Neue LWL-Publikation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse aus der Archäologie
Die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe 2022“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) spiegelt das breite Spektrum der Forschungsmethoden wider, mit denen die paläontologische und archäologische Vergangenheit Westfalens erforscht wird.
Die Entdeckungen reichen von einem Fischsaurier aus der Trias (vor zirka 210 Millionen Jahren) über die mit einem Alter von etwa 12.000 Jahren ältesten Knochenreste des modernen Menschen in Westfalen, den Nachweis von Römern in Paderborn und ein frühmittelalterliches Gräberfeld bis zu einer Bestandsaufnahme der Schäden der Jahrhundertflut.
In über 70 Beiträgen informieren 92 Autor:innen über aktuelle Forschungsergebnisse aus Paläontologie und Archäologie und werfen einen Blick zurück auf Ausstellungen in Westfalen im Jahr 2022. Weiterlesen

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Die Stadt Betzdorf hat eine interessante, sehr abwechslungsreiche Vergangenheit – mit vielen Höhen und Tiefen. In einem überschwänglichen Beitrag, der 1927 in einer Werbebeilage der Betzdorfer Zeitung erschien, ist die rasante Entwicklung vom kleinen, unscheinbaren Dorf zum bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkt des rechtsrheinischen Schiefergebirges mit dem Aufschwung einer „Stadt des amerikanischen Westens“ verglichen worden. So übertrieben und lokalpatriotisch gefärbt eine solche Aussage auch sein mag, so unvergleichlich weit und breit war das Bevölkerungswachstum Betzdorfs durch Zuwanderung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Dieser Aufschwung – wenn auch deutlich abgeschwächt – hielt sogar in den Zwanziger Jahren an, als das Eisenbahn-Ausbesserungswerk und die Waggonfabrik Gebr. Ermert ihre Pforten schlossen, die beide hunderten Menschen Arbeit und Brot gegeben hatten. Die Siedlung am Zusammenfluss von Sieg und Heller war seit den späten 1870er Jahren zur größten Siedlung des Kreises Altenkirchen herangewachsen und ist dies – trotz einiger Rückschläge – mit Fortune bis heute geblieben.
Internationale Expertinnen und Experten stellen effektive Strategien vor, um Archivgut zu erhalten und zu digitalisieren.



„In der diesjährigen Ausgabe geht es um das Thema „Schule und Bildung“. Geschichten über die Schulzeit können wir alle erzählen. Insofern ist das Thema der aktuellen Ausgabe ein Bereich, mit dem jeder von uns mal etwas zu tun hatte oder noch hat. Und wenn die eigene Schulzeit lang her ist, kommt sie plötzlich in neuer Dimension wieder um die Ecke: die eigenen Kinder gehen zur Schule und lassen uns bereichern unsere Perspektive auf die Bildungslandschaft unter neuen Vorzeichen.“
Die Chiffre „1933“ findet seit Jahren vor allem für den asynchronen Vergleich im Kontext politischer Debatten Verwendung; als aktueller geschichtswissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand dient sie dagegen eher selten. Auch aus diesem Grund nimmt Band 73 der „Westfälischen Forschungen“ die von den Nationalsozialisten selbstinszenierte „Machtergreifung“ gezielt in den Blick. Bewusst wird diese jedoch als längerer Zeitraum verstanden, der auch die Jahre vor und nach der Machtübernahme umfasst – als „langes“ Jahr 1933 in begrifflicher Anlehnung an Eric Hobsbawm. In regional vergleichender Perspektive werden die Machtdurchsetzungsprozesse am Beispiel verschiedener kollektiver Akteure und ihrer Anpassungs-, Ausweich- oder Konfrontationsstrategien gegenüber der sich etablierenden NS-Herrschaft untersucht.