Geschichte des Fölzers Werks in Lothringen erschienen

Ertragreiche Recherche in Kreisarchiv

BorriFölzer

Im August 2014 hatte das Kreisarchiv den neuen Bestand zur Geschichte der Kölsch-Fölzer Werke hier auf siwiarchiv vorgestellt. Im Kommentar fand sich eine Anfrage lothringischer Regionalforscher, die vom Kreisarchiv untersützt werden konnte. Nun hat die Gemeinde Hagondange, auf deren Gebiet die „Zweigstelle des Siegerländer Betriebs sich befand, die Ergebnisse im Druck vorgelegt.

Literaturhinweis: Karl Heinz Opper: „Johannes Bernhard (vor 1500-1551) und sein Sohn Bernhard Bernhardi (1528-1589)“

Zwei Mitstreiter Luthers im Ränkespiel von Politik und Religion in der Freien Reichsstadt Frankfurt und in Nassau-Dillenburg ; ein Beitrag zur Reformationsgeschichte in Hessen und Nassau“

opperbernhardiVerlagstext: „Seit meiner Pensionierung beschäftige ich mich intensiv mit der Erforschung meiner Familie in Hessen und dadurch mit der Geschichte der Region, die in den Kontext der „großen“ Geschichte eingebunden ist. Dabei stieß ich auf meine Vorfahren Johannes Bernhard und seinen Sohn Bernhard Bernhardi. Beide waren mir schon vorher als hessische bzw. nassauische Reformatoren bekannt, daher überraschte es mich, dass sie nur in einschlägigen Lexika, bzw. in der Fachliteratur am Rande, erwähnt werden. Die Erforschung ihres Lebens in den wenigen zur Verfügung stehenden Quellen offenbarte zwei schillernde Persönlichkeiten, ähnlich schillernd wie der große Reformator selbst, den man durch den persönlichen Kontakt, den Johann Bernhard mit ihm hatte, in einem ungewohnten Licht sieht. Wie sein Vater, stand auch Bernhard Benhardi im Brennpunkt der politischen Wirren der frühen Reformationszeit und geriet zudem noch durch eine Intrige des nassauischen Herrscherhauses um Wilhelm von Oranien in akute Lebensgefahr. Da ich kein Theologe bin, steht es mir nicht zu, über die Hauptursache der Auseinandersetzungen zwischen Altgläubigen (Katholiken) und Protestanten, bzw. zwischen Lutheranern und Reformierten, nämlich die Auslegung der Sakramente, zu urteilen. Ich versuche, die gegensätzlichen Standpunkte, die schließlich zu so viel Blutvergießen geführt haben, unvoreingenommen zu beschreiben, ohne mein Erstaunen darüber zu verhehlen, dass manche der Streitpunkte bis heute nicht ausgeräumt sind. Außerdem hoffe ich, an Hand der Biographie der beiden Protagonisten deutlich gemacht zu haben, dass es letztlich in all den Konflikten, die durch Luthers 95 Thesen ausgelöst wurden, auch um die Durchsetzung von Machtinteressen der jeweils Herrschenden ging. (Dr. Karl Heinz Opper)

Berlin 2015, 151 S. : Ill. ; 20 cm, 978-3-86386-913-7 kart. : EUR 10.00 (DE)

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Literaturhinweis: Joachim Nierhoff „Sagenhaftes Siegerland und Wittgenstein“

SIWISagenVerlagswerbung: „Die Region Siegen-Wittgenstein birgt einen besonders großen Schatz an Sagen, Märchen, Mythen und mündlichen Überlieferungen, die dazu einladen, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Der renommierte Autor Joachim Nierhoff präsentiert eine wunderbare, reich bebilderte Sammlung der schönsten, unterhaltsamsten und spannendsten Sagen aus der Region zwischen Siegen und Bad Berleburg.
Der pensionierte Lehrer Joachim Nierhoff wohnt in Drolshagen und hat sich in den letzten Jahren durch zahlreiche Veröffentlichungen zur Lokal- und Regionalgeschichte einen Namen gemacht. Im Sutton Verlag veröffentlichte er u.a. „Historische Morde im Sauerland“ und „Sagenhaftes Sauerland“. „

Literaturhinweis: „125 Jahre Rentenversicherung Westfalen.

125RVWestf Sicherheit für Generationen“
Gebunden. 22 x 27 cm. 375 Seiten. 210 Abbildungen. ISBN 978-3-00-050834-9

Im November 2015 feierte die Deutsche Rentenversicherung Westfalen ihr 125-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass stellt das Buch, herausgegeben von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen mit den Autoren Marc von Miquel und Anne Schmidt, die Entwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung in der Region Westfalen von der Invalidenversicherung im Kaiserreich bis in die Gegenwart vor. Hierbei wird die Geschichte der Institution mit einer Schilderung der sozialen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen der Alterssicherung verbunden.

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Literaturhinweis: „Kriegerehrenmal Siegen-Weidenau“

elsaesser„Als Mitglied des Deutschen Werkbundes und Berater des „Vereins für christliche Kunst“ engagierte sich Martin Elsaesser auch in Gestaltungsfragen der Ehrendenkmäler, die nach dem Ersten Weltkrieg viele Gemeinden und Kommunen beschäftigten. Eine besonders anspruchsvolle Aufgabe wurde ihm mit dem Kriegerehrenmal auf dem „Haarder Köpfchen“ übertragen, die er in bewusst zurückhaltender Weise löste. Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau bedarf die vernachlässigte Anlage einer Sanierung und Reintegration in das städtische Umfeld.“
Im Vorwort erwähnt der Siegener Stadtbaurat Michael Stojan weitere qualitätsvolle Beispiele der Architektur vor dem Zweiten Weltkrieg in Siegen. Ihnen ist eine ebenso informative Aufarbeitung zu wünschen.

Nr. 08 aus der Reihe martin elsaesser bauhefte
56 Seiten DIN A5 Querformat, Farbdruck, fester Umschlag, Rückendrahtheftung
ISBN-Nummer: 9-783944-405193
Quelle: Verlagsinfo

„Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe 12“ online

Die neue Publikation "Archäologie in Westfalen-Lippe" bietet nicht nur für fachinteressiertes Publikum eine interessante archäologische Lesereise. Foto: LWL

Die neue Publikation „Archäologie in Westfalen-Lippe“ bietet nicht nur für fachinteressiertes Publikum eine interessante archäologische Lesereise.
Foto: LWL

Vom Schwert bis zum Bergbau: Lese-Reise quer durch Westfalens Archäologie

Dass die Menschen in Westfalen in allen Epochen erfindungsreich, anpassungsfähig und gleichzeitig traditionsbewusst waren, spiegelt sich auch in der Archäologie. Der Band „Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe 12“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zeigt das mit aktuellen Erkenntnissen in einer neuen Publikation. Das Spektrum reicht von der Bronzezeit bis in die frühe Neuzeit, vom Überleben in hochwassergefährdeten Gebieten bis zur Bestattungspraxis in der römischen Kaiserzeit.

Sieben Archäologen gehen in der Publikation den unterschiedlichsten Fragestellungen quer durch alle Epochen und Regionen nach. Die Beiträge sind jetzt sowohl einzeln als auch als Gesamtausgabe über Open Access im Internet zu haben. Jeder kann sich damit kostenlos in die wissenschaftliche Erforschung des in der Erde verborgenen kulturellen Erbes einlesen. Möglich macht das die Kooperation der LWL-Archäologie für Westfalen mit der Universität Heidelberg.
Wer Bücher lieber im festen Zustand zur Hand nimmt: Das ist weiterhin mit den gedruckten Exemplaren möglich, die es sowohl im LWL-Museum für Archäologie in Herne als auch beim Verlag Philipp von Zabern gibt. Weiterlesen

Das „Rheinische Kaufhaus für Lebensmittel“ 1956 in Siegen

Discounter vor 60 Jahren

Die Rheika-Filiale in der Siegener Bahnhofstraße im Jahr 1956 (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

Die Rheika-Filiale in der Siegener Bahnhofstraße im Jahr 1956 (Vorlage: Stadtarchiv Siegen)

In seinem „Klick in die Vergangenheit“ widmet sich das Stadtarchiv Siegen regelmäßig unterschiedlichen Episoden der städtischen Geschichte. Besondere Anlässe, historische Ereignisse oder bislang unbekannte Aspekte sollen durch bebilderte Onlineartikel veranschaulicht werden. Auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de wird in der neuen Ausgabe des „Klicks in die Vergangenheit“ die Geschäftsphilosophie des Rheinischen Kaufhauses für Lebensmittel – kurz „Rheika“ – am Beispiel der Niederlassungen im heutigen Stadtgebiet Siegens vorgestellt. Weiterlesen

LWL veröffentlicht Buch zu „Inklusion und Exklusion“

Gesellschaftliche Teilhabe und Ausgrenzung im 19. und 20. Jahrhundert

WF6516

Das Internationale Kriegs-Opfer-Bulletin – hier eine Ausgabe aus dem Jahr 1930 – steht mit seinen Grafiken und Fotos, die Schlachtfelder mit toten Soldaten, Kriegsverletzte und Gefangene mit abgemagerten und entstellten Körpern zeigen, in starkem Kontrast zu anderen Bildern, die die Integration der Kriegsversehrten zu zeigen versuchten. Foto: LWL

Die verschiedenen Entwicklungen, Phänomene sowie Praktiken von Teilhabe und Nicht-Teilhabe in den vergangenen 200 Jahren sind das Schwerpunktthema im Band 65 der Westfälischen Forschungen, der jährlich erscheinenden Zeitschrift des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) versteht sich als „Motor der Inklusion“, um gleichwertige und selbstbestimmte Lebensverhältnisse von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Das heutige Verständnis von Inklusion als sozial-, bildungs- und kulturpolitische Programmatik ist eine junge Definition. Erst seit den 1990er Jahren dient das Begriffspaar „Inklusion/Exklusion“ zur kritischen Selbstbeschreibung westlicher Gesellschaften.

  • Die Autoren der elf Beiträge thematisieren unter Kategorien wie kultureller Identität, Nationalität, Klasse, Schicht, (Nicht-)Behinderung, chronische Krankheit und sexuelle Orientierung, was im jeweiligen historischen Kontext zum Beispiel von staatlicher und kirchlicher Seite als „normal“ angesehen wurde und was nicht. Fallstudien – unter anderem zum Umgang mit Armut auf dem Land, über den Strafvollzug in der Weimarer Republik, zur Heimerziehung und zu den Auswirkungen der Psychiatriereform in Westfalen – veranschaulichen Inklusions- und Exklusionsprozesse in der Geschichte. Sie vermitteln zudem neue Einsichten zum gesellschaftlichen Umgang mit menschlicher Verschiedenheit. „Das Begriffspaar In- und Exklusion hilft, sich darüber klar zu werden, dass niemand nur ‚anders‘ beziehungsweise nur ‚ausgegrenzt‘ ist“, sagt Dr. Elsbeth Bösl, Herausgeberin des Themenschwerpunktes der Westfälischen Forschungen 2015. Die Verfasser der Beiträge haben an Beispielen des 19. und 20. Jahrhunderts eine Vielzahl von Ein- und Ausschlüssen mit Widersprüchen, Uneindeutigkeiten und Ungleichzeitigkeiten zutage gefördert.“ Während etwa linke Kriegsopferverbände die Bilder von Verstümmelungen als politisches Druckmittel einsetzten, betonten andere die Chancen einer (begrenzten) Integration – je nach politischer Zielsetzung wurden also unterschiedliche Stufen der Inklusion und Exklusion angedeutet. Weiterlesen

Literaturhinweis: „Bewertung personenbezogener Sozialhilfeakten

LWLTUA31 – ein Praxisleitfaden für Kommunalarchive“

Der neuste Band aus der Reihe „Texte und Untersuchungen zur Achivpflege“ (TUA 31) ist erschienen. Wer fragte sich nicht bei Massenakten, wie z.B. Sozialakten nicht, wie er diese Mengen bewältigen soll? Zum wichtigen Schritt der Bewertung ist jetzt ein Leitfaden erschienen.

Katharina Tiemann (Hg.), bearb. von Nicola Bruns u.a. – Münster 2015. – 120 S. : Abb. – ISBN 978-3-936258-24-0 / 10,00 €

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Quelle: LWL-Archivamt, Aktuelles

Anmerkung: Es wäre zu begrüßen, wenn das erstellte Dokumentationsprofil zur Überlieferung im Verbund für eine hoffentlich nicht nur archivische Diskussion online bereit gestellt werden könnte.