„Zeitzeugen auf Zelluloid“: Neue Digitalisate

Siegen, LYZ, 4.11.15, 19:00 Uhr

Das Kreisarchiv stellt in seiner Reihe „Zeitzeugen auf Zelluloid“ zwei aktuell digitalisierte Filme vor:
1) Der Film „Schellenschmied vom Grund“ zeigt am Wirken des letzten Siegerländer Schellenschmiedes Wilhelm Krämer ein Schmiedehandwerk, das vor nahezu 60 Jahren ausstarb. Es war eng verbunden mit der Haubergswirtschaft im Siegerland, in der das Weiden von Kühen eine große Bedeutung besaß. Um die Tiere im unübersichtlichen Gelände nicht zu verlieren, wurden diesen geschmiedete Kuhschellen umgehängt, wie wir sie in ähnlicher Form heute nur noch aus der Alpenregion kennen. Der Film zeigt den Schmiedeprozess von 1959/60.
ZaZ1115
2) Danach wird erstmals die WDR-Produktion „Streifzüge durch das Siegerland“, die 1962 für die Reihe „Prisma des Westens“ entstand, gezeigt werden. Weiterlesen →

Science Schau Fenster in der Siegener Oberstadt


Eine ganz besondere Art des Schaufensterbummels ist noch bis zum 30. Oktober in der Siegener Oberstadt möglich. Universität Siegen setzt 15 Forschungsprojekte kreativ in Szene.

Wie funktioniert das Smart Home der Zukunft? Welche Rolle spielen Einhörner und Löwen in der Literatur? Wie könnte ein Behandlungsverfahren zur Heilung von Sehnenschäden aussehen? Wie kann sich das Museum für Gegenwartskunst in einen Klassenraum für Grundschüler verwandeln? Und was kann alles aus einem 3D-Drucker kommen? Weiterlesen →

Vortrag „Simon Grünewald – drei Lehrer aus Pömbsen“

Sonntag, 25.10., 18.00 Uhr,
Büro der CJZ, Häutebachweg 6, Siegen

Hartmut Prange (Netphen) spricht im Rahmen der Vortragsreihe der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Siegerland –
Mitveranstalter: Aktives Museum Südwestfalen e.V. – über die Lehrerfamilie Grünwald.

Vortrag „Der Dirigent Fritz Busch und Max Reger“

Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe, Vortragsreihe „Siegener Forum – Vorträge und Diskussionen nicht nur zur regionalen Geschichte“

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Adolf Busch, Max Reger und Fritz Busch auf einer Aufnahme von 1912. (Vorlage: Almut Ochsmann M.A., Karlsruhe)

Mit einem Vortrag über den Siegener Dirigenten Fritz Busch (1890-1951) wird die
Vortragsreihe „Siegener Forum“ am Donnerstag, den 22. Oktober 2015, um 18.30 Uhr im KrönchenCenter fortgesetzt. Wie Almut Ochsmann M.A. aus Karlsruhe ausführen wird, pflegte Fritz Busch intensive Kontakte zu renommierten Komponisten seiner Zeit.
Zu den bekannten Namen zählen Richard Strauss, Paul Hindemith und Hans Pfitzner.Aber auch Max Reger (1873-1916) gehörte zu den großen Komponisten, mit denen der Dirigent im Austausch stand. Sein Bruder Adolf Busch und er selbst konzertierten viele Male mit Reger zusammen und setzten sich nach dessen frühem Tod weiterhin für die Verbreitung seiner Werke ein. Beide bearbeiteten auch Werke Regers und äußerten sich schriftlich über den Komponisten, der laut Fritz Busch ein „Genie“ war. Der Vortrag gibt Einblicke in das BrüderBuschArchiv in Karlsruhe, indem zahlreiche Briefe, Fotos und Kunstwerke miteinander in Beziehung gebracht werden. Die Referentin wird zu diesem Zwecke einige musikalische Darbietungen vorspielen und Bildmaterial erläutern. Weiterlesen →

Fernsehhinweis: „Vom Strohlager zum Luxus-Hostel – Erfolgsstory Jugendherberge“

WDR, Freitag, 16. Oktober 2015, 23:15 -00:00 Uhr (Wdh. am 18.10.2015 um 05:30 Uhr)

Es begann mit einem einschneidenden Erlebnis: Als Richard Schirrmann beim Wandern in ein Gewitter kam, schaffte er es nur knapp in einen Unterschlupf. Da kam ihm die Idee, Schlafmöglichkeiten für junge Wanderer einzurichten. Das war 1909. Schnell fand er Mitstreiter und gründete das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH). Zunächst entstanden provisorische Herbergen in Schulen oder Schuppen. 1914 gab es bereits 530 Jugendherbergen in Deutschland. Die Dokumentation blickt zurück auf die Geschichte des DJH, in die Zeit, als in den Schlafsälen noch bis zu 16 Betten standen, die Gäste beim Abwasch halfen und motorisierte Reisende unerwünscht waren. Der Film zeigt aber auch, wie sich das ursprüngliche Konzept gewandelt hat, um auch heute erfolgreich zu sein. Dabei geht es u.a. auf Spurensuche nach Island und Irland.
Ein Film von Jörg Stolpe| Redaktion: Adrian Lehnigk, Monika Pohl
Quelle: WDR
Link zu weiteren Informationen

Mitberünder des DJH war der Hilchenbacher Wilhelm Münker.

Literaturhinweis: Heinz Bensberg: „So war es seinerzeit

bensberg3 Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland“
“Nach “Historisches wird lebendig” und “Vergangenes kehrt zurück” berichtet der Autor auch in seinem dritten Buch “So war es seinerzeit” wieder über Kulturgut aus der Vergangenheit! Es soll Einblicke über das historische und gesellschaftliche Leben im Siegerland geben und dazu beitragen, die Vergangenheit etwas zu erhellen und ein Interesse lange vor unserer Zeit zu erwecken. Wer weiß schon, dass der Erfinder des Flugzeugschleudersitzes ein Siegerländer war und auch den inoffiziellen Ballonweltrekord hatte. Oder, dass ein Siegerländer mit einem Holzvergaser-Traktor auf den Großglockner gefahren ist, ein Ofen den Busanhänger erwärmte und die Schulkinder für den Briefträger den Weg im Schnee fest treten (dabbeln) mussten, dass die Glocken zu jeder Gelegenheit riefen und die Tankfüllung auch im Rucksack war ….“
Quelle: Homepage Heinz Bensberg

Warum Siegerländer Archivierende nach Karlsruhe fahren sollten?

Es gab bzw. gibt mehrere Gründe für Siegerländer Archivierende in diesem Herbst nach Karlsruhe zu fahren. Der diesjährige 85. Deutsche Archivtag bot einen intensiven fachlichen Austausch über die Zukunftsfrage der Archive im 21. Jahrhundert: wie begegnen die Archive den Herausforderungen der digitalen Informationsgesellschaft? Das Blog des archivischen Fachverbandes gibt einen umfangreichen Einblick in die stattgefundenen Veranstaltungen und erlaubt die Diskussion mit den Facharchivarinnen und -archivaren.
Ein weiterer Grund ist diese Grabstätte:

Foto: Dr. Johannes Burkardt

Foto: Dr. Johannes Burkardt

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„Stolperstein“ entwendet – Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

In der Woche vom 10.- 17. August 2015 wurde aus einem Büro in der Siegener Sandstraße ein dort wegen notwendiger Umbauarbeiten übergangsweise aufbewahrter so genannter Stolperstein entwendet. Der 10 x 10 x 10 cm große Gedenkstein trägt auf einer Messingplatte die Aufschrift: “ Hier arbeitete Otto Bäcker, Jg. 1887, Mehrfach verhaftet, Zuletzt 1944, Sachsenhausen, tot 1945, Dachau/ Aufkirch“. Sachdienliche Hinweise zu dem Dieb des Stolpersteines bzw. zum Verbleib des Gedenksteines nimmt das Siegener Kriminalkommissariat 5 unter 0271-7099-0 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei Siegen, 1.10.15

Personalakten von Fritz und Willi Busch online einsehbar

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Einen Hinweis auf Archivalia folgend, dass die älteren Personalakten des Stuttgarter Staatstheaters durch das Landesarchiv Baden Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, online seien, fanden sich bei der Recherche die Personalakten für die Siegener Brüder den Dirigenten Fritz Busch und  den Schauspieler Willi Busch. Weiterlesen →

4FACHWERK-Uhren-Vortragsreihe wird fortgesetzt:

Diesmal geht’s um Johann-Peter Stahlschmidt
stahlschmidt1851

„Diesmal will ich endlich etwas über Stahlschmidt direkt erzählen“, kündigt Ian D. Fowler an. Der Uhrenhistoriker hatte bei seinen bisherigen Vorträgen den Weg des Uhrenbaues bis in unsere Region nachgezeichnet und dabei über die vielfältigen auch familiären Verflechtungen berichtet.

Am Mittwoch, 30. September 2015, steht ab 19:30 Uhr also Johann-Peter Stahlschmidt im Mittelpunkt der Betrachtung. „Es gibt so viel Material über ihn“, freut sich der für historische Uhren überaus sachkundige Referent.
Stahlschmidt, am 18. Juli 1751 in Plittershagen geboren, aufgewachsen und hier zunächst wohl auch als Hirte tätig, begann im Alter von 23 Jahren bei Johann-Georg Spies in Siegen seine Ausbildung und begründete später „im Flecken“ die große Handwerkstradition der „Stahlschmidt-Uhren“. Weiterlesen →