Hohe Auszeichnung für Pastor Thomas Ijewski

Hexen, Pietismus und Denkmalpflege

„Ehrenamtliches Engagement ist die Superkraft unserer Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begrüßte Mona Neubauer, stellvertretende Ministerpräsidentin, verdiente Persönlichkeiten in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Der Freudenberger Pastor Thomas Ijewski und 14 weitere hoch engagierte Bürgerinnen und Bürger aus NRW wurden mit den Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Damit ehrt die Landesregierung traditionell den herausragenden Einsatz für das Gemeinwohl und das Land Nordrhein-Westfalen.

 [Klicken, um das Bild zu schließen. Pfeiltasten für vorheriges / nächstes Bild.] Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. © Foto: Land NRW / Ralph Sondermann

Düsseldorf, 23.03.2026: Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur überreicht den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

Thomas Ijewski wurde begleitet von seiner Familie und Bürgermeisterin Nicole Reschke. In der Laudatio heißt es: „Thomas Ijewski ist evangelischer Pastor im Siegerland – genauer: im Fachwerkstädtchen Freudenberg. Seit etwa zwei Jahrzehnten engagiert er sich dort auch ehrenamtlich. Weiterlesen

Literaturhinweis: Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen (Frieder und Henner, Band 5)

Der Band widmet sich der Staatlichen Ingenieurschule für Bauwesen Siegen als einem der ersten Bildungsbauten auf dem Haardter Berg. Errichtet 1965 bis 1967 von den Architekten Friedrich Wilhelm Bertram und Elmar Lang (Aachen), Preisträger des 1962 ausgelobten Wettbewerbs, bildet sie den Kern des heutigen Campus Paul-Bonatz-Straße.

Einführend geht es um den Schulbau im Kontext der geplanten Bebauung des Haardter Bergs mit seiner spezifischen Verbindung von Bildungsbauten und Wohnarealen. Thomas Schiffmann rekonstruiert in seinem Beitrag anhand zahlreicher historischer Fotografien das ursprüngliche Erscheinungsbild der Ingenieurschule und stellt erstmals die gestalterischen Qualitäten von Architektur und Innenraumgestaltung dar.

Eva von Engelberg-Dočkal, Petra Lohmann (Hrsg.)
Die staatliche Ingenieurschule für Bauwesen Siegen
Mit einem Bitrag von Thomas Schiffmann
Reihe Frieder & Henner #5
Siegen: unversi 2026, 93 S., farbige Abb.
ISBN 978-3-96182-222-5
Quelle: Verlagswerbung

Open access: Kirchenbau nach 1945 in Westfalen-Lippe

LWL legt Überblicksband vor

Die neue Publikation „Kirchenbau nach 1945“.
Foto: LWL

Ein neues Buch des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) nimmt Kirchenbauten in den Blick, die zwischen 1945 und der Jahrtausendwende entstanden sind. Auf Grundlage eines langjährigen Forschungsprojekts gibt die Publikation einen Überblick über die Entwicklung des Kirchenbaus in Westfalen-Lippe und stellt zahlreiche Beispiele vor.

„Über 1.300 Kirchen entstanden nach 1945 allein in Westfalen-Lippe“, sagt LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens. „Bis heute sind diese Bauten Mittelpunkte des religiösen, sozialen und kulturellen Lebens. Gleichzeitig geraten sie immer stärker unter Druck.“ Weiterlesen

Denkmal für einen Aufklärer:

Die Büste von Johann Heinrich Jung-Stilling in Wuppertal
Wer sich in Wuppertal auf Spurensuche begibt, stößt an gleich zwei Orten auf eine außergewöhnliche Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts: Johann Heinrich Jung-Stilling. Als Augenarzt, Sozialreformer, pietistischer Denker und Autor zahlreicher Schriften war er weit mehr als ein Kind seiner Zeit – er war ein Wegbereiter für die Verbindung von Glauben, Aufklärung und praktischer Lebenshilfe. Zwei Büsten in Elberfeld erinnern bis heute an sein Wirken und seine Ideale.
Das erste Denkmal: Eine Büste in der Zentralbibliothek (1929)
Bereits 1929 setzte die Stadt Elberfeld ein Zeichen der Erinnerung. Zur feierlichen Einweihung des neuen Stadtbücherei-Gebäudes in der Kolpingstraße wurde eine Bronzebüste Jung-Stillings im obersten Stockwerk aufgestellt. Gestiftet wurde das Denkmal von mehreren namhaften Persönlichkeiten und Unternehmen der Stadt, darunter Frau Geheimrätin C.A. Jung, Rudolf und Werner von Baum sowie die Firma Schlieper & Baum. Für die künstlerische Ausführung zeichnete der renommierte Bildhauer Ernst Müller-Blensdorf verantwortlich. Weiterlesen

Siegerland 2/2025 erschienen

Inhalt:
Andreas Bingener: Die Anfänge der Siegener Stadtreinigung im 15. und 16. Jahrhundert, S. 211ff
Frierdich Reuter: Überraschungsbesuch aus Dillnhütten, S. 230ff
Rolf Heetfeld: Die Architekten Johannes Scheppig und Carl Scheppig S. 236ff
Thomas A. Bartholosch: „Radikalinskis aller Sorten, überhaupt Revolutionäre aller Länder“, S. 255ff
Daniel Schneider: Die Schiffsglocke der S.M.S. Westfalen als Relikt des Ersten Weltkrieges im Siegerlandmuseum, S. 262ff
Rüdiger Fries: Versorgungsbomben als Paddelboote Ferndorf und Hüttengräben in Weidanau, S. 273ff
Moritz Wild: Kleinbauernhaus Mittelstraße 9 in Neunkirchen-Salchendorf, S. 282ff Weiterlesen

Siegen: Komplett-Sanierung der Stadt- und Schlossmauer abgeschlossen

Auch die letzten Abschnitte der rund 1,7 Kilometer langen Stadt- und Schlossmauer der Stadt Siegen sind saniert. Damit ist das jahrelange Mammut-Projekt – angefangen 2018 mit der „Hasengartenbatterie“ am Oberen Schloss – nun offiziell abgeschlossen.

Projektleiter Jürgen Katz (r.) stellte Bürgermeister Steffen Mues den sanierten Schalenturm an der Siegbergstraße vor. (Foto: Stadt Siegen)

Zu den letzten Teilstücken gehörten einzelne Mauerabschnitte in der Siegener Altstadt: Hier wurden in den letzten Monaten die letzten, noch erhaltenen Abschnitte der mittelalterlichen Mauerreste saniert und damit „für die nachfolgenden Generationen gerettet“, erklärte Projektleiter Jürgen Katz jetzt bei einem Stadtmauer-Rundgang gemeinsam mit Bürgermeister Steffen Mues. „Es hat sich absolut gelohnt, schon von 2010 an die Fördermittel bei den entsprechenden Ministerien mit dem entsprechenden Verhandlungsgeschick zu akquirieren und zu erreichen, dass die Sanierung der historischen Mauer in das Städtebauprojekt ,Rund um den Siegberg‘ mitaufgenommen wurde“, so Steffen Mues im Rückblick. So sei verhindert worden, dass die Stadtmauer dem Verfall preisgegeben wurde. Weiterlesen

Online: Schwarzbuch der Denkmalpflege 2023/2024

Ein Verzeichnis verlorener Geschichte

„Fast jeden Tag geht in Deutschland ein Denkmal verloren – und dies zumeist weitgehend unbemerkt.
Denn es gibt weder bundesweite Statistiken über den Bestand und die Entwicklung unserer denkmalgeschützten Kulturschätze, noch zentrale Informationen zu Denkmalverlusten und die Gründe hierfür. Niemand weiß also eigentlich, was wir jedes Jahr an Geschichte, Meisterleistungen und Heimat in Summe verlieren.

Das wollen wir ändern – und mit unserem Schwarzbuch der Denkmalpflege zumindest exemplarisch aufzeigen, welche Denkmalverluste zu beklagen sind. Auch aktuelle Herausforderungen der Denkmalpflege, aktuell gefährdete Denkmale, für deren Erhalt noch gekämpft werden kann und Beispiele für Denkmal-Rettungen finden Sie in diesem jährlich erscheinenden Bericht.
Zum ersten Mal wird Deutschlands Denkmallandschaft so umfassend auf den Prüfstand gestellt. Auf rund 300 Seiten stellt das Schwarzbuch der Denkmalpflege exemplarisch Denkmale vor, die 2023/24 bedroht waren oder zerstört worden sind. Auch aktuell gefährdete Objekte sowie Denkmale, die vor Abriss gerettet werden konnten, werden thematisiert. Weiterlesen

Landhaus Ilse bleibt am Tag des offenen Denkmals geschlossen

Sanierungsarbeiten an Bauhaus-Villa gestartet

Der architektonische Zwilling des Bauhaus-Weltkulturerbes Haus am Horn in Weimar, das Landhaus Ilse am Burbacher Erzweg, wird saniert. © Gemeinde Burbach

Am Sonntag, 14.09.2025, werden die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen nicht nur für die Kommunalwahl zur Wahlurne gebeten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lädt zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals ein. Auch das Landhaus Ilse am Erzweg in Burbach, der architektonische Zwilling des Bauhaus-Weltkulturerbes Haus am Horn in Weimar, sollte an diesem Tag (wie im Kulturprogramm „Buntes Burbach“ angekündigt) seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher öffnen. Leider muss dieser Termin, inklusive der für 11.30 Uhr angesetzten Führung ausfallen.
Der Grund hierfür ist durchaus ein erfreulicher: Kurzfristig konnte mit den umfassenden Sanierungsarbeiten am Landhaus llse begonnen werden. Nach jahrelanger Vorbereitung wird die Bauhaus-Villa mit bewegter Geschichte nun denkmalgerecht instandgesetzt. Der Beginn der Arbeiten war zum Zeitpunkt der Zusammenstellung des Kulturprogramms noch nicht absehbar. Dafür präsentiert sich das architektonische Kleinod dann vielleicht schon zum Tag des offenen Denkmals 2026 in voller Pracht und wird Architekturfreunde und Kulturinteressierte gleichermaßen begeistern.
Quelle: Gemeinde Burbach, Aktuelles, 11.9.2025

Interessante Ziele am Tag des offenen Denkmals in Hilchenbach

Der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“ findet am Sonntag, 14. September, statt. Unter dem Motto „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ öffnen sich wieder die Türen zu Denkmalschätzen und der Vorhang geht auf für einmalige Zeugnisse der Vergangenheit, so auch in Hilchenbach.

Einige Erlebnisveranstaltungen und Orte laden in der Stadt am Rothaarsteig zu einer Teilnahme und einem Besuch ein. Dabei bietet sich durchaus eine Rundreise an.

Führungen an der Ginsburg!
Auf der Führung über das Gelände der Ruine Ginsburg mit Gäste- und Kulturlandschaftsführer Michael Thon können Interessierte auf eine Entdeckungsreise gehen und in Hilchenbach ein Stück Europa finden.

Was spielt die Ginsburg für eine Rolle in der europäischen Geschichte? Wer hat hier gelebt? Bei der Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen ist Michael Thon immer wichtig, mit den Teilnehmenden seiner Veranstaltungen im Dialog zu stehen. So sind kurzweilige Anekdoten und spontane Ausführungen zu weiteren Themen nicht ausgeschlossen.

Die Führungen sind kostenlos und finden um 14:00 und 16:00 Uhr statt. Der Verein zur Erhaltung der Ginsburg bittet um eine Spende, die dem Denkmal und Wahrzeichen Hilchenbachs zu Gute kommt. Treffpunkt für die etwa eineinhalbstündige Führung ist vor der Zugbrücke auf dem Schlossberg.

Anmeldungen nehmen die Mitarbeiterinnen der Touristik-Information telefonisch unter 02733/288-133 oder per E-Mail unter touristinfo@hilchenbach.de