Seit 2010 beschäftigt sich das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein mit dem einzigen, kommunistischen Landrat des Altkreises Siegen nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu den ersten Beiträgen auf siwiarchiv im Jahr 2012 gehörte der damals bekannte Forschungsstand, der eine intensive Diskussion und die Publikation einiger biographischer Quellen nach sich zog.
Im Zuge einer Vorbereitung zweier Praktika fand sich bei der Sichtung der noch unverzeichneten Aktenbandes „Kreistag Allgemeines, 1948 – 1961“ (Aktenzeichen 024-30) der Lebenslauf und der Entnazifizierungsfragebogen, den die britische Militärregierung vor der Ernennung Ottos zum Landrat über den Arnsberger Regierungspräsidenten Fritz Fries im Frühjahr 1946 einforderte.
Lebenslauf, Fragebogen und der dazugehörige Schriftverkehr wurden mit den bescheidenen technischen Möglichkeiten des Kreisarchivs „aus der Hand“ abfotografiert und als PDF-Datei hier zur Verfügung hestellt: LROttoCVFragebogen.
Archiv der Kategorie: Regionalgeschichte
Ernst Biberstein, geb. in Hilchenbach
oder: Erinnerungspolitik und Wikipedia
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage von FDP-Fraktion vom 27. Mai 2014 zur Information im Rat der Stadt Hilchenbach
am 25. Juni 2014
Wortlaut der Anfrage“ Personeneintrag zu Hilchenbach in Wikipedia“:
„Im Nachgang zur letzten Sitzung am 21. Mai 2014, in der rechtsradikale Schmierereien beklagt wurden, möchte ich lhnen in diesem Zusammenhang mitteilen beziehungsweise die Frage stellen, ob im Hause bekannt ist, dass auf der lnternetseite Hilchenbach von Wikipedia unter der Rubrik „Söhne und Töchter der Stadt“ der Name Ernst Biberstein, geboren 1899 in Hilchenbach (unter dem Namen Ernst Szymanowski ), SS-Obersturmbandführer und Leiter eines Einsatzkommandos in Russland, geführt wird?
Über sein Leben und Wirken kann man auf diversen Seiten im Internet nachlesen, unter anderem auf der Seite „Pastoren unterm Hakenkreuz“.
lch bitte, darüber nachzudenken, ob und wie dieser, wie ich meine unangemessene, Personeneintrag von der Seite Hilchenbachs entfernt werden kann.“
Antwort der Verwaltung: Weiterlesen
Bernhard Lohrum: Von den Geisweider Eisenwerken bis zu den Deutschen Edelstahlwerken
Dokumentation der Entwicklung anhand von Luftaufnahmen

Link zur PDF-Datei: Geisweider Eisenwerke bis DEW .
Vortrag „Kölner Einflüsse auf die Grafschaft Nassau im Mittelalter“
Ratssaal des Rathauses Hilchenbach, Markt 13, Hilchenbach
01.07.14, 19.30 Uhr
Der Historiker Dr. Andreas Bingener, Siegen, hält einen Vortrag über die „Kölner Einflüsse auf die Grafschaft Nassau im Mittelalter“. Vortragsthema ist das Grenzgebiet im nördlichen Siegerland sowie der Konflikt zwischen den Kölner Erzbischöfen und den Grafen von Nassau sowie politische und wirtschaftliche Hintergründe.
Internationale Konferenz „Der Erste Weltkrieg und die reformierte Welt“
Eröffnung der Ausstellung „Siegerländer und Wittgensteiner Gemeinden im Ersten Weltkrieg“ an der Universität Siegen (3.-5. Juli 2014)
Die deutsche Gesellschaft für die Geschichte des reformierten Protestantismus (Dr. Hans-Georg Ulrichs) und die Universität Siegen (Prof. Dr. Veronika Albrecht-Birkner) veranstalten in Kooperation mit der Johannes-a-Lasco-Bibliothek Emden eine internationale Tagung zur europäischen Urkatastrophe des Ersten Weltkrieges und dem weltweiten Reformiertentum.
Neben Länderstudien über die Reformierten in kriegführenden und in neutralen Ländern wird es Einzelstudien über Personen, Organisationen, einzelne kirchliche Arbeitsfelder und deutsche Territorien geben.
In den Vorträgen wird es auch um die reformiert geprägten Kirchenkreise in Südwestfalen gehen: Weiterlesen
Ferndorfs 900-Jahrfeier auf DVD erhältlich
Die 900-Jahrfeier Ferndorfs im Jahr 1967 war der Anlass zum Erstellen von zwei Filmen – einer Dokumentation über den Festzug dieses Jahrhundertevents und ein Film über Ferndorf, seine Menschen und Vereine.
Beide wurden von Laien erstellt, sind ein einmaliges Zeitdokument und werden nun zusammen von der Stadt Kreuztal und dem Dorfgemein- schaftsverein Ferndorf als DVD herausgegeben. Auf der Internetseite www.ferndorf.de sind einige Filmausschnitte zu finden. Weiterlesen
Literatur zur Auswanderung vom Siegerland nach Amerika
Ilka Irle, Roselieb Prehn-Irle
»Geliebtes Kind – komm doch nach Amerika!«
Auswandererschicksal 1887
interconnections, s/w Fotos, ISBN 978-3-86040-209-2, Ca. 144 Seiten, € 15,90
„Betrogen und verraten von seinem eigenen Schwiegervater, arbeits- und ehrlos musste er sich ohne seine kleine Tochter Emilie nach Amerika durchschlagen. Hermann Schneider hat keinen leichten Anfang, als er aus seinem geliebten Siegerland auswandern muss.
„Die Wege sind im Urwald nur daran zu erkennen, daß hier die Bäume und das furchtbar dichte Unterholz etwas ausgehauen sind. Zirka 6 Meilen war ich nun durch tiefen Schnee durchgestrumpft und mir kein menschliches Wesen mehr begegnet, noch irgend etwas gehört, als ich auf einmal an einen Kreuzweg komme und wußte da wirklich nicht, ob rechts oder links ich gehen sollte. Die ganze Welt glaubt doch nur an einen Teufel, ich habe aber hier drei gesehen. Auf einmal erscheint ein ganz verdächtig schwarzer Mann vor mir. Ich redete denselben auf englisch an und fragte nach dem richtigen Wege zu dem Camp, wo ich hinwollte und dieser Schwarze zeigte mir den richtigen Weg, denn er hatte mich auf englisch verstanden. Vielleicht wieder einige Meilen marschiert, begegneten mir wieder zwei solcher Schwarzen!“
Diese erste Begegnung mit Wisconsin-Indianern bleibt nicht das einzige Abenteuer auf seiner Reise. Weiterlesen
Internetseite zum Ende des 2. Weltkrieges in der Region online

Aus einer Buchpublikation zum Ende des 2. Weltkrieges in der Region Westerwald/Siegerland ist diese Webseite hervorgegangen, die neben Bild- und Videomaterial hauptsächlich Angaben zum militärischen Verlauf des Kriegsendes enthält. Hilfreich für genealogisch Forschungen ist die Gefallenendatenbank der Seite.
Archivische „Folgen“ der Kommunalwahl 2014
Die Kommunalwahl 2014 hatte eine recht umfangreiche und grundsätzlich archivwürdige Abgabe von Unterlagen des Büro Landrates zur Folge. Zur Abgabe wird nun eine erste flache Erschließung erstellt.
Ausstellung „Siegen 1951/52 – Bilder einer Stadt im Wiederaufbau“
29. Juni 2014 bis 7. September 2014
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss
Wilhelm Weyer (1891-1971), zwischen 1946 und 1949 Leiter des Stadtarchivs Siegen, der städtischen Büchereien und des Siegerlandmuseums, unternahm in den Sommermonaten der Jahre 1951 und 1952 Streifzüge durch die damalige Stadt Siegen. Mit einer bis heute im Bestand des Museums bewahrten Leica-Kamera dokumentierte er den fortschreitenden Wiederaufbau in der „Stadt unter dem Krönchen“. Es entstand eine ungewöhnliche , sehr individuelle Dokumentation, die – konfrontiert mit Zeitungsartikeln der lokalen Presse aus genau diesen Jahren – zu einem spannenden Zeitdokument wird, das nicht nur den Zeitzeugen in seinen Bann ziehen kann. Es erscheint ein begleitender Katalog.

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