Im Jahr des 50-jährigen Bestehens des Vereins der Briefmarkenfreunde Netphen e.V. Philatelie, Kunst und Kultur sowie Heimatkunde im Rahmen der Südwestfalenbörse Siegen am 6. April 2019 in der Siegerlandhalle (9 – 16 Uhr im Hütten- und Eintrachtsaal) zusammenzubringen.
Am 20. Juni 1894 wurde vor 125 Jahren das Reichs-Post und Telegraphenamt Siegen beim Unteren Schoss eröffnet. Dieses Gebäude ist seit 2001 als Altbau Bestandteil des Museums für Gegenwartskunst Siegen. In diesem wiederum sind die Fotografien des renommierten Fotografenehepaars Bernd und Hilla Becher von den sog. „Becher-Häusern“ ausgestellt, den Fachwerkhäusern der Arbeiter des Siegerländer Industriereviers aus der Zeit um 1900. Sowohl der Sonderstempel der Deutschen Post AG als auch die von den Briefmarkenfreunden Netphen (20er-Bogen mit verschiedenen 70-Cent-Briefmarken mit Ansichten des alten Post- und Telegrafengebäudes sowie des heutigen Museums von außen und innen) bzw. dem Museum für Gegenwartskunst Siegen (Portocard / Klappkarte mit 10 verschiedenen 45-Cent-Briefmarken, die als Motiv Fotografien solcher „Becher-Häuser“ zeigen), herausgegebenen Sonderbriefmarken greifen diese Entwicklung von 1894 bis in die Gegenwart auf und sind für Philatelisten, Kunstliebhaber und Heimatfreunde gleichermaßen von besonderem Interesse. Weiterlesen
Kategoriearchiv: Persönlichkeiten
Wikipedia-Artikel zu Johann Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein
![]()
Portrait des sechsjährigen Grafen Johann Ludwig zu Sayn-Wittgenstein, unbek, Maler 1746, Foto: Dieter Bald [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]
Im Herbst vergangenen Jahres hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zu Johann Ludwig zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein erstellt.
Briefe, Marken und ein Vortrag
Ausstellung über Tillmann Siebel – Briefmarken für Bethel

Das berühmte „Kopierbuch“ Tillmann Siebels wird in der Ausstellung gezeigt. Thomas Ijewski hat sich intensiv mit den Briefen an den Württemberger Pfarrer Christoph Blumhardt befasst.
Freudenberg. Um Briefe und Briefmarken dreht sich am morgigen Sonntag alles im Tillmann-Siebel-Haus, dem Evangelischen Gemeindehaus Freudenberg, Krottorfer Straße 37. In einer Ausstellung werden Briefe an und von Tillmann Siebel gezeigt. Dieser Gerbermeister stand als prägende Figur der Siegerländer Erweckungsbewegung in Korrespondenz mit zahlreichen Persönlichkeiten in ganz Deutschland. Eine langjährige Brieffreundschaft verband ihn mit dem berühmten Theologen Christoph Blumhardt aus Württemberg.
Neben der Ausstellung und einem einführenden Kurzvortrag von Pastor Thomas Ijewski werden auch Briefmarken für Bethel gesammelt. In der Briefmarkenstelle der v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel sortieren Menschen mit Behinderungen gebrauchte Briefmarken und verkaufen sie an Sammler in aller Welt. Um diese Arbeit zu unterstützen, werden in auch Freudenberg in vielen Haushalten Briefmarken ausgeschnitten und gesammelt. Diese können am Sonntag abgegeben werden. Darüber hinaus bieten die Briefmarkenfreunde Ginsburg auch die Möglichkeit zum Tauschen an.
Der Tauschtag und die Ausstellung sind von 11 bis 15 Uhr geöffnet, der Kurzvortag beginnt um 12 Uhr.
Seilbahnen und Siegen
ein historischer Hinweis auf Julius Pohlig in der aktuellen verkehrspolitischen Diskussion:
Büste Pohligs im Stadtpark Leichlingen, Mai 2009, HOWI – Horsch, Willy [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]
Julius Pohlig wurde am 17.11.1842 in Leichlingen geboren. Von 1858 bis 1867 unterrichtete er an der Baugewerbeschule in Siegen. Nachfolgend unterrichtete er auch an der Siegener Bergschule. 1874 gründete eine Firma für den Bau von Mühlen, Bergwerks- und Hüttenanlagen, dann für Seilbahnen. 1890 erfolgte der Umzug der Firma nach Köln-Zollstock. Pohlig starb am 30.1.1916 in Köln.
Quelle: Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechterlexikon, Siegen 1974, S. 258
Weblinks:
Seite „Julius Pohlig“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Mai 2018, 16:37 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Julius_Pohlig&oldid=177767785 (Abgerufen: 29. März 2019, 10:13 UTC)
Soénius, Ulrich S., „Pohlig, Julius“ in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 589 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119139731.html#ndbcontent
Medien:
Engelbert, Hermann: Julius Pohlig – der weltbekannte Seilbahnbauer. Zu seinem 100. Geburtstag. 25 Jahre Mitbürger der Stadt Siegen, in: Siegener Zeitung, 18.11.1942
Ausstellung: „Otto Piene. Alchemist und Himmelsstürmer“
bis 5. Januar 2020
arp Museum Bahnhof Rolandseck
Als Mitbegründer der ZERO-Bewegung 1958 in Düsseldorf zählt Otto Piene (1928–2014) zu den Protagonisten der internationalen Abstraktion nach 1945. Anlässlich des großen ZERO-Abschlussfests 1966 war Piene selbst bereits zu Gast in Rolandseck, weshalb wir uns besonders freuen, sein Schaffen nun an diesem Ort zu würdigen. Piene entwickelte seine Kunst zeitlebens weiter, wie die Ausstellung in rund 60 Leinwänden, Keramiken und Lichtarbeiten zeigt. Zentral in Pienes Werk ist das Überschreiten der traditionellen Werkgrenzen hin zu einer sinnlichen Erfahrung von Licht und Raum. Diese Sinnlichkeit wird in den abstrakten Raster-und Feuerbildern wie auch in den Keramiken durch die spezifische Behandlung der Oberflächen in Farbe, Struktur und Relief erzielt. In verschiedenen Werkgruppen zeigt sich dabei ein verbindendes Element: Der Kreis – eine formale Konstante und zugleich ein Symbol für die Unendlichkeit des Raums. Diese Symbolik führt Piene weiter in Bezügen zum Kosmos, dem Firmament und den Gestirnen.Die kosmischen Referenzen finden sich in seinen Werktitelnund werden vor allem im eigens rekonstruierten Lichtraum Jena von 2007 erlebbar. Als sinnbildliche Eroberung des Himmels erweitert eines der berühmten Inflatables die Rolandsecker Ausstellung in den Außenraum. Insbesondere in der Idee einer räumlich erfahrbaren Kunst zeigt sich eine deutliche Nähe zu Lucio Fontana (1899–1968), dem Begründer des Spazialismo, den Otto Piene sehr schätzte. Die Parallelen im Kunstverständnis beider werden anhand einiger ausgewählter Werke Fontanas anschaulich, die im Dialog mit denen Pienes gezeigt werden. Darüber hinaus machen überraschende Bezüge zu den Werken von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp Otto Pienes Wurzeln in der modernen Abstraktion lesbar.Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der More Sky Collection, Dr.Edgar Quadt, dem Otto Piene Estate und der Galerie Sprüth Magers.
Quelle: Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Pressemappe zur Ausstellung „Otto Piene. Alchimist und Himmelsstürmer“
Weitere Einträge zu Otto Piene auf siwiarchiv
Online: Kraftfahrzeug-Besitzer im Deutschen Kaiserreich von 1909
via Archivalia
Die Bibliothek der Technischen Universität Braunschweig veröffentlichte unlängtst folgendes Buch online: Die deutschen Kraftfahrzeug-Besitzer in der Reihenfolge der polizeilichen Kennzeichen : deutsches Automobil-Adreßbuch ; gefertigt an der Hand des amtlichen Materials der listenführenden Behörden der sämtlichen deutschen Bundesstaaten. Stuttgart 1909. Greiner & Pfeiffer.
Auf Seite 705 des Buches finden sich die Kraftfahrzeugbesitzer aus dem Altkreis Wittgenstein. Erstaunlicherweise fehlen die Automobilbesitzer des Altkreises Siegen.
Der Verein für Computergenealogie beabsichtigt in einem Datenerfassungsprojekt mit dessen Daten-Eingabe-System (DES) die ca. 40.000 Fahrzeugbesitzer mit Standort, Kennzeichen und Art des Fahrzeugs zu erfassen.
Ausstellung: „Bau[Spiel]Haus“
Neues Museum Nürnberg, 22.03.2019 bis 16.06.2019

Alma Siedhoff-Buscher, Kinderspielschrank, 1923 (Nachbau, 1940er Jahre)
Foto: Kalan Konietzko
„Das Neue Museum Nürnberg feiert 2019 wie ganz Deutschland und viele internationale Partner das Gründungsjubiläum des Bauhauses in Weimar. Die legendäre Schule für Gestaltung verändert seit 100 Jahren das Bild unserer Welt. Ihre Konzepte für Bildung und Produktion, und damit letztendlich für die Gestaltung eines neuen Miteinanders, sind bis heute unübertroffen.
Produktives und überaus innovatives Element war der spielerische Ansatz im bildnerischen Prozess der Bauhaus-Lehre und noch immer ist für das tief verankerte Bedürfnis nach kreativem Ausdruck das Spiel als künstlerische Strategie besonders wegweisend.
Die Bauhaus-spezifische und bis heute bewährte Einbindung von Spielkonzepten und Spielräumen in die gestalterische Entwicklung verfolgt die umfangreiche Ausstellung BAU [ SPIEL ] HAUS im Neuen Museum Nürnberg. Reformpädagogische Theorien des 19. Jahrhunderts werden ihren Ausprägungsformen im aktuellen Zeitgeist gegenübergestellt und Friedrich Fröbels Spielgaben treffen auf LEGO Architecture, Kreativlabore des Silicon Valley sowie zeitgenössische Positionen in Kunst und Design. Heute, wo Computerspiele salonfähig und Intelligenz programmierbar geworden sind, scheinen Fragen nach Innovation und Kreativität in zeitgemäßen Lebens- und Arbeitsentwürfen aktueller denn je. Weiterlesen
Die Karten auf den Tisch… Kurioser Aktenfund
Reblog vom Hessischen Landesarchiv, Geschichte Live

Fürst Wilhelm Hyacinth von Nassau-Siegen (1666–1743) war ein ganz besonderer Charakter. In der Forschung wurde er gar als Don Quichotte-Figur bezeichnet.
Als Regent des kleinen Fürstentums Nassau-Siegen hatte er sich diskreditiert. Nachdem er in seinem Territorium den Hammerschmied Friedrich Flender 1707 ohne Gerichtsverhandlung hatte enthaupten lassen, ließ Kaiser Joseph I. eine Zwangsverwaltung über Nassau-Siegen einsetzen. Die Folge davon war eine größere publizistische Kampagne im Reich. Seine Versuche, Orange und Vianden zu annektieren, scheiterten, weil seine Ansprüche auf das oranische Erbe von niemandem ernst genommen wurden. Aber auch das nutzte er zu publizistischen Rundumschlägen – ebenso wie seine Auseinandersetzungen mit seiner Stiefmutter und seinen Halbgeschwistern um das Erbe. Der erfolglose Wilhelm Hyacinth entwich schließlich nach Spanien, während das Fürstentum von den anderen Nassauern mitverwaltet wurde. Erst 1739 kehrte er von dort zurück. Seine dritte Ehe, die er mit 74 Jahren mit der siebzehnjährigen Maria Eva Sophia von Starhemberg schloss, brachte nicht mehr den gewünschten Erben hervor. Wilhelm Hyacinth verstarb als letzter katholischer Vertreter der ottonischen Linie des Hauses Nassau 1743 in Hadamar, nachdem bereits 1742 die Besitzübertragung der Länder auf Nassau-Diez geregelt worden war. Weiterlesen
„Siegerland“ Band 95 / Heft 2 (2018) erschienen
Karl Kiem: High End im Hochmittelalter. Untersuchungen zur Geometrie des Grundrisses der Siegener Nikolaikirche, S. 123
Ewald Hatzig und Heinz Sprenger: Zwei Jesuitenpater aus dem Hause „Wabbelersch“, S. 132
Olaf Wagener: Burg Holdinghausen auf einer Landkarte von 1729, S. 136
Markus Jung: Siegener Unterwelten – Eine Forschungsarbeit im Untergrund, S. 141
Wilfried Lerchstein: Der Siegener Kaufmann Louis Thomas, mehr als nur ein Spaßvogel, S. 151
Ingrid Leopold: Siegfried Vogt zum Gedächtnis, S. 161
Gerhard Moisel: Siegerländer Familienkunde (22). Jahresbericht 2017/2018, S. 189
Traute Fries: Ein Besuch des Römerkastells Saalburg im Mai 1938, S. 193
Andreas Bingener: Dr. phil. Alexander Wollschläger verstorben, S. 196
Rezensionen, S. 206
Vortrag: „500 Jahre Hammerschmiedegeschlecht Spies –
die Geburtsstunde einer großen Familie“.
Freitag, 8. März, 19 Uhr, Haus der Kirche (Siegen, Burgstr. 21)
Gerhard Moisel spricht zu diesem Thema vor der Familienkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein.

siwikultur.deDie Website des Kultur!Büro.s
siwitermine.deKultur!Aktuell,
lyz.deKulturhaus Lÿz
kulturhandbuch.deDas Kulturhandbuch Siegen-Wittgenstein mit allen Infos zu kulturellen Angeboten, Einrichtungen, Künstlern und Kulturschaffenden
kulturpur-festival.deInternationales Musik- und Theaterfestival KulturPur
siwiarchiv.deDer Blog der Archive
vielseitig-festival.euEuropäisches Literaturfestival
Kontakt