Präsident des Landesarchivs NRW, Prof. Dr. Wilfried Reininghaus, geht in den Ruhestand

reininghausEnde des Monats geht Prof. Dr. Wilfried Reininghaus als Präsident des Landesarchivs NRW in den Ruhestand. Herr Reininghaus ist der erste Präsident des 2004 neu gegründeten Landesarchivs. In dieser wie auch in anderen Funktionen hat Herr Reininghaus das Archivwesen und die landesgeschichtliche Forschung in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen drei Jahrzehnten mit geprägt.
Reininghaus hat sich immer auch mit der Geschichte des Siegerlandes beschäftigt, so z. B. 1998 mit der Geschichte der Revolution von 1848 im Siegerland (Siegener Beiträge 3/1998) oder zuletzt bei der Herausgabe der Vincke-Tagebücher.


Auf seinen Vortrag „Das Siegerland und die westfälische Landesgeschichte“ des „100. Geburtstages des Siegerländer Heimat- und Geschichtsvereins“, gehalten am 31. Januar 2011 in Siegen, sei hier gerne verlinkt (PDF). Ebenso gerne wird hier auf den programmatischen Vortrag „Archive im demokratischen Raum“ verwiesen, den Wilfried Reininghaus am 19. September 2011 zur Eröffnung des Kreisarchivs Siegen gehalten hat. Weiterlesen

Lothar Irle zur Vermittlung von „Rassen- und Familienkunde“ im III. Reich

Zu Lothar Irle wurden hier bereits einige, auch biographische Beiträge publiziert. Irle als Pädagoge in der NS-Zeit ist bereits Thema wissenschaftlicher Publikationen gewesen, so dass der Fund in den Beständen des Landesarchivs NRW, Abteilung Westfalen, in Münster, eine Ergänzung darstellt.
Lothar Irle nahm als Vertreter der Lehrerinnen und Lehrer aus dem Kreis Siegen an der ersten Schulungswoche für „Vererbungslehre, Erbgesundheitspflege, Rassen- und Familienkunde“ teil. Der Lehrgang wurde vom dem preußischen Kultusministerium angeschlossenen Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht organisiert. Er fand vom 25. bis zum 30. September 1933 in Berlin statt. Die Multiplikatorenschulung sollte fachlich und ideologisch geeignetes Personal in die Lage versetzen, die Lehrerkolleginnen und -kollegen vor Ort in dieser Thematik zu schulen.
Die Schulabteilung der Regierung zu Arnsberg bat die Teilnehmenden aus ihrem Zuständigkeitsbereich um, einen Bericht über diese Fortbildungsveranstaltung. Lothar Irle kam dieser Bitte am 12. Oktober 1933 nach:
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Literaturhinweis: „Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen.“

Unireden6Lindner-Jarchow, Kordula (Red.): Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen. Laudationes und Vortrag anlässlich der Ehrenpromotion von Ulrich Weiß am 11. Mai 2011, Auditorium Maximum Universität Siegen, Siegener Universitätsreden 6, Siegen, 1. Aufl.  2013, 49 S.

Inhalt:
Annette Kurschus: Grußwort, S. 7
Georg Plasger: Laudatio, S. 9
Ulrich Weiß: „[…] aber die Frau Diesterwegin das Präsidium führen“. Pietistische Anfänge um 1700 in Nassau-Siegen, S. 15
Anmerkungen, S. 41

Quelle: http://d-nb.info/1032360658/04 Weiterlesen

Bilder von Reinhold Köhler

als große Schenkung an die Kunstsammlung des Kreises Siegen-Wittgenstein
koehler
Eine besondere Schenkung erhielt jetzt die Kunstsammlung des Kreises Siegen-Wittgenstein von Jemandem, der weiß, wie man Kunst sammelt: Barbara Lambrecht-Schadeberg, Mäzenin und Kennerin mit großer Leidenschaft für Kunst der Gegenwart erwarb vor 2 Jahren einige Werke des Siegener Künstlers Reinhold Köhler. Weiterlesen

Stolpersteine in Erndtebrück

“ ….. Vor inzwischen zehn Jahren hatten sich Erndtebrücker Bürgerinnen und Bürger erfolgreich dafür eingesetzt, dass eine Gedenktafel an der Kirchenmauer der Bergstraße angebracht wurde. Seit 2003 wird am 9. November vor dieser Tafel durch die Erndtebrücker Schulen der Menschen jüdischen Glaubens gedacht, die der nationalsozialistischen Ideologie zum Opfer fielen. Vor allem jungen Menschen wird so ins Gedächtnis gerufen, dass auch in Erndtebrück Menschen, die Jahrhunderte lang Bürger unserer Gemeinde waren, von den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet worden sind. Weiterlesen

Walter Krämer-Platz in Siegen

Hochkarätiger Künstlerwettbewerb gestartet – bis 1. Juli Vorschläge einreichen
Ab sofort sind Künstler in der Region aber auch bundesweit aufgerufen, ihre Vorstellungen und Entwürfe für die Gestaltung des künftigen Walter-Krämer-Platzes in Siegen einzureichen. Bis zum 1. Juli werden qualifizierte Vorschläge und Einsendungen von der Kreisklinikum Siegen GmbH als Grundstückseigentümerin und Ausloberin des Künstlerwettbewerbes entgegen genommen. „Mit dem Start des hochkarätigen Wettbewerbsverfahrens beginnt der wohl spannendste Abschnitt auf dem Weg zur angemessenen Würdigung von Walter Krämer, der in Siegen geboren wurde und als „Arzt von Buchenwald“ bekannt gewordenen ist. Ich freue mich auf viele interessante Vorschläge. Sie haben einen historischen Wert an sich, weil sie zeigen, in welcher Weise das Wirken Walter Krämers künstlerisch durchdacht und interpretiert werden kann“, betont Siegens Bürgermeister Steffen Mues. Gemeinsam mit Landrat Paul Breuer leitet Mues die mit der Vorbereitung und Umsetzung des Künstlerwettbewerbes befasste Walter Krämer Kommission, der auch der stellvertretende Stiftungsdirektor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Rikola-Gunnar Lüttgenau, angehört. Weiterlesen

„EINBLICKE. Ein Themenabend über Siegener Künstler ….

in den 1960ern und ’90ern in Film und Fernsehen“ zeigt der Filmklub Kurbelkiste e.V. am Sonntag den 24. März 2013 um 19:00 Uhr im Schauplatz im Kulturhaus Lÿz

Einführung: Ralf Schröder und Ines Rüttinger vom Museum für Gegenwartskunst Siegen
G’rade der Vergang, das war das Geheimnis…!
Ein Film von Ralf Schröder
Siegen 2012, 42 Minuten
Eine Filmdokumenation von Ralf Schröder über die letzten Jahre des Künstlers Walter Helsper (1927-1992).
Helsper war bekannt als „der Mann mit dem schwarzen Hut“, ein Original und eine Künstlerpersönlichkeit voller Spontaneität und Vielseitigkeit. Er starb im Juni 1992 und hinterließ zahlreiche Spuren künstlerischen Schaffens auf Leinwand, Papier und an Häuserfassaden. Seine Motive fand er im breiten Spektrum seelischen Erlebens.
Gemeinsam mit Gerhard Walle gründete er zudem vor 40 Jahren die Gaststätte „Belle Epoque“ als Künstlerklause. Weiterlesen

Becher-Häuser – Thema im Kreiskulturausschuss

Foto: Bernd Brandemann

Foto: Bernd Brandemann

Über die derzeitige Ausstellung der Becher-Bilder im Siegener Museum für Gegenwartskunst und das Projekt der Forschungsstelle Siegerland zu den Becher-Häusern an der Universität Siegen informierten sich die Mitglieder des Kreiskulturausschusses auf ihrer Sitzung am 11. März.

logoFoSie

s. a. Bernd Brandemann: Bernd und Hilla Becher: Fotografie als Kunst. Aufnahmen entstanden auch in Freudenberg, Freudenberg im Zeitgeschehen, 2/2007

Letzter Abstich im Stahlwerk Brandenburg vor 20 Jahren

Ära Friedrich Flick

„….Prägend waren der technische und der Kaufmännische Direktor, das Brüderpaar Dr. Rudolf Hennecke (1890-1985) und Arthur Hennecke (1888-1959), die als Betriebsleiter von 1917 bis 1945 fungierten.
Auch der neue Herr in Brandenburg, der Industrielle Friedrich Flick, beließ die beiden Henneckes in ihren Ämtern. 1926 hatte die Mitteldeutsche Stahlwerke AG die Stahlwerke in Brandenburg erworben und in ihren Produktionsverbund integriert. Ab 1936 firmierte das Werk Brandenburg als Mitteldeutsche Stahl- und Walzwerke Friedrich Flick Kommanditgesellschaft und war in den komplizierten Konzernaufbau eingebunden.
Aufschluss über diese Jahre bei Mittelstahl gibt das Forschungsarchiv Flick, das im Rahmen des Jenaer Forschungsprojektes zu Friedrich Flick aufgebaut wurde und heute (unter Einschränkungen) im Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv nutzbar ist.
Nach dem Kriegsende erfolgte bis 1947 die vollständige Demontage aller Maschinen und Geräte, so dass der Wiederaufbau ab Juli 1949 ganz von vorn begonnen musste. Der erste Abstich erfolgte am 30. Juli 1950 und leitete 43 Jahre Produktion ein. ….“

Quelle: Björn Berghausen, Archivspiegel des Berlin-Brandenburgischen Wirtschaftsarchiv, 28.2.2013

Lothar Irle und die Märchen der Gebrüder Grimm

Ein Zitat:

“ ….  wenn er [gemeint ist J. O. Plassmann] über einen gewissen Dr. Lothar Irle urteilt, der die Absicht hat, Grimms Märchen von kirchlichem Einfluß zu reinigen: „Der Mann muß von den Dingen nicht die leiseste Ahnung haben – unklar ist mir nur die leider nicht seltene Erscheinung, daß solche Ignoranten plötzlich auf irgendwelchen Lehrstühlen auftauchen. Die „weltanschauliche“ Fanfare scheint an manchen Stellen immer noch mit völkischer Gesinnung verwechselt zu werden. ….“
Diese Bemerkung über Irle ist vor dem Hintergrund der Streitigkeiten zwischen SS-Ahnenerbe (Plassmann) und dem Amt Rosenberg (Irle) zu sehen.
Quelle: Angelika Oesterle: John Meier – Eine Biographie im Schatten des Nationalsozialismus, Mag. Ludwig-Uhland-Institut der Uni. Tübingen SS 1988, S. 50-51 [J.O. Plassmann an Kaiser, 7.11.1939, Bundesarchiv NS 21/143]. Trotz zweimaliger Durchsicht durch Mitarbeiterinnen des Bundesarchivs ist der Brief nicht unter der genannten Signatur zur verifizieren. Weiterlesen