Günter Dick, St. Augustin: Feier in Gent zum 100. Jahrestag LZ 37-Absturzes

Günter Dick berichtet von der Gedenkfeier des Luftschiffabsturzes am 7. Juni 2015 in Gent: DickGentLZ37 .

s. dazu auf siwiarchiv:
1) „Aus dem Himmel, durch die Hölle, in´s Klosterbett.“
2) Günter Dick (St. Augustin): Luftschiff LZ 37 über Gent zerstört

100 Jahre Westfälischer Heimatbund

Bilder vom Festakt am in Münster


Der Westfälische Heimatbund feierte am 27. Juni 2015 sein hundertjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde der Westfalentag mit einem Festakt im Theater in Münster gefeiert, der Gründungsstadt des Verbandes.

Erstmals wurde dabei der von den Sparkassen in Westfalen und der Westfälischen Provinzial Versicherung gestiftete Innovationspreis für modellhafte Projekte in der Heimatpflege verliehen. In Diskussionen ging es um neue Herausforderungen; so zum Beispiel um die Frage, wie Migranten für ein Engagement in den Heimatvereinen gewonnen werden können. Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, sprach über „Grenzen überwinden und Menschen verbinden. Eine Aufgabe für die Heimatpflege.” und Unterstützungsmöglichkeiten für die ehrenamtliche Arbeit in Nordrhein-Westfalen sprechen.

Der Westfälische Heimatbund ist der Dachverband von etwa 530 Heimatvereinen in Westfalen. Er bündelt ehrenamtliche Aktivitäten der Heimatpflege Westfalens unter einem Dach.

Erhebung des Grafen Johann Moritz von Nassau-Siegen in den Fürstenstand

Ein Fund auf der Homepage des Kgl. Hausarchivs in Den Haag.

© Koninklijke Verzamelingen

© Koninklijke Verzamelingen

Johann Moritz, genannt der Brasilianer, war ein Enkel des Grafen Johann der Ältere, Bruder von Prinz Wilhelm I. Von 1637 bis 1644 war er Gouverneur der eroberten Besitzungen der niederländischen Westindien-Kompanie in Brasilien. Im Jahre 1647 wurde er Statthalter von Kleve. Mit dem Akt der Erhebung, wurde er von den Habsburger Kaiser Ferdinand III am 25. November 1652 in den Fürstenstand erhoben. Von dieser Zeit an hatte er Sitz und Stimme im deutschen „Reichsfürstenrat“ und das Recht auf den Titel ‚Prinz‘ zu verwenden. Durch diese Erhöhung versuchte der Kaiser mehrere Fürsten an sich zu binden.

Das Dokument, auf Deutsch geschrieben wird, ist in einem roten Samt-Band gebunden, mit einem anhängenden Lacksiegel in einem goldenen Kästchen. Das Futteral, in dem das Dokument gelagert ist, ist mit geprägtem Leder geschmückt.

Vor 125 Jahren: Otto Krasa geboren

Am 25. Juni 1890 wurde Otto Krasa geboren. Aus diesem Anlass widmet der Heimatverein Gosenbach Krasa als „Spatenforscher“, Eiserfelder Ehrenbürger und Schulleiter der Gosenbacher Schule eine Ausstellung in der Gosenbacher Heimatstube (28.6., 11-16 Uhr).
Ein Teil der regionalen Geschichtsforschung sieht Krasas Wirken in der Zeit des Nationalsozialismus kritisch. Die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes im Jahr 1957 dient Anderen als Argument, Krasas Arbeiten in der Zeit des Dritten Reiches zu relativieren.
Das Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein verfügt über die Unterlagen zur Ordensverleihung an Otto Krasa. Der Vorgang  befindet sich in dem einschlägigen Aktenband „Bundesverdienstkreuze 1955-1962“ (Az.: 011-11/20). Er wurde PDF aufbereitet: BVKKrasa . Weiterlesen

Vorstellung der Tagebücher des Freiherrn Ludwig Vincke

22. Juni 2015, um 19 Uhr
im Veranstaltungssaal des LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, 48143 Münster.

Mit einer Lesung aus den Tagebüchern der Jahre 1819 bis 1829, musikalischer Begleitung und vielen Ereignissen aus dem bewegten Leben des Oberpräsidenten Ludwig Freiherr Vincke (1774–1844) werden die von Hans-Joachim Behr edierten Bände 8 und 9 vorgestellt. Der Eintritt ist frei. Die Lesung ist eine Kooperationsveranstaltung des Vereins mit dem Landesarchiv NRW Abt. Westfalen und der Historischen Kommission für Westfalen. Weiterlesen

Dr. Lothar Irle – Schlaglichter auf dessen Kindheit.

Hier im Blog ist es um Dr. Lothar Irle etwas ruhig geworden. Der letzte Eintrag erschien vor gut einem halbem Jahr. Bereits vor knapp einem Jahr wurde hier ein Buch vorgestellt, dass ein Siegerländer Auswandererschicksal behandelt und den Schriftverkehr mit dem im Siegerland verbliebenen Verwandten beinhaltet.
Der Auswanderer ist Hermann Schneider, der Großvater Lothar Irles. In den Briefen Hermann Schneiders an die Familie seiner Tochter Emilie, Lothar Irles Mutter, finden sich in Hinblick auf Lothar Irle hauptsächlich hauptsächlich Belege für die Sehnsucht des Großvaters nach seinem Enkel sowie Hinweise auf übersendete Geschenke. Immerhin scheint ein Brief die wohl damals übliche, strenge Erziehung zu untermauern. In einem Schreiben Hermann Schneiders an seine Tochter vom 26. Mai 1907 (S. 124) heißt es: Weiterlesen

Video-Vortrag „Kein deutscher Lawrence.

Die militärischen Expeditionen im Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs“
Link zum Video auf dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

„Der Historiker und Leiter des Politischen Archivs des Auswärtigen Amts, Dr. Martin Kröger, referiert in seinem Vortrag über die deutschen Vorstellung zum Nahen und Mittleren Osten während des Ersten Weltkriegs mit besonderem Blick auf die dort vertretene Revolutionierungsstrategie. Die Strategie, seit Beginn ein zentraler Bestandteil deutscher Kriegsaußenpolitik, habe zum Ziel gehabt, durch die „Aufwiegelung“ des (kolonialen) Hinterlands der deutschen Kriegsgegner diese zu schwächen und durch die Generierung zusätzlicher Fronten signifikante Kräfte der gegenerischen Armeen zu binden. Die Notwendigkeit einer solchen asymmetrischen Kriegsstrategie sei dabei unhinterfragt Konsens deutscher Politiker, Diplomaten und Militärs gewesen – wenn auch das konkrete Wissen über die Situation in den arabischen, kaukasischen und indischen Randregionen der globalen Reiche gering gewesen sei. Der Vortrag beleuchtet exemplarisch verschiedene deutsche militärische wie diplomatische Expeditionen und leitet daraus allgemeine Schlüsse über die deutsche Kriegspolitik ab.“
Kröger ordnet auch die Expedition des Hilchenbachers Fritz Klein ein.

Günter Dick (St. Augustin): Luftschiff LZ 37 über Gent zerstört

LZ 37-Denkmal auf dem Genter Westfriedhof. Hinter der Grab-Bodenplatte von Obltn. Otto van der Haegen (Inschrift eingraviert auf der Bodenplatte) steht der Enkel des ehemaligen  LZ 37-Maschinisten Carl Clauss, dessen Grab damals 1956 mit allen anderen deutschen Soldatengräbern aus WW I und WW II auf den deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo umgebettet wurde.  Enkel Gert-Rücker (74) besuchte  gemeinsam mit  Autor Günter Dick aus Sankt Augustin im September 2010 das Erinnerungsdenkmal. Hierbei wurde auch die Idee für eine dort notwendige Informations-Tafel angeregt. Die Grabplatte von Kurt Ackermann-Berlin liegt verdeckt hinter dem Spitz-Buchsbaum. Foto: © Günter Dick

LZ 37-Denkmal auf dem Genter Westfriedhof.
Hinter der Grab-Bodenplatte von Obltn. Otto van der Haegen (Inschrift eingraviert auf der Bodenplatte) steht der Enkel des ehemaligen LZ 37-Maschinisten Carl Clauss, dessen Grab damals 1956 mit allen anderen deutschen Soldatengräbern aus WW I und WW II auf den deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo umgebettet wurde.
Enkel Gert-Rücker (74) besuchte gemeinsam mit Autor Günter Dick aus Sankt Augustin im September 2010 das Erinnerungsdenkmal. Hierbei wurde auch die Idee für eine dort notwendige Informations-Tafel angeregt.
Die Grabplatte von Kurt Ackermann-Berlin liegt verdeckt hinter dem Spitz-Buchsbaum. Foto: © Günter Dick

Vor 100 Jahren, in der Nacht des 7. Juni 1915 um 2. 30 Uhr wurde das Heeres-Luftschiff LZ 37 über dem Genter Ortsteil Sint Amandsberg vom brit. Piloten Warneford (23) mit Brandbomben vernichtet. Dies war im Ersten Weltkrieg das erste Mal und ist auch in dieser Art nie mehr so vorgekommen, dass ein Luftschiff in voller Fahrt von oben von einem Flieger abgebombt wurde.
Der Siegerländer Luftschiffkommandant Otto van der Haegen (*1887 in Kreuztal )und sieben weitere Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.
Lediglich dem Höhensteuermann Alfred Mühler widerfuhr eine wundersame Rettung, weil er beim Aufschlag der Führergondel auf das Dach eines Klosters herausgeschleudert wurde und im leeren Bett einer Nonne landete. Weiterlesen

Adolf Diesterwegs Wegweiser zur Bildung für deutsche Lehrer (1904) online

diesterweg1904In den digitalen Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek Münster ist diese Schrift des aus Siegen stammenden Adolf Diesterwegs nun online einsehbar.

Herausgeber Karl Wacker hat dem Text eine 58 Seiten umfassende Biographie Diesterwegs vorangestellt. Adolfs Diesterwegs Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 225. Mal.