
Menschen aus aller Welt können nun online recherchieren, um die Schicksale von Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung aufzudecken: Die Arolsen Archives haben in Partnerschaft mit der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Israel, ein neues Online-Archiv veröffentlicht (https://collections.arolsen-archives.org). Die Datenbank enthält eine umfassende Sammlung von Dokumenten aus Konzentrationslagern, darunter Häftlingskarten und Todesmeldungen. Die mehr als 13 Millionen Dokumente mit Informationen zu über 2,2 Millionen Menschen gehören zum UNESCO-Weltdokumentenerbe und sind ein wichtiger Sammlungsschwerpunkt der Arolsen Archives. Weitere bedeutende Bestände werden folgen. Weiterlesen
Kategoriearchiv: Persönlichkeiten
ARCHIVnachrichten aus Hessen 1/2019 online
Die Publikation des Landesarchivs Hessen mit dem Schwerpunkt „Romantik in Hessen“ ist als PDF abrufbar.
Aus regionaler Sicht darf auf 2 Beiträge verwiesen werden:
1) Elisabeth Scholl: Kreativität und Quellenstudium. Die Wiederentdeckung historischen Notenmaterials durch die Alte Musik, S. 35 – 41. Der Beitrag enthält 2 Abbildungen mit Notenbeispielen aus der Korrespondenz von Ernestine Charlotte von Nassau-Siegen, und
2) Rengenier C. Rittersma: Trüffelfieber an hessischen und nassauischen Höfen Impressionen einiger Staatsarchivbesuche in Hessen, S. 52 – 55.
Zukunftspreis Siegen-Wittgenstein 2019:
Historische Projekte zum Thema: „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“
„Das Ehrenamt lebt vom direkten und persönlichen Engagement. Das soll auch so bleiben. Trotzdem wird die Digitalisierung auch für das ehrenamtliche Engagement in unseren Vereinen, Verbänden und Initiativen immer wichtiger. Sie bietet große Chancen, die das Ehrenamt stärken und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern können“, sagt Landrat Andreas Müller. Deshalb hat er den Zukunftspreis 2019 des Kreises Siegen-Wittgenstein unter das Motto „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“ gestellt.
Jetzt abstimmen und Mausklick-Champion küren!
Die Verleihung des Zukunftspreises 2019 findet am Dienstag, 2. Juli, ab 19:30 Uhr im Schauplatz des Kulturhauses Lÿz statt. Dann wird bekanntgegeben, welchen Projekten die Jury die Preisgelder in einer Höhe von insgesamt 5.000 Euro zuerkennt. Darüber hinaus haben alle Siegerländer und Wittgensteiner die Möglichkeit, ihren Mausklick-Champion zu küren. Dieser ist mit 500 Euro dotiert.
Hier finden Sie in alphabetischer Reihenfolge alle historischen Projekte, die sich um den Zukunftspreis 2019 „Ehrenamt 4.0: engagiert – digital – gestalten“ bewerben. Mit einem Klick erfahren Sie mehr zum jeweiligen Wettbewerbsbeitrag. Am Ende finden Sie den Link zur Abstimmung und die Datenschutzhinweise.
Literaturhinweis: S. Hering, E. Hüwel: Helge Pross. Wegbereiterin der Frauenforschung [2019]

Die Soziologin Helge Pross (1927-1984) lehrte von 1976 bis zu ihrem Tod als Professorin an der Universität Siegen und gilt als Pionierin der Familien und Geschlechterforschung. Ihre Arbeiten zur Lebenswirklichkeit von Hausfrauen, zu Bildungschancen von Mädchen und Rollenbildern von Männern beeinflussten öffentliche Debatten und gesellschaftspolitische Reformen der 1970er und 80er Jahre. Weiterlesen
Ein halbes Jahrtausend Firmengeschichte
Eine Geschichte zum historischen Kupferstich der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid im Jahr 1909. Ein Beitrag von Traute Fries

Ferdinand Schatzki, Quelle: Sammlung T. Kirsch
Ferdinand Schatzki, Diplom Ingenieur (Abschluss Technische Hochschule Berlin), geboren 1857 in Bialystok/Polen, war als Oberingenieur/Konstrukteur seit Frühjahr 1892 im Unternehmen tätig. Er starb am 14. Dezember 1910 plötzlich beim Schachspiel im Café Rölle an der Hagener Straße. Schatzki war einer von neun Repräsentanten der jüdischen Gemeinde, die neben den Vorstandsmitgliedern, namentlich im Text der Grundsteinlegungs-Urkunde vom 23. Juli 1903 für den Bau der Siegener Synagoge namentlich erwähnt wird. Seine Ehefrau Beate (Jg. 1869) geb. Stern kam aus Schmallenberg. Ihr Vater Simon gründete mit zwei Brüdern 1867 eine Strickwarenfabrik, in der Franz Falke-Rohen bis zur Gründung des eigenen Unternehmens 1895 als Tagelöhner arbeitete. 1939 übernahm er die Strickwarenfabrik Stern. Ferdinand und Beate Schatzki lebten von Anfang der 1890er Jahre bis 1906 in Klafeld-Geisweid im Haus des Schreinermeisters Julius Busch in der damaligen Schulstraße. Danach lebte die Familie in Weidenau und Siegen. Fünf Söhne wurden in der Zeit von 1894 bis 1902 in Klafeld geboren. Sie besuchten das Städtische Realgymnasium in Siegen, heute Gymnasium Am Löhrtor. Weiterlesen
Lesung und Podiumsdiskussion: „Starke Frauen“ bei Schiller und Katharina Diez
Bernhard Nolz und Dr. Ingeborg Längsfeld mit weiterer Referenten
15.06.2019, 18:00 bis 20:00 Uhr, Katharina-Diez-Platz bei der Ev.-Reform. Kirchengemeinde Netphen (Am Kirchrain 6, 57250 Netphen), 9,00 € / 10 € AK
Friedrichs Schillers „Kabale und Liebe“ (1784) und der zweibändige Roman „Editha“ (1867) der in Netphen geborenen Dichterin Katharina Diez stellen im Abstand von 80 Jahren die gleiche Frage nach dem möglichen Aufbegehren der Frau gegen Zwänge einer patriarchalischen Gesellschaft: Schiller gestaltet das eher stille Aufbegehren Luises gegen die Bevormundungen des Vaters. Mit ihrer Liebe, aber auch mit ihrem Stolz und ihrer Selbstlosigkeit beeindruckt Luise auch ihre „Nebenbuhlerin“ Lady Milford, eine andere starke Frauenfigur. Weiterlesen
500 Jahre The Coatinc Company, Siegen.
Ältestes Familienunternehmen Deutschlands

Der historische Kupferstich zeigt das Werk der Siegener Verzinkerei Actiengesellschaft in Geisweid, Siegen im Jahre 1909. Im Hintergrund ist die Einmauerung des Verzinkungskessels dargestellt.
„Familiengeführte Unternehmen bilden das Rückgrat unserer modernen Wirtschaftskraft und Gesellschaft: Mehr als 90 Prozent der deutschen Unternehmen sind familiengeführt, kaum ein anderes Land verfügt über eine derart solide unternehmerische Basis. Doch auch hierzulande können nur wenige Unternehmen auf eine so lange Tradition zurückblicken wie The Coatinc Company (TCC), international agierender Oberflächenveredler mit Stammsitz in Siegen. Hier reichen die unternehmerischen Wurzeln zurück bis ins 16. Jahrhundert, noch weit vor die Anfänge der industriellen Stahlerzeugung.
Die Geschichte einer Familie, eines Werkstoffes und einer Region
500 Jahre TCC-Geschichte sind zugleich ein halbes Jahrtausend Metallbe- und -verarbeitung aus dem Siegerland. Sie markieren die außergewöhnliche Entwicklung eines Werkstoffes und einer Region von der Wiege des Bergbaus bis hin zum elementaren Wirtschaftszweig.
Denn die Siegerländer Region, seit jeher geprägt von der Erzgewinnung und -verarbeitung, gilt als eine der
ältesten Montanregionen Europas: Spuren des Bergbaus finden sich bereits bei den Kelten (500 v. Chr.). Später
entwickelten gerade die ortsansässigen Unternehmerfamilien die Region zur innovativen Industriebranche weiter. Den Know-how-Transfer über Jahrhunderte hinweg schafft jedoch nur, wer sich mit seiner eigenen Geschichte auseinandersetzt. Weiterlesen
Vorankündigung: „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“
Diözesanmuseum Paderborn zeigt im nächsten Jahr große Sonderausstellung – 29. Mai bis 25. Oktober 2020

Peter Paul Rubens, Das Martyrium der hl. Lucia, Quimper, Musée des Beaux-Art.RMN-Grand Palais / Mathieu Rabeau
Fast genau in einem Jahr, am 29. Mai 2020, ist es soweit, dann öffnet im Diözesanmuseum Paderborn die große Sonderausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ (bis 25. Oktober 2020). Peter Paul Rubens ist unbestritten einer der bedeutendsten Meister des flämischen Barock und war bereits zu Lebzeiten der Star seiner Branche. Von seiner Werkstatt in Antwerpen aus verbreiteten sich seine innovativen Arbeiten und Bildideen und wurden von Künstlern in ganz Nord- und Mitteleuropa aufgenommen. Sie revolutionierten im 17. Jahrhundert die Malerei und Bildhauerkunst und prägten sie nachhaltig.
Hochkarätige und teilweise bislang noch nicht gezeigte Exponate aus internationalen Museen werden in Paderborn erwartet. Sie dokumentieren die Verbreitungs- und Erfolgsgeschichte des flämischen Barock im Norden. Zu sehen sein werden Gemälde, Skulpturen, Grafiken und druckgraphische Arbeiten von Rubens und flämischen Meistern seiner Zeit. Weiterlesen
Video: „Rubens bei der Arbeit“
Geert-Jan Borgstein (Mauritshuis, Den Haag) erzählt von seiner Liebe zum Werk „Alte Frau und Junge mit Kerzen“ von Peter Paul Rubens. Das niederländische Original ist in englischer Sprache untertitelt.
Vortrag: „Auch die Juden aus Klafeld-Geisweid sollen nicht vergessen werden!“
Traute Fries, Mitglied im Leitungsteam des Aktiven Museums Südwestfalen e. V., hält am Donnerstag, 6. Juni 2019, um 19.00 Uhr im Gemeindezentrum „mittendrin“ an der Siegener Talkirche einen Vortrag zum Thema „Auch die Juden aus Klafeld-Geisweid sollen nicht vergessen werden!“
Pastor Walter Thiemann veröffentlichte 1968 die erste Broschüre „Von den Juden im Siegerland“. Darin berichtete Wilhelm Fries von den Familien Frank und Rosenblum, den Geschwistern Löwenstein, von Jenny Salomon verwitwete Frenkel geb. Frank und ihren Töchtern Ilse und Doris. Gustav Busch erzählte von der Familie Schatzki. Traute Fries hat weiter recherchiert, Fotos und Dokumente zusammengestellt.

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