Vortrag „Oberbergmeister Johann Heinrich Jung“

So. 01.06. 14.30 – 15.30 Uhr
Vortrag von Ortwin Brückel, Kreuztal
Heimatmuseum Ferndorf, Ferndorfer Straße 62

JHJ1746
Jungs Wohnhaus in Kreuztal-Littfeld (2008), By KV 28 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Johann Heinrich Jung, der Onkel von Jung Stilling, war eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit im nördlichen Siegerland. Aus kleinbäuerlichen Verhältnissen stammend, arbeitete er sich als Autodidakt an die Spitze der Bergaufsicht im Bereich Müsen, war weiterhin Lehrer, Erfinder, Grubenbeitzer und Unternehmer.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Kreuztal, 28.4.2014

Vortrag „Fürstengräber – ‚Fürstliche Grablege‘

Termin: 17. Mai 2014, 15:00
Ort: Bad Berleburg, Treffpunkt: Friedhofsparkplatz am Sengelsberg (bei schlechtem Wetter Treffpunkt: Friedhofskapelle)
Kosten: 3 €
Leitung Hartmut Weidt

Wer kennt schon diesen Teil des städtischen Friedhofs, auf dem die Gräber des Sayn-Wittgenstein-Berleburgischen Grafen – und Fürstenhauses aus dem 18. bis 20. Jahrhundert zu sehen sind?
Quelle: VHS Siegen-Wittgenstein, Programm 2014

Carl David Neuburger, Baumeister in Riga

ein Fund via Archivalia, der gerne ergänzt werden darf:
C. D. Neuburger, * Siegen/Westf. 25. 11. 1842, † Riga 12. 5. 1897

V.: Jakob N., Maurer; M.: Catharine, geb. Siebel; ?? Bauschule in Siegen. Arbeitete in Berlin. Seit 1864 in Riga, Gehilfe d. Stadtarchitekten ? J. D. Felsko, dann selbständig
Werke:

zahlr. Wohn- u. Geschäftshäuser; städt. Waisenhaus in Gravenhof (1888-89); Pfarrgebäude d. Domkirche; Dommuseum (1888-90); Umbau d. Kapelle auf d. verein. Friedhöfen (1892)

Nachweise:Ev. Kb. Siegen; Neumann, Lex., 144 f.; Becker, Bautätigkeit, 68, 70; Thieme/Becker 25, 404; Rig. Alm. 1901, 146, 196

Quelle: Baltisches Biographisches Lexikon digital

Stolpersteine in Hilchenbach im neuen Glanz

hilchenbach17414In Hilchenbach ist der Bevölkerung die Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus unter den eigenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein wichtiges Anliegen.
Ausdruck dieses Mitgefühls und der Erinnerung drückt sich in der Stadtmitte Hilchenbachs aus, in der seit 2008 zwölf Stolpersteine verlegt sind und am 4. Juli 2013 ein Gedenkstein am oberen Marktplatz beim Aufgang zur evangelischen Kirche aufgestellt wurde.
Der Hilchenbacher Klaus Stötzel hat im Rahmen des Projektes „Gedenkstein“ mit der Carl-Kraemer-Realschule zusammengearbeitet. Jetzt hat er mit zwei Schülerinnen der Schule, Melina Frick und Marlin Bald, die Stolpersteine in der Unterzeche gereinigt.
Den Schülerinnen ist das Thema sehr wichtig. Schnell wird deutlich, dass beide an dem Thema sehr interessiert sind. Sie erklären, dass sie das Ganze gerne freiwillig machen. Die Beiden möchten so ihren Anteil zur Verschönerung von Hilchenbach beitragen und die Erinnerungen an die Juden in Hilchenbach wach halten.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hilchenbach, 17.4.2014

Vor 150 Jahren: Shakespeare und Siegen

Wilhelm Oechelhäuser

Wilhelm Oechelhäuser By unbekannter Fotograf (Jahrbuch der Stadt Mülheim, 1983) [Public domain], via Wikimedia Commons

Heute vor 150 Jahren, anlässlich des 300. Geburtstages von William Shakespeare, gründete der Siegener Wilhelm Oechelhäuser in Weimar die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft. Die Veröffentlichung Oechelhäusers „Ideen zur Gründung einer Sakespeare-Gesellschaft“ aus dem Jahr 1863 gab die Anregung zur Gründung der Gesellschaft.

Literatur/Link:
Oechelhäuser, Wilhelm, in: Das Digitale Shakespeare Memorial Album. Hrsg von Christa Jansohn, URI: http://www.shakespearealbum.de/uri/gnd/118735977. (Zugriff am 22.04.2014)
Plaum, Bernd D., „Oechelhäuser, Justus Wilhelm“, in: Neue Deutsche Biographie 19 (1998), S. 421-423 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd118735977.html
Habicht, Werner, Ein deutscher Klassiker? Über die Gründung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft vor 150 Jahren, (revidierte Fassung von „Shakespeare und die Gründer“, in: Shakespeare Jahrbuch, 136 (2000), 74-89), URL: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=19084

Tagebücher Ludwigs des Älteren von Sayn-Wittgenstein jetzt online!

Ludwig_d_I_Wittgenstein

Ludwig Graf von Sayn zu Wittgenstein (* 7.- Dezember 1532 auf Schloss Wittgenstein; † 2. Juli 1605), Sohn Graf Willhelms I. (†  1570) und der Johanetta von Isenburg-Grenzau († nach 1561) besuchte seit 1545 mit seinen beiden Brüdern die Universitäten von Löwen, Paris und Orléans. Zwischen 1553 bis 1556 bereiste er Süd- und Westeuropa (Padua, Malta, Rom, Savoyen, Frankreich, England) und diente kurze Zeit Papst Pius IV. als Kämmerer.1556 kehrte er nach Wittgenstein zurück, wo sein Vater inzwischen eine lutherische Kirchenordnung erlassen hatte. Er selbst nahm zunächst ebenfalls die lutherische Konfesssion an. Hochgebildet und polyglott, zudem an konfessionellen Fragen sehr interessiert, stand er in engem persönlichen und brieflichen Austausch mit humanistischen Gelehrten seiner Zeit, darunter Heinrich Bullinger, Rudolf Gwalther und Theodor Beza. Den Reformator Caspar Olevian und Johannes Althusius förderte er und führte unter Olevians Einfluss 1578 die reformierte Konfession in der Grafschaft Wittgenstein ein.

Seine erhaltenen Tagebücher in sieben Bänden, in deutscher und lateinischer Sprache verfasst, decken die Jahre von 1559 bis 1605 ab und zeugen von Graf Ludwigs weit gespannten Interessen und enthalten Briefexzerpte und -abschriften seiner illustren Korrespondenzpartner. Weiterlesen →

Vortrag: „Macbeth im Dreiklang: Shakespeare, Verdi und Fritz Busch“

Dienstag, 1. April 2014, 19:00 Uhr,
Vortragssaal der VHS Siegen, Markt 25, Siegen
Referentin: Susanne Popp
Freundeskreis der Busch-Brüder e.V.
Entgelt: 3 €

„Fritz Busch, einer der Protagonisten der Verdi-Renaissance in Deutschland, hat sich dem radikalen Jugendwerk Macbeth relativ spät zugewandt. Eine erste Annäherung in Dresden 1928 war glücklos, da Busch wegen einer Erkrankung die deutsche Erstaufführung einem anderen überlassen musste. Umso glanzvoller wurde die Aufführung in Glyndebourne, mit der 1938 erstmals das Mozart-Repertoire gezielt erweitert wurde – eine gewagte kulturhistorische Tat im Lande Shakespeares. Macbeth sollte weitere eindrucksvolle Interpretationen beim Wiederaufleben des Glyndebourne-Gedankens in New York 1941 und nach der Rückkehr nach Europa im Oktober 1947 in Stockholm erfahren.“
Quelle: VHS-Programm der Stadt Siegen

Vortrag „Ein schmaler Grat – Widerstand im KZ Buchenwald“

Referent:  Bernd Langer
Freitag, 28. März 2014, um 19:30 Uhr,
im VEB Politik, Kunst und Unterhaltung, Marienborner Str. 16, 57074 Siegen

Haben wir alles richtig gemacht?“ ist der Titel eines Interviews mit Paul Grünewald, der mit Karl Peix und Walter Krämer – beide wurden 1941 ermordet – eine Widerstandsgruppe im Krankenrevier des KZ Buchenwald bildete. Insbesondere Krämer war in der DDR als „Arzt von Buchenwald“ populär, im Roman „Nackt unter Wölfen“ setzte ihm Bruno Apitz ein literarisches Denkmal.
Doch die einfache Schwarz-Weiß-Beschreibung von antifaschistischen Helden unterschlägt die komplizierten Verhältnisse in den Konzentrationslagern. Während nach Krämer Schulen, Straßen usw. benannt wurden, fand Karl Peix später kaum noch Erwähnung. Dabei war er zunächst von zentraler Bedeutung für den Widerstand in Buchenwald, verstrickte sich aber zunehmend in Machenschaften mit der SS, Vorwürfe gehen bis hin zu Mord. Weiterlesen →

Tag der Archive 2014 „Frauen-Männer-Macht“: Edith Langner

Edith Langner
 

Geboren am 23.1.1913 in Posen, verstorben am 7.12.1986.

 

Mitglied des Landtags 25. 7. 1966 bis 27. 5. 1975, gewählt in der 6. und 7. Wahlperiode über Landesliste.

 

kam 1919 nach Schlesien, Mittlere Reife. Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnenseminar. Staatliches Examen. Von 1932 bis 1938 Kindergärtnerin und Hauslehrerin. 1938 Heirat mit  Pastor L., der seit 1944 in Rußland vermißt ist. 1945 mit der Familie geflohen, erlebte den Großangriff auf Dresden, kam über Passau 1945 nach Siegen. Von 1959 bis 1966 Sozialhelferin und Mitarbeiterin der Inneren Mission. Ab 1946 Vorsitzende der ev. Frauenhilfe Siegen-Fischbacherberg. Ab 1962 Presbyterin der ev. Kirchengemeinde Siegen. Mitglied der CDU ab 1947, Mitglied des Kreisvorstandes der CDU ab März 1965, ab 1964 Kreisvorsitzende und ab 1968 im Landesvorstand der CDU-Frauenvereinigung, ab 1969 stellv. Bezirksvorsitzende der Frauenvereinigung Sieger-/Sauerland und Hauptausschussmitglied der CDU-Bundesfrauenvereinigung. Von 1947/48 bis 1952 Bürgervertreterin in kommunalen Ausschüssen (u. a. des Wohlfahrtsausschusses) der Stadt Siegen. Von 1952 bis 1971 Stadtverordnete der Stadt Siegen. Vorsitzende des Vertriebenenrates. Mitglied im Kuratorium der Stiftung Haus des Deutschen Ostens.

 

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Tag der Archive 2014 „Frauen-Männer-Macht“: Lotte Friese-Korn

Lotte Friese-Korn

Geboren am 1. 9.1899 in Halle a. d. Saale, verstorben am 14./15.10.1963 in Siegen.
Mitglied des Landtags 31.7.1947 bis 4.7.1954, gewählt in der 1. und 2. Wahlperiode über Landesliste.

Lyzeum und Handelsschule. 1918 bis 1920 Gärtnerinnenlehranstalt Weimar, anschließend Praktikantenjahr in Landfrauenschule, Handelsgärtnerei und Privatgartenbau. 1926 Gasthörerin an der Universität, Praktikantin am Botanischen Garten in Jena. 1927 Bis 1939 Gartenbaulehrerin in Siegen (Westfalen). Bis 1943 an der Mädchenberufsschule in Bochum. Mitglied der FDP ab 1946, ab 1947 im Kreis-, Bezirks- und Landesvorstand, Vorsitzende des Landesfrauenausschusses der FDP Nordrhein-Westfalen und stellv. Vorsitzende des Bundesfrauenausschusses. Von 1946 bis 1948 Mitglied des 1. Kreistages in Siegen und des Gemeinderates Breitenbach. Vorstandsmitglied der Landesverbände Westfalen-Lippe des Deutschen Roten Kreuzes und des Deutschen Jugendherbergswerkes. Mitglied im Beratenden Ausschuß für das Pressewesen von November 1949 bis Juni 1955.

Mitglied des Bundestages 1953 bis 1961

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