Literaturhinweis: Emil Sehling „Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts“

Zweiundzwanzigster Band: Nordrhein-Westfalen II. Das Erzstift Köln. Die Grafschaften Wittgenstein, Moers, Bentheim-Tecklenburg und Rietberg. Die Städte Münster, Soest und Neuenrade. Die Grafschaft Lippe (Nachtrag)
Begr. v. Emil Sehling, fortgeführt von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, hrsg. v. Eike Wolgast. Bearb. v. Sabine Arend
2017. XIV, 619 Seiten, ISBN 978-3-16-155139-0

„Evangelische Kirchenordnungen entstanden im 16. Jahrhundert vor dem Hintergrund des reformatorischen Umbruchs. Sie trugen ordnende Strukturen in die Kirche ein, indem sie Ämter, Liturgie, Predigt und Gottesdienst gemäß der evangelischen Lehre neu definierten. Viele Kirchenordnungen wirkten auch in das gesellschaftliche Leben hinein, auf die öffentliche Fürsorge und die soziale Ordnung sowie in den Bereich von Haus und Familie mit Regelungen zur Ehe und zum Zusammenleben der Partner.
Der rheinisch-westfälische Raum stellt hinsichtlich der Reformationseinführung eine heterogene Landschaft dar. Er war nicht nur territorial stark zersplittert, sondern auch konfessionell vielgestaltig. Nachdem zahlreiche Territorialherren und städtischen Magistrate in den 1530er Jahren die Reformation lutherischer Prägung eingeführt hatten, leiteten einige Fürsten in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts den Wechsel zum reformierten, an der Theologie Johannes Calvins ausgerichteten, Bekenntnis ein.“

Quelle: Verlag

Link zum Editionsprojekt der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Für die Nassauischen Grafschaften s.: Sabine Arend (Bearb.): Die evangelischen Kirchenordnungen des XVI. Jahrhunderts. Begründet von Emil Sehlig. Zehnter Band: Hessen III. Die Grafschaften Nassau, Hanau-Münzenberg und Ysenburg., Tübingen 2012. Rezension v. Jan Martin Lies in: sehepunkte 13 (2013) Nr. 9

Video: Überblick über die Arbeit der Germanna Foundation (engl.)

Die Germanna-Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die 1956 gegründet wurde, um das Erbe der frühesten organisierten Siedlungen der Deutschen in Fort Germanna in Virginia 1714 und 1717 zu bewahren. 1714 holte der damalige Gouverneur von Virginia einige hundert Siegener und Wittgensteiner nach Amerika und beschäftigte sie als Bergleute für die Eisenverhüttung. Fast ein Jahr waren die Auswanderer damals unterwegs, bevor sie im Osten der USA siedelten.

Zur Auswanderung aus dem Kreisgebiet sind auf siwiarchiv weitere Einträge erschienen.

Danke für den Hinweis an TT!

Heute vor 140 Jahren: Enthüllung des Kriegerdenkmals in Siegen

Die 69 Seiten starke Publikation „Die Feier der Enthüllung des Kriegerdenkmals in Siegen, verbunden mit dem 1. Verbandsfest der Krieger-Vereine im Sieg-, Dill- und Westerwaldgebiet am 5. und 6. August 1877“ (Siegen 1877) von C. Buchholz befindet sich in den digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.

Bernhard Meuser (1883 – 1949) – Lebenslauf eines Oberkreisdirektoren

Bernhard Meuser „ … gehörte nach dem Ersten Weltkrieg zu den bekanntesten Persönlichkeiten des Siegerlandes ….“, so jedenfalls Lothar Irle. Diese Einschätzung und die Tatsache, dass Meuser vom Kreistag des Kreises Siegen 1946 zum Oberkreisdirektoren gewählt worden war, sind die Gründe für diese tabellarische, biographische Zusammenstellung: Weiterlesen

Kreisarchiv bittet um Mithilfe 5

Im Vordergrund v. l. Landrat Hermann Schmidt, NN, Oberkreisdirektor Karl-Heinz Forster, NN. Forster hält eine Abbildung des Spandauer Rathaus (?), die sich in der Bilderkammer der Kreisverwaltung erhalten hat.

Im Bildarchiv des Kreisarchivs Siegen-Wittgenstein befinden einige unzureichend beschriebene Bilderzusammenstellungen. Ziel dieser Reihe ist mit Hilfe der Leserinnen und Leser von siwiarchiv Personen und ggf. Orte der Aufnahmen oder Anlässe der Fotos zu ermitteln. Ausgewählt wurde die Bildersammlung, die Fotografien mit dem ehemaligen Oberkreisdirektor (OKD) Karl Heinz Forster enthalten.
Zu sehen sind hier der Oberkreisdirektor und Landrat Schmidt. Die übrigen Personen sind unbekannt. Der Anlass ist offensichtlich ein Besuch einer Gruppe aus der Partnerstadt Spandau.

s. a.
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 1
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 2
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 3
Kreisarchiv bittet um Mithilfe 4

Internationaler Gedenktag der Sinti und Roma in Auschwitz am 2. August

Die Nationalsozialisten verschleppten von März 1943 bis Juli 1944 23.000 Roma und Sinti aus elf Ländern Europas nach Auschwitz. Nahezu alle fanden dort den Tod. Am 2. August 1944 wurden die im Lagerabschnitt B II e des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau verbliebenen 2.900 Sinti und Roma auf Befehl des Reichssicherheitshauptamtes ermordet. Ein vorangegangener Versuch, 6.000 Roma und Sinti in die Gaskammern zu bringen, scheiterte am 16. Mai 1944 an dem Widerstand der Häftlinge. In den darauf folgenden Wochen wurden 3.000 der an dem Aufstand beteiligten Häftlinge bei Selektionen von den SS-Ärzten als „noch arbeitsfähig“ eingestuft und zur Sklavenarbeit in andere Konzentrationslager im Reichsgebiet verschleppt, nach Buchenwald, Mauthausen, Ravensbrück, Sachsenhausen und Dachau. Zurück in Auschwitz blieben 2.900 Roma und Sinti, überwiegend Kinder, deren Mütter und alte Menschen. Die SS brachte sie in der Nacht vom 2. auf den 3. August in die Gaskammern und verbrannte die Leichen in einer Grube neben dem Krematorium V.
Das Aktive Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein weist als einziges Opfer, das in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in Auschwitz ermordet wurde, Elisabeth Wagner, Netphen-Werthenbach, aus.

Quelle:
Zerntralrat Deutscher Sinti und Roma

Weitere Informationen zur Geschichte der Geschicte der Sinti in der Region in der Zeit des Nationalsozialismus s. a. diese Einträge auf siwiarchiv

Neuauflage: »Westfälische Reformationsgeschichte«

Obschon erst 1993 erschienen, gilt Robert Stupperichs »Westfälische Reformationsgeschichte« als Standardwerk zum Thema Reformation in Westfalen. Zum Reformationsjubiläum 2017 wurde es nun im Auftrag des Vereins für Westfälische Kirchengeschichte neu aufgelegt.

Ob reformiert oder lutherisch, ob Reformation in der Stadt oder auf dem Land oder »merkwürdige Ereignisse« wie das Täuferreich zu Münster (S. 236) – auch wenn Martin Luther nie in Westfalen war, hat seine Lehre im sowohl territorialpolitisch als auch konfessionell heterogenen Raum bleibende Spuren hinterlassen.

Der »Stupperich« bietet dazu neben dem präzisen historischen Überblick über die Reformationszeit in westfälischen Territorien – z. B. für die Grafschaft Wittgenstein auf den Seiten 188 bis 191 – auch eine theologische Einordnung der Ereignisse. Weiterlesen

Heimatvereine aus Salchendorf und Zeppenfeld arbeiteten Hand in Hand

Projekt Stollenöffnung: Zeitzeugnis und Herberge

Projektleiter Hans Wiese erklärt den Aufbau der Grube Tannenwald. Sie war eine von sechs ehemaligen Zeppenfelder Gruben. Nun ist sie vielen Tieren ein Unterschlupf. Die Fotos auf der Schautafel stammen von den beiden Salchendorfer „Grubencracks“ Joel Henrichs und Marcel Immel.


Auf der einen Seite steht die Historie, auf der anderen der Artenschutz: Nach vielen Jahren, in denen die ehemaligen Grube Tannenwald im Neunkirchener Ortsteil Zeppenfeld im Dornröschenschlaf lag, wurde durch eine bunte und engagierte Truppe der Stollen geöffnet und ein Mundloch modelliert, das für Fledermäuse und Amphibien einen perfekten Wohn- und Zufluchtsort darstellt. Weiterlesen