigt, die teilweise vor 1910 entstanden. Vortragsreihe: »Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte«

Quelle: Stadt Siegen, VHS Siegen

Tag der Archive 2014 „Frauen-Männer-Macht“: Lotte Friese-Korn

Lotte Friese-Korn

Geboren am 1. 9.1899 in Halle a. d. Saale, verstorben am 14./15.10.1963 in Siegen.
Mitglied des Landtags 31.7.1947 bis 4.7.1954, gewählt in der 1. und 2. Wahlperiode über Landesliste.

Lyzeum und Handelsschule. 1918 bis 1920 Gärtnerinnenlehranstalt Weimar, anschließend Praktikantenjahr in Landfrauenschule, Handelsgärtnerei und Privatgartenbau. 1926 Gasthörerin an der Universität, Praktikantin am Botanischen Garten in Jena. 1927 Bis 1939 Gartenbaulehrerin in Siegen (Westfalen). Bis 1943 an der Mädchenberufsschule in Bochum. Mitglied der FDP ab 1946, ab 1947 im Kreis-, Bezirks- und Landesvorstand, Vorsitzende des Landesfrauenausschusses der FDP Nordrhein-Westfalen und stellv. Vorsitzende des Bundesfrauenausschusses. Von 1946 bis 1948 Mitglied des 1. Kreistages in Siegen und des Gemeinderates Breitenbach. Vorstandsmitglied der Landesverbände Westfalen-Lippe des Deutschen Roten Kreuzes und des Deutschen Jugendherbergswerkes. Mitglied im Beratenden Ausschuß für das Pressewesen von November 1949 bis Juni 1955.

Mitglied des Bundestages 1953 bis 1961

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Findbuch A 413 „Fürstentum Siegen, Oranien-Nassauische Behörden, Siegener Behörden“ online

Link zum Findbuch

Bestandsbeschreibung:

„Der Bestand „Fürstentum Oranien-Nassau“ umfaßt die Akten der oranien-nassauischen Verwaltung des Siegerlandes vom Erlöschen des Nassau-Siegenschen Fürstenhauses (1743) bis zum Übergang an Preußen (1815), und zwar für das Fürstentum Siegen unter Ausschluß der Akten der in der Zeit des Großherzogtums Berg (1807-1813) neu geschaffenen Behörden (siehe Findbuch B 70 „Großherzogtum Berg“), für den Grund Burbach darüber hinaus unter Ausschluß der Akten der Regierung Dillenburg, die mit den älteren Dillenburger Akten betr. Burbach den Bestand „Burbach A“ bilden, und ohne die als „Burbach C“ und „Burbach D“ verzeichneten Rechnungen und Amtsakten (siehe Findbuch A 420 „Freier Grund Sel- und Burbach“). Weiterlesen

Wiederholung des Inventars des Beethovenhauses von Siegen nach Bonn, 1945

– echte „Monuments Men“ bei der Arbeit:

„Wiederaufbauarbeiten in Bonn, Beethovenhaus, Wiederholung des Inventars des Beethovenhauses aus einem Stollen bei Siegen und Anlieferung in Beethovenhaus durch US-LKW. Klavier und Flügel des Musikers, Büste“ – Filmbeschreibung der Berliner Firma history vision, die die Einbettung des Filmes dankenswerterweise ermöglicht hat. In der Literatur zur Geschichte des Hainer Stollens als Bergungsort gibt es folgende weiterführende Informationen:
“ …. Als wir gehen wollten deutete Etzkorn [Anm.: Oberpräparator Suermondt-Museum Aachen] auf vierzig Kisten vom Beethovenhaus in Bonn. Eine Kiste davon enthielt das Manuskript der Sechsten Symphonie. ….“,
aus: Hans-Martin Flender: Westdeutsche Kunstschätzer in Siegen 1944/45. Captain Hancock überspielte die Bürokratie, in: Siegerland. Blätter des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins e.V., Heft 1 (2009), S. 26
“ …. Am 11. Mai 1945 traf …. die erste Lastwagenkolonne …. vor dem Beethovenhaus ein. Die Aktion wurde von einem amerikanischen Filmteam für die Wochenschau aufgenommen. Am 24., 27. und 29. Mai folgten weitere Rücktransporte nach Bonn. …“
aus: Hans-Martin Flender: Stollenöffnung nur „über meine Leiche“. Kunstschätze im Hainer Stollen sollten gesprengt werden, in: Unser Heimatland 1995, S. 53

Die „Monuments Men“ in Siegen: Großes Interesse an Sonderveranstaltung

Großer Andrang am Montagabend im CineStar-Kino, auch ohne „George“: Die Stadt Siegen hatte am 24. Februar zur Sonderveranstaltung „Cine History. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte.“ geladen. „Monuments Men“, die jüngste Hollywood-Produktion von Clooney, die unter anderem auch von der Rettung des Kunstschatzes im Hainer Stollen in Siegen erzählt, ist schon im Vorfeld in den Medien auf großes Interesse gestoßen. Dementsprechend rege war auch die Nachfrage an Karten. Für die fast 300 Besucher musste kurzfristig sogar ein größerer Saal organisiert werden.

Bürgermeister Steffen Mues freute sich über den starken Andrang und das große Interesse. In seiner Begrüßungsrede wies er darauf hin, dass es das erste Mal sei, dass der Namen der Stadt Siegen in einem Hollywood-Film erwähnt wurde:

„Man stelle sich vor: Die Reliquien Kaiser Karls des Großen, die Bestände des Beethoven-Hauses, Rubens-Gemälde und Werke der klassischen Moderne, Artefakte, die Ausdruck der europäischen Kultur und ihrer Blüte darstellen, standen in den Kriegswirren 1944/45 in der Gefahr zerstört zu werden!“ Weiterlesen

Ein Hauch Großstadtflair – „Siegener Neue Zeitung“

SiegenerNeueZeitungWeitere Exemplare gesucht

Aus privatem Besitz hat das Stadtarchiv Siegen eine wahre Rarität erhalten: zwanzig Ausgaben der Illustrierten Wochenschau „Siegener Neue Zeitung“. Eine Illustrierte, die in Zeiten des bunten Journalismus von „Stern“, „Quick“ und „Bunte“ auch in die kleine Stadt unterm Krönchen einen Hauch Großstadtflair bringen sollte.

Am 1. Mai 1958 wagte der damals in Siegen lebende, freischaffende Journalist Ernst Wilhelm Mänken, der unter anderem für die Siegener Zeitung und den Westfalenspiegel kulturelle Berichte veröffentlicht hatte, den Versuch in Siegen eine illustrierte Wochenschau zu publizieren. Die Wochenschau, mit Verlagssitz in Siegen, sollte für 1,- DM am Kiosk für jedermann erhältlich sein. Inhaltlich befasste sie sich mit Mitteilungen aus der Region und kommenden Veranstaltungen, aber auch mit Nachrichten aus aller Welt, Wirtschaft und Sozialpolitik.
Für die Hausfrauen, die damaligen Hauptadressaten von illustrierten Zeitschriften, bot die „Siegener Neue Zeitung“ eine Reihe von speziellen Themenschwerpunkten an. In den Rubriken Feature, Mode, Stars und Filme, Welt der Frau, sowie Bauen und Wohnen fand die Hausfrau die neuesten Trends, Klatsch der High Society und Ratschläge für den Alltag. Eine Themenauswahl, die auch in den heutigen Illustrierten noch zu finden ist. Die „Siegener Neue Zeitung“ sollte jedoch nicht nur Informationen liefern, sondern den Leser zur Interaktion animieren. Denn die Wochenschau bot auffallend viel Platz für Leserbriefe, Kurzgeschichten und Kritiken, um auch den Leser zu Wort kommen zu lassen. Weiterlesen

Nach über 60 Jahren wieder vereint: Siegerland- und Sauerlandfilm fanden zusammen


Sie haben die gleichen Schöpfer, stammen aus einer Feder und doch waren sie über 60 Jahre getrennt, die Filme die zusammen gehören. Mit dem Siegerland Film „Der Eisenwald“ und dem Sauerlandfilm „Glocken über den Wäldern“ schufen Regisseur Herbert Ladendorff und Kameramann Herbert Apelt als Verantwortliche der Dreyer Kulturfilm aus Düsseldorf in den Jahren 1952/53 die zwei wohl bedeutenstens und künstlerisch wertvollsten Kulturfilme jener Zeit über das Sieger- und Sauerland. Beide Filme wurden nahezu zeitgleich gedreht und sollten einander ergänzen – aufeinander aufbauen. Doch gleich nach ihrer Fertigstellung trennten sich die Wege der beiden kulturhistorisch wertvollen Filme. Das sie zusammen gehören wurde bis heute vergessen.

Nachdem „Der Eisenwald“ im Jahr 2006 durch die in Siegen ansässige Industriefilmproduktion mundus.tv veröffentlicht wurde, setzten sich die Verantwortlichen auf die Spuren des verschollenen zweiten Films. In München führte die Spur über das FWU Institut für Film- und Bild in Wissenschaft und Unterricht zu Kameramann Herbert Apelt der heute über 90 Jahre alt ist und in München lebt. Apelt stand nicht nur bei Produktionen wie „Der Eisenwald“ oder „Glocken über den Wäldern“ hinter der Kamera. Er war auch maßgeblich für die bildgewaltigen Einstellungen des berühmten Bergfilmers Luis Trenker verantwortlich. Herbert Apelt stellte den Siegener Filmemachern eine 35mm Filmkopie zur Digitalisierung und Restauration zur Verfügung die die Grundlage der weiteren Arbeit an dem Projekt bildete. Weiterlesen

CineHistory: Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte

Stadt Siegen lädt zu Sonderveranstaltung ein

Der Hollywood-Streifen „Monuments Men“ erzeugt derzeit ein großes Echo in den regionalen Medien. Denn ein Teil der in dem Film erzählten Geschichte handelt von der Rettung des Kunstschatzes, der am 2. April 1945 im Hainer Stollen in Siegen aufgefunden wurde.
Kein geringerer als Superstar und Hauptdarsteller George Clooney deutet wenige Minuten nach Beginn der Story auf eine Landkarte und spricht akzentfrei das Expeditionsziel „Siegen“ aus.

Für die Stadt Siegen ist der Kinostart von „Monuments Men“ Anlass, in Zusammenarbeit mit dem CineStar-Kino Siegen zu einer Sonderveranstaltung einzuladen.

Sie steht unter dem Titel „CineHistory. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte“ und findet am Montag, den 24. Februar 2014, statt. Das Besondere: Jedermann, der für diesen Abend eine Kinokarte erwirbt, hat die Gelegenheit, ab 19.00 Uhr an einem Empfang mit kostenlosen Getränken und Snacks teilzunehmen. Ab 19.40 Uhr referiert der Siegener Historiker Dieter Pfau im Kinosaal über Hintergründe zum Kunstschatz in Siegen. Dem ca. 20-minütigen Vortrag folgt um 20.10 Uhr die Vorführung von „Monuments Men“.
Der Vorverkauf für die Sonderveranstaltung „CineHistory. Der Kunstschatz in Siegen. Die wahre Geschichte“ läuft am Dienstag, 18. Februar 2014, an.
Das Kartenkontingent ist begrenzt, so dass sich eine rechtzeitige Reservierung von Plätzen empfiehlt. Erhältlich sind die Tickets über das CineStar, Sandstraße 31. Weiterlesen