Holländischer Admiral mit Siegerländer Wurzeln

Sterbeurkunde van Kinsbergen in Apeldoorn, Quelle: Gelders Archief, 0207-6506.
Zum Weiterforschen – Regionale Literatur: Weiterlesen
Holländischer Admiral mit Siegerländer Wurzeln

Sterbeurkunde van Kinsbergen in Apeldoorn, Quelle: Gelders Archief, 0207-6506.
Zum Weiterforschen – Regionale Literatur: Weiterlesen
Auf Vermittlung des Universitätsarchivs Siegen gelangte der Nachlass des Quantenchemikers Hans Hellmann bereits im April von Bonn an das Universitätsarchiv Stuttgart.
Die kurze Stuttgarter Bestandsbeschreibung sei hier zitiert: „Der Nachlass umfasst Unterlagen und Dokumente, die Prof. W. H. E. Schwarz, Universität Siegen, für seine Forschungen über Hans Hellmann gesammelt hat: Korrespondenz (Briefe aus Moskau an die Familie 1934 – 1938), Dokumente zur Verfolgung der Eheleute Hellmann durch NKWD und NS-Regime und zur Ermordung Hans Hellmanns, Tätigkeit am Karpov-Institut für Physikalische Chemie, Dokumente zu Tätigkeit und Studium aus Hannover, Berlin und Stuttgart, Zeitzeugenberichte und Zeitzeugeninterviews, Korrespondenz von W. H. E. Schwarz über Hans Hellmann sowie weitere Briefwechsel, wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen von Hans Hellmann, Unterlagen zu Hans Hellmanns Arbeitsgruppe und zu weiteren Mitarbeiter, Literatur über und Ehrungen von Hans Hellmann.“
Der ca. ein Regalmeter umfassende Bestand enthält Unterlagen aus den Jahren um 1900 – ca. 2010 und ist mit einer Findliste erschlossen.
Zu Beginn dieses Jahres hat Dieter Bald einen Wikipedia-Artikel zu Henrich Albrecht zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein [1658-1723] erstellt.
s. a.
Ulf Lückel: „Sayn-Wittgenstein-Hohenstein, Henrich Albrecht Graf zu „, in: Biographisch-Bibliographischen Kirchen Lexikon Band XIX, Herzberg 2001, Spalten 1213-1219
Biographisches Archiv des Christentums. Microfiche. o. A., Nr. 167, 272.
bis 7. Juli 2019, Mauritshuis, Den Haag

Jan de Baen, Portrait von Johan Moritz (1604-1679), Graf von Nassau-Siegen, Gründer des Mauritshuis, ca. 1668-1670. Mauritshuis, Den Haag
„In Brasilien ist er so bekannt, dass jeder den Namen „Nassau“ kennt. In den Niederlanden genoss er im siebzehnten Jahrhundert Heldenstatus, während sein Name heutzutage mit Kolonialismus und Sklaverei assoziiert wird. Sein Name ist Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679), Gouverneur der niederländischen Kolonie in Brasilien und der Mann, der das Mauritshuis erbaut hat. In dieser Ausstellung richten wir unseren Blick insbesondere auf den Ruf von Johann Moritz und prüfen, wie seine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden kann, sowohl aus heutiger als auch aus historischer Sicht.“
Quelle: Mauritshuis, Ausstellungen
Das Kindergartenmuseum Nordrhein-Westfalen in Bergisch Gladbach zeigt im Rahmen des Bauhausjubiläums in NRW vom 9. Mai bis zum Dezember 2019 die Ausstellung „BauSpielKunst“ mit Baukästen,der Naef Spiele AG der Jahre 1957 bis 2017 aus der Sammlung des Kölners Herbert Bungarten. Zu den Baukästen gehört das 1923 entworfene Bauhaus-Bauspielvon Alma Siedhoff-Buscher mit dem auf das diesjährige Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ Bezug genommen wird.
Ausstellungsflyer als PDF: Naef
Angekommen im KrönchenCenter: Dr. Patrick Sturm hat am 1. April 2019 die Leitung des Stadtarchivs Siegen übernommen. Damit tritt er die Nachfolge von Ludwig Burwitz an, der Ende März in den Ruhestand eingetreten ist.

Erster Überblick über die Bestände des Archivs: Der für Kultur zuständige Beigeordnete Arne Fries und Astrid Schneider, Leiterin der Kulturabteilung, begrüßten Dr. Patrick Sturm (Mitte) als neuen Leiter des Stadtarchivs Siegen. (Foto: Stadt Siegen)
Der Historiker, Jahrgang 1983, wechselte vom Stadtarchiv Pforzheim, dessen stellvertretende Leitung er seit 2017 innehatte. Unter anderem war er dort für die digitale Langzeitarchivierung sowie die amtlichen und nichtamtlichen Provenienzbestände verantwortlich. Zuvor war Dr. Patrick Sturm beim Stadtarchiv Karlsruhe als wissenschaftlicher Archivar und Leiter des Projekts „Rettung historischer Bauakten, digitale Langzeitarchivierung, Dokumentationsprofil“ tätig. Weiterlesen
bis 16. Juni 2019
![]()
Anthony van Dyck [Public domain], Johann VIII. mit seiner Familie, 1634, Ashmolean Museum Oxford
„Anthonis van Dyck gilt als einer der bedeutendsten Meister des Barock. Seine künstlerische Begabung wurde früh erkannt. Bereits mit 19 Jahren arbeitete er als unabhängiger Maler hauptsächlich in Antwerpen. Als solcher kam er auch in die Werkstatt von Peter Paul Rubens, der die Fähigkeiten des jungen Mannes nach Kräften förderte. 1621 bis 1626 hielt sich van Dyck in Italien auf und perfektionierte dort seine Porträtkunst. Dann kehrte er in die südlichen Niederlande zurück, wo große meist pathetische Altarbilder entstanden. 1632 folgte er einem Ruf nach England. Bis zu seinem Tod im Alter von 42 Jahren arbeitete er als Hofmaler Karl I. in London, außerdem war er ein gefragter Maler der gehobenen Gesellschaft.
Im Siegerlandmuseum sind zahlreiche Werke des Flamen zu finden. Neben Gemälden aus der Werkstatt (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten, Porträt Johann VIII. von Nassau-Siegen, Bildnis Jan Wildens) besitzt das Museum fast 200 grafische Motive des Künstlers. Dazu gehören großformatige Blätter mit religiösen und mythologischen Motiven sowie die meisten Porträts der von van Dyck edierten Serie „Ikonografie“, einer Folge von Radierungen, die bedeutende Zeitgenossen des 17. Jahrhunderts festhalten.“
Quelle: Siegerlandmuseum, Aktuelles
s.a. https://www.siwiarchiv.de/eine-entdeckung-aus-depot-des-siegerlandmuseums/

Quelle: Bestand der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Foto: Tobias Adam)
Heute, um 15 Uhr, findet in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar die Eröffnung der Ausstellung »Die Bauhausbücher: ein europäisches Publikationsprojekt des Bauhauses 1924-1930« statt.
In einer großen Schau werden die 14 Bände, die zwischen 1925 und 1930 in der Publikationsreihe des Münchner Albert Langen Verlags erschienen sind, für Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht. Eine besondere Rolle spielen dabei die Schutzumschläge, die heute als Ikonen der Buch- und Umschlaggestaltung der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts gelten.
Im Jahr 1925 sind zunächst acht Bände der neuen Reihe erschienen, die alle zwischen 1923 und 1925 fertiggestellt worden waren. Bis 1930 folgten sechs weitere Bände. Die Reihe stellt mit Büchern bzw. Broschüren von Gropius und Moholy-Nagy sowie mit Publikationen der Bauhaus-Meister Kandinsky, Klee und Schlemmer zum einen die Arbeit des Bauhauses und seiner Künstler selber dar, zum anderen wirkte sie als Publikationsplattform für führende Stimmen der Moderne in Europa. So gehörten die Niederländer Theo van Doesburg, Piet Mondrian und Jacobus Johannes Pieter Oud genauso zu den Autoren der ersten Bände wie der Franzose Albert Gleizes und der Russe Kasimir Malewitsch. Sowohl inhaltlich als auch gestalterisch wurde die Reihe auf diese Weise zu einer einzigartigen Dokumentation der europäischen Moderne. Weiterlesen
Ausstellung „Familie Rübsamen. Ewald Heinrich zum 100. Todestag“. Seit dem 17. März 2019 in der Kleinen Galerie des Siegerlandmuseums
![]()
Bild: Illustration der damals neu entdeckten Gattung und Art Velodona togata; hier: die Unterart Velodona togata togata, die im Buch „Die Cephalopoden“ (1915) erstmals beschrieben wurde, Ewald Rübsamen (1857 – 1919) [Public domain]
„1857 wird Ewald (Richard) Heinrich Rübsamen in Siegen-Weidenau (Vor der Hardt) geboren. Er war das 2. Kind und der 2. Sohn des Johann Franz Rübsamen (1811-1890) und der Emilie Mathilde Johanne geborene Franz (1821-?). Nach dem Besuch des Realgymnasiums entschied er sich für ein Studium an der Technischen Hochschule in Karlsruhe. Die Berufswahl stellte sich als ein Fehler heraus, und Ewald entschied sich schließlich für den Beruf des Lehrers. Nach dem Tod des Vaters 1891 siedelte die Familie von Siegen nach Berlin. Hier entdeckte Ewald seine Leidenschaft fürs Zeichnen. Ob er sein Talent von seinem Onkel Johann Jakob (1810-1833) geerbt hat, ist offen. Es sind frühe Zeichnungen erhalten, die später mit dem Namen von Johann Jakob versehen wurden. Der Onkel starb 33jährig im Zuchthaus von Herford, verurteilt wegen Urkundenfälschung. Ewald Heinrich wurde zunächst wissenschaftlicher Hilfsarbeiter am Königlich Zoologischen Museum, dann wurde er Sachverständiger, schließlich sogar Leiter der staatlichen Reblaus-Bekämpfung im rheinischen Weinbau. 1919 verstarb Ewald Heinrich Rübsamen in Metternich bei Koblenz. Seine Schwester Rosa Wilhelmine Henriette (1852-1922) kehrte nach Siegen zurück, wo sie eine bekannte Mundartdichterin war.“
Erinnerungskultur:
Ewald-Rübsamen-Weg in Siegen-Weidenau
Literatur:
Geisenheyner, L(udwig): Ewald Heinrich Rübsaamen zum Gedächtnis, in: Siegerländer Heimatkalender (1921), S. 21-25
Güthling, Wilhelm: Ewald und Rosa Rübsaamen. Im Dienste der Naturwissenschaft und der schönen Künste, in: Unser Heimatland (1955), S. 148-149 [Anm.: auch in Siegener Zeitung, 23. April 1955 (Sonderausgabe zur Stadtwerdung Weidenaus)]
Irle, Lothar: Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechter-Lexikon. Hg. aus Anlaß der 750-Jahr-Feier der Stadt Siegen 1974. Siegen: Siegerländer Heimatverein 1974, S. 275
Kruse, Hans: Zum Gedächtnis von Ewald Richard Rübsaamen, in: Siegener Zeitung, 27. März 1920
Renkhoff, Otto : Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. Aufl. Wiesbaden 1992, S. 663. [Dank an Michael Koelges, Stadtarchiv Koblenz]
Taschenberg, Otto: Ew. R. Rübsaamen * [Nachruf], in: Leopoldina, Heft LV (1919) Nr. 4 , S. 41 – 44
Vierhaus, Rudolf (Hg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie, Bd. 8, München 1997, S. 602
Archive:
Das Stadtarchiv Siegen bewahrt Nachlasssplitter der Geschwister auf. Im Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut, Entomologische Bibliothek, finden sich im Nachlass Heyden (Signatur 64) sechs Postkarten Ewald Rübsaamens an Lucas von Heyden.