Heute vor 75 Jahren: Deportation Siegener und Wittgensteiner Juden nach Auschwitz

Am 27./28. Februar 1943 wurden folgende Jüdinnen und Juden aus den Kreisen Siegen und Wittgenstein von Siegen über Dortmund nach Ausschwitz deportiert:

Rolf Leo Goldschmidt,
Arno Alfred Holländer,
Elisabetha („Gerti“) Holländer geb. Sonnheim,
Lothar Holländer,
Willi Holländer,
Bertha Lennhoff geb. Hony,
Heinz Lennhoff,
Julius Lennhoff,
Fred Meier,
Minna Meier geb. Hony,
Siegfried Meier,
Herbert Präger [Laasphe, überlebt]
Fanni Rosenthal geb. Hochmann,
Arthur Winter,
Kurt Winter,
Luise Winter geb. Moses,
Ruth Winter.

Quelle: Aktives Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus im Kreis Siegen-Wittgenstein

s.a. Beitrag „Ein Zug in die Vergangenheit. 1943 Dritte Deportation von Menschen jüdischen Glaubens vom Siegener Bahnhof aus“, in: Siegener Zeitung, Heimatland, vom 24.2.2018 (Print)

Linktipp: „Rubens – Ein Leben in Europa“ – eine arte-Dokumentation


“ …. Die Dokumentation befasst sich mit dem Phänomen Peter Paul Rubens. Wie ist er zu dem geworden, der er war? Wer und was hat ihn geprägt und inspiriert? Die Dokumentation zeigt, wie Rubens es geschafft hat, bereits zu Lebzeiten zum Superstar des westlichen Europas zu werden.“
Nächste Ausstrahlung : arte, Sonntag, 11. März um 05:05
Quelle: arte.tv, Sendungsseite

Online: Klaus Marowsky: „Johann Graf zu Sayn-Wittgenstein

Brandenburgs erster Statthalter in Minden – eine Biographische Skizze“
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Anselm van Hulle [Public domain, CC0 or CC0], via Wikimedia Commons

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hat unlängst in ihren digitalen Sammlungen diesen in den Mindener Heimatblätter 31. Jg. (1959), Heft 5/6, S. 44 – 52, erschienenen Aufsatz über Johann VIII. zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein online zugänglich gemacht.

Literatur zu Johann VIII. zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein (Auswahl): Weiterlesen →

Ausstellungstipp: „Rubens. Kraft der Verwandlung“ in Frankfurt/Main

Peter Paul Rubens hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Als Inspiration dienten Rubens nicht nur antike und zeitgenössische Skulpturen, sondern auch Gemälde, etwa von Tizian, Tintoretto, Elsheimer oder Goltzius. Die Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ zeigt erstmals eindrücklich Rubens’ Umgang mit seinen Vorläufern und verdeutlicht, warum er noch heute einer der bekanntesten Künstler überhaupt ist.
Mehr zu „Rubens. Kraft der Verwandlung“: http://www.staedelmuseum.de/de/rubens#yt
Einblicke in die Thematik der Ausstellung bietet auch das Digitorial: http://rubens.staedelmuseum.de/#yt

Abgebildete Werke: Weiterlesen →

Vortrag „Ins Bild gesetzt – Porträts und ihre Bedeutung für Dynastie und Politik der Oranier“

Einem besonderen kunsthistorischen Thema wird sich die neue Ausgabe der Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 15. Februar 2018, widmen. Professor Holger Th. Gräf (Marburg) wird dann um 18.30 Uhr im Stadtarchiv Siegen die Bedeutung von Porträtgemälden für Dynastie und Politik der Oranier untersuchen.

Die Brüder Wilhelms I. von Oranien, die Grafen Johann VI., Ludwig, Adolf und Heinrich, um 1633-35 (Rijksmuseum Amsterdam)

Nach wie vor dienen zeitgenössische Porträts den Historikern meist dazu, ihren Protagonisten im Wortsinne „ein Gesicht zu geben“. Das heißt ihnen wird in der Geschichtsschreibung lediglich eine eher illustrierende Rolle eingeräumt. In der kunsthistorischen Forschung werden hingegen der Entstehungszusammenhang, die Auftraggeber, die Einordnung in die jeweils zeitüblichen Darstellungskonventionen und gegebenenfalls auch die ursprüngliche Zurschaustellung der Gemälde in Schlössern oder öffentlichen Gebäuden und damit ihre repräsentative Funktion stärker berücksichtigt. Hier nun setzt Vortrag an. Anhand unterschiedlicher Porträttypen (Herrscher- bzw. Staatsporträts, Gruppenporträts, Militär- und Feldherrnporträts, Reiterporträts und exotische Porträts) wird deren zeitspezifischer Entstehungszusammenhang und ihre daraus resultierende Funktion für die Dynastie und Politik der Oranier in den Niederlanden und den nassauischen Grafschaften dargestellt. Weiterlesen →

Video „Peter Paul Rubens: Die mystische Vermählung der Heiligen Katharina (Entwurf)“

Sammlungshighlights des Städel Museums in unterhaltsamen und informativen Filmen – das sind die Kunst|Stücke. Entdecken Sie spannende Details zu Kunstwerken aus ungewöhnlichen Blickwinkeln in unter zwei Minuten. Peter Paul Rubens: Die mystische Vermählung der Heiligen Katharina (Entwurf), 1628, Städel Museum, Frankfurt am Main

Literaturhinweis: Christian W. Thomsen: Der radelnde Keiler. Netphen, sein neues Wahrzeichen und das Werk Bernd Heinemanns

Das Werk des Netpher Künstlers Bernd Heinemanns fand schon länger das Interesse von Christian W. Thomsen, einem der Gründungssenatoren der Universität Siegen und langjährigem Professor für Anglistik/Amerikanistik. Die jetzt eingeweihte Skulptur des Netpher Wappentiers und ihre Entstehungsgeschichte bilden den Hintergrund für eine regionalgeschichtliche Einordnung des Künstlers Heinemann.

Christian W. Thomsens Interesse weckten die verschiedenen Skulptur- und Brunnenarbeiten Bernd Heinemanns in Dreis-Tiefenbach, Netphen, Deuz und Salchendorf, „Arbeiten eines Mannes, der offensichtlich realistisch und abstrakt zu entwerfen und zu gestalten versteht, dessen naturalistische Skulpturen jedoch nie volkstümelnd-kitschig, sondern immer humorvoll den Nerv der jeweiligen Ortsbevölkerung zu treffen“ weiß.
Dass aus dem spontanen Ausruf „den muß es als Bronzeskulptur geben“ beim ersten Anblick des hölzernen radelnden Keilers im Netpher Rathaus ein Buch über das Werk des Künstlers Heinemann und seine Einbettung ins Netpher- und Johannland werden würde, war zunächst ebensowenig abzusehen wie die Tatsache, dass es Thomsen gelingen würde, die nötigen Finanzmittel für die Ausarbeitung dieser Skulptur zu akquirieren. Jetzt steht der Keiler hoch zu Rad an prominenter Stelle vor dem alten Rathaus in Netphen und das üppig bebilderte Buch dazu liegt vor und wartet darauf, seinen Lesern Vergnügen zu bereiten.

Christian W. Thomsen
Der radelnde Keiler.
Netphen, sein neues Wahrzeichen und das Werk Bernd Heinemanns

Siegen: universi 2017, 240 S., farbig, Hardcover, Schutzumschlag, 24 x 23 cm
ISBN 978-3-936533-99-6
Preis: 24,50 Euro

Quelle: Universi-Verlag, 11.7.2017

s. a. Rezension zum Buch „Der Radelnde Keiler“ von Christian W. Thomsen von Wilhelm Hortmann

Literaturhinweis zum Kupfererzbergbau im Lahn-Dill-Gebiet

In diesem hat der Autor in mehrjähriger Arbeit die Geschichte des Kupfererzbergbaus seiner engeren Heimat, des Altkreises Wetzlar, aufgedeckt. Sie reicht wahrscheinlich mindestens so weit zurück wie die des Eisenerzbergbaus, ist aber bisher weithin unbekannt. Karsten Porezag stellt den Kupfererzbergbau, aber auch das Kupferhüttenwesen in Wort und Bild ausführlich dar. Er widmet sich zudem dem Bergrevier Siegen-Wetzlar, dem Bergmeister Justus Albrecht aus Siegen (1711) und der preußischen Berggesetzgebung

Porezag, Karsten: „…edle Gänge an Kupffer Ertz sich reichlich zeigen…“ Kupfererzbergbau und Kupfererzverhüttung um Wetzlar 1607 – 1897 Wetzlar 2017
Gebundene Ausgabe (2 Bände), 700 Seiten, 430 Farbbilder (historische Dokumente, zahlreiche Grubenrisse in Erstveröffentlichung und Mineralienfotos), Tabellen, Register, 1570 Fußnoten, 49,00 Euro
ISBN 978-3-87707-117-5

Quelle: Homepage Karsten Porezag, Siegener Zeitung (Heimatland), 27.1.2018