Funde in anderen Archiven: 10.12.1950 –

Fritz Busch dirigierte das Konzert der New Yorker Philharmoniker am zweiten Jahrestag der UN-Menschenrechtscharta. Das Konzert fand in der Metropolitan Opera in New York statt. Busch dirigierte Werke von Berlioz, Brahms, Chopin und Beethoven. Als Solist wirkte bspw. Claudio Arrau mit. Es sprach u. a. Eleanor Roosevelt.
Das Konzertprogramm kann im digitalen Archiv der New Yorker Philharmoniker eingesehen werden.

Zu Fritz Busch auf Siwiarchiv s.:
https://www.siwiarchiv.de/2012/01/fritz-busch-dirigiert-die-staatskapelle-dresden-in-der-semperoper/
https://www.siwiarchiv.de/2012/04/vortrag-fritz-buschs-aachener-jahre-1912-1918/
https://www.siwiarchiv.de/2012/04/bruderbuschgedenkstatte-im-stadtarchiv-siegen/

Vortrag „Einer musste bleiben: Willi Busch – Schauspieler und Pädagoge“

Der unmusikalischste der Busch-Brüder zeigte schon in jugen Jahren hohes schauspielerisches Talent. Nach der Ausbildung an der Kölner Schauspielschule kam er zu den Vereinigten Stadttheatern und fiel dem gefürchteten Kritiker Saladin Schmitt durch seine Begabung auf, der ihn 1916 an sein Fronthteater nach Brüssel mitnahm. Nach Krieg und Verwundung wechselte Busch im Frühjahr 1919 an das neugegründete Schauspielhaus in Bochum, dem er bis 1947 angehörte; seine vier letzten Lebensjahr verbrachte er als Ensemblemitglied wieder in Köln. Willi BuschsMax-Reger-Institut, Karlsruhe

Veranstalter: VHS SIegen, Freundeskreis der Busch-Brüder, Max-Reger-Institut Karlsruhe
Ort: Siegen, KrönchenCenter, Markt 25
Datum: 06.12.2012, 19:30 Uhr
Eintritt: 3 €

Walter Krämer – Stolperstein in Hannover

Auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Siegerland-Wittgenstein (VVN-BdA) wird in der Niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover in diesem Jahr zur Erinnerung an den in Siegen geboren KPD Funktionär Walter Krämer ein Stolperstein durch den Künstler Gunter Demnig verlegt.

In Hannover wird die Verlegung der Stolpersteine von der Deutsch-israelischen Gesellschaft und dem Projekt Erinnerungskultur der Landeshauptstadt getragen. Sie findet breite Unterstützung durch das Netzwerk „Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover“, ein Zusammenschluss von über 40 Vereinen und Organisationen, dem auch die Stadt Hannover angehört.

Stolpersteine werden zur Erinnerung und Mahnung immer am letzten freiwillig gewählten Wohnort des jeweiligen Opfers des Faschismus verlegt.

Hannover war der letzte freiwillig gewählte Wohnort von Walter Krämer und seiner Frau Liesel. Walter Krämer übernahm hier Ende Mai 1932 die Funktion des politischen Sekretärs der Bezirksleitung Niedersachsen der KPD.

Walter Krämer wurde in seiner Wohnung in Hannover am 28. Februar 1933, im Zuge der Verhaftungswelle nach dem Brand des Reichstages in Berlin, durch die Kriminalpolizei verhaftet und kam später in das KZ Buchenwald, wo er als „Arzt von Buchenwald“ vielen Häftlingen das Leben rettete.

Die Verlegung wird unter Beteiligung der VVN-BdA Siegerland-Wittgenstein heute stattfinden.

Quelle: Pressemitteilung VVN BdA Kreisverband Siegen-Wittgenstein, 4.9.2012

Zuletzt auf siwiarchiv: https://www.siwiarchiv.de/2012/06/vortrag-walter-kramer-fotos/

Vortrag „Zwischen Dörnschlade und Linzer Dom – der Architekt Vincenz Statz“

Museum Wilnsdorf
8. Dezember 2012, 18.00 Uhr
Referent Dr. Friedrich Weber

(Arbeitskreis Geschichte des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins

Die Wallfahrtskapelle auf der Dörnschlade bei Hünsborn und der Mariendom in Linz (Österreich) – architektonisches Kontrastprogramm: klein und bescheiden, fast im Wald versteckt, die eine, überwältigend und im wahrsten Sinne „überragend“ der andere. Und doch haben diese Gotteshäuser eines gemeinsam: beide entwarf der Kölner Architekt und Dombaumeister Vincenz Statz (1819-1898).

DVD „G´rade der Vergang, das war das Geheimnis“

„Ralf Schröder hat den Künstler Walter Helsper in seinen letzten Lebensjahren mit der Video-Kamera begleitet. Anlässlich des 85. Geburtstages und des 20. Todestages liegt mit dieser DVD ein ca. 35minütiger Zusammenschnitt des unfangreichen Filmmaterials vor.
Die Edition mit handgefertigtem Coverobjekt ist in der Erstauflage auf 49 Exemplare limitiert. …..“
Quelle: „Klappen“text der DVD

3 Einträge zu Walter Helsper auf siwiarchiv.de

Matinée „G’rade der Vergang, das war das Geheimnis“

Zum 85. Geburtstag und 20. Todestag von Walter Helsper (1927-1992)
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss
11.11.2012, 11:11

In Kooperation mit dem Kunstverein Siegen e. V. präsentiert das Siegerlandmuseum eine filmische Hommage an den Siegener Künstler Walter Helsper, der aktuell 85 Jahre alt geworden wäre. Helsper war bekannt als „der Mann mit dem schwarzen Hut“, ein Original und eine Künstlerpersönlichkeit voller Spontaneität und Vielseitigkeit. Er starb im Juni 1992 und hinterließ zahlreiche Spuren künstlerischen Schaffens auf Leinwand, Papier und an Häuserfassaden. Seine Motive fand er im breiten Spektrum seelischen Erlebens. Gemeinsam mit Gerhard Walle gründete er zudem vor 40 Jahren die Gaststätte „Belle Epoque“ als Künstlerklause. Der Dokumentarfilmer Ralf Schröder hat nun einen etwa 30-minütigen Film über die letzten Jahre Walter Helspers fertiggestellt. Dieser Film wird am 11. November 2012 zur „karnevalistischen Uhrzeit“ im Rahmen einer offiziellen Begrüßung und anschließend zu jeder vollen Stunde von 13.00 bis 16.00 Uhr im Siegerlandmuseum im Oberen Schloss zu sehen sein. Verschiedene Werke des Künstlers werden die Präsentation im Oberen Schloss visuell ergänzen.

Programm: Weiterlesen →

Ausstellung „Gedenkblatt-Sammlung für die Opfer des Nationalsozialismus

in Siegen und Hilchenbach – Stolpersteine zur Erinnerung“
25.10.2012 – 02.12.2012, Öffnungszeiten: Mo: 14-19, Di-Fr, So: 14-17, Mi, Fr: 10-12
Stadtmuseum Hilchenbach, Wilhelmsburg
Eintritt frei!

Verlegung der Stolpersteine in Hilchenbach mit Gunter Demnig und Reinhard Gämlich, 30.04.2008

Nach der Ausstellung zum Jubiläum „325 Jahre Stadtrechte“, die mit 913 Besuchern ein großes Interesse gefunden hat, bietet auch die nächste Schau im Stadtmuseum in der Wilhelmsburg Einblicke in die Vergangenheit. Unter dem Titel „Gedenkblatt-Sammlung für die Opfer des Nationalsozialismus in Siegen und Hilchenbach – Stolpersteine zur Erinnerung“ wird diesmal allerdings das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte in den Blickpunkt gerückt.

In Hilchenbach hat der Künstler und Initiator der Aktion Gunter Demnig aus Köln am 30. April 2008 mit Unterstützung durch Stadtarchivar Reinhard Gämlich 12 Stolpersteine verlegt. Diese erinnern an Hilchenbacher Juden im Bürgersteigbereich Bruchstraße 14 (Hony), Gerbergasse 2 (Schäfer), Mühlenweg 25 (Holländer) und Unterzeche 1 (Stern). Finanziert haben die Verlegung die fünf im Rat der Stadt Hilchenbach vertretenen Parteien. Weiterlesen →

„Wer war Katharina Diez?“

Forumsdiskussion zum 130.Todesjahr von Katharina Diez
Mittwoch, 24.10.2012, 19:00 Uhr, Altes Feuerwehrhaus Netphen

Quelle: Heinrich Groß: Deutsche Dichterinen und Schriftstellerinen in Wort und Bild. Fr. Thiel, Berlin 1885, S. 318.

Historienschriftsteller Willibald Alexis sah in ihrer Naturpoesie ihr Anliegen literarisch gestaltet,

‚….das Unmögliche zu wollen!‘

Die Schriftstellerin Katharina Diez wurde 1809 am Markt 1 in Netphen geboren, gehörte mit ihrer ebenfalls dichtenden Schwester Elisabeth Grube in Düsseldorf zu den führenden geistigen und künstlerischen Kreisen. Immermanns Gut Collenbach bewohnten und bewirtschafteten die Schwestern nach dessen Tod. Katharina Diez war fast ein ganzes Jahrhundert lang als Schriftstellerin und Theaterautorin von insgesamt 38 Bänden- einige zusammen mit Elisabeth Grube- in Deutschland, Holland und Polen bekannt und viel gelesen – sie lebte davon und erhielt sogar eine finanzielle Unterstützung vom Schillerverein.
Im Jahrhundert nach ihrem Tode 1882 geriet das gesamte Werk der enorm vielseitigen Dichterin, entstanden an der Schwelle zur ’neuen Zeit‘ der Industrialisierung, in Vergessenheit. Nur einzelne, direkt Siegerlandbezogene Erzählungen, wurden gelegentlich in Heimatzeitungen und im Siegener Intelligenzblatt abgedruckt. Lediglich die Kinder -und Jugendliteratur von Katharina Diez erfuhr eine wissenschaftliche Würdigung vom Standpunkt der romantischen Pädagogik aus am Ende des 20.Jahrhunderts. Weiterlesen →

„Von Wandteppichen, fliegenden Fischen und Papageien „

Vortrag im KrönchenCenter zu der Gobelinserie „Tenture des Indes“ des Siegener Landesherren Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen

Mit der Vorstellung wenig bekannter Kunstwerke wird am kommenden Donnerstag die Veranstaltungsreihe  „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“ im städtischen Kulturzentrum KrönchenCenter fortgesetzt.  Dr. Gerlinde Klatte und Dr. Katharina Schmidt-Loske sprechen dann über die Tenture des Indes, eine Wandteppichserie, deren Anfertigung von Johann Moritz Fürst von Nassau-Siegen angeregt wurde. Weiterlesen →