Der Beitrag Joseph Imordes im Rahmen des aktuellen Jubiläums zur 300jährigen Vollendung des Unteren Schlosses in Siegen wurde von der Kultur Siegen als Video online gestellt.
Kategoriearchiv: Regionalgeschichte
Filmabend „Historisches Siegerland“: »Der Eisenwald und 700 Jahre Siegen«
Fr., 30.10.2020, 19:00, KrönchenCenter, Vortragsraum, Markt 25, 57072 Siegen, Eintritt frei
»DER EISENWALD (1953)«
Unter der Regie von Herbert Ladendorff, der später in Siegen als Filmproduzent lebte, drehte der Kameramann Herbert Apelt dieses zeitgeschichtliche Filmdokument, über die Siegerländer Lebens- und Arbeitswelt der frühen fünfziger Jahre. Er zeigt die seit Generationen betriebene Haubergswirtschaft und die Kräfte zehrende und harte körperliche Arbeit des Eisenerzabbaus unter Tage, die den Menschen dort frühzeitig Opfer an Gesundheit und Leben abforderte.
Sprecher Mathias Wieman. Laufzeit: 23 Minuten Weiterlesen
Friedrich Vorländer (1792 – 1869) – 1. Haubergsoberförster im Kreis Siegen.
Nachdem hier bereits die beiden Förster Paul und Fritz Sorg behandelt wurden, stellt siwiarchiv nun Informationen zum ersten Haubergsoberförster des Kreises Siegen zusammen. Der tabellarische Lebenslauf sowie die angegebenen Quellen sollen zu einer intensiveren Beschäftigung mit Friedrich Vorländer anregen:
Johann Friedrich Vorländer
geb. am Montag, 1. April[1]/3. April 1792, Hilchenbach-Allenbach[2]
Eltern: Johann Jacob Vorlaender, Keppelscher Stiftsjäger, Anna Maria Stamm aus Gontzenheim[3]
Heirat : 04. Nov. 1818, Hilchenbach Anna Katharina Böcking[4]
aus dieser Ehe entstammten 8 Kinder[5]
Zweite Heirat: 22. Juni 1844, Siegen Karoline Fölzer[6]
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„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Filmische Jahreschroniken der Gemeinde Geisweid und der Stadt Hüttental
28.10.2020, 19:00, Siegen LYZ
Seit Ende der 1950er Jahre haben zunächst die Gemeinde Geisweid und später die Stadt Hüttental filmische Jahreschroniken erstellen lassen. Sind die ersten Aufnahmen noch schwarzweiß und ohne Ton, wechselte man recht bald zu Farbfilm mit Ton. Die einzelnen Filme dauern in der Regel ca. 30 Min. und dokumentieren die wichtigsten Ereignisse für die Kommune: Ehrungen der Politiker, Baumaßnahmen in der Stadt, sportliche wie gesellschaftliche Ereignisse. Alle Jahreschroniken wurden u. a. mit Mitteln des Kreises Siegen-Wittgenstein digitalisiert.
Zeitzeugen zeigen nun Ausschnitte aus dieser für die Siegener Stadtgeschichte bedeutenden historischen Quelle.
Veranstalter: Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein
Einlass ab 18:00 Uhr. Es erfolgt die Vergabe fester Sitzplätze!
Eintritt frei! Um eine Spende für die Erhaltung des regionalen audiovisuellen Archivguts wird gebeten.
Quelle: LYZ, Programm
1817: Frauenaufstand in Haiger – ein historischer Blick in die Nachbarschaft
1817 gab es einen Frauenaufstand in Haiger, zu dem eigenes eine Akte angelegt wurde. Unter der Verwaltung des französischen Satellitenstaates Großherzogtum Berg war in Haiger die Sommerschule eingeführt worden, was zur Erhöhung der Geldzahlungen der Gemeinde an den Lehrer geführt hatte. Nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Herrschaft war Haiger wieder an Nassau-Oranien gefallen, das an der Einrichtung der Sommerschule festhielt, obwohl die Einwohner damit wegen der erhöhten Geldzahlungen keineswegs einverstanden waren. Sie verweigerten lange Zeit die Zahlung und kamen den Forderungen erst nach, als ein Militärkommando vor Ort gehörig Druck aufbaute. Kaum aber waren die Soldaten wieder abgezogen, zog am 28. Juli 1814 vormittags zwischen 11 und 12 Uhr „eine Rotte Weiber jubelnd“ zur Mädchenschule, um diese mit Brettern zu vernageln. Die Frauen hatten zu diesem Zweck eigens Nägel und Bretter herbeigeschafft. Dass eine von ihnen eine Flasche Branntwein mit sich führte und „den Genossinnen tüchtig zutrank“, wurde von der Behörde mit großem Missfallen beobachtet und gemeldet.
Mehr zu dem Vorfall findet sich im Newsletter 2020/10 des Hessischen Landesarchivs
Quelle: Hessisches Landesarchiv, Facebook-Eintrag v. 13.10.2020
Video: Otto Piene – Lichtballett
Mit der kürzlich beendeten Ausstellung „Die Sonne kommt näher“ widmete das Museum Haus Konstruktiv Otto Piene eine umfangreiche Solopräsentation. Unter Einbezug der Elemente Licht, Feuer und Luft schuf der Künstler ein einzigartiges Œuvre, das bis heute nichts an Aktualität eingebüsst hat. Pienes Interesse galt besonders dem Medium Licht. Wie konnte es gelingen, Licht und Schatten darzustellen, ohne diese abzubilden? Tauchen Sie gemeinsam mit Evelyne Bucher, Ausstellungs- und Sammlungskuratorin im Museum Haus Konstruktiv, in die Welt eines präzise choreografierten Lichtballetts ein. __ Weitere Informationen: https://www.hauskonstruktiv.ch/
Musikhinweis: Giuseppe Verdis „La forza del destino“ aus Edinburgh aus Fritz Buschs Todesjahr 1951
Aktuell restauriert ist aus dem Hause Pristine Audio Giuseppe Verdis La forza del destino – Fritz Buschs letzte Aufnahme vom Edinburgh Festival 1951 – erschienen. Spätestens seit den 1920er-Jahren machte sich Busch als Exponent der Verdi-Renaissance verdient, nicht zuletzt auch durch Aufführungen von La forza del destino, das 1926 in einer Neuübersetzung von Franz Werfel in Dresden Premiere feierte. Arturo Toscanini kam extra nach Dresden angereist, da auch in Italien die Oper nur selten aufgeführt wurde.
Quelle: Max-Reger-Institut, Karlsruhe, Aktuelles
Exkursion: »Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach«
Veranstaltungsreihe erinnert an das Kriegsende in der Region
Während sich Populismus, Antisemitismus und Rassismus sich bis weit in die gesellschaftliche Mitte verbreiten, ist es nötiger denn je, aus der Geschichte zu lernen, denn sie ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel für die Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das Verdrängen und Vergessen – denn wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen. Grund genug für die Kreisvolkshochschule (KVHS) Altenkirchen, sich dem Thema auch in Corona-Zeiten mit neuen Exkursionen zu Schauplätzen des Krieges hier im Kreisgebiet zu widmen. So sind wieder verschiedene Veranstaltungen unter der Leitung von Ralf Anton Schäfer aus Betzdorf vorgesehen, die sich auf die Spuren der letzten Kriegsmonate in der Region begeben.
Der nächste Termin: Samstag, 17. Oktober. Ab 14 Uhr geht es um „Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf bei Gosenbach“. Treffpunkt ist der Friedhof in Achenbach (Achenbacher Straße in Siegen-Achenbach). Während der Exkursion wird eine Wegstrecke von knapp acht Kilometern – rund vier Stunden – zurückgelegt. Weiterlesen
Bibliographie zur Geschichte der Hexenverfolgungen in Westfalen und Lippe
Zweite Ausgabe Oktober 2020 online
„Zu den nächsten größeren Projekten der Historischen Kommission soll das „Historische Handbuch der Hexenverfolgungen in Westfalen und Lippe“ gehören. Parallel zu den Arbeiten an diesem Werk soll eine Bibliographie zum Thema entstehen. Dabei soll vor allem die Literatur zu den Verhältnissen in den einzelnen Territorien und zu den Ereignissen in den einzelnen Orten erfasst werden. Dieses Hilfsmittel wird hier in einer ersten, noch sehr unvollkommenen Form zugänglich gemacht, erweiterte Fassungen werden in unregelmäßigen Abständen folgen. Korrekturen und Ergänzungen sind ausdrücklich willkommen!“
Die Stadtarchive Bad Berleburg, Freudenberg, Kreuztal und Siegen haben zu dieser Ausgabe Ergänzungen beigetragen.
Burkhard Beyer, Jan-Hendrik Evers und Christian Möller: Bibliographie zur Geschichte der Hexenverfolgungen in Westfalen und Lippe. Zweite Ausgabe Oktober 2020, 126 Seiten, Online-Publikation Münster 2020 (Materialien der Historischen Kommission für Westfalen, Band 17).
Link zur PDF-Datei
Quelle: Historische Kommission für Westfalen, Digitale Schriftenreihe
s. a. „Bibliographie zur Geschichte der Hexenverfolgungen freigeschaltet“
Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte
am Sonntag, 18.10.20

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerlande lädt zu einem Stadtspaziergang entlang der „Stolpersteine“ auf der Hammerhütte ein. Anhand der verlegten Steine wird an die Biographien von Holocaust-Opfern, die in dem Viertel gewohnt haben, erinnert. Zudem wird der Referent, der katholische Vorsitzende der Gesellschaft Werner Stettner, Informationen zur Geschichte des jüdischen Lebens im Siegerland geben.
Treffpunkt ist der Parkplatz vor der Gaststätte „Zur Hammerhütte“, Kirchweg 79, Siegen. Die Führung beginnt um 15 Uhr und dauert ca. 90 Minuten.
Um Anmeldung mit vollständigem Namen wird bis zum 14.10.20 per Mail an cjz.siegen@t-online.de gebeten. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei!

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