DVD-Tipp: „Das Wittgensteiner Land“

DVDWittiFilmische Streifzüge der 1920er bis 1980er Jahre

DVD mit Begleitheft (D 166)
Sechs historische, z.T. bearbeitete und gekürzte Filme Schwarz-Weiß und Farbe von zusammen ca. 2,5 Stunden

„Und dann die Bilder! Waren das nur Bilder? Saßen wir noch im Capitol-Theater oder fühlten wir uns hineinversetzt in die Natur? Wälder und Berge, enge und weitere Täler, die uralte Eisenstraße, der Weidelbacher Weiher in seiner verträumten Schönheit, die Schlösser in Berleburg und Laasphe, Kleinstadtbilder, Dörfer und Einzelsiedlungen und immer wieder Farbe – Farbe! […] In einer Viertelstunde haben wir ein Maß an Schönheit erlebt, wie wir es nicht erwartet hatten! Ja, das ist unser Wittgenstein!“ Weiterlesen →

200 Jahre Westfalen: Die Region feiert im Jahr 2015 Geburtstag

LWL stellt Gesamtdarstellung der westfälischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert vor

Das Cover des Bandes „Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region“ zeigt das Luftschiff „Graf Zeppelin“ im Juni 1930 über Münster. Foto: LWL

Mit der Bildung der preußischen Provinz Westfalen 1815 wurde der Flickenteppich der westfälischen Territorien erstmals als zusammenhängendes Gebiet geeint. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) veröffentlicht dazu im Jubiläumsjahr 2015 eine Geschichte der Region im 19 und 20. Jahrhundert. Der Band „Westfalen in der Moderne 1815-2015. Geschichte einer Region“ zeigt in 25 Kapiteln, von welchen Entwicklungen und Besonderheiten Westfalen in den vergangenen 200 Jahren bestimmt war und heute immer noch ist. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen dem LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte und dem Aschendorff Verlag. Weiterlesen →

Siegener Beiträge – Jahrbuch zur regionalen Geschichte, Bd. 19, erschienen

siegenerbeitraege2014Im vorliegenden Jahrbuch spannen die Beiträge wieder einen zeitlichen Bogen vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit. Mit den archäologischen Forschungen des Heimatforschers Paul Theis beschäftigt sich die Bochumer Archäologin Stephanie Menic und mit neuen methodischen Anwendungen entführt uns Olaf Wagener am Beispiel von Ginsburg und Junkernhees in die mittelalterliche Burgenforschung.
Den konfessionell motivierten Konflikt zwischen Wilhelm Hyazinth und seinen Untertanen in der zeitgenössischen Medienöffentlichkeit thematisiert der Münsteraner Historiker Johannes Arndt, während sein Kollege Heiko Haumann einen reizvollen Vergleich zwischen zwei Niederwaldwirtschaftenweisen, der Siegerländer Haubergswirtschaft und dem Schwarzwälder Rüttibrennen, zieht. Einen weiteren Baustein zu einer Biografie von Hans Kruse liefert Bernd Plaum, der dessen Aktivitäten im Verein für Bodenreform beleuchtet. Weiterlesen →

Ist das Leben eines Archivaren eine Einbahnstraße?

Porträt 0351

Vorgestern stellte Prof. Dr. Reininghaus im Siegener Forum die Biographie von Friedrich Philippi, vor, die nun wahrlich keine Einbahnstraße war. Neben dem Dreiklang Archivar-Historiker-Hochschulprofessor trat seine Bedeutung als Archäologe hinzu. Salopp verkürzend darf man vielleicht sagen: Philippi brachte die Römer nach Westfalen.
Die Herausgabe der beiden Bände des Siegener Urkundenbuchs – besser eigentlich: Siegerländer Urkundenbuch – legten die Grundstein für die wissenschaftliche Erforschung der regionalen Geschichte – bis in die Jetztzeit. Zu diesem Zweck war er mit den wichtigsten Siegerländern Forschern vernetzt: Achenbach, Kruse, Heinzerling etc.

Literaturhinweis: Bernd Stremmel „Alte Straßen und Wege in Wittgenstein“

stremmelwegewittgenstein397 Seiten incl. Bilder-DVD, 39,95 Euro

Erhältlich bei
allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wittgenstein,
Buchhandlung Kühn in Bad Berleburg und
Buchhandlung MankelMuth in Berleburg

Ebenso erhältlich für 39,95 € plus Versandkosten beim Autor
Bernd Stremmel
Ostpreußenstraße 15
57319 Bad Berleburg

Link zum Radio Siegen Beitrag vom 18.11.2014

Ulrich F. Opfermann: Justus Weihe (1891-1980)

Landrat des Kreises Siegen 1936-1939 und 1941-1944

Justus August Jakob Alexander Hellmut Weihe wurde am 10. März 1891 als jüngster Sohn des preußischen Richters und konservativen Abgeordneten Hermann Weihe und dessen Frau Laura Maria Emilie Henriette, geborene Steinmeister, in Bünde (Westfalen) geboren. Justus Weihe besuchte in Bünde die Volksschule, dann die Lateinschule und nach dem Umzug der Familie nach Kassel – der Vater war jetzt Amtsgerichtsrat – ein Gymnasium. Die Familie repräsentierte in der sozialen Hierarchie die obere bildungsbürgerliche konservative  Mittelschicht und ein klassisch preußisch-protestantisches Beamten- und Juristenmilieu. Ein Großvater war ebenfalls Richter, die Brüder der Mutter Regierungsbeamte im höheren Dienst.[1] Weiterlesen →

Berliner Kunstgewerbemuseum setzt Zeichen

Sammlungs-, Kompetenz- und Ausstellungszentrum für Mode in Berlin dank Hilfe von Franz von Lipperheide aus Berleburg

Sommerkostüme und Promenadenkleid um 1900 in der Modegalerie des Kunstgewerbemuseums. © Berlin, Kunstgewerbemuseum / Achim Kleuker

Sommerkostüme und Promenadenkleid um 1900 in der Modegalerie des Kunstgewerbemuseums. © Berlin, Kunstgewerbemuseum / Achim Kleuker

Mit seiner Wiedereröffnung rückt das Kunstgewerbemuseum als ältestes Museum seiner Art in Deutschland neben seinen großartigen Schätzen des Mittelalters und der Renaissance nun auch das 20. Jahrhundert stärker in den Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der umfangreichen Modesammlung.
Ab 22. November 2014 präsentiert das Kunstgewerbemuseum seinen bedeutenden Bestand an Mode und Accessoires des 18 bis 20. Jahrhun-derts der Öffentlichkeit. Grundlage der neuen Modegalerie bildet die 2009 angekaufte internationale Sammlung von Martin Kamer und Wolfgang Ruf. Von Reifröcken und Roben des 18. Jahrhunderts bis hin zu Kleidern von Coco Chanel und Yves Saint Laurent wird der Wandel der Moden in Europa gezeigt. In abgedunkelten Räumen mit eingebauten Großvitrinen kann der Besucher an rund 130 Kostümen und ebenso vielen Accessoires wie an einer Schaufensterpassage entlang flanieren. Berlin erhält damit zum ersten Mal eine thematisch umfassende Dauerausstellung zum Thema Mode.
Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin: „Worth, Vionnet, Chanel, Dior, Yves Saint Laurent, Versace: Ab heute ist im Kunstgewerbemuseum am Kulturforum das “Who’s Who“ der klassischen Modedesigner versammelt. Mit mehr als 100 Kostümen und ebenso vielen Accessoires – vom Hut bis zum Schuh – präsentieren wir in unserer neuen Dauerausstellung drei Jahrhunderte europäischer Modegeschichte.
Der neue Schwerpunkt des Kunstgewerbemuseums bietet auch die Möglichkeit einer langfristigen Standortprofilierung für das gesamte Kulturforum als Sammlungs-, Kompetenz- und Ausstellungszentrum für Mode im Herzen Berlins: Im Zusammenspiel mit anderen hier angesiedelten Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin – vor allem der Kunstbibliothek mit der „Sammlung Modebild. Lipperheidesche Kostümbibliothek“ – entsteht ein Ort, an dem Modegeschichte vielfältig erlebbar ist.“

Quelle: Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Pressemappe v. 20.11.2014

s. a. Lipperheide-Lebenslauf auf siwiarchiv