Warum Siegerländer Archivierende nach Karlsruhe fahren sollten?

Es gab bzw. gibt mehrere Gründe für Siegerländer Archivierende in diesem Herbst nach Karlsruhe zu fahren. Der diesjährige 85. Deutsche Archivtag bot einen intensiven fachlichen Austausch über die Zukunftsfrage der Archive im 21. Jahrhundert: wie begegnen die Archive den Herausforderungen der digitalen Informationsgesellschaft? Das Blog des archivischen Fachverbandes gibt einen umfangreichen Einblick in die stattgefundenen Veranstaltungen und erlaubt die Diskussion mit den Facharchivarinnen und -archivaren.
Ein weiterer Grund ist diese Grabstätte:

Foto: Dr. Johannes Burkardt

Foto: Dr. Johannes Burkardt

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„Stolperstein“ entwendet – Polizei bittet um sachdienliche Hinweise

In der Woche vom 10.- 17. August 2015 wurde aus einem Büro in der Siegener Sandstraße ein dort wegen notwendiger Umbauarbeiten übergangsweise aufbewahrter so genannter Stolperstein entwendet. Der 10 x 10 x 10 cm große Gedenkstein trägt auf einer Messingplatte die Aufschrift: “ Hier arbeitete Otto Bäcker, Jg. 1887, Mehrfach verhaftet, Zuletzt 1944, Sachsenhausen, tot 1945, Dachau/ Aufkirch“. Sachdienliche Hinweise zu dem Dieb des Stolpersteines bzw. zum Verbleib des Gedenksteines nimmt das Siegener Kriminalkommissariat 5 unter 0271-7099-0 entgegen.

Quelle: Pressemitteilung Polizei Siegen, 1.10.15

Personalakten von Fritz und Willi Busch online einsehbar

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Aktendeckel der Personalakte Willi Buschs. Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg E 18 VI Bü 80

Einen Hinweis auf Archivalia folgend, dass die älteren Personalakten des Stuttgarter Staatstheaters durch das Landesarchiv Baden Württemberg, Staatsarchiv Ludwigsburg, online seien, fanden sich bei der Recherche die Personalakten für die Siegener Brüder den Dirigenten Fritz Busch und  den Schauspieler Willi Busch. Weiterlesen

4FACHWERK-Uhren-Vortragsreihe wird fortgesetzt:

Diesmal geht’s um Johann-Peter Stahlschmidt
stahlschmidt1851

„Diesmal will ich endlich etwas über Stahlschmidt direkt erzählen“, kündigt Ian D. Fowler an. Der Uhrenhistoriker hatte bei seinen bisherigen Vorträgen den Weg des Uhrenbaues bis in unsere Region nachgezeichnet und dabei über die vielfältigen auch familiären Verflechtungen berichtet.

Am Mittwoch, 30. September 2015, steht ab 19:30 Uhr also Johann-Peter Stahlschmidt im Mittelpunkt der Betrachtung. „Es gibt so viel Material über ihn“, freut sich der für historische Uhren überaus sachkundige Referent.
Stahlschmidt, am 18. Juli 1751 in Plittershagen geboren, aufgewachsen und hier zunächst wohl auch als Hirte tätig, begann im Alter von 23 Jahren bei Johann-Georg Spies in Siegen seine Ausbildung und begründete später „im Flecken“ die große Handwerkstradition der „Stahlschmidt-Uhren“. Weiterlesen

Vor 50 Jahren: Hermann Kuhmichel gestorben

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Stickbild, Quelle: Kreis Siegen-Wittgenstein, Bilderkammer Slg. Klein

Heute vor 50 Jahren verstarb der Siegerländer Künstler Hermann Kuhmichel. Das Bild zeigt eine weniger bekannte Seite des Bildhauers.

Materialsammlung des Kreisarchivs zu Leben und Werk Kuhmichels (PDF): Hermann Kuhmichel (Stand: 2.11.2022).

Fanny Hochmann gestorben

Ein Beitrag von Klaus Dietermann

Mathilde, Jakob, Betty, Fanny und Siegmund Hochmann, 1938. Foto: Aktives Museum Südwestfalen.

Mathilde, Jakob, Betty, Fanny und Siegmund Hochmann, 1938. Foto: Aktives Museum Südwestfalen.

Am 11. September 2015 verstarb Fanny Reinhold geborene Hochmann in Kefar Avigdor in Israel. Sie war 1920 in Siegen geboren und das älteste Kind des Kaufmanns Siegmund Hochmann, der mit seiner Ehefrau Mathilde in den 1920er Jahren ein Schuhgeschäft in der Marburger Straße 35 in Siegen betrieb. Sie wohnten am Kornmarkt 8 und zuletzt in der Poststraße 16. Ihre Schwester Betty war im Juli kurz vor ihrem 93. Geburtstag in Israel gestorben. Den beiden Schwestern sowie ihrem Bruder Jakob war noch die Flucht vor den Nationalsozialisten gelungen. Ihre Eltern wurden im April 1942 mit anderen Juden aus Siegen und Umgebung in ein Vernichtungslager in Polen deportiert und dort ermordet. Die Familiengeschichte der Hochmanns war im Jahr 1998 Thema einer Dokumentation, die im Aktiven Museum Südwestfalen in Siegen am Obergraben gezeigt wurde. Seither besteht eine feste Freundschaft zwischen dem Museumsleiter Klaus Dietermann, der seinerzeit die Dokumentation erstellte, und den aus Siegen vertriebenen Familien sowie deren Nachkommen. Weiterlesen

Literatur: „Gender im Pietismus“

genderimpietismusEin Tagungsband mit Wittgenstein-Bezug.

Mit der Frage nach den Verflechtungszusammenhängen von Geschlechterkonstruktionen und Netzwerkbildung sowie -handeln wird ein neues Forschungsfeld für eine genderorientierte Pietismusforschung erschlossen. Der Prägung pietistischer Gender-Identitäten und -Rollen durch soziale und mediale Netzwerke und vice versa der genderabhängigen Formung der Strukturen und Inhalte dieser Netzwerke wird anhand von fünf Themengebieten nachgegangen: Transgression und Neudefinition von Geschlechterrollen in Netzwerken; religiös-kultureller Transfer und Netzwerkbildung; Geschlecht, Adel und Netzwerk; Geschlechter-praktiken sowie Textproduktion und -rezeption im Netzwerk. Weiterlesen

Premiere: Filmprojekt „Jung-Stilling“

Freitag, 11. September, 11 Uhr
Ev. Gymnasium Siegen-Weidenau, Im Tiergarten 5 – 7, Siegen

„Jung-Stilling“ ist ein Filmprojekt der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen zum 275. Geburtstag von Johann Heinrich Jung-Stilling am 12. September 2015. Idee und Umsetzung erfolgten durch Roman Knerr (21), der selbst ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) innerhalb der Diakonie absolvierte. Er zeigt die Geschichte des Schülers Jan, erinnert in Rückblicken an das Wirken der historischen Persönlichkeit Jung-Stilling und lässt mehrere Experten zu Wort kommen.
Zwei Jahre harte Arbeit, Zeit und Herzblut steckte Roman Knerr in das Filmprojekt. Dirk Hermann, Referent der Freiwilligendienste der Diakonie in Südwestfalen, unterstützte ihn während der gesamten Zeit. Da der Film ein Projekt junger Leuten ist und über eine interessante und berühmte Persönlichkeit unserer Region informiert, wurde das Ev. Gymnasium in Siegen-Weidenau für die Premiere ausgewählt.
Quelle: Diakonie Südwestfalen
s. a. Westfälische Rundschau, 7.9.2015

Artikel auf siwiarchiv zu Jung-Stilling

Online-Publikation „Friedenlandschaft Sauerland –

Beiträge zur Geschichte von Pazifismus unSauerlandFriedend Antimilitarismus in einer katholischen Region. (= daunlots. internetbeiträge des christine-koch-mundartarchivs am museum eslohe. nr. 77). Eslohe 2015.

Die Publikation verweist auch auf Personen aus den Altkreisen Siegen (z. B. Pfarrer Wilhelm Ochse) und  Wittgenstein (Rechtanwalt Karl Wurm)

Link zur PDF-Datei (525 S.)

Ausstellung „Rubens trifft: Landschaft“

23. August bis 11. Oktober 2015
Siegerlandmuseum im Oberen Schloss

Die Abbildung zeigt als Collage ein Detail aus "Landschaft mit dem Regenbogen" von Schelte à Bolswert (Kupferstich aus der Serie der Kleinen Landschaften, Siegerlandmuseum) sowie ein Detail aus John Constables "Englischer Landschaft" (Öl auf Pappe, 1820, Von der Heydt-Museum Wuppertal).

Die Abbildung zeigt als Collage ein Detail aus „Landschaft mit dem Regenbogen“ von Schelte à Bolswert (Kupferstich aus der Serie der Kleinen Landschaften, Siegerlandmuseum) sowie ein Detail aus John Constables „Englischer Landschaft“ (Öl auf Pappe, 1820, Von der Heydt-Museum Wuppertal).

Peter Paul Rubens (1577-1640), der große Barockmaler mit Geburtsort Siegen, beschäftigte sich im Laufe seiner Karriere immer wieder mit der Landschaftsmalerei. Anders als bei seinen großen Auftragsarbeiten entstanden seine Landschaften allerdings eher in privatem Interesse. Aber dennoch war der geschäftstüchtige Meister um ihre Verbreitung und Bekanntmachung in grafischen Reproduktionen bemüht. Schelte à Bolswert (um 1581-1659), ein Virtuose der Stecherkunst, wurde mit der Umsetzung der Motive betraut. Seine Ergebnisse sind es, die Rubens Ruhm als Landschaftsmaler begründeten. Auch Johann Wolfgang von Goethe kannte die um 1640 edierte Serie der Kleinen und Großen Landschaften. In ihnen zeigt sich, dass Rubens auf die zeitgenössische Landschaftskunst reagierte und sie in seiner eigenen, unnachahmlichen Weise inidividuell weiter gestaltete. Seine Ergebnisse strahlten auf die Künstler in seiner unmittelbaren Umgebung aus, die jedoch meist erfolglos versuchten, den Geist der Rubens’schen Landschaften zu kopieren. Von großer Wirkung wurden Rubens‘ Landschaften dann ab dem 18. Jahrhundert. Später sind es Maler wie John Constable und die Impressionisten, die sich auf Rubens beriefen und sich seine Motive zum Vorbild nahmen. Weiterlesen