Vortrag „Fritz Busch und die Komponisten seiner Zeit“

Fritz Busch in Dresden. Foto: Ursula Richter

Fritz Busch in Dresden. Foto: Ursula Richter

Einer der berühmtesten Söhne der Krönchenstadt wird im Mittelpunkt der nächsten Vortragsveranstaltung des Siegener Forums stehen. Am Donnerstag, den 20. Februar 2014, wird Almut Ochsmann vom Max-Reger-Institut in Karlsruhe im Gruppenarbeitsraum des Stadtarchivs im KrönchenCenter über Fritz Busch und die Komponisten seiner Zeit vortragen. Fritz Busch hat als Dirigent und Pianist zahlreiche Werke von Komponisten seiner Zeit einstudiert und aufgeführt, einige auch zur Uraufführung gebracht. Mit vielen Komponisten stand Busch selbst in persönlichem Kontakt: Briefe von Richard Strauss, Paul Hindemith oder Hans Pfitzner sind die spannenden Zeugnisse davon. Einen Einblick in diese aufschlussreichen Korrespondenzen und die Zeit ihrer Entstehung gibt der Vortrag. Weiterlesen →

Das Schicksal der Kreuztaler Juden –

Jugendliche luden ein zur Ausstellung in den Kreuztaler Jugendtreff Glonk

ausstjudenkreuztalIm Anschluss an die alljährlich stattfindende Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am Fred Meier-Platz in Littfeld, nutzten viele die Gelegenheit, sich im Jugendtreff Glonk die Ausstellung zum Gedenken an die Verfolgung und Deportation der jüdischen Kreuztaler Bürger anzusehen. Hierzu hatten die Jugendlichen, die auch die Gedenkfeier am Fred-Meier-Platz seit vielen Jahren aktiv mitgestalten, eingeladen.

Die Ausstellung, die von den Jugendlichen in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv sowie einem Historiker erstellt wurde, veranschaulicht in Einzelbiografien das Leben und Schicksal der jüdischen Männer, Frauen und Kinder aus Littfeld und Krombach, die Opfer des Nazire- gimes wurden.

„Ich habe die Ausstellung, die im Zuge der Stolpersteinverlegung entstanden ist, im letzten Jahr besucht und finde es toll, dass die Jugendlichen den Gedenktag dafür genutzt haben, die Ausstellung noch einmal zu zeigen. Es ist bemerkenswert, wie sich die jungen Leute mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen und mit Aktionen wie dieser Ausstellung dazu beitragen, dass das grausame Schicksal der Menschen, die damals hier gelebt haben, nicht vergessen wird.“, so Bürgermeister Walter Kiß. Weiterlesen →

Künstlerwettbewerb Walter-Krämer-Platz am Kreisklinikum Siegen:

Jury entschied zugunsten des Entwurfs von Erwin Wortelkamp – Umsetzung bis Herbst 2014 geplant

Das humanitäre Wirken Walter Krämers durch eine künstlerische Gestaltung des nach ihm benannten Platzes am Kreisklinikum Siegen angemessen zu würdigen, war Ziel eines offenen Wettbewerbes, den die Kreisklinikum Siegen GmbH in Zusammenarbeit mit der Stadt Siegen und dem Kreis Siegen-Wittgenstein im Frühjahr 2013 ausgeschrieben hatte.
Bis zum 1. Juli 2013 reichten insgesamt 22 Künstlerinnen und Künstler ihre Unterlagen ein. In mehreren Sitzungen hatten die Wettbewerbsteilnehmer die Gelegenheit, der Jury mit den Mitgliedern Prof. Dr. Christoph Brockhaus (Vorsitz; ehem. Direktor des Lehmbruck Museums, Duisburg), Bertram Müller (Geschäftsführer Kreisklinikum), Stadtbaurat Michael Stojan, Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner und Albrecht Thomas (1. Vorsitzender Kunstverein Siegen) ihre Entwürfe zu präsentieren.
Nach eingehender Diskussion fiel die Entscheidung am 23. Januar 2014 zugunsten des Entwurfs von Erwin Wortelkamp. Weiterlesen →

Trauer um Martin Stücher

stuecher1Am Freitag, 24. Januar 2014, ist er nach langer Krankheit verstorben: Martin Stücher. Mit der Heimat- und Geschichtsarbeit hat er sich in Freudenberg in vielen Facetten befasst. Der Arbeitsgemeinschaft Freudenberger Heimatvereine war er als Mitglied im Redaktionsstab von „Freudenberg im Zeitgeschehen“ (FiZ) seit den 1970er Jahren sehr eng verbunden. Weiterlesen →

Günter Dick, St. Augustin: Metallbildhauer Prof. Otto Sticht (1901-1973) –

ein Künstler ohne Fortune? Sein künstlerisches Wirken geriet weitgehend in Vergessenheit.

Ein Beitrag aus dem „Siegerland“ Bd.90 Heft 2-2013, S. 244-267:
Sticht Siegerland 90-II-2013 S 244-267 (PDF, 5 MB)
Für die Wiedergabe dieses Beitrages gilt sowohl dem Autor als auch dem Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein Dank!

Prof. Dr. Wilhelm Kohl vollendet sein 100. Lebensjahr

wKohl100Am 9. Dezember wurde der Archivar und Landeshistoriker Prof. Dr. Wilhelm Kohl 100 Jahre alt. Auch heute noch hält er sich mit Arbeit fit – täglich erschließt er mindestens eine mittelalterliche Urkunde. Erst vor einem halben Jahr hat er als Autor landesgeschichtlicher Bücher und Aufsätze die Feder aus der Hand gelegt. Pünktlich zu seinem Geburtstag erscheint sein letzter Aufsatz über „Alte, verloren gegangene Epitaphien in Münster und Rheine“ im Druck. Weiterlesen →

Von Baustelle zu Baustelle – von Gießen nach Siegen

awollEin Interview zum 90. Geburtstag von Gründungsrektor Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Artur Woll.

Frage: Herr Prof. Woll, Sie sind kürzlich 90 Jahre alt geworden – herzlichen Glückwunsch und alle guten Wünsche nachträglich. Schaut man auf Ihren frühen Lebenslauf, schien die akademische Laufbahn nicht vorgezeichnet. Mit 30 haben Sie – sicherlich auch kriegsbedingt – das Abitur am Abendgymnasium gemacht. Kam das Interesse am Studium spät, oder waren die Bedingungen vorher ungünstig?

Prof. Woll: Ich komme aus einer Familie mit sechs Kindern. Mein Vater war Bergmann und schon früh Invalide. Ich habe keinen Beruf erlernt, war Hilfsarbeiter bei der Bahn. 1940 bin ich als 17-Jähriger schon freiwillig Soldat geworden. Das habe ich gemacht, da man auf diese Weise die Waffengattung wählen konnte. Ich habe mich für die Luftwaffe entschieden, bin zum Piloten und schließlich zum Fluglehrer ausgebildet worden. Nach dem Krieg war ich bei der Bahn als Hemmschuhleger an einem Duisburger Verschiebebahnhof beschäftigt. Mit meiner Tätigkeit als Hilfsarbeiter war ich aber nicht zufrieden. Ich wollte weiterkommen. Als 1950 das erste Abendgymnasium in NRW in Duisburg öffnete, bin ich dorthin gegangen und habe 1954 mein Abitur gemacht. Der Direktor des Abendgymnasiums hat mich bei der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiaten vorgeschlagen. So war es mir möglich zu studieren. Weiterlesen →

Fritz Busch und Robert Burg

SaechsArchBl213Im Sächsisches Archivblatt 2 (2013) stellt Judith Matzke den in diesem Jahr verzeichneten Nachlass des Sängers Robert Burg vor (S. 8). Burg wirkte gemeinsam mit Fritz Busch an einigen Uraufführungen (z. B. 1925 „Doktor Faust“ von Ferruccio Busoni) in Dresden mit, so dass im Nachlass einiges zur Zusammenarbeit mit dem Dirtigenten erwartet werden darf, das noch einen tieferen Einblick in die Dresdener Zeit Buschs erlaubt. Denn: Weiterlesen →

Heinrich Schickhardt in Herrenberg

Heinrich Schickhardt in Herrenberg from Rainer Wälde media on Vimeo.

Die Geschichte der Familie Schickhardt ist eng mit Herrenberg verbunden. Bereits um 1500 war dies ein aufstrebendes Landstädtchen, als sich der Schreiner Heinrich Schickhardt aus dem Siegerland hier niederließ. Er kaufte in der Tübinger Gasse ein Haus und erhielt die ehrenvolle Aufgabe, für die Stiftskirche das Chorgestühl mitzugestalten.

Als im Februar 1558 dann der Enkel Heinrich Schickhardt auf die Welt kommt, ahnt niemand, was aus diesem jungen Bürger Herrenbergs einmal werden wird: ein so renommierter Baumeister, dass die Menschen ihn sogar als „Schwäbischen Leonardo da Vinci“ rühmen.

Archivbestand zur Familiengeschicht: Hauptstaatsarchiv Stuttgart Q 3/54. Familienunterlagen Schickardt

Literatur (Auswahl) zu Heinrich Schickardt dem Älteren: Weiterlesen →

Familie Naveh aus Jerusalem auf den Spuren der Großeltern in Siegen und Kassel


Dany Naveh (vormals Hausmann) geboren 1945 in Jerusalem, war erstmals in Siegen. Er wollte die Stadt sehen, aus der sein Vater Benno Hausmann vor 75 Jahren nach Palästina geflohen war. Aktueller Anlass der Reise war allerdings die Verlegung von Stolpersteinen für seine Großeltern mütterlicherseits in Kassel, Meta und Albert Oppenheim. Die Verlegung der kleinen Gedenksteine nahm der Kölner Künstler Gunter Demnig vor. Mehr als 40 000 solcher Steine hat er nun seit 1995 angefertigt. In unserer Region hatte er in diesem Jahr bereits Steine in Erndtebrück, Netphen und Kreuztal verlegt. Weiterlesen →