„Netpher Kalender“ 2021: „Netphen . . . bedeutende Unternehmen, so wie die früher waren.“


„Hier wurden viele alte Bilder von Industrie und Unternehmen im Netpherland zusammengetragen. Viele Bilder und die Texte stammen aus der Doktorarbeit von Dr. Peter Vitt, der diesbezüglich ein umfassendes Fachwissen hat.

Im Kalender findet man auch einige Firmen und Standorte die heute in Vergessenheit geraten sind. Als Beispiel die Grube Schnellenberg in Netphen-Beienbach, wo schon 1715 Erz gefördert wurde. Aber auch Unternehmen die von der Schmiede zum Großunternehmen herangewachsen sind, wie die Firma Flender Flux, in Netphen Deuz, die auf eine über 250-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann. Weiterlesen

Literaturhinweis: Monographie zur Montanarchäologie des Siegerlandes erschienen

Umfangreicher Fundstellenkatalog und Darstellung des Forschungsstandes

Bereits seit 18 Jahren erforscht das Deutsche Bergbau-Museum Bochum zusammen der LWL-Archäologie für Westfalen sowie der Ruhr-Universität Bochum die eisenzeitliche Montanlandschaft im Siegerland, im südlichen Westfalen und im nordöstlichen Rheinland-Pfalz. Spätestens ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. – vermutlich aber bereits ab dem 5. Jahrhundert – bis zur Zeitenwende entwickelte sich eine auf Eisengewinnung spezialisierte Montanregion heraus.

Über 100 Jahre archäologische Forschungen erbrachten neben hunderten montanarchäologischen Fundstellen herausragende Aspekte, wie beispielsweise den Nachweis der größten Rennöfen ihrer Epoche in Europa oder eine zunehmend differenzierte Produktionslandschaft. Durch das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziell geförderte Projekt „Latènezeitliche Eisenwirtschaft im Siegerland: Interdisziplinäre Forschungen zur Wirtschaftsarchäologie“ konnten großflächige Prospektionen durchgeführt, zahlreiche Ausgrabungen realisiert sowie mit weiteren Forschungskooperationspartnern interdisziplinär verschiedenste Aspekte der frühen Montanlandschaft sowie der Produktionskette vom Erz zum Eisen erforscht werden. Weiterlesen

Wilhelm Hyazinth von Nassau-Siegen – Zeugenverhör aus dem Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden

Eine Podcastfolge des Hessischen Landesarchivs

„Als Fürst Wilhelm Hyazinth von Nassau-Siegen nach vielen Jahren 1740 aus Spanien nach Deutschland zurückkehrte, wurde er alten Männern seines Fürstentums gegenübergestellt, die ihn identifzieren sollten. In diesem Hörspiel bringen wir einen Ausschnitt aus dem Zeugenverhör. Es sprechen Mitarbeiter des Hessischen Landesarchivs. Link zum Digitalisat der Akte: https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/detailAction?detailid=v3360806

s. a. Stadtarchiv Siegen, Blick in die Bestände, Siegel des Wilhelm Hyazinth Fürst zu Oranien und Nassau-Siegen
s. a. siwiarchiv-Eintrag: „Die Karten auf den Tisch… Kurioser Aktenfund“

Freudenberg: 4Fachwerk stellt Bildkalender für 2021 vor

Historische und neue Ansichten von Straßen, Plätzen und Begebenheiten begleiten durch das neue Jahr

Eine Zeitreise mit Fotografien – das ermöglicht erneut ein 4Fachwerk-Bildkalender. Die Aktiven im Arbeitskreises Stadtgeschichte des Museumsvereins haben wieder Bilder aus dem alten Freudenberg zeitgenössischen Ansichten gegenübergestellt. Der Vergleich lässt erkennen, wie Orte im Laufe der Zeit ihr Gesicht verändern. Die Blätter des Kalenders zeigen großformatige historische Aufnahmen und sind mit erläuternden kleinen Texten versehen. Weiterlesen

Archivportal-D: Archivgut, Archive und die Weimarer Republik (neu) entdecken

„Das Archivportal-D präsentiert sich jetzt in neuem Gewand. Der 2014 gestartete Webauftritt, ein spartenspezifischer Zugang zu den Daten der Deutschen Digitalen Bibliothek, wurde weitgehend überarbeitet und ansprechend umgestaltet. Zugleich findet sich dort nun ein erster Themenzugang zu Archivgut, das Themenportal „Weimarer Republik“ – entwickelt im Rahmen des DFG-Projekts „Sachthematische Zugänge im Archivportal-D“ (2018-2021).

ntdecken Sie das Archivportal-D neu!

Hier finden Sie unter anderem:

  • Eine Übersicht zu Archivinstitutionen aus ganz Deutschland
  • Aktuelle Nachrichten und weiterführende Informationen zum Archivportal-D, zu Themenzugängen und Möglichkeiten zur Teilnahme
  • Erschließungsinformationen teilnehmender Archive, leicht zugänglich durch eine Vielzahl an optimierten Sucheinstiegen und Filtern
  • Links zu digitalisierten Beständen, die direkt beim Datengeber abgerufen werden können

 

Erkunden Sie auch unser neues Themenportal zur „Weimarer Republik“!

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Niederländischer Generalkonsul in Freudenberg

Den Diplomaten Peter Schuurmann interessieren die geschichtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen
Text und Bilder: Bernd Brandemann

Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen sind Nachbarn. Und sie verbindet nicht nur die räumliche Nähe, sondern vielfältige wirtschaftliche, kulturelle und geschichtliche Verbindungen. Um die konkreten historischen Beziehungen des Siegerlandes mit dem Haus Oranien-Nassau und den Niederlanden ging es jetzt beim Besuch des niederländischen Generalkonsuls Peter Schurrmann in Freudenberg. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Volkmar Klein besuchte er die Evangelische Kirche oberhalb des Alten Fleckens. Diese, wie auch die Hilchenbacher Ginsburg, erfährt für ihre Sanierung eine Förderung durch die Kulturstaatsministerin im Bundeskanzleramt (Denkmalschutz-Sonderprogramm).

Vor der Kirche empfing Pastor Thomas Ijewski in perfektem Niederländisch seine Gäste. Bernd Brandemann verweis in einem kurzen Vortrag auf die geschichtlichen Zusammenhänge: Der Freudenberger Kirchturm ist das letzte bauliche Überbleibsel des ehemaligen Freudenberger Schlosses, dessen Reste auch dem Stadtbrand von 1666 zum Opfer fielen. In jenem Schloss hatten sich vom 2. Bis 4. April 1568 Wilhelm von Oranien nach seiner Flucht aus den Niederlanden mit seinen Brüdern Johann, Ludwig und Adolf sowie 40 Bediensteten getroffen und hier in einer Geheimkonferenz mit einer Delegation der Edlen von Gelderland die militärische Unterstützung im Kampf gegen Spanien zugesagt. Weiterlesen

ARD Retro startet heute in der ARD Mediathek

u. a. mit der Reportage „Erzbergbau im Siegerland“ aus dem Jahr 1961

Zum UNESCO Welttag des Audiovisuellen Erbes am 27. Oktober 2020 stellen die ARD-Sender und das Deutsche Rundfunkarchiv Tausende zeitgeschichtlich relevante Videos frei zugänglich ins Netz. Im Fokus stehen regionale und aktuelle Fernsehproduktionen aus der Zeit vor 1966. Sie sind künftig unter dem Label ARD Retro in der ARD Mediathek zu finden. Die Videos sind zeitlich unbegrenzt verfügbar, lassen sich verlinken und perspektivisch auch in eigene Webseiten einbinden. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Die wackere Gemeinde Schameder. Dorfchronik zum 700-jährigen Jubiläum“

Die vom Heimat- und Verkehrsverein Schameder herausgegebene „Dorfchronik vereint Tradition und Moderne Die umfassende Dorfchronik unseres Ortes stellt die wichtigsten Etappen der 700-jährigen Geschichte Schameders von der Ersterwähnung 1319 bis zur heutigen Zeit ausführlich dar. Angefangen beim Magdalenenhochwasser von 1342 über die Zeit der Bauernunruhen bis hin zu einem spannenden Einblick in das Leben der Dorfbewohner von 1700 bis 1800 wird unsere Geschichte lebendig. Ein detailierter Blick wird natürlich auch auf das 19. Jahrhundert geworfen: Die Zeit war von Not und Armut geprägt und manch Wittgensteiner begab sich auf den Weg in das ferne Amerika, um dort sein Glück zu suchen. Neben der Landwirtschaft ernährte lange Zeit das Fuhrwesen die Bewohner. Große Veränderungen kamen mit dem Bau der Eisenbahn und der damit verbundenen Ansiedlung erster Industriebetriebe ins Wittgensteiner Land. Im 20. Jahrhundert wird der Bogen von den Auswirkungen der beiden Weltkriege und den Wirtschaftswunderjahren bis zur Gebietsreform gespannt. In der heutigen Zeit angekommen, darf eine Darstellung des bunten Lebens in Schameder nicht fehlen – mit einer Vorstellung der Häuser und Höfe, Vereine, Verbände und Organisationen sowie der ortsansässigen Unternehmen. Die Chronik schließt mit einem Rückblick auf das vielfältige und sehr eindrucksvolle Jubiläumsjahr 2019.“

Bibliographische Angaben:
Hardcover, 648 Seiten,
ISBN-13 : 978-3948496081